Beiträge von Kris24

    kommt auf die evangelische Richtung an:
    Die Lutheraner sehen Karfreitag als höchsten Feiertag an.
    Die Katholiken Ostern.

    Nein, nicht die Lutheraner. Manche. Zu Luthers Zeiten war es Werktag.

    Dazu z. B. https://www.br.de/nachrichten/de…-ostern,RO0pRrD

    "Nach der Reformation 1517 blieb der Tag in katholischen Regionen zunächst ein gewöhnlicher Werktag. Anders war dies in evangelischen Gemeinden: Hier wurde der Karfreitag aufgewertet, erst zu einem halben Feiertag, später zu einem Bußtag. Martin Luther bezeichnet den Tag sogar als "Guten Freitag" (good friday).

    Fakt ist: Für viele evangelische Christen war und ist der Karfreitag der wichtigste Feiertag. Heute sagt die evangelische Kirche: "Protestanten betrachten den Karfreitag als ganz besonderen Feiertag. Doch Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu, ist für sie - wie für alle Christen - das höchste Fest."

    Plattenspieler hat bereits die Meinung der EKD veröffentlicht.

    (Vielleicht ist das Grund der falschen Vorstellung, die Protestanten hatten einen Feier, die Katholiken nicht?)

    Pfingsten war für viele traditionelle zu schwierig (und reduzierten es auf eine kleine Taube, die dem absolut nicht gerecht wird). Ich verlinke dazu https://www.luther2017.de/de/neuigkeiten…nder/index.html

    Christen, die weniger in irgendwelchen später dazu gekommenen Traditionen verhaftet sind, und mehr auf das Original die Bibel und den persönlichen Glauben achten, sehen Pfingsten wichtiger bis sehr wichtig. Und die sind nicht nur bei den Pfingstlern beheimatet, sondern auch in den Landeskirchen.

    Aktuell sind ja die CDU/CSU, die AfD und die Linke/BSW auf Bundesebene Oppositionsparteien. Von der Linken höre ich vergleichsweise wenig Kritik an der Regierung, aber von CDU/CSU und BSW kommt da durchaus viel und ich würde behaupten, dass gerade die CDU/CSU von einer allgemeinen Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Ampel profitiert.

    Ich wüsste auch nicht, wie die CDU/CSU für sich werben sollte, wenn eine hohe Zufriedenheit mit der Ampel bestünde. Wie sollte das aussehen?

    Die Opposition profitiert von a) allgemeiner Unzufriedenheit und b) Fehltritte von Regierungsmitgliedern. Ich bin mir sicher, dass ein Herr Spahn, ein Herr Söder oder ein Herr Merz sich diesem Zusammenhang sehr bewusst sind und ihre politische Konkurrenz dahingehend genau beobachten.

    Deshalb sehen viele Merz, Söder und Spahn als Wegbereiter der AfD und nicht als seriöse Opposition. Die AfD steht nicht mehr allein als Zerstörer da.

    Deshalb hoffen viele langjährige CDU-Anhänger in meiner Umgebung, dass noch jemand anderes das Ruder übernimmt, weil sie keinen der 3 wählen möchten.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Regierung anzugreifen. Entweder man ist besser oder wenn man schlecht ist, man redet den anderen auch schlecht und hofft, dass dies Dritte (Wähler) nicht durchschauen. Merz, Söder und Spahn zeigen hiermit, dass sie noch weniger können als die jetzige Regierung (sonst wählten sie zumindest abundzu oder gar meistens die erste Möglichkeit).

    Ist der Tod nicht Erlösung genug? In meiner Vorstellung ist es so. Der Tod ist für jeden wenigstens sicher ohne Ansehen der Person, was man ist oder war.

    Wenn man Leben nur als Leid sieht, vielleicht? Aber ich frage mich, warum man bei dieser Einstellung nicht (gleich) Suizid begeht?

