Beiträge von Kris24

    Ich bin sicher Antimon , dass in der Chemie weder Hitze- noch Rauchmelder sind. Woanders? Ich habe nichts gesehen, aber auch nicht darauf geachtet. Dass die Feuerlöscher in der Chemie erreichbar hängen, habe ich durchgesetzt.

    Feuerlöscher, an die niemand dran kommt, finde ich völlig daneben. (Und zumindest einige Kollegen, darunter alle Chemiekollegen, können damit umgehen. Und in der halbjährlichen Sicherheitsbelehrung lernen es auch unsere Schüler (bzw. wiederholen es, wir haben dazu extra "Übungsfeuerlöscher").)

    Es gibt echt Schulen ohne Rauchmelder?!

    Ich habe sicherheitshalber gerade bei "sichere Schule" nachgesehen. Anscheinend besteht die Pflicht erst bei Versammlungsräumen ab 1000 qm (Aula etc.).

    Ich werde dem nach den Ferien bei uns nachgehen, habe aber, wenn keine Pflicht besteht, wenig Hoffnung. (Bei uns hängen die Feuerlöscher so hoch, dass ich nicht dran komme. Auf meine Bitte dies zu ändern, wurde mir von der Verantwortlichen der Stadt mitgeteilt (und schriftlich gezeigt), dass dies in Schulen zulässig sei, damit die Schüler nicht dran kommen. Sehr sinnvoll ...:traenen: )

    Also auch in Hamburg nicht untersagt.

    Versteh mich nicht falsch: natürlich ist Brandschutz wichtig. Es lässt sich aber mit wenig Aufwand ein vernünftiges Sicherheitsniveau herstellen und untersagt sind Schulübernachtungen auch nicht.

    Bei unserer örtlichen Grundschule wird bei solchen Events bspw. in der Turnhalle übernachtet. Die ist ebenerdig und hat über die gesamte Gebäudebreite leicht zu öffnende Türen. Vorher werden die Schüler (und die zur Aufsicht anwesenden Eltern) von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr zum Verhalten im Brandfall geschult (finden die Kinder zudem super, dass die Feuerwehr in "voller Montur" in die Schule kommt). Die Übernachtung wird noch an die Feuerwehr gemeldet damit die im Notfall weiß, dass nicht nur zu löschen ist, sondern unter Umständen auch Menschen zu retten sind.

    Es gibt Anwesenheitslisten, Rauchen, Alkohol und offenes Feuer sind in den Schulgebäuden so oder so untersagt (darauf wird in der Schulung aber natürlich nochmal hingewiesen).

    Vom Brandschutzaspekt her hat sich hier noch niemand über solche Aktionen beschwert. Weder die Feuerwehr, noch Eltern, die selbst in der frewilligen Feuerwehr sind noch andere Eltern.

    Dann tut ihr einiges im Vorfeld. Ich gehe davon aus, die meisten nicht (zumindest wenn ich an meine Schule denken). Wir sagen höchstens der Polizei Bescheid, nachdem sie mehrfach wegen gemeldeten Einbruch anrückte.

    Allerdings wenn alle schlafen sollten, wird es im Fall der Fälle nicht reichen. Leider "schlafen" unsere Sinne außer dem Gehör auch weitgehend (deshalb sind Rauchmelder so wichtig). Hatte man vor 70 Jahren noch durchschnittlich 15 Minuten Zeit nach Ausbruch eines Brandes aus einer Wohnung zu fliehen (und der Nachbar Zeit zu warnen), sind es heute 2 Minuten (den vielen Kunststoffen sei dank).

    Ich bin Super112 auf jeden Fall dankbar, uns zu warnen. Ich selbst bin Zeuge eines kleinen Unfalls im Chemieunterricht eines Kollegen geworden, von deutschlandweiten Presseartikeln über Polizei und Staatsanwaltschaft war alles dabei (und das ohne Personenschaden), wir waren alle überrascht. Lasse einmal ein kleines Kind zündeln. Gerade kleine Kinder versuchen es erst zu vertuschen, weil sie ein schlechtes Gewissen haben (zuhause verstecken sie sich oft und werden von verzweifelten Eltern nicht gleich gefunden).

