Das Kopftuch bzw. ein Gebot, die Haare zu bedecken, finden sich meines Wissens nicht im Koran.
Im Gegensatz zur Bibel:
Du weißt aber, dass die Briefe an bestimmte Personen mit bestimmten Problemen geschrieben wurden und nicht alles allzeit allgemein gültig sein sollte?
Vor Ort gab es das Problem, dass nur Prostituierte etc. ihre Haare zeigte, deshalb der Brief von Paulus. Außenstehende sollten zum Glauben finden und sich nicht über Nebensächlichkeiten aufregen. Heute hat das Ansehen der Kopfbedeckung bei uns gewandelt.
Paulus schrieb nämlich ebenfalls an die Korinther kurz vor deinem Zitat
"DER ERSTE BRIEF DES PAULUS AN DIE KORINTHER (1.Kor 9,20-22)
20Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne.
21Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi –, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne.
22Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette."
Zeiten ändern sich und damit Äußerlichkeiten.
Allgemein
Dass man Aussagen nicht aus dem Zusammenhang reißen sollte, wenn man sie nicht in das Gegenteil verkehren will, sieht man auch hier im Forum. Regelmäßig wird von einigen bewusst ein Satz zitiert (und der Rest weggelassen), um den ursprünglichen Beitrag in anderem Licht darzustellen (höflich ausgedrückt), ich nenne dies weniger höflich Lüge.
Kopftuch steht zwar nicht im Koran, es gibt aber zusätzliche Schriften und Auslegungen aus der Frühzeit, in denen es erwähnt wird. Mohammed soll in späteren Jahren sehr eifersüchtig gewesen sein und seine (zweite?) junge Frau abgeschirmt haben (seine erste älter war sehr selbstständig und hätte dem nie zugestimmt). Auch im Christentum kamen erst später Frauenfeindlichkeit auf (Folge der damaligen Zeit, heute löst dies das Gegenteil aus, stößt Menschen vom Glauben ab (und widerspricht dem Urglauben).
Es gibt die schöne Überlieferung, dass bei der 1. Bibelübersetzung im 3. Jahrhundert unter den 12 Übersetzern 2 Frauen waren (Mutter und Tochter) zu einer Zeit, in der nur wenige Frauen gebildet waren. Vor ca. 50 Jahren wurde wieder einmal neu übersetzt, unter den ca. 300 Übersetzern war keine Frau. Ursprünglich war das Christentum sehr frauenfreundlich, die Unterdrückung kam wie bei den Muslimen erst später.