    Ich höre und erlebe allerdings immer wieder, dass wenn es wirklich so weit ist, Menschen sich ans Leben klammern. Es lässt sich leicht darüber reden, wenn der Tod weit weg erscheint.

    Ich lebe gerne.

    Höchster christlicher Feiertag war, ist und bleibt Ostern. Auch bei Protestanten. So schreibt zum Beispiel auch die EKD: "[...] ist Ostern, die Feier der Auferweckung Jesu, das höchste Fest der Christenheit." (https://www.ekd.de/Karfreitag-Basiswissen-Glauben-54865.htm)

    Splittergruppen mögen es anders sehen.

    Aber die Protestanten haben es ja eh weniger mit dem Feiern und viele (Hoch-)Feste aus dem liturgischen Kalender gestrichen.

    War vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ohne Ostern gäbe es keinen christlichen Glauben (Christenheit), sondern irgendeine Religion, ohne Pfingsten keine Kirche, kein Weitererzählen.

    Es ist also kein Widerspruch.

    (Welche Rolle spielt der Heilige Geist? Vielleicht erklärt das den Unterschied? )

    Welches ist denn nun die Skala, nach der verglichen wird. Bisher höre ich nur Einschätzungen. Hätte es denn ohne Ostern auch eine Kirche gegeben? Oder greift hier das gleiche Argument?

    Ostern gilt daher als zweitwichtigster Feiertag der (evangelischen) Kirche und ist natürlich Voraussetzung für Pfingsten. Gut, manche nennen ihn auch den wichtigsten. Es gibt keine festgelegte Reihenfolge.

    (Aber theoretisch ist eine Religion auch ohne Erlösung möglich.)

    Kenne ich so aus baptistischer Sichtweise, passt auch zu BW.

    Mir ist das schon oft begegnet, dass Karfreitag der wichtigste Tag sei. Wenn man Außenstehenden die Religion erklärt, ist es merkwürdig, wenn man auf die Kreuzigung als Wichtigstes verweist.

    Für mich haben die Feiertage momentan keine Wertigkeit an sich, das eine ist ohne das andere nicht möglich. Dazu erlebe ich es so, dass alles unterschiedliche Facetten hat und mich jeweils etwas anderes mehr anspricht. In manchen Jahren gehe ich die Passion voll mit, in anderen nicht, das ist nicht immer gleich.

    Den Gedanken, dass man Karfreitag ganz anders feiern könnte, hatte ich eben auch schon und finde es weiterhin möglich. Dann feiert man die Erlösung und wenn das der Glaubensgrund ist, ist es etwas sehr Schönes.

    Was soll BW hier bedeuten? (Ich denke immer zuerst bei dieser Abkürzung an Bundeswehr. ;))

    Baden-Württemberg gibt es noch keine 80 Jahre, wir haben noch nicht einmal eine Landeskirche.

    Und wie Plattenspieler bereits schrieb, es wurde manchmal fälschlich behauptet. Vielleicht hat es irgendjemand vor langer Zeit behauptet, um seine Schäfchen maßzuregeln und es wurde unreflektiert weiter gegeben? Aber Karfreitag bedeutet Gottesferne.

    Ja, es gibt viele falsche Vorstellungen und ich finde es gut, wenn mich jemand darauf hinweist (z. B. habe ich vor 2 Tagen gelernt, das mein geliebtes Zitat "Achte auf deine Gedanken" nicht im Talmud steht, sondern vermutlich auf einem chinesisches Sprichwort beruht).

    Danke, kleiner gruener frosch , das versteht immer keiner, wenn ich das irgendwo sage.

    Karfreitag gilt als höchster Feiertag und ist dann Stille und Trauer.

    Wenn die Bedeutung ist, dass Jesus uns mit diesem Tag errettet, warum kann man das nicht feiern?

    Am Sonntag kann man dann zusätzlich den Sieg über den Tod feiern. Dann wären es 3 tolle, bunte, laute, fröhliche Tage.

