Beiträge von Kris24

    als deutschlehrer muss ich jetzt doch mal deutschlehrerhaft sein: das heißt wörter, nicht worte. so schöne differenzierungen in der sprache sterben leider aus, daher versuche ich, daran zu erinnern. nicht bös gemeint!

    worte sind ganze sätze, z.b. grußworte, wörter sind einzelne wörter.

    Ich habe doch nur vereinfacht. ;)

    Lt. Mitkollegen (bewusst) ist gendern zu schwierig, dabei ist Differenzierung doch viel komplizierter. Ich habe mal gelesen, die meisten verwenden nicht mehr als 500 Wörter, wer benötigt die vielen Ausdrücke?

    (Ich finde es gut, dass du darauf hinweist. Leider färbt mein Schulalltag auf mich ab. Ich fürchte, niemand von meinen Schülerinnen und Schüler kennt den Unterschied.)

    Das hat mit dem Thema nichts zu tun. Frauen und alle anderen werden mit den generischen Begriffen nicht ausgeschlossen. Das ist Einbildung und absichtliches Missverstehen von Wortbedeutungen.

    Also strenggenommen darf man in Bayern jetzt nicht mehr grüßen mit "Guten Abend meine Damen und Herren"?

    Ja, ich weiß es (theoretisch). Aber ich weiß auch, dass Kinder durch Sprache geprägt werden und Mädchen sich ausgeschlossen fühlen. Da kannst du hunderte Male sagen, ihr seid auch gemeint. Sprache hat auch etwas mit Gefühlen zu tun.

    (Erinnert mich gerade an den Aufschrei von Barbie im Rollstuhl oder mit Trisomie 21 oder früher als Schwarze. Viele fanden das absolut unnötig, die betroffenen Kids haben sich gefreut. )

    Doch, flüssiger lesbare und damit besser verständliche Texte.

    Dann lasst uns auf alle Fremdworte und verschachtelte Sätze verzichten, jeder Satz darf höchstens 5 Worte erhalten (wieso benötigen wir überhaupt so viele verschiedene Worte?), es gibt sicher weitere Vereinfachungen... Alleine die lange Liste für die vielen Operatoren für das zentrale Abitur...

    (Für uns Alte ist gendern kompliziert, weil ungewohnt (und neues wird immer abgelehnt), für die jungen Schüler ist das nicht das größte Problem.)

    Ich dachte bei 7 Uhr und Wecker, typisch Grundschullehrer. Bei denen geht der Unterricht nicht regelmäßig mehrfach die Woche bis 17 Uhr (und als Chemielehrer räume ich anschließend meistens noch eine Stunde auf). Ich verlange jetzt nicht, dass alle Kollegen grundsätzlich bis 18 Uhr an der Schule sind und schimpfe sie ..., wenn sie zu einer anderen Zeit arbeiten. Und ja, mein Unterricht beginnt einmal die Woche um 11.30 Uhr und einmal sogar um 14 Uhr. Gut, ich bereite manchmal davor Unterricht vor, oft aber abends und schlafe morgens aus.

    Und noch einmal, ich merke es extrem selten am Abend zuvor (grippaler Infekt habe ich selten so schwer, dass ich zuhause bleiben muss), andere Virenerkrankungen schlagen ohne Vorwarnung zu. (Ich gebe zu, dass mich überrascht, wenn jemand sagt, ich glaube, ich werde krank. Erlebe ich selten, nehme es jetzt zu Kenntnis. )

    Wisst ihr, was mir beim nochmaligen Lesen der Ländernotizen gerade aufgefallen ist? In der Schweiz haben absolut (!) mehr Jugendliche teilgenommen als in Deutschland. Irgendjemand meinte doch, die Auswahl sei in Deutschland verzerrt. Wohl eher nicht zum Negativen, würde ich sagen, die Stichprobe ist relativ gesehen ja 10 x kleiner als bei uns. Das gleiche gilt für Südkorea, Japan, China, ... Na gut. Wenn man die "Doofen" einfach nicht zum Test schickt, ist klar, woher die Ergebnisse kommen. :lach2:

    Und woher weißt du, dass bei uns die Doofen verschont wurden? Vielleicht war es genau umgekehrt?

    Bei vorletzten Mal war meine Schule betroffen und es war genau vorbestimmt, wer teilnahm (ca. 25 Schüler), wir erhielten eine Liste. (Aus meiner 8. Klasse traf es genau einen, der wiederholt hat und das war wirklich keine Leuchte. Es geht um 15jährige, der Rest war also in der 9. und ein paar sogar in der 10. Irgendwelche Statistiken entscheiden, aber nicht die Landesregierung oder gar Schule).

    Das sind aber auch die Sachen, wo es nichts bringt morgens um 7:00 Uhr die Gesundheit zu prüfen. Und solche Sachen passieren auch nicht ständig. Wir reden hier doch über den Normalfall.

    Bei mir ungefähr jedes 2. Mal. (Ähnliches Beispiel abends bei Freunden erst vor kurzem, ich bin zum Glück selten krank. Genauso plötzlich, auch wenn es für die Schule keine Auswirkung hatte, weil Wochenende war. In der Nacht zuvor merke ich es selten und natürlich melde ich mich sofort krank, wenn ich es weiß.)

