Beiträge von Kris24

    Ich weiß es nicht.

    Einerseits erlebe ich (fast) täglich wunderschöne Momente, merke in vielen Situationen, wie meine Kleinen mich mögen (genau deshalb will ich nicht nur ältere unterrichten) und meine Großen mich achten, wie ich täglich mit meinen Schülern lachen und mich freuen kann.

    Andererseits hat sich der Beruf in den 30 Jahren seit ich Lehrerin bin von den Rahmenbedingungen zum negativen verändert. 25 Deputatsstunden statt 23, kein Urlaubsgeld (es gab mal 500 DM) und kaum Weihnachtsgeld (statt vollem 13. Gehalt ein paar Euro monatlich) mehr. (Und ich hätte bereits seit einem Jahr eine Deputatsstunde Altersermäßigung, also aktuell insgesamt 3 Stunden mehr im Vergleich zu früher.)

    Das Ansehen wurde geringer, heute heißt es "Lehrer kann jeder", Folge von Seiteneinsteigerprogrammen aller Art. (Gab es ganz früher auch schon, dann viele Jahre nicht mehr.) Meine jetzigen Schüler wählen eine andere Ausbildung und sagen, wenn das nicht klappt, kann ich immer noch Lehrer werden, in Gesprächen mit Fremden wurde mein Beruf früher bewundert und heute ernte ich Mitleid (und ertappe mich, dass ich ihn verteidige).

    Nein, ich habe einen wunderbaren Beruf, nicht irgendeinen Job. Wenn es für mich nur ein Job wäre, würde ich vermutlich anders wählen. Allerdings ist für mich in höchstens 10 Jahren Schluss. (Und 2 meiner Mitreferendare wollen in spätestens 5 Jahren vorzeitig aufhören.)

    Und zu den Noten 1988 an meinem Gymnasium: Es gab bei 70 Schülern 3 mal 1,0, 2 mal 1,1 und 5 mal 1,2. Mein Englisch-LK hatte einen Schnitt im zentralen schriftlichen Abitur mit 13,6, getoppt vom Physik-LK mit 14,1 (jeweils 15 bzw. 12 Schüler, also keine kleine Kurse). Jeweils der halbe Kurs musste ins mündliche, weil die Abweichung größer als 3,9 Punkte war (im Vergleich zu Durchschnitt 12.1 - 13.1, die Noten an meiner Schule waren also zu streng, meine Deutschlehrerin hat sich bei uns deswegen entschuldigt). 2 Schüler bestanden nicht. Und bei uns wurde bereits damals jede Abiturprüfung dreimal korrigiert (Zweitkorrektur anonym an anonymen Schulen), man sieht als Lehrer nur einen Code auf der Arbeit. Mauscheln und Punktezuschustern ist also nicht möglich.

    Es gab auch schon früher gute Leistungen. (Auch bei uns sorgte der NC für die hohen Schnitte, mehr als 20 meiner Mitabiturienten sind heute Ärzte.)

    ... konnte man in Bayern Mathe im Abi abwählen. Dafür bin ich heute noch dankbar, auch wenn ich es aus didaktischen Gründen nicht gutheißen kann.

    ... oder eben Deutsch :)

    Das ging in Baden-Württemberg 1988 schon nicht mehr.

    Mathe musste jeder schriftlich oder mündlich (Wahl nur im Grundkurs) ablegen, Deutsch jeder schreiben (allerdings konnte man je nach sonstiger Wahl den Abiaufsatz anders abrechnen, ich schrieb ihn zwar mit allen anderen mit, er zählte aber nicht zum Abiblock, da ich noch Englisch-LