Beiträge von Kris24

    Doch, natürlich, Unterricht auf Leiste ist eben überwiegend Unterricht in der Oberstufe. Der weit überwiegende Teil des Nachmittagsunterrichtes liegt in Leisten, weil dort nur die Oberstufe in großem Umfang Unterricht hat, Mittelstufe nur wenige Stunden. Dazu kommen noch AGs oder Ganztagsangebote, bei denen Lehrkräfte in der Regel Einfluss auf die Terminierung haben. Der überwiegende Teil des Vormittagsunterrichts an einem durchschnittlichen Gymnasium ist Unterricht im Klassenverband in Jahrgang 5-10 und damit zum Großteil nicht in Leisten.

    Bei uns gibt es ab Klasse 5 4 Fächer, die auf Leiste liegen, weil Schüler verschiedenes wählen, ab Klasse 6 6 Fächer, ab Klasse 8 liegt nur wenig nicht auf Leiste.

    Nachmittagsunterricht ist natürlich in der Kursstufe häufiger, aber ich hatte auch schon eine Doppelstunde Mathematik in Klasse 6 nachmittags, allerdings nur bis 15.35 Uhr. Ab Klasse 8 sind es mindestens 2 Nachmittage, oft 3 zumindest vierzehntägig. Ich rede jetzt nicht von AGs, die kommen zusätzlich. Ganztagsangebote gibt es nur bis Klasse 8, meistens wird sie nur bis Klasse 6 wahrgenommen. Auch davon rede ich nicht.

    Hier bietet halt jedes Gymnasium fast jedes Profil an und der eine wählt halt verstärkt Musik, der andere bilingual, der dritte ... Das gibt es bereits ab Klasse 5. Und in G8 gab es bereits in Klasse 6 32 Stunden, in der Mittelstufe bis zu 36 Stunden. Das passt nicht alles in den Vormittag.

    Übrigens ich hatte in Klasse 11 bereits vor über 40 Jahren 38 Pflichtstunden, an einem Tag 11 Stunden Unterricht und natürlich auch mit Hauptfächer am Nachmittag. Ich kenne es gar nicht anders.

    Und darum gibt es auch den Rechtsanspruch, für nicht anders terminierbare Facharztbesuche vom Dienst freigestellt zu werden.

    Auch für eine Vorsorgeuntersuchung oder ein Kontrolltermin?

    Ich schrieb, wenn ich etwas auffälliges gefunden habe, erhalte ich innerhalb von 2 Wochen einen Termin und notfalls frage ich frei. Aber Hausarzt ist hier noch schwieriger als Facharzt.

    Du musst an jedem Unterrichtstag von 7:30 bis 17:15 in der Schule anwesend sein?

    Was fällt den in deiner Schule so kurzfristig um 16:30 Uhr noch an?

    Nein, aber ich erfahre es erst letzte Ferienwoche. Genau deshalb möchte ich es frühzeitig wissen. Wenn es jeden Tag wäre, würde ein früher Stundenplan ja nichts bringen. Also Strohmann von dir?

    Noch einmal für Begriffstutzige, ich erfahre in 5 Wochen, ob ich Montag oder Dienstag oder Mittwoch oder Donnerstag von 7.30 Uhr bis schlimmstenfalls 18.05 Uhr Unterricht habe, evtl. mit langer Mittagspause, in der ich sehr gut einen Arzttermin legen könnte, wenn ich es rechtzeitig wissen würde.

    Und ja, mit den Arttterminen regt mich gerade auf, ich bin knapp 60, zum Glück bis auf die Basaliome selten krank, aber ich kann trotz Erinnerung vom Hautarzt nichts ausmachen. Ich warte auf September, erhalte dann einen Termin für frühestens Februar und hoffe, dass nichts dazwischen kommt.

    Ab 16 Uhr findet z. B. mein Chemie-LK statt, im letzten Schuljahr 2x eine Doppelstunde oder Bio oder Mathe oder Deutsch oder Englisch oder, war alles im letzten Jahr so spät Bei den jüngeren meistens Sport oder Klassenlehrerstunde, aber auch Profile wie 3. Fremdsprache oder Musik.

    Kurz, ganz normaler Unterricht.