    Ich werde in Zukunft auf Rauchmelder (und wenn ich eigene mitbringen muss) bestehen oder wach bleiben. Unsere Turnhalle hätte übrigens nur einen Fluchtweg, wir übernachten allerdings in nebeneinander liegenden Klassenzimmern mit 2 Fluchtwegen.

    und dann nie wieder?
    Mensch habt ihr gute Schüler*innen, wenn sie es sofort kapieren.
    Dann freue ich mich auf die Rückkehr in die Schule, denn die aktuellen Studis können echt wenig (ich habe just vor 2 Wochen eine Anleitung geschrieben, wie man ein Dokument digital unterschreibt, ohne ein Foto vom Ausdruck, vom Bildschirm oder was auch immer zu machen... (und ich meinte KEINE digitale Verschlüsselung sondern eine Unterschrift mit Stift oder .png

    Es geht nur um Grundlagen (ich habe alle Pläne oben verlinkt).

    Dann müssen es alle Fächer übernehmen (z. B. muss jeder Schüler ab Klasse 7 jedes Jahr eine GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleustungen, meist Präsentation) halten). Dazu kommen je nach Fach Haus- und Facharbeiten

    Kris24

    Also MgO mit einer Elektronenpaarbindung zu "bestücken" wäre in NRW bei der Prüfung wohl ein KO Kriterium. Das irritiert mich jetzt schon🤷

    Mit Doppelbindung -

    bei uns auch. (Und leider bleibt es bei Schülern so gut hängen.)

    Deshalb schrieb ich fachlich grobe Fehler (und erkläre es mit der anderen Ausbildung).

    (Die Kollegin wollte die Formel erklären.)

    In Baden-Württemberg steht Informatik auch im Bildungsplan.

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/INF7

    In Klasse 5 gibt es etwas kennenlernen vom Computer (inkl. Gefahren).

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/SEK1/BMB

    Wir haben an einigen Schulen IMP (Informatik, Mathe und Physik) als Hauptfach statt 3. Fremdsprache und Basiskurse (heißen anderswo Grundkurse) in der Kursstufe.

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/IMP

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/INFWFO

    Wir haben 2 Kollegen mit Zusatzausbildung und andere, die es regelmäßig in Klasse 5 bzw. 7 unterrichten (ich auch).

    Ich habe lange überlegt, ob ich nochmals versuche, klar zu machen, um was es mir ging. Ich gehe nicht davon aus, dass es nur Einzelfälle bei fossi und mir waren.

    Mir ging es nicht um das schlechtmachen von Realschulkollegen, was mir Quittengelee vorwarf. Ich nannte nur Beispiele (es gab viele weitere Fehler z. B. eingezeichnete Elektronenpaarbindungen bei Salzen wie Natriumchlorid und Magnesiumoxid (sah ich an der Tafel von einer anderen Realschulkollegin). Anfang des Jahrtausend war Realschule in Baden-Württemberg auch noch keine Resteschule, deshalb chemikus stimmen deine Argumente für uns nicht (über 30 Schüler habe ich auch (damals gab es kurzfristig keinen Klassenteiler, Folge 34 Schüler in einer 6. Klasse Mathe Bruchrechnung und sogar 36 Schüler in einer 9. Klasse Chemie).)

    Ich nannte diese Beispiele, um zu begründen, dass die Lehrerausbildung in Baden-Württemberg sehr verschieden verlief (CDL schrieb hier einmal, dass dies sich inzwischen etwas geändert hat, es gibt Kooperation von Uni und PH, vor 20, 30 Jahren nicht).

    Während Gymnasiallehrerausbildung damals komplett an der Uni stattfand, alle Kurse zusammen mit Diplomanden besucht wurden und ich dieselben Klausuren schreiben musste (mir wurde wenig erlassen, z. B. Biochemie I, aber Fortsetzung Biochemie II musste mit Klausur bestanden werden, Mathe für Chemiker weil ich Mathe Vordiplom hatte, in Mathe das Nebenfach (ich hätte aber Chemie anrechnen lassen können) und natürlich eine Staatsexamensarbeit (ich schrieb sie nur in Chemie ebenfalls 6 Monate, hätte sie als Diplomarbeit anerkennen lassen können, in Mathe also nicht), fanden alle anderen Lehrerausbildungen an der Pädagogische Hochschule statt. Während ich inklusiv Prüfungen und Staatsexamensarbeit 12 Semester (8 + 4 Semester Prüfungen, ich erhielt bis zum Schluss Bafög) für 2 Fächer studieren musste, dauerte es an der PH im Regelfall 6 Semester für 3 Fächer.