    Und ja, ich finde auch, dass Trauer einen Raum haben sollte, das ist hier der Totensonntag, heute oft Ewigkeitssonntag, der aber in Mexiko fröhlich gefeiert wird. Es geht also auch anders.

    Nein, Karfreitag ist wirklich nicht der wichtigste Feiertag, Pfingsten (und dann Ostern) ist wichtiger.

    An Karfreitag steht Tod im Mittelpunkt, die Gottesferne, für Evangelische auch die eigenen Fehler, Sünde, die Jesus Tod zu Folge hat, zu feiern gibt es da nichts.

    Ostern ist extra. Durchfeiern (für Gläubige, die anderen betrifft es nicht), fände ich wirklich seltsam. Für mich stehen Nachdenklichkeit, Bewusstsein für das eigene "Böse" und Dankbarkeit an Karfreitag und Karsamstag im Mittelpunkt.

    Wichtigster kirchlicher (evangelischer, im Katholizismus kenne ich mich nicht so aus) Feiertag ist Pfingsten. Ganz einfache Erklärung, ohne Pfingsten gäbe es keine Kirche. Die Sache wäre mit dem Tod der Jünger beendet gewesen.

    Stimmt.

    Aber worauf ich hinauswill: eigentlich müsste Karfreitag für Christen ein Tag der Freude bzw. ein Tag der Zuversicht sein, weil der "göttliche Plan zur Rettung der Menschen" Wirklichkeit wurde.

    Nicht für die Jünger damals. Aber rückblickend schon.

    Nein, Karfreitag ist Trauer, Ostern ist Dankbarkeit und Freude. Ja, sie gehören zusammen, aber über Abschied und Tod kann ich mich nicht freuen.

    Dieser Herr Lüth macht auf mich einen gefährlichen Eindruck. Er hat wohl in seiner Zeit bei der FDP bereits einige problematische Theorien von sich geben und in seiner Zeit bei der AfD direkt hieran angeknüpft. Augen verraten oft viel über ihre Träger und in seinem Blick liegt etwas Unheimliches, wenn du mich fragst.

    Weyels Direktheit ist in der Form ungewohnt, aber an sich ist die Kernaussage korrekt, dass, wenn die Bevölkerung eine hohe Zufriedenheit aufweist, sie der Regierung einen guten Job attestiert, und damit keinen Beweggrund sieht, für eine Oppositionspartei zu stimmen.

    Und deshalb muss er bzw. die AfD aktiv dafür sorgen, dass es Deutschland schlecht geht?

    Ihnen ist Macht also wichtiger als Deutschland? Und nein, dass ist für die meisten nicht so! Andere Oppositionsparteien versuchen noch bessere Politik zu machen.

    (Das gilt sonst für Diktatoren, Mafiabosse, Putin und eben die AfD.)

    POV: Als Christ müsste man eigentlich denken "Super, Plan ist aufgegangen. Jesus stirbt für die Menschen, opfert sich für unsere Sünden, steht wie geplant am 3. Tag wieder auf und fährt einige Wochen später wie geplant zu seinem Vater in den Himmel auf."

    Wenn man Gottvertrauen in diesen Plan hat, dürfte man eigentlich nicht trauern. Also: rein theoretisch.

    Gehen wir mal davon aus, dass es so wie in der Bibel steht, passiert ist. Rein theoretisch. Im Sinne der Gläubigen.

    Natürlich konnten die Jünger das damals nicht wissen. Aber rückblickend (wenn es denn so passiert ist, wie man als Christ glaubt) ist die Sache eigentlich ... ähm, klar.

    Nein. Noch einmal, auch geplante Sachen können sehr traurig sein. Einfaches Beispiel, du nimmst Abschied und die Reise ist lange geplant. Auch im Rückblick erinnerst du dich an die Traurigkeit und natürlich auch an Dankbarkeit (mein Hauptgefühl) und vielleicht auch Erleichterung beim Wiedersehen.

