Beiträge von Kris24

    Auch ich habe mich beim letzten Mal gewundert und nachgefragt wie PISA organisiert wird. Und ja, es wird gelost. Es sind einzelne 15jährige Schüler (also von Klasse 8- 10) und zusätzlich eine Klasse.

    Die Schule kann nichts organisieren bzw. auswählen (außer das sie evtl. den Unterricht der anderen absichtlich verlängert), wir appellieren an die Betroffenen, es ernst zu nehmen, aber das, was plattyplus schreibt, erleben wir auch.

    Es gibt keinen Mangel an Chemielehrkräften für Gymnasien / Gesamtschulen. Und dass Chemiker am Arbeitsmarkt so viel verdienen, ist ein Märchen.

    Wie ich vor der Entscheidung stand Promotionstelle oder Referendariat (beide ungefähr gleich bezahlt, natürlich dauert eine Promotion in Chemie länger, bei Medizinern war sie übrigens deutlich kürzer) war das Durchschnittsgehalt promovierter Chemiker höher als aller Ärzte (sogar noch höher als Zahnärzte) und vor allem gab es genug freie Stellen, im Gegensatz zu Lehrern. Ja, Zeiten ändern sich.

    Und ich schrieb schon mehrfach, ich kenne kaum Chemielehrer unter 55. Ein Mitforist bestätigte dies.

    Um auf klassischem Wege Sushi-Meister zu werden, braucht man auch bis zu 15 Jahre und ich bezweifle, dass die verdienen, wie Ärzte.

    Diese Diskussion ist müßig und der Vergleich alleine anhand einer einzigen Kennziffer ziemlicher Quatsch.

    Mich hat oben die Diskussion genervt, dass wir alle "ein Schmalspurstudium" haben (Grund meiner "Ichbotschaft").

    Wichtiger ist der Arbeitgeber. Mercedes und Porsche (dank eines ehemaligen Schülers durfte ich einmal an einer "Spezialführung" teilnehmen) zahl(t)en weitaus mehr als der Staat. Dafür wurden wir verbeamtet. Und viele meiner Schülerinnen und Schüler schauen genau hin (und entscheiden sich dann gegen das Lehramtstudium, zumal sie sehen, dass es auch per Quereinstieg geht). Wenn der Verdienst geringer wird, werden noch weniger erfolgreiche sich dafür entscheiden.

    Bei mir dauerte das Studium 6 Jahre (kürzer war dank Prüfungsordnung nicht möglich) und das Referendariat 2 Jahre und ich habe so kurz wie möglich studiert (fast alle meiner Mitreferendare haben für das Studium 1 Jahr länger benötigt). Ich habe bis zum Schluss Bafög erhalten, weil klar war, dass es nicht schneller ging.

    Also mindestens 8 Jahre Ausbildung (im letzten Jahrtausend), die meisten 9 Jahre. Dafür habe ich ein fast vollständiges Chemiediplomstudium inkl. Staatsexamenarbeit, die ich als Diplomarbeit hätte anerkennen lassen können und ein Mathediplomstudium ohne Diplomarbeit. Spezielle Lehramtstudiengänge gab es nicht.

    Ich kenne solche Wege auch. An der Berufsschule nicht unüblich. Aber: erstens sind die SuS auch schon älter und anders mobil und zweitens merken die Betriebe gerade, dass diese Situation nicht so toll ist, da sie keine Azubis mehr finden. Die nehmen dann einfach eine andere ähnliche Ausbildung an, da sie die Wahl haben.

    Für die SEK I oder auch die Grundschule finde ich solche Wege unzumutbar.

    Deshalb ziehen manche Eltern Gemeinschaftschulen vor und das Kind wechselt erst später z. B. ab Klasse 7 auf das Gymnasium.

    Das ist ja ein ziemlich weites Feld. Wie könnte ich diese Suche etwas eingrenzen? Gibt es da irgendeinen zentralen Verband, an den man sich mal wenden könnte?

    Ich wurde zu Zeiten von zu viel Lehrern fertig und habe hunderte Schulen angeschrieben (ich erhielt von irgendwoher eine Adressliste, Internet war in den Anfängen). Allerdings kamen z. B. Waldorfschulen für mich nicht in Frage.

    Heute würde ich eine Region auswählen und dann schauen, was es gibt.

    Das war 1953.

    —> https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/sta…s0551.pdf%27%5D

    Damals wurden die Bezüge in zwei Stufen um ca. 15-20% abgesenkt, um von dem Geld Rücklagen für die Beamtenpensionen bilden zu können. Das Geld wurde aber nie zurückgelegt sondern für Wahlgeschenke rausgehauen. In den späteren Jahrzehnten wurden die Tarifabschlüsse mit Verweis auf die Pension auch nicht immer in vollem Umfang übernommen.

    Stimmt (nicht gefällt mir) ;)

    ? Allein in meiner Klasse sind acht Kids vom Land, deren Bus zur ersten Stunde um 7.15 Uhr ankommt. Der nächste Bus fährt gegen 10.00 Uhr. Da nützt ein Wecker nichts, wenn die erste Stunde um 8.00 Uhr beginnt.

