Beiträge von Kris24

    Ich habe 10 große Ordner mit Mitschriften aus meinem Studium. Handschriftlich in Druckbuchstaben. Ich hatte noch nie Probleme mit der Geschwindigkeit. Bei Schreibschrift war ich zwar schneller, konnte das aber ein paar Tage später nicht mehr selbst lesen. :D

    Lesen finde ich auch bei unseren Druckbuchstabenschreiber schwierig. :) Dank Tempo leidet die Lesbarkeit.

    Vielleicht war der Wert auf Schönschrift doch nicht schlecht? Ich habe allerdings schon keine Note mehr dafür erhalten. Wir haben aber viele Stunden einzelne Buchstaben geübt. Geht vermutlich aus Zeitgründen heute nicht mehr. Ein erster kleiner Aufsatz kam erst in Klasse 3. Zeiten ändern sich.

    Kann ich gar nicht bestätigen: Die Krankmeldungen (auch wegen Corona, aber natürlich nicht nur) am ersten Schultag nach den Herbstferien waren in diesem Jahr an unserer Schule enorm. 1/3 hat gefehlt.

    Wer weiß, was kommt? :teufel:

    Natürlich gibt es immer wieder andere Beobachtungen (und der eine oder andere verlängert vielleicht auch nur die Ferien bei uns mit sehr hohem Migrantenanteil immer wieder beobachtbar). Und natürlich gibt es noch andere Kontakte. Bei manchem Konzert geht es noch enger zu.

    Ich hatte es schon lange beobachtet, habe z. B. Klassenarbeiten entsprechend gelegt, dachte allerdings an Stress und Schwächung des Immunsystem in Folge. Daher fand ich den Zeitungsartikel so interessant.

    Zu den rechtlichen Aspekten kann ich nichts sagen.

    Aber die These, dass die Wahrscheinlichkeit "äußerst hoch" ist, dass man sich in unserem Beruf in der Schule und nicht irgendwo anders ansteckt, teile ich nicht.

    Es gibt in Mitteleuropa fast keine Corona-nativen Menschen mehr. Da sich aber längst nicht alle haben impfen lassen, muss sich praktisch jeder mindestens einmal wissentlich oder unwissentlich infiziert haben. "Praktisch jeder", also auch diejenigen, die keine Berührungspunkte zu Kindern und Jugendlichen haben. Wenn es aber ohne weiteres möglich ist, sich ohne Kontakt zu Kindern anzustecken, gilt das für alle - auch für Lehrer in ihrem Privatleben außerhalb der Schule.

    Es geht um Wahrscheinlichkeit ("äußerst hoch").

    Ich bin sonst nie jeden Tag sechs Mal 45 Minuten mit je 30 jede Stunde wechselnden Schülern auf engsten Raum zusammen, die meisten anderen vermutlich auch nicht. 180 enge Kontakte sind extrem viel mehr als ein kurzer Kontakt an der Kasse beim Einkaufen im gut gelüfteten Supermarkt. Und ja, auch die Schüler tragen den Virus heim und stecken andere an. Es gab einmal eine Feststellung der AOK, dass Erzieher den höchsten Anteil der Covid-19-Erkrankungen stellen (Lehrer sind selten gesetzlich versichert, fielen der AOK daher nicht auf). Natürlich kann irgendwann jeder einmal erkranken (und ein Lehrer oder Erzieher dann zum gleichen Zeitpunkt vielleicht das 5. Mal). Und da die Häufigkeit bei folgenden Sekundärfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes usw. eine Rolle spielen soll, möchte ich jede Covid-19-Infektion vermeiden.

    Es geht um Wahrscheinlichkeit (wie immer).

    Übrigens das Schulen bei der Virenverbreitung nicht ganz unbeteiligt sind, sieht man auch daran, dass nach den Ferien die wenigsten Infektionen sind. Es steigt dann bis zu den nächsten Ferien. Bei uns war es letzte Woche extrem (1/3 der Kollegen, mindestens 20 % der Schüler pro Klasse), jetzt sind erst einmal Herbstferien und in der Vergangenheit war es danach erst zwei Wochen ruhig, bevor die Zahlen neu stiegen (ähnliches hat ein Zeitungsartikel einmal geschrieben, der das deutschlandweit untersucht hat).

    Es geht um Wahrscheinlichkeit wie Quittengelee schrieb.

    Hier steht ja, dass sie auf Wunsch teilnehmen sollen, wenn das erforderlich ist. Andersherum kann es also scheinbar auch NICHT erforderlich sein, ergo ich muss nicht teilnehmen. Oder die Pflegschaft möchte das nicht.