    Nachmittagsunterricht findet überwiegend in Leisten statt und der Leistenplan liegt langfristig fest, schon alleine weil man ihn bei der Einsatzplanung der Lehrkräfte im Blick behalten muss, also weit vor der eigentlichen Erstellung des Stundenplans. Kinderbetreuungszeiten werden dem Stundenplaner vorher mitgeteilt, diese sind bei Erstellung des Stundenplans zu berücksichtigen und nicht umgekehrt.

    Private Termine Monate im Voraus auf unterrichtsfreie Tage zu legen, ist so oder so zweifelhaft, weil unterrichtsfrei nicht frei heißt, und sich Pläne natürlich ändern können. Und für begründete Anliegen finden sich da immer Möglichkeiten.

    Nachmittags findet der Unterricht genau wie vormittags teilweise in Leisten statt, und bei der Kursstufe wechseln sie jährlich, je nachdem, was die Schüler gewählt haben. Unterschiede gibt es zwischen vormittags und nachmittags keine. Mal hatte ich das Glück, dass in meinem Chemie-LK niemand Spanisch gewählt hat und wir lagen parallel, letztes Jahr hatte jeder etwas anderes gewählt und ich musste da kleiner Kurs zweimal bis 17.15 Uhr unterrichten. Ich hatte auch mehrfach schon bis 18.05 Uhr, allerdings nicht jedes Jahr. Ich fürchte, das wird auch im kommenden Schuljahr so sein, ich weiß nur noch nicht, welche Wochentage.

    Mich regt wieder einmal auf, dass du deine persönlichen Erlebnisse als allgemeine Fakten präsentierst. Sprich bitte für dich und nicht für alle. Ich kenne dies von keinem Gymnasium hier.

    Und leider muss man hier Termine für Hautarzt, Frauenärztin, aber auch allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt mindestens 6 Monate vorher ausmachen. Ergebnis, außer beim Hautarzt, ich hatte schon mehrfach Basaliome, war ich in den letzten Jahren nie. Und statt alle 6 Monate sind es manchmal 2 Jahre, weil ich immer wieder absagen muss. (Ich weiß genau, auf was ich achten muss, und habe bisher alles selbst gefunden. Im Notfall geht es natürlich schneller.)

    Diese ganze Diskussion ist schon wieder derartig Lehrerbubble, dass ich hoffe, dass niemals jemand außerhalb unsere Sphäre auf diese Diskussion stößt.

    Wie schaffen das eigentlich die 40 Millionen Arbeitnehmer*innen in diesem Land den Alltag zu überleben ohne das sie ihre Arbeitszeiten nach der erstmaligen Bekanntgabe für ein halbes Jahr fest haben?

    Die meisten AN müssen nicht von 7.30 Uhr bis 17.15 Uhr kurzfristig parat stehen. Über 10 Stunden gibt es in geteilten Diensten und da wurde mir hier erklärt, das sei selten.

    Aber das sind doch private Probleme? Eine andere Kollegin besucht immer Montags ihre Mutter und die dritte fährt Dienstags zum Kinderturnen mit ihrem Kind. So etwas gebe ich als Wunsch an und gebe bei der Therapie an, dass ich die Zeiten noch nicht fest bestätigen kann. Alternativ wählt sie eine Zeit, die außerhalb der Unterrichtszeiten liegt. Das machen doch andere Menschen auch.

    Bei uns ist Unterricht bis 17.15 Uhr, manchmal sogar bis 18.05 Uhr.

    Ich kann also konkret keinen Arzttermin bis Mitte November vor 17.45 Uhr ausmachen, bedeutet, dass ich in den letzten beiden Jahren keine Grippeschutzimpfung erhielt. Unsere Hausärzte haben abends frei. Auch der Hausarzttermin muss ca. 6 Monate vorher vereinbart werden. Ich muss ihn in 90 % der Fälle verschieben, weil es zum Halbjahr oft neue Stundenpläne gibt. Und da mein Hautarzt hier der beste und absolut überlaufen ist, warte ich dann manchmal ein Jahr. Ich versuche es zwar in den Ferien, nur da hat er fast immer auch geschlossen.

    Erst kürzlich wieder mit der Bahn gefahren und wenn ich schreibe, was ich mit denen machen würde, käme ich ins Gefängnis.