    Während ich vor dem Referendariat nichts pädagogisches gehört habe, war dies an der PH natürlich anders (noch weniger Zeit für die Fächer).

    Die Ausbildung war also völlig verschieden. Bei uns ging es bis zum Schluss fast nur um das Fachliche, an der PH eben nicht. Und deshalb passieren eben auch grobe fachliche Fehler bei Realschulkollegen.

    (Vor einigen Jahren wurde einmal schulübergreifend eine Fortbildung in Chemie an einer Realschule angeboten, ich wurde ein paar Male gebeten, Chemiesammlungsleiter von Real- und Gemeinschaftsschule zu beraten, immer wieder sehe ich wie dürftig diese Räume ausgestattet sind (z. B. ein einziger Raum für alle Naturwissenschaften, kein Gasanschluss o.ä. nur Herdplatten). Chemie hat einen anderen Stellenwert, es geht nicht um Vorbereitungen für das Studium (Naturwissenschaften, Medizin) .)

    Ich möchte daher auf keinen Fall den Schultyp wechseln, ich bin schon nicht glücklich, wenn ein Jahr kein Chemie LK zustande kommt. Da blühe ich wirklich auf und meine Schüler wünschen sich mich, was mich richtig freut (und weshalb ich seit vielen Jahren immer darf). Ich bin aber auch nicht pädagogisch ausgebildet, die 2 Stunden Päpsy ein Jahr im Referendariat mit einer wenig zählenden mündlichen Prüfung am Schluss sind zu wenig im Vergleich zu Realschulkollegen.

    Gab es damals nicht noch die Regelbeförderung?

    (Die es teilweise immer noch gibt?)

    Ist das der hier: :tanz: ?

    :party:

    Regelbeförderung gibt es, soviel ich weiß, nur noch in Bayern. Auch wenn du es immer wieder schreibst... (und dich auf Baden-Württemberg beziehst)

    In Baden-Württemberg gibt es seit Jahren keine Stellen mehr im Treppchenmodell (vor 5 Jahren gab es für ganz Baden-Württemberg noch 90 Stellen (für RP Freiburg davon 12), in den letzten mindestens 2 Jahren 0, wurde gerade wieder für das nächste Jahr 0 angekündigt). Auch Ausschreibung (mit Aufgaben) gibt es immer weniger. Meine Schule durfte vor 4 Jahren zum letzten Mal eine Stelle ausschreiben. Bei den Schulen in der Nachbarschaft sieht es genauso aus.

    Und mit 35 Jahren gab es nie Regelbeförderung (zu meiner Zeit im Referendariat vor knapp 30 Jahren waren es noch bei Note 1 13 Jahre warten nach Beförderung zum Studienrat (also 16 - 20 Jahre nach Beginn, und mit 19 Jahren begann niemand mit dem Referendariat), bei Note 1,5 kamen noch einmal 5 Jahre dazu. Früher hieß es warten oder lebenslange zusätzliche Aufgabe, heute gibt es nur noch eine sehr selten gewordene Ausschreibung mit Aufgabe für 5 Jahre.


    Für die allermeisten Ü50 gibt es (auch in unserem Bundesland) am Gymnasium keine reelle Chance auf A14 (Ausnahme, ihre Schule liegt in einem Gebiet, in das keine Kollegen ziehen wollen, da gehen die letzten Stellen für Ausschreibung hin). Ich unterrichte in einem beliebten Gebiet.

    (Ich habe vor Jahren eine der letzten Stellen im Treppchenmodell erhalten (es reichte nicht, eine 1 zu haben. Zusätzlich notwendig waren fast alle Kreuze in D (B durchschnittlich ausgeprägt, A unterdurchschnittlich, C überdurchschnittlich, D herausragend) und auf keinen Fall A oder B).)

    1) nicht jede*r ist ein Überflieger, ich glaube, wir sind uns einig, dass du über bestimmte Fähigkeiten verfügst, die dir einiges ermöglichen, die die Allgemeinheit nicht hat ;)

    2) die besten Partys, aber vielleicht nicht unbedingt 3 Tage in der Woche in der Kneipe abends, nachdem der Nachmittag auf der Wiese war. Irgendwann müssen die Laborpraktika gemacht werden (während der Semesterferien, während der Germanist gefühlt um 11 aufsteht und ein bisschen an einer Arbeit rumkritzelt), die Mathezettel gerechnet werden (jede Woche, während die NIcht-NaWis alles bis Ende des Semesters schieben...)