    Aber lassen wir doch AfDler zu Worte kommen, wenn sie glauben, unter Gleichgesinnten zu sein:

    https://www.fr.de/politik/afd-pa…r-91774117.html

    "Bei einer Veranstaltung der AfD in Berlin haben Äußerungen des Bundestagsabgeordneten und Parteivorstandsmitglieds Harald Weyel am Mittwoch (07. September) für Diskussionen gesorgt. Gefehlt hat es offenbar an technischer Kompetenz bei der Online-Übertragung der Konferenz: Nach dem für die Öffentlichkeit bestimmten Teil sendeten Mikrofon und Kamera live weiter, während Weyel mit zwei weiteren Teilnehmern zu einer vermeintlich privaten Unterhaltung überging.

    Der CDU-Abgeordnete Johannes Steiniger veröffentlichte nach Übertragung der Veranstaltung einen 22-sekündigen Video-Mitschnitt auf Twitter und Facebook, in dem Weyel zu sehen und zu hören ist. Ein weiterer Veranstaltungsteilnehmer sagte darin, es werde sowieso dramatisch werden, woraufhin Weyel antwortet: „Man muss sagen, hoffentlich, oder? Wenn‘s nicht dramatisch genug wird, dann geht‘s so weiter wie immer.“

    Die durch den Ukraine-Krieg und den Gaslieferstopp aus Russland verursachte Energiekrise in Deutschland, die der Politik und der Bevölkerung im Hinblick auf die kalte Jahreszeit Sorge bereitet, scheint bei einer solchen Wortwahl mehr Mittel zum Zweck zu sein als tatsächliche Befürchtung.

    Steiniger kommentierte dazu auf Facebook: „Die AfD ist ein Haufen unpatriotischer Deutschland-Hasser. Gestern Abend hat die AfD-Fraktion eine Veranstaltung live gestreamt und ‚dummerweise‘ die Mikros am Schluss angelassen.“ Man höre darin, dass der Abgeordnete Weyel hoffe, dass die Situation im Winter sehr dramatisch werde. „Nur wenn es Deutschland schlecht geht, geht es der AfD gut!“, so Steininger weiter."

    Und noch deutlicher (der ganze Artikel ist lesenswert, ich zitiere nur einen Absatz)

    https://www.zeit.de/politik/deutsc…hkeit-migration

    "Der 23. Februar, an dem das Treffen stattfindet, ist der Abend der Hamburg-Wahl, die nicht gut lief für die AfD. Zu Beginn klingt Lüth noch wie ein beliebiger Parteifunktionär: "Es geht erst mal um den Erhalt der Partei. Die AfD ist wichtig", sagt er zum Beispiel. Alles sei in der Partei darauf ausgerichtet, dass man erfolgreich sei, das Land sei ihm erst mal egal.

    "Wir können die nachher immer noch alle erschießen"

    Schnell aber wird der Tonfall schärfer. Man müsse dafür sorgen, sagt Lüth, dass es der Bundesrepublik noch schlechter gehe, denn das würde der AfD politisch in die Hände spielen: "Wenn jetzt alles gut laufen würde (…), dann wäre die AfD bei drei Prozent. Wollen wir nicht. Deshalb müssen wir uns eine Taktik überlegen zwischen: Wie schlimm kann es Deutschland gehen? Und: Wie viel können wir provozieren? Ist so. (…) Ist schwierig, sehr schwierig." Das alles sei mit Alexander Gauland "lange besprochen" worden.

    Zuletzt ergeht Lüth sich sogar in Gewaltfantasien. Lisa Licentia fragt ihn: "Vor allem klingt das so, als ob es in deinem Interesse wäre, dass noch mehr Migranten kommen?" Darauf Lüth: "Ja. Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!"

    Alles lange bekannt und keine Einzelfälle. Wer hinsieht, weiß Bescheid.