    Mal auch Logisch gedacht: Einige Pflegschaften machen ja einen regelmäßigen Elterntreff, das ganze kann man ja auch formalisieren und das offiziell als Pflegschaft deklarieren, zweiwöchentlich abends in einer Kneipe. Dann ist es meine Pflicht da alle zwei Wochen Abends auszutauschen, wenn die Eltern als TOP nur "Verschiedenes" haben und keine Beratung und Information erforderlich ist? Eben nicht.

    Ja, ich stimme dir zu, das bezieht sich hier auch auf Fachlehrkräfte, aber AUCH auf die Klassenleitung.

    Mir wurde einmal gesagt, dass ein Lehrer teilnehmen muss, wenn das ganze in der Schule stattfindet. Es muss nicht der Klassenlehrer sein. Es geht vermutlich eher um das Hausrecht. Bei Elternstammtischen in Restaurants etc. nehme ich sehr selten teil (in 30 Jahren vielleicht viermal, davon dreimal als Referendarin. Einmal gab es ein bestimmtes Thema, bei dem ich es wichtig fand, dabei zu sein).

    Ich würde ja gerne mal eine Klassenpflegschaft erleben, wo man tatsächlich nur als beratender Teilnehmer erscheinen und nicht den Vortanzer machen muss, der zig Formulare im Gepäck hat, die Tagesordnung geschrieben hat und 80-90% Redeanteil hat. Gibts das tatsächlich?

    Ja, an meiner letzten Schule und an meiner Referendariatsschule.

    Drei Jahre hatte ich eine Vorsitzende, die auch im Landeselternbeirat saß und sich sehr gut auskannte, sehr gut leitete und von der ich sehr viel erfuhr. Auch in einer weiteren Klasse als Klassenlehrerin und weiteren Klassenpflegschaftsabenden als Fachlehrerin saß ich die meiste Zeit und wurde aufgerufen, wenn ich dran war (nach Plan), war also an dieser Schule übrig. Auch in meiner Referendariatsschule war dies üblich (die Elternvertreter standen vorne, leiteten abwechselnd durch das Programm, alle Kollegen saßen und standen nur auf, wenn sie an der Reihe waren).

    Redeanteil aller Kollegen zusammen sicher unter 50 % (1. Klassenpflegschaftsabend), beim 2. war fast immer nur der Klassenlehrer anwesend, Redeanteil gefühlt dann unter 30 %. Problem bei einem Klassenpflegschaftsabend, der Elternvertreter verlor die Kontrolle, ich wartete aus heutiger Sicht etwas zu lange, weil ich anfangs nicht die Leitung an mich reißen wollte.

    An meiner jetzigen Schule sowie an meiner 1. nach Referendariat (in NRW) ist es leider auch wie von dir beschrieben. Der Klassenlehrer steht vorne und leitet. Er hat damit aber auch die Möglichkeit, den Verlauf und die Dauer zu beeinflussen (und das schätze ich durchaus nach dieser einen hitzigen und langen Klassenpflegschaftssitzung). Ich musste anschließend die schlechte Stimmung irgendwie wieder einfangen.

    Die Antwort Ihrer Frage finden Sie bei den damaligen polnischen Bürgern in Oberschlesien. Diese haben definitiv nicht freiwillig gelernt. Alles weitere können Sie recherchieren.

    Ich weiß zwar nicht wie Sie auf den Duden kommen, dazu aber Folgendes:

    "Der Duden und seine Regeln." Das ist eine korrekte Formulierung.

    Einzelne Verlage sind nicht verpflichtet, sich an das Amtliche Regelwerk (Herausgeber: Rat der deutschen Rechtschreibung) zu halten.

    Aber Sie sollten nicht erschrecken, im Duden steht als Synonym für "Unzuverlässigkeit" tatsächlich "Deutsche Bahn". Ich bin äußerst empört, dass Sie nichtmals sattelfest ihren biblischen Duden kennen.

    Dass die Polen in Oberschlesien nicht die deutsche Sprache feiern, verstehe ich. Allerdings habe ich gerade in Polen (Gdansk) vor 40 bis 35 Jahren (mehrere jeweils 3-Wochen-Austausche) erlebt, dass ich in deutscher Sprache freundlich begrüßt wurde, längere Gespräche führte und erst später durch dritte erfahren, was sie negatives im 3. Reich erlebt haben. Sie freuten sich, dass ich (vor Mauerfall) kam (danach hat sich gefühlt manches geändert). Und da die Älteren kein Englisch sprachen und ich nur wenige Worte polnisch, wählten sie deutsch (nicht ich erzwang es).

