Auch ich bin nach dem Ref 750 km weit weg gezogen, neues Bundesland mit anderen Regeln, die ich nicht kannte und teilweise erst erfuhr, wenn ich es falsch gemacht habe, anderer Schultyp, statt ländliches Gymnasium im südlichen Baden-Württemberg, integrative Gesamtschule in einer Großstadt in NRW mit entsprechenden heterogenen Leistungen. Ich kann es gut nachfühlen. Auch bekommen neue Lehrer wie schon geschrieben, oft die Klassen, die niemand wollte, ganz extrem war dies an meiner 3. Schule, nach 14 Jahren Schuldienst dachte ich erstmals an Aufhören, da fiel mir zum Glück ein, dass auch das 1. Jahr jeweils an beiden vorherigen Schulen jeweils das schlimmste war.
Selbst ohne den ganzen Wechsel ist das erste Jahr nach dem Ref für viele am schwierigsten, es fallen zwar die Lehrproben weg, aber auch der Welpenschutz. Schüler sind zu Referendaren normalerweise "disziplinierter", neue Lehrer werden dagegen getestet. Ich rate dir, nicht aufzugeben, es wird auf jeden Fall mit der Zeit einfacher, du sammelst Erfahrungen, die Schüler wissen hoffentlich irgendwann, dass du dir nicht alles gefallen lässt. Und suche dir Kollegen, die dich unterstützen, auch bei uns wird manchmal ohne zu Wollen ein neuer Kollege übersehen und nicht alles von sich aus erklärt. Aber wenn jemand fragt, erhält er sofort vielfach Antwort.