Was passiert, wenn ein Schweizer Zug einen deutschen Bahnhof anfährt...
(Ich hatte es bereits Montag von einer Betroffenen gehört, staunte, inzwischen steht es auch in den Medien. Z. B.)
"Plötzlich habe das Zugpersonal durch die Lautsprecher in den Waggons vermeldet, dass eine Tür nicht funktioniere und sich darum die Abfahrt um eine unbestimmte Zeit verspäte, teilt die Frau 20 Minuten mit.
«Wir haben alle gewartet und ich dachte mir, hoffentlich fährt der Zug noch», sagt die Leserin. Etwas später seien die Pendler durch eine Durchsage im Zug aufgefordert worden, ihre Plätze zu verlassen und sich auf die rechte Seite in Fahrtrichtung zu begeben. Dort sollten sie auf Kommando des Lokführers auf einen Countdown von drei auf der Stelle in die Höhe springen. Sie hätten allerdings noch nicht gewusst, warum. Und tatsächlich kam die Durchsage: «Auf drei springen alle auf. 1 - 2 - 3.» Die Leserin berichtet: «Es hat ausgesehen wie im Kindergarten und alle haben gelacht.» Trotzdem hätten alle Passagiere im Zug mitgemacht. Geschehen sei daraufhin aber weiterhin vorerst nichts.
Nach einer Weile habe sich der Lokführer wieder über die Sprechanlage gemeldet und die Reisenden gebeten, zum vordersten Zugabteil zu kommen, um sich dort an der rechten Seite des Waggons zu versammeln. Dieses Mal seien die Leute allerdings informiert worden, dass versucht werde, das Gewicht im Zug zu verlagern, um einen am Perron eingeklemmten Klapptritt loszulösen.
Mit Erfolg! Dank wenigen zusätzlichen Handgriffen soll der Lokführer von aussen das Problem an der betroffenen Türöffnung endlich gelöst haben und der Zug habe dann mit knapp 15 Minuten Verspätung abfahren können. «Die Menschen haben sich gefreut und geklatscht», so die Leserin.
Die «Thurbo AG» hat gemäss eigenen Angaben Kenntnis vom Vorfall. Ein Mediensprecher des Unternehmens teilt 20 Minuten mit, dass die leicht abweichenden Infrastrukturnormen in Deutschland dafür verantwortlich seien, dass der Klapptritt am Perron in Konstanz (D) festklemmte.
Dem Personal sei das Problem mit den unterschiedlichen Normen bekannt und daher wusste der Lokführer, wie er in solchen Situationen reagieren müsse. Es sei aber eine Seltenheit, dass Passagiere gebeten würden, sich auf eine Seite des Zuges zu begeben oder hochzuspringen, um das Zuggewicht zu verlagern.
Die «Thurbo AG» lobt darum die anwesenden Reisenden für ihre vorbildliche Hilfe und bittet für die entstandene Verspätung um Entschuldigung."
Aus https://www.20min.ch/story/kuriose-…-fest-103046737
Heute musste ich daran denken, die Klapptritte eines Schweizer Zuges wurden nicht ausgefahren, es wurde vor dem Abstand Zug - Bahnsteig gewarnt. Hier fahren oft Schweizer Züge, ich musste allerdings noch nie hüpfen.