    Genauso ist es bei uns. Wir haben Schüler, die fast 2 Stunden mit 4 Fahrzeugen unterwegs sind und ca. 30 Minuten zusätzlich laufen. Allerdings öffnen wir erst 30 Minuten vor dem Unterricht und Lehrer laufen anfangs auch durch die Gebäude zu ihrem Raum. Das reicht bei uns für wenige Schüler ("schlafen" morgens sowieso noch auf dem Gang). Erst wenn es voller wird, ist eine extra Aufsicht notwendig.

    Keiner entscheidet sich aus Geldgründen gegen den Lehrberuf. Das mit Abstand häufigste Argument, das gegen den Lehrberuf genannt wird, ist eher "mit den Kindern heutzutage arbeiten? Lieber nicht!" - eine Mischung aus "zu wenig Handhabe gegenüber verhaltensauffälligen Kindern" und "zu wenig Handhabe gegenüber unverschämten oder uneinsichtigen Eltern".

    Ich kenne mehrere ehemalige Referendare, die ihr Referendariat bei uns abgebrochen haben, weil sie in dieser Zeit ein besseres finanzielles Angebot erhielten. Es ist das Gesamtangebot, das zählt. Dazu gehören Arbeitsbedingungen, Gehalt und natürlich auch der Wunsch zu unterrichten. Aber wir hatten hier doch schon oft die Diskussion und viele schreiben, dass sie es für das Geld tun. Nervende Eltern werden an meiner Schule selten genannt (Gymnasium, kaum Helikoptereltern).

    Auch NRW hat vor knapp 30 Jahren für ein paar Jahre nicht verbeamtet und es wieder geändert. Ich denke, zukünftig werden sich die Bundesländer absprechen und es gleichzeitig umsetzen (aber da der Lehrerberuf aktuell nicht so überlaufen ist wie vor 30 Jahren, wird der Mangel noch größer außer es gibt deutlich mehr Geld).

    Ja, Physik ist in BW dieses Jahr dabei. Allerdings dauert es ja bis zum schriftlichen Physikabitur noch etwas.

    Chemie auch. Es gibt einige Änderungen im Vergleich zum letzten Mal. Ich war froh, dass ich noch eine Abiaufgabe für 2024 erstellen musste (und jetzt 3 Jahre Ruhe habe).

    Ich habe jetzt mal gegoogelt.

    "Bei der Reform der „Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe“ geht es vor allem darum, die Rahmenbedingungen der zweijährigen Qualifikationsphase in der gymnasialen Oberstufe länderübergreifend zu vereinheitlichen. Bereits in der Ländervereinbarung von 2020 waren Anpassungen bei den Abiturprüfungen beschlossen worden: Ab 2023 sollen in allen Ländern 50 Prozent aller schriftlichen Abituraufgaben in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache) aus dem gemeinsamen, länderübergreifenden Aufgabenpool entnommen werden. Ab 2025 wird diese Regelung auch auf die naturwissenschaftlichen Fächer ausgeweitet."

    Aus https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/…er-werden-soll/

    In NRW ist alles seit, ich meine, 2007 zentral.

    Aber Physik bedient sich nicht aus dem bundesweiten Pool. Mathe schon.

    Ab diesem (spätestens) nächsten Jahr auch.


    (Naturwissenschaften bedienen sich seit diesem Abitur aus dem bundesweiten Pool, in Chemie Baden-Württemberg hat sich auf jeden Fall einiges geändert. Ich habe aber irgendwo gehört, dass Physik erst ab nächsten Jahr dabei sei. :weissnicht: Die Physiker hier werden es wissen.)

    Ok, das ist dann wahrscheinlich wieder so ein "allgemeinbildende Schule" vs. "berufliche Schule"-Ding ;) .

    Zum einen haben viele unsere Klassen gar keine festen Klassenräume bzw. diese werden von verschiedenen Klassen genutzt. Auch lassen die SuS - bedingt durch häufige Raumwechsel und die Nutzung der Räume durch unterschiedliche Klassen - ihre Sachen nie in einem Raum (es sei denn natürlich, sie haben in der/den nächsten Doppelstunden wieder in diesem Raum Unterricht).

    Unsere SuS haben zudem keine schweren Rucksäcke zu schleppen, weil wir in vielen Fächern/Lernfelder keine Bücher haben (oder es gibt überhaupt keine Bücher). In ihren Taschen befinden sich also i. d. R. nur Block, Stifte/Federmappe, ein Ordner oder zwei bis vier Mappen, Taschenrechner oder Tablet, evtl. ein oder zwei Bücher sowie persönliche Utensilien. Gerade unsere Schülerinnen haben häufig gar keinen Rucksack, sondern eine dieser größeren Shopper-Taschen dabei ^^.

    Bei uns ist es im Übrigen eigentlich so vorgesehen, dass alle Räume in den Pausen abgeschlossen werden. Eben weil alle SuS und zumeist auch die Lehrkräfte den Raum über die Pausen verlassen (abgesehen von denjenigen KuK, die halt ihre Ruhe haben und im Raum sitzenbleiben wollen ;)).

    Auch wir am Gymnasium haben ab Klasse 5 Profile, ab Klasse 8 sind die Schüler mehr getrennt als in ihrer Klasse zusammen, ab Klasse 9 gibt es keine Klassenzimmer mehr, auch weil wir zu wenig Räume haben (jeder Raum ist in jeder Stunde besetzt). Es ist also kein "allgemeinbildende Schule" vs. "berufliche Schule"-Ding ;) ." Bei uns ist es genauso wie bei euch.

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