    Es ist vermutlich verallgemeinernd, aber ich habe im Studium viel Hochschulpolitik gemacht und die sehr wenigen NaWis waren in dem aktivsten Jahr raus (aus dem Studium), weil man nicht unbedingt "nebenbei" zwischen Theo1 und Algebra 3 ein Finanzreferat schmeißt. Und da muss ich sagen, es ging bei mir problemlos, mich wellenartig einzustellen.

    Und die zweite Verallgemeinerung ist die Beobachtung eines Familienmitglieds, das 5 Jahre lang nur Chemie studieren wollte, im ersten Semester sich aber nicht genug auf dem Popo gesetzt hat, viel mit "das werde ich nie können" (aber vll gibt es ein Wunder) ausgeharrt hat, immer genervt war, dass Übungszettel gerechnet werden müssen, während andere aus dem Zweitfach (es ist bei Lehramt nunmal sehr bitter) einfach irgendwelche Spiele machten. Und wenn sie doch zu diesen Aktivitäten gegangen ist ("man will ja ein Studileben!"), dann nicht nachgeholt hat und Probleme bekommen hat.
    Aus der Startklique von ca. 8-10 Menschen studieren noch 2 Chemie. Der Rest hat zwischen dem 1. und 3. Semester aufgegeben. Wahlweise nach der ersten vermasselten Klausur, beim ersten Laborpraktikum oder zwischendurch.

    Aus der Beratung sehe ich viele "Fachwechsler*innen" und unglaublich viele Germanisten, Erziehungswissenschaftler oder Anglisten sind "ehemalige" Naturwissenschaftler nach 2 Semestern. Das wird wohl nicht bei Allen an "nur" einer Liebe für das neue Fach liegen.

    Wir konnten beides. Aber du hast recht, wir (Chemiker an meiner Uni, über andere kann ich nicht reden) feierten nicht durch. Wenn wir uns mehrfach in der Woche abends in der Kneipe trafen, feierte man nicht die Nacht durch. Allerdings waren um 9 Uhr Labor und Vorlesungen eindeutig voller als um 8 Uhr. 😉 (Aber es ging tatsächlich vor 10 Uhr los.)

    Bei uns mussten auch sehr viele aufhören, in Chemie lag es (vor allem) an den zunehmend weniger werdenden Laborplätzen (1. Semester 158 Plätze, viele doppelt belegt; im 3. Semester 48 Plätze, Doppelbelegung nicht mehr möglich, im 5. Semester waren es ca. 30). Mit verpflichtenden Tests wurde vom 1. Semester gesiebt.

    In Mathe hörten viele auf, weil sie falsche Vorstellungen vom Fach hatten.

    Die größte Hürde beim Studium von Mathe, Info und NaWis ist weniger das vielleicht fehlende Wissen, sondern die eigene Frustrationstoleranz, Disziplin und Biss.

    Es sind nunmal harte Studiengänge und man muss es aushalten, dass die Geisteswissenschaftler*innen drum herum mehr Party machen können als eine*r selbst.
    Tja, dafür hat man später mehr Stellen zur Auswahl als mit Deutsch/Geschichte.

    Chili, reine Sprachlerin mit Geistes- /Sozialwissenschaften

    An meiner Uni hatten von allen anerkannt, die Chemiker die besten Partys.


    Ist das so? Glaub ich auch nicht. Ich habe mehr als genug Party gemacht. Ich erzähle meinen SuS gerne die Geschichte von der Multiple-Choice-Klausur "Sicherheit in der Chemie" die ich nach 20 min abgegeben habe um mich mit Restalkohol zu übergeben. Ich hab die bestanden, andere nicht :D

    Eben.

    Warum der Begriff Rasse in Bezug auf Menschen Unsinn ist ...

    https://www.swr.de/wissen/1000-an…h-auch-100.html

    Daraus zitiert

    "Auf die Frage nach den Rassen gibt es mehrere Antworten. Die erste ist: Auch Tierrassen gibt es in dem Sinn nur bei Haustieren – also etwa bei Hunden, Rindern oder Pferden. Das hat nichts mit natürlicher Evolution zu tun, sondern diese Tiere wurden vom Menschen gezielt auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet. Bei Wildtieren gibt es das praktisch nicht. Es gibt keine Rassen bei Bären, Wölfen, Thunfischen oder Rotkehlchen."

    ...