    Aber alle anderen hier denken bei deutscher Sprache sicher nicht an Hitler und Gleichschaltung. Ich käme zwar auch nicht auf Feiern der deutschen Sprache, schon gar nicht mit Diktat, aber deine Assoziationen sind sehr weit hergeholt. Wieso schreibst du deutsch bei diesen Assoziationen?

    Hitler wird ja auch Fernseher und Autobahn zugeschrieben. Lehnst du dies auch ab? (Gut feiern tue ich sie auch nicht, aber praktisch sind sie manchmal schon.)

    Anderer Aspekt. Manchmal denke ich, dass gerade Völker mit Minderwertigskomplexen dies so grausam kompensieren wollen (es gibt ja weltweit noch andere Beispiele). Ein gesundes Selbstbewusstsein könnte zu mehr Frieden für alle führen.

    Ergänzung B2013, ich würde es so wie deine Kollegen machen. Wenn du nicht fragen möchtest, es müsste doch ein Konferenzbeschluss (zum nachlesen) geben. Wie handhabt es das eingeführte Buch (auch das der 2. Klasse). Ich würde es auch trennen, bin aber kein Grundschullehrer (sehe nur jedes Jahr die Probleme vor allem in der Unterstufe).

    Mit der Abkehr kommt aber auch die Diskussion darum auf, dass Handschriften noch schlechter zu lesen sind und dass Schüler:innen in Klasse 5 kaum längere Texte schreiben können, was nicht allein auf die Schriftart zurückgeführt werden kann.

    Danke (war für mich wichtig). Es ist tatsächlich ein Problem.


    Übrigens s3g4

    Ich habe Mitte der 70er Jahre nur Schreibschrift in der 1. Klasse gelernt, erst in der 2. Klasse Druckschrift (und nur zum Lesen, nie geschrieben). Auch meine Kollegen (auch die jungen) schreiben an der Tafel in (div.) Schreibstiftstilen, wenn sie viel schreiben (sehe ich, weil erst in der nächsten Stunde bei uns die Tafel geputzt wird). Es ist immer wieder Thema, weil einzelne Fünftklässler in Druckschrift schreiben (nie mehr als einer oder zwei von 30 Schülern), viel langsamer sind als ihre Klassenkameraden, sich beeilen (müssen) und dann unlesbar (und (als Folge?) ungern) schreiben. Ob es an der Druckschrift liegt oder sie sowieso ein Problem mit dem schreiben haben (und deshalb in der Grundschule keine Schreibschrift gelernt haben) wissen wir nicht (ist regelmäßig Thema in Gesprächen unter den Kollegen in der Klasse).

    Auf jeden Fall sind diese Kinder aktuell extrem benachteiligt, werden z. B. in Klassenarbeiten nicht fertig, müssen aus unvollständigen Heften lernen, schreiben extrem (zu) knapp (eine Erklärung besteht oft nur aus einzelnen Worten).

    Vermutlich wird irgendwann nichts mehr mit Hand geschrieben? Dann ist Schreibschrift unnötig (nur das habe ich bereits vor 20 Jahren gehört).

    Kennt ihr wirklich Erwachsene, die schnell und viel handschriftlich schreiben (müssen) und nur Druckschrift verwenden? Ich kenne es nur bei einzelnen Worten.

    Ergänzung

    Ich verwende die Zahlen gern gegenüber Mitmenschen, die meinen, Lehrer arbeiten nur halbtags bei vollem Gehalt und 12 Wochen Ferien. Viele (dieser Mitmenschen) arbeiten in Vollzeit weniger als 41 Stunden pro Woche bzw. 1804 Stunden im Jahr.

    Unbestritten. Es steht aber nirgendwo, dass Lehrer außerhalb der Ferien 4x,x Stunden arbeiten müssen und während der Ferien frei haben.

    Das stimmt, bei uns (an der Schule) reden wir daher offiziell nur von der Jahresarbeitszeit (konkret 1804 Stunden ist immer in meinem Gedächtnis, 46,x nicht. Was ist x?).

    Allerdings arbeiten viele meiner Kollegen grundsätzlich nicht in den Ferien, daher sind auch die 46 Stunden (bzw. anteilig) immer wieder im Gespräch. Die allermeisten Kollegen müssen nichts zwingend in den Ferien erledigen.

    Auch ich versuche Ferien von Klassenarbeitenkorrekturen etc. frei zu halten. Nur meine Chemiesammlungstätigkeit muss teilweise in den Ferien stattfinden ("Inventur der Chemiekalien" geht schlecht, wenn Kollegen sie aus dem Schrank nehmen und daher immer etwas fehlt. Dafür sind 144 Zeitstunden im Jahr vorgesehen.)