    Ich möchte mich aber dafür nicht verteidigen müssen, als unkollegial oder Teenager beschimpft werden (und deshalb ist meine Reaktion auf einige von euch so stark).

    Mich wundert es echt. Habe ich so ein komisches Immun-System?

    Bevor ich morgens krank aufwache, habe ich nachts schon einen dermaßen unruhigen Schlaf mit komischen Träumen, Schwitzen, etc, dass ich die ganze Nacht über schon weiß, dass ich am Morgen gar nicht erst aufstehen muss.

    Ein Aufwachen und dann spontan merken, dass ich krank bin, habe ich noch nie erlebt. Finde ich interessant. Ich dachte immer, diese "Vorwarn-Funktion" im Schlaf wäre normal.

    Bei mir geht es manchmal innerhalb von einer Stunde. Gerade noch fit und dann geht nichts mehr. Das eine Mal, als ich nach der 2. Stunde noch nicht einmal mehr heimfahren konnte und mich eine Kollegin mit meinem Auto nach der 5. Stunde heimfuhr (und eine 2. Kollegin mit einem 2. Auto für die Rückfahrt beider Kollegen hinterher), habe ich in der 1. Stunde noch einen sehr anspruchsvollen Versuch in Chemie durchgeführt (für den ich immer eine Ersatzstunde parat habe, falls ich nicht topfit bin).

    (Bei manchen Virenerkrankungen ist das üblich.)

    Alle, die hier verwirrt sind: Ihr steht echt, wenn ihr gesund seid 3 Stunden früher auf, um zu checken, ob ihr wirklich gesund seid? Das verwirrt mich allerdings auch.

    Nein, das tue ich eben nicht und melde mich z. B. um 9 Uhr krank. (Aber du behauptest wie ein paar andere, man müsste es um 7 Uhr tun. Und ich bin am Vorabend einer Krankheit fast immer fit.)

    Ich will sagen, dass die Aussage, man müsse jedesmal wenn man erst zur 5. hat, um 7 Uhr aufstehen, um seinen Körper zu checken, um sicher zu gehen, dass man sich rechtzeitig krank meldet, Quatsch ist.

    Ich merke tatsächlich meistens erst, dass ich krank bin, wenn ich aufwache und manchmal sogar erst, wenn ich aufstehe. Am Abend zuvor merke ich es sehr selten. Schön, wenn es bei dir anders ist. Aber ich sehe mich nicht als unnormal an. Ich müsste tatsächlich auch den Wecker stellen.

    Wie geschrieben, ich bin in dieser Hinsicht sehr dankbar, dass an meiner Schule ich mich auch später krank melden darf. Dafür bin ich auch bereit, 3 Bereitschaftstunden pro Woche bereit zu stehen.

    Kris: Wir haben das gleiche System, außer, das VZ Lehrer nur 2 Stunden VB haben, und ich finde es super!!!

    Es ist bei uns Teil des Konzeptes für Entlastung der Teilzeitkräfte. Teilzeitkräfte müssen genauso Klassenlehrer etc. sein, werden bei der Vertretungsbereitschaft dafür deutlich entlastet. Mit einer 2/3-Stelle erhält man z. B. nur eine Stunde VB, bei 3/4-Stelle 2 Stunden und erst bei Vollzeit 3. Und ja, es wird von uns auch allen akzeptiert. (Ich finde es auch super im Vergleich zu früher.)

    Stelle ich Planbarkeit in den Hintergrund, weil Kind-Sonderurlaubsmeldungen um 7 Uhr mir unzumutbar erscheinen und will das erst kurz vor knapp melden, dann muss ich ggf. auch damit leben, dass Vertretungen suboptimal geregelt werden müssen und ich ich im Ausnahmefall z.B. mal 2 Klassen zur Aufsicht in der 1. Stunde habe.

    Genauso ist es. Wie oft wurde hier die Praxis meiner Schule kritisiert. Jeder mit Vollzeitstelle muss sich bei uns 3 Stunden pro Woche zusätzlich in der Nähe der Schule aufhalten (meistens Hohlstunde), um im Notfall einspringen zu können. Es gab bei uns bei Einführung auch Diskussion, aber inzwischen schätzen alle die Verlässlichkeit. Außerhalb der 3 Stunden habe ich seltenst eine Vertretung (nur bei extremen Ausfällen), durchschnittlich zwei von den 3 Stunden kann ich dann doch etwas anderes erledigen (kopieren, korrigieren, Unterricht für den nächsten Tag vorbereiten usw.), durchschnittlich eine Stunde ist Vertretung. Aber ja, ich bin grundsätzlich 3 zusätzliche Stunden pro Woche unbezahlt an meiner Schule.

    Früher gab es die Ausfälle genauso, es erwischte immer dieselben, die nicht schnell genug das Lehrerzimmer verlassen haben. Von daher bin ich mit unserer Abmachung (Beschluss in einer GLK) sehr zufrieden. (Nach einem Jahr Beschluss wurde übrigens noch einmal abgestimmt. War die erste Entscheidung noch relativ knapp, waren beim 2. Mal fast alle dafür.)

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