    "Was es gibt, sind Arten: Beispielsweise gibt es den Indischen und den Afrikanischen Elefanten. Und für die Abgrenzung von Arten gibt es klare Kriterien: Tiere zweier Arten können keine zeugungsfähigen Kinder bekommen. Es gibt aber nur eine Menschenart: Homo sapiens. Und es gibt kein sinnvolles Kriterium, um zwischen Unterarten oder eben Rassen zu unterscheiden. Der Vergleich mit der Tierwelt geht also schon mal ins Leere."

    ...

    "Das zweite Gegenargument zu angeblichen Menschenrassen liefert die Genetik. Die alte Rassenlehre vor 100 Jahren konzentrierte sich auf willkürlich herausgegriffene, ins Auge stechende Merkmale wie Hautfarbe, Haarstruktur oder Schädelform. Und sie bildete daraus, ebenso willkürlich, verschiedene Gruppen."

    ...

    "Die Genetik bestätigt genau das: Natürlich gibt es genetische Unterschiede zwischen den Durchschnitts-Europäern und Durchschnitts-Afrikanern. Aber wir haben ja nicht nur Gene für Haut und Haare, sondern auch Gene, die beeinflussen, wie groß wir werden, ob wir anfällig sind für Fettleibigkeit, Herzinfarkte oder Depressionen und viele andere Erbanlagen. Unterm Strich unterscheiden sich die Menschen innerhalb Europas genetisch viel stärker als sie sich insgesamt etwa von den Menschen in Afrika unterscheiden. Auch deshalb ergibt es keinen Sinn, von Rassen zu sprechen.

    Übrigens sind nirgendwo die genetischen Unterschiede so groß wie innerhalb Afrikas. Einfach, weil unsere Vorfahren bis vor etwa 80.000 Jahren dort gelebt haben. Man kann ja über Gene durchaus Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Bevölkerungsgruppen ermitteln. Dann zeigt sich, dass weiße Europäer mit Ostafrikanern wesentlich enger verwandt sind, als Ostafrikaner mit indigenen Südafrikanern. Also: Alle Afrikaner in einen Topf zu werfen – auf die Idee kann nur jemand Weißes kommen."

    (Hervorhebung durch mich)

    Ich würde übrigens Kopftuch etc. nie (an Gymnasien etc.) verbieten, weil sonst die Mädchen aus streng auslegenden Familien nach der 10. Klasse abgemeldet werden und kein Abitur machen dürfen. Dann schaden wir den Mädchen noch mehr. Nach dem Abitur sind sie erwachsen und können eher selbstständig entscheiden.

    Und ja, ich kenne auch Familien, in denen die muslimischen Eltern (auch Vater) unglücklich über die Entscheidung der Tochter sind, Kopftuch zu tragen. Dann sollen wir uns auch nicht einmischen.

    Das Kopftuch bzw. ein Gebot, die Haare zu bedecken, finden sich meines Wissens nicht im Koran.

    Im Gegensatz zur Bibel:

    Du weißt aber, dass die Briefe an bestimmte Personen mit bestimmten Problemen geschrieben wurden und nicht alles allzeit allgemein gültig sein sollte?

    Vor Ort gab es das Problem, dass nur Prostituierte etc. ihre Haare zeigte, deshalb der Brief von Paulus. Außenstehende sollten zum Glauben finden und sich nicht über Nebensächlichkeiten aufregen. Heute hat das Ansehen der Kopfbedeckung bei uns gewandelt.

    Paulus schrieb nämlich ebenfalls an die Korinther kurz vor deinem Zitat

    "DER ERSTE BRIEF DES PAULUS AN DIE KORINTHER (1.Kor 9,20-22)

    20Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne.

    21Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi –, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne.

    22Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette."

    Zeiten ändern sich und damit Äußerlichkeiten.

    Allgemein

    Dass man Aussagen nicht aus dem Zusammenhang reißen sollte, wenn man sie nicht in das Gegenteil verkehren will, sieht man auch hier im Forum. Regelmäßig wird von einigen bewusst ein Satz zitiert (und der Rest weggelassen), um den ursprünglichen Beitrag in anderem Licht darzustellen (höflich ausgedrückt), ich nenne dies weniger höflich Lüge.