    Ich habe den Eindruck, dass das eine wertende Zuweisung ist, die ich in der Form schon von beiden politischen Seiten gehört habe. Wenn beide Seiten vorgeben, die andere Seite wolle Deutschland zerstören, was stimmt am Ende?

    Wer genau hinsieht, weiß es. Wer es nicht sieht, will es vermutlich nicht sehen. Eine Diskussion hilft dann nicht.


    Ich wollte eine bestimmte Art und Weise Schüler so zu beeinflussen kritisiert haben - also nicht jede.

    Zugespitzt:
    Wenn Kollegen Schülern eine Ansage machten à la "Partei x darf man auf keinen Fall wählen! Die gehen gar nicht! Das sind Unmenschen! Die sind schlecht für unser Land!" schien mir das einen kontraproduktiven Effekt zu haben.
    Dagegen erschienen mir Unterrichtsgespräche - also Dialoge statt Ansagen - z.B. mit der Leitfrage "Was hast Du gegen Ausländer?" ergiebiger.

    Das soll jetzt kein Beitrag zum Thema sein, welche Methode besser ist, sondern klarstellen, dass ich nicht jede Art von Thematisierung falsch finde, sondern es mir um wie ging. Das wollte ich kritisiert haben.

    Das hast du anfangs so nichts geschrieben, da hätten wir alle zugestimmt, dass dies so nicht geht, (obwohl ich nicht glaube, dass dies Schüler in ihrer Wahlentscheidung beeinflusst (hat es uns auch nicht siehe mein Beispiel), sie denken nur "blöder Lehrer".

    Die Karikatur sehe ich anders.

    Es zeigt die Verlogenheit der AfD, dass sie meint, sie spräche für das (gesamte) Volk, zumindest die schweigende Mehrheit, wie sie immer behauptet hat. Es geht doch gar nicht um Wähler.

    Wenn du AfD-Phrasen verwendest, reagieren andere darauf (ich mit größter Verwunderung) und natürlich kommen Nachfragen. Wir kennen dich nicht persönlich, sehen nicht deine Mimik, wenn du schreibst, wir lesen nur deine Worte. Ich war sehr irritiert.

    mobilisieren, das Gegenteil erreichen, wäre das erkennbar.

    Ich habe den Eindruck (etwas pointiert), dass ich hier im Forum jedes Mal deutlich machen muss, dass ich kein Freund, sondern Feind der AfD bin - ansonsten wird alles was ich sage so interpretiert, als ob ich deren Freund wäre und damit automatisch alles gesagte falsch und verwerflich und gar nicht einer inhaltlichen Kritik würdig. Statt dessen die Unterstellung als Vorwurf, dass man Freund der AfD sei.
    Es ist mir nicht nur lästig, das klarstellen zu müssen, sondern halte das auch für einen Teil des Problems im Umgang mit der AfD.
    pepe: das geht jetzt nicht speziell an Dich, sondern allgemein anen gesellschaftlichen AfD Diskurs.

    Mich nerven Menschen, die nach AfD klingen und dann zurück rudern, die sich als Opfer sehen, das doch nur falsch verstanden wurde (deine Frage, ob dies auch für andere Parteien galt, auch das klang irgendwie "AfDlerisch"). Ich bin für klare Worte und spreche das aus. Und ich halte die AfD für die größte Gefahr, vielleicht ist es schon zu spät? (Klimakatastrophe und weltweite Flucht kommen sicher, davor vielleicht noch 30 Millionen ukrainische Flüchtlinge (genug "Futter" für die AfD). (Die Linken waren nie so gefährlich, die Mehrheit der Deutschen lehnt links immer ab. "Mit dem rechten Auge blind" kommt nicht von ungefähr. CDU und CSU sind Wegbereiter, indem sie versuchen, AfD-Worte zu ihren eigenen zu machen. (Heute hat ja Maßen Klage gegen den Verfassungsschutz mit einer hahnenbüchenen Begründung eingereicht, er wurde von Seehofer eingesetzt (warum wohl?).)