    Wenn das Geld über 30 Jahre vor allem für Autobahnen, Regionalflughäfen und von der Politik, nicht der Bahn gewollte Objekte wie S21 ausgegeben wird... Warum wurde wohl Bilger jetzt zum Verkehrsminister? Es kann doch nicht sein, das Geld für die Bahn ausgegeben wird.

    (Bilger ist mir seit knapp 10 Jahren für sehr viele negative Entscheidungen und Tricksereien bekannt. Stichworte Autobahnmaut, Bilgertunnel (heißt jetzt Pfaffensteigtunnel und wer sich auskennt, ist nur schockiert.)

    Aber der unwissend sein wollende Deutsche, sucht dank Verantwortung wegschiebender Politik die Schuld bei der Bahn und erhält Zustimmung von anderen genau wie beim Lästern über Beamte oder Lehrer .

    Wir haben eine schöne Fahrt von Bayern an die Ostsee mit der Bahn :)

    Ich gestern quer durch Baden-Württemberg auch (700 km, 3x umsteigen). Gut, der geplante mittlere Zug fiel aus, dafür war die Bahn so pünktlich, dass ich den vorherigen noch bekam (ich plane für Umstieg normalerweise 10 Minuten ein, vor allem wenn man von Gleis 16 auf 2 muss, es reichten 5 Minuten).

    Heute war bei uns letzter Schultag und es gab Zeugnisse. Soeben erhielt ich von 2 Müttern die identische Nachricht, dass sie die Note 4 ihrer Töchter nicht nachvollziehen könnten. Mit identisch meine ich, die ersten 4 Sätze sind bis auf die Namen gleich, es klingt extrem nach einer KI, nur im allerletzten Satz wird etwas voneinander abgewichen. Beide schreiben von 2 x die Note 6, die es zwar nicht gab, aber falls doch, wäre 4 ja eher gut. Auch der Rest ist nur Geschwafel. Das hatte ich noch nie.

    Ich war selten so irritiert.

    Jetzt sind Sommerferien, sie werden sich gedulden müssen.

    KI wird Lehrkräfte auch nicht komplett ersetzen aber man wird weniger benötigen. Die Oberstufe könnte man vermutlich zu 50% eigenständig mit KI lernen lassen. Lediglich in Sport/Musik, beim Experimentieren und für Debatten etc. sind noch Lehrkräfte nötig. Auch in den Klassen 8-10 an Gymnasien könnte man vermutlich 20 % des Unterrichts eigenständiger gestalten. Gemeinsam mit dem Geburtenrückgang denke ich schon, dass man in 10 Jahren den Lehrkräftebedarf um 20% reduzieren könnte und dann immernoch mehr Personal als jetzt für Inklusion und schwierige Lerngruppen zur Verfügung hätte.

    Das würde viel Geld freisetzen, was man für Investitionen einsetzen könnte, daran fehlt es in Deutschland dringend. Die würden dann auch den Kindern in ihrem künftigen Leben mehr nützen als noch mehr Sozialpädagogen in den Klassen.

    An welchem Schultyp unterrichtest du?

    Corona hat gezeigt, dass es noch nicht einmal am Gymnasium in der Kursstufe (Leistungskurs) funktioniert und ich habe mir sagen lassen, auch nicht an der Uni. (Ein paar Ausnahmen gibt es wie immer.) Und gerade die damalige Mittelstufe am Gymnasium gilt bei uns als die großen Coronaverlierer.

    Ja, tatsächlich. Die Dame saß den ganzen Schulvormittag in der Toilette und hat einen kurzen Blick in die Kabine geworfen, wenn ein Schüler fertig war. Damit gab es auf dieser Toilette meines Wissens tatsächlich keinen Vorfall mehr.

    Bei uns sind es sicher über 30 Toilettenräume mit je bis zu 10 Toiletten verteilt über 3 Schulgebäude. Wie viele hattet ihr, Männlein und Weiblein gemeinsam?

    Stimmt. Wir wissen natürlich nicht, wie viele vermeintliche Taten hysterische Frauen einfach erfunden haben und wie viel davon "nix gewesen" ist - sollen sich halt nicht so anstellen. Sind ja auch eh nur 300 Fälle, wo ist der Skandal? Und da wundert man sich, wieso vieles gar nicht gemeldet wird.