    Kopftuch steht zwar nicht im Koran, es gibt aber zusätzliche Schriften und Auslegungen aus der Frühzeit, in denen es erwähnt wird. Mohammed soll in späteren Jahren sehr eifersüchtig gewesen sein und seine (zweite?) junge Frau abgeschirmt haben (seine erste älter war sehr selbstständig und hätte dem nie zugestimmt). Auch im Christentum kamen erst später Frauenfeindlichkeit auf (Folge der damaligen Zeit, heute löst dies das Gegenteil aus, stößt Menschen vom Glauben ab (und widerspricht dem Urglauben).

    Es gibt die schöne Überlieferung, dass bei der 1. Bibelübersetzung im 3. Jahrhundert unter den 12 Übersetzern 2 Frauen waren (Mutter und Tochter) zu einer Zeit, in der nur wenige Frauen gebildet waren. Vor ca. 50 Jahren wurde wieder einmal neu übersetzt, unter den ca. 300 Übersetzern war keine Frau. Ursprünglich war das Christentum sehr frauenfreundlich, die Unterdrückung kam wie bei den Muslimen erst später.

    Ich habe an der Gesamtschule auch "nur" das Niveau angepasst, von anderer Art von Didaktik (Pädagogik?) wusste ich nichts, hat mir niemand etwas gesagt. Ich versuchte andere Methoden, wollte aber immer, dass die Schüler es selbst erarbeiten. Ich wurde erst später in langen Gesprächen mit Kollegen aus der Realschule auf diesen Unterschied aufmerksam (und fürchte, ich habe an der Gesamtschule "falsch" unterrichtet).

    Trotzdem hatte ich sehr positive Rückmeldung von SL und Kollegen, stammten großteils selbst vom Gymnasium. Bei meinem Abschied wurde mir mehrfach angeboten, wieder zurück zu kommen, wenn ich möchte. Mein SL fragte ein Jahr nach meinem Weggang meine befreundete Kollegin, ob es eine Chance gäbe, mich zurück zu holen. Und damals gab es noch keinen Lehrermangel. Allzu schlecht war mein Unterricht wohl nicht, aber meine Kollegen von anderen Schultypen haben viel mehr geführt.

    (Ich schreibe immer geführt, weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll. Es war ein völlig anderer Unterricht, ich denke, die verschiedenen Varianten werden ihren Grund haben. Ausgangsfrage war ja u.a., ob Versetzung an völlig anderen Schultypen (für Schüler) sinnvoll sind. Ich ergänze für Schüler, weil es für den Staat sehr sinnvoll ist und für die meisten Kollegen hier nicht. Aber ich überlege (und schreibe mit diesen Gedanken im Kopf), ist es für die Schüler gut? Und da bin ich ebenfalls sehr skeptisch.)

    Zum Glück sieht es bei uns nicht so schlecht aus, ich lasse morgen in den ersten beiden Stunden eine Klausur schreiben (inkl. Nachschreiber aus anderen Klassen), ein neuer Termin wäre kaum zu finden.

    Ich kenne aber das Problem mit Schnee und Glatteis. Vor Jahren habe ich nach einem Elternsprechtag in "Schwäbisch Sibirien" mal in der Schule übernachtet, weil ich nicht mehr heim gekommen wäre (und evtl. am nächsten Tag auch nicht in die Schule). Referendariat habe ich im Schwarzwald gemacht und bin bis zu 2 Stunden früher losgefahren (Kollegen kamen teilweise mit Skier).

    Aber Schule war immer.

    Bezüglich Schule sehe ich es auch gelassen, bezüglich Gesellschaft nicht. Aber natürlich lässt sich das nicht stoppen, ich kann nur versuchen, auf die Gefahr hinzuweisen.

    (Zu vielen ist nicht bewusst, dass manche Menschen bewusst Lügen verbreiten, dass Russland seit mindestens 20 Jahren sehr viel Geld für Trollfabriken ausgibt, dass im Netz viel Müll steht. )

    Nein, das ist sie nicht. Ich habe mit Referendar*innen gearbeitet und die Didaktik unterscheidet sich nicht grundlegend. Was du meinst, ist vielleicht der pädagogische Umgang.

    Im übrigen mag man sich nach ein paar Jahren an der Realschule an ein anderes Niveau gewöhnen, zu behaupten, Realschulkolleg*innen würden prinzipiell etwas fachlich Falsches unterrichten finde ich an Arroganz kaum zu überbieten. Wäre aber nicht das erste Mal, dass du so etwas von dir gibst. Aber wehe, jemand sagt dir, dass du einen Fehler machst8_o_)

    Salzsäure ist nie eine Säure und Säuren enthalten keine Oxoniumionen, können also so nicht mit Indikatoren reagieren, die Farbe ändert sich bei Säuren also nicht (mal davon abgesehen, dass nicht alle rot werden). Das gibt dicken Notenabzug im Abitur, weil es schlichtwegs falsch ist (nicht nur niedrigeres Niveau).