    Aber wenn man rechts kritisiert, kommt immer jemand mit "aber die Linken".

    (Ich schrieb anfangs bewusst nichts zu deinem Beitrag, weil ich ihn nicht einschätzen konnte und ich den ganzen Tag unterwegs war, andere hatten anscheinend die gleiche Überlegung wie ich. Und nein, die AfD ist nicht eine normale Partei, sie will Deutschland zerstören.)

    Dein Ansinnen war im ersten Beitrag nicht zu erkennen. In Bezug auf die damalige PDS könnte ich mir das (Prüfungsaufgaben) vorstellen, bei den Grünen eher nicht. Aber da müssen Kolleg*innen der Sekundarstufen antworten.

    Doch, gab es sicher auch bei den Grünen in den 80er Jahren. Aber auch bei allen anderen Parteien. Ich müsste jetzt suchen, habe aber ein Bild vor den Augen (und ein anderes von J. Fischer mit Turnschuhe, aber das meine ich hier nicht).

    Ich dachte wenn ich die Kollegen dafür kritisiere, dass sie mit ihrem Versuch, Schüler gegen die AfD zu mobilisieren, das Gegenteil erreichen, wäre das erkennbar.

    Ich bin auch noch in einem anderen Forum aktiv und da wird immer wieder (oft von AfD-Nahestehenden) behauptet, dass irgendetwas gemacht, gesagt oder nicht gemacht oder nicht gesagt die Afd stärken würde. Kurz egal was, alles würde ihr nützen. Alle anderen machen Witze darüber, weil es zu oft geschrieben wurde. Zuletzt wurden immer wieder die Demos oder die Beobachtung durch den Verfassungsschutz genannt, die der AfD nützen würden. Oft entstand allerdings der Eindruck, dass diese Bemerkung immer dann fiel, wenn es gerade nicht stimmte, wenn also die AfD unter Beschuss stand.

    Ich war vorher daher sehr überrascht, dies von dir zu lesen.

    Und nein, ich sehe es nicht so. Unsere jungen Erwachsene (die anderen dürfen noch nicht wählen) wählen weniger aus Protest als viele Erwachsene (und auch die sind bei der AfD inzwischen in der Minderheit, AfD hat von allen Parteien die wenigsten Wechselwähler, die meisten überzeugten Wähler). Sie wählen aus Überzeugung und wollen informiert werden. Eine gute Karikatur, gute Informationen, Wahlprogramme, Antworten der lokalen Kandidaten sind gefragt (und der AfD-Kandidat hatte letztens Mal einen sehr schweren Auftritt, alle anderen wurden wohlgesonnener behandelt, wir laden immer alle zu einer Podiumsdiskussion ein). Gerade wenn sie das Gefühl haben belogen zu werden, werden sie sehr kritisch. Die Karikatur passt dazu.

    Was wäre die Alternative? Nicht zu informieren? Wenn doch alles der AfD nützen soll?

    Zur Vergangenheit

    Ich wuchs in den 80er Jahren heran, wir hatten einen Gemeinschaftskundelehrer, der wegen Republikflucht im DDR-Gefängnis saß und von der BRD freigekauft wurde (und wenn jemand BRD sagte, hochging). Er war extrem gegen den Kommunismus (und das beinhaltete oft auch die SPD, Grüne kamen irgendwann dazu). Uns haben seine Monologe und manchmal Hasstiraden genervt, aber selbst ein Mitschüler, der ihm immer kontra gab, wählte ihn als Leistungskurslehrer und gab später bei einem Abitreffen an, dass er die Meinung und Argumente des Lehrers akzeptiert habe. Wir wollten informiert werden und diskutieren. Nur aus Protest zu einem Lehrer das Gegenteil zu wählen, das wäre uns zu billig gewesen (und da die Wahl geheim ist, bringt ein Protest in der Wahlkabine auch nichts).

Werbung