    Ohne Worte.

    Es gab früher vermutlich mehr Übergriffe, vermutlich, weil es niemand weiß, weil nicht angezeigt wurde, und selbst wenn man wollte, die Polizei so lange sprach, dass man besser frau darauf verzichtete. Ich bin froh, dass die Zeiten sich geändert haben, nur dass es mehr sind, glaube ich nicht.

    Und ja, auch ich habe gehört, stell dich nicht so an, er hat ja nur an deine Brust gegriffen. Die Freundin meiner Schwester wurde vergewaltigt, die Polizei redete so viel über Aussage gegen Aussage und keine Beweise, dass sie auf eine Anzeige verzichtet hat. Sie war damals 16.

    Ich erinnere mich an einen FDP-Politiker, der nicht verstand, warum die Frau sich gegen die sexuellen Übergriffe wehrte. Es stand in den Medien und die Schuldfrage wurde nicht eindeutig festgelegt. Und auch in meiner Umgebung war wenig Verständnis, solange es keine Vergewaltigung war (und die hat man lieber tot geschwiegen).

    Noch einmal, ich bin absolut glücklich, dass sich die Zeiten geändert haben. Aber so unsicher wie die sozialen Medien und Clickbaitartikel es behaupten ist es eben nicht.

    Verstehen bedeutet, denselben Fehler nicht noch einmal zu tun. Es bedeutet hier auch, nicht überheblich zu sein, was ich oft bei Menschen erlebe, die in der Geburtslotterie gewonnen haben.

    Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

    Mir wurde mehrfach erklärt, ich sei keine richtige deutsche Frau, weil ich amerikanische Männerkleidung trage (Jeans), nicht verheiratet sei und berufstätig.

    Die haben wir nicht.

    Ich war an einem (zumindest dem Schild nach) Gymnasium im Ruhrgebiet, mit ebenfalls sehr hohem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Das war nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was ich im letzten Jahr gesehen habe. Und um es klar zu benennen, es geht nicht um Schüler mit türkischem Background in 3. Generation, sondern um Zuwanderer aus den letzten paar Jahren.

    Ich war ein großer Befürworter davon, dass Deutschland 2015 die Grenzen geöffnet und Menschen aufgenommen hat. Ich habe das sowohl für richtig als auch für menschlich geboten gehalten. Heute sehe ich einiges anders und gestehe ein, dass ich komplett unterschätzt habe, wie relevant offenbar doch kulturelle Unterschiede, andere Sozialisierung und religiöse Prägung sind. Es funktioniert oftmals eben leider doch nicht und mich wundert überhaupt gar nicht, in welche Richtung die politische Meinung kippt, wenn man nicht endlich sortiert und es schafft diejenigen, die zum Problem werden, konsequent auszuweisen.

    Ein wenn nicht das Problem war, dass viele junge Männer ohne ihre Familien kamen und hier nicht integriert wurden. In meiner Stadt fanden sich viele Menschen (über 10 % der Einwohner), die sich um jeweils einzelne oder auch Familien sich kümmerten. Das hat geklappt. Sie sind integriert, die Kinder auch am Gymnasium, die Eltern berufstätig.

    Es kamen leider auch 2 kriminelle Großfamilien, zum Glück sind sie inzwischen abgeschoben. Und ich bin klar für Abschiebung von Kriminellen. Ich lehne aber auch deutsche Kriminelle ab.

    Ich frage mich, wenn viele junge deutsche Männer aus ihren Familien gerissen würden, in ein fremdes Land gelangen mit dem Wissen, dass ihre Familie nicht nach kommen darf, ob sie alle fleißig wären und nie kriminell?

    Ist das nicht auch ein Vorurteil?

    Ich schrieb nicht alle sind AfDler oder umgekehrt.

    Außerdem lässt sich dies ändern, die Herkunft nicht. Und ist das nicht ein Grund, warum die AfD gewählt wird, weil ihre Leute diese Aussagen machen (frauenfeindlich, homophob, antisemitisch)?

    Ich schrieb übrigens nur, ich habe es dort am häufigsten gehört, nicht, es ist so Punkt.

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wie uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Meine erste Schule war eine integrative Gesamtschule in NRW.

    Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

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