    Der gestern von mir zitierte Satz ist falsch (den du weglässt, vielleicht weil du hoffst, dass andere sich nicht mehr daran erinnern und deinen Kommentar sofort durchschauen?). Und ich habe nicht behauptet, dass sie prinzipiell (meinst du immer ?) falsches lehren. Aber dieses Thema ist wichtig (nimmt einen großen Teil im Jahr vor der Kursstufe ein) und es war nichts unterrichtet worden (ich habe mir Hefte angesehen, weil ich es nicht glauben konnte), was im Gymnasium verlangt wird (Definition, Reaktion, verschiedene Indikatoren (was sind die überhaupt) usw.) Warum verwendet sie nicht das Buch?

    Mir ist gesagt worden (und es stimmt mit meinen Beobachtungen überein), dass an anderen Schultypen (inkl. Realschule) mehr geführt, viel mehr erklärt wird. Am Gymnasium wird viel mehr von Schülern selbst erarbeitet, die Schüler sollen selbstständig denken lernen. Das ist Didaktik (lt. Cornelsen "Unter Didaktik wird sowohl die Theorie der Lehre und des Lernens als auch die praktische Vermittlung von theoretischem Wissen verstanden. Somit zählt die Auswahl des Lernstoffs ebenfalls zu einem Teilbereich der Didaktik.

    Im Unterricht treten Lehrer/-innen und Schüler/-innen zum einen in Beziehung mit dem Lernstoff, zum anderen interagieren sie über den Lernstoff miteinander.")

    (Da sind mir die Begriffe ziemlich egal, ich lerne aber gerne zu, nenne es von mir aus Pädagogik (als Gymnasiallehrer hatte ich sehr wenig Pädagogik im Referendariat, nichts an der Uni).)

    Aber mir ist wichtig, dass Chemieunterricht in Sek. I Schülern ermöglicht, die Kursstufe erfolgreich zu besuchen und "Salzsäure ist eine Säure" und "Säuren färben Indikatoren rot" ist immer falsch.

    Quittengelee, weil du mich (wieder) persönlich angreifst, indem du einen Satz heraus reißt und etwas falsches behauptest, spreche ich dich jetzt auch persönlich an. Warum behauptest du immer wieder Dinge, die nicht stimmen, zitierst dazu sehr unvollständig, um andere (nicht nur mich) nieder zu machen? Daran übrigens habe ich dich wieder erkannt. Hast du es nötig? Du sprichst nicht nur Fehler an (das ist okay) , du greifst dabei grundsätzlich an, wirst überheblich und wirfst es anderen vor (deine letzte Bemerkung davor zu mir war, wie kann man als Lehrer nur solche Rechtschreibfehler machen usw.? Antwort, ich tippe sehr schnell und drücke manchmal zu schwach auf den Bildschirm, erledige oft noch nebenbei etwas anderes und oft schlägt auch die Autokorrektur zu. Das hat nichts mit diesen schwerwiegenden fachlichen Fehlern zu tun.)


    (Ich habe damals lange überlegt, wie ich die Kollegin darauf anspreche, um sie nicht zu verletzen. Ich sage es mal so, so plump wie du war ich nicht. Mir ging es um alle beteiligten Personen nicht nur um den Fehler.)

    Ich habe mal gelesen, die weiße Darstellung käme von Postkarten von Auswandern in die USA. Aber ja, wer möchte kann ja mal das Wetter in Chicago oder gar Minneapolis checken :D

    Ich habe 1985 in der Nähe von Chicago (100 km entfernt auf dem Land) Weihnachten erlebt. Nun, wir waren eine Woche eingeschneit, das Haus konnte nur durch das Fenster verlassen werden (Haustür ging nach draußen auf). Die Straße konnte nur mit Schlitten und 2 PS befahren werden. Mehrere Meter Schnee.

    Es war (einmal erlebt) wunderschön, Heilig Abend mit Pferdeschlitten der Nachbarfamilie durch die Nacht. Eine Woche nichts tun (können). Aber jetzt und hier? Ich denke, die meisten wären unvorbereitet.

Werbung