    Hin Rhodos, hin Salat. Hab ich jetzt mal als Ergebnis der Autokorrektur stehen lassen, gemeint ist natürlich „hic Rhodos, hic salta“. Zitier mal bitte eine Lehrerarbeitszeitverordnung, in der das so steht.

    Für Baden-Württemberg

    "Die Jahresarbeitszeit einer Lehrkraft beträgt 1804 Zeitstunden (wöchentliche Arbeitszeit von 41 Zeitstunden x 52 Wochen abzüglich 6 Wochen Urlaub und abzüglich Feiertage).

    Davon entfallen ca. 85 % auf Aufgaben, die direkt im Zusammenhang mit Unterricht stehen (Bereiche Lernen, Erziehen, Beurteilen), und ca. 15 % auf sonstige pädagogische Aufgaben (Bereiche Fortbildung, Qualitätssicherung sowie allgemeine Aufgaben wie z. B. die Mitarbeit in Konferenzen und Gremien oder die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern der Schule). Diese Aufteilung ist nicht im Sinne eines Abrechnungsmodells, sondern eines Planungsmodells zu verstehen."

    (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

    Und jetzt teile mal, ohne Ferien etc. kommt irgendetwas mit 46,x heraus.

    Gleichschaltung war wohl der Begriff. Ich glaube kaum, dass das jemand feiern möchte.

    Und was hat Gleichschaltung mit der deutschen Sprache zu tun? Den Duden und seine Regeln gibt es schon länger.

    Ich verstehe, du bist gegen jede Art von Regeln (auch gegen den Duden?) Gibst du den Tipp auch der deutschen Bahn, dann hat sie eine Begründung, wenn die Züge fahren wann sie wollen (ich war heute insgesamt 10 Stunden mit der deutschen Bahn unterwegs und musste viermal umsteigen :sterne:).

    Und ich dachte immer, dass Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung einen wichtigen Beitrag zum modernen Deutsch geleistet hat...

    (Der lebte auf jeden Fall 400 Jahre früher.) Auch der Duden ist älter und Goethe und Schiller und...

    HERRmann meinst du das ernst? Ich habe gerade überlegt, wen du mit AH meinst, so abwegig war für mich die Idee.

    Meine Großeltern (auch meine Schweizer Großeltern sprachen auf jeden Fall genauso wie ich und sie lernten die Sprache als AH noch ein Kind war).

    Aber vielleicht meinst du jemanden anders?

    Das gab es bei uns schon immer (auch als "Halbtagesschule") und das wird (teilweise) auch anders abgerechnet.

    Als wir zu Ganztagsschule wurden, musste eben eine verlässliche Betreuung täglich bis 15 Uhr inkl. Hausaufgabenbetreuung angeboten werden. AGs etc. wird gewählt auch von Schülern, die nicht das Ganztagesangebot wählen (ist unabhängig davon, wird teilweise auch von Externen angeboten, geht nicht unbedingt bis 15 Uhr). Ich schrieb von Ganztagsbetreuung (nach der Mittagspause) an Gymnasien in Baden-Württemberg und nicht von AGs irgendwo.

    Das ist ja auch super … dann arbeitet man 28h oder 56 im

    Ganztag?

    Auch Erzieher müssen Dinge vorbereiten.

    Naja, ich bin schon froh dass ich da nicht arbeiten muss.

    Ich sprach vom Gymnasium. Hier geht es um 90 Minuten und Hausaufgabenbetreuung und eine Runde Tischkicker oder Mensch ärgere dich nicht usw. Dafür gibt es halt nur eine Deputatsstunde für den Gymnasialkollegen (und immer genug Freiwillige). Man muss eben nichts vor- oder nachbereiten. Jeder betroffene Kollege ist nur einmal pro Woche dran, also eine Deputatsstunde von ...

    Dienstgeräte für Lehrer sind ein Thema für sich, ja.

    Hier geht es doch aber um BYOD für SuS (s. Titel dieses Fadens).

    Meine Antwort galt deinem "nur Stift bei Tablet". Das gilt hier weder für Schüler, die ihre eigenen Geräte mitbringen (fast immer Notebook, oft größer als meines) als auch für uns Lehrer mit den gestellten Convertibles.

    Tablets allgemein sind bei uns selten, ipads im speziellen noch seltener. Aber auch zum mitschreiben auf ihren Geräten benötigen unsere Schüler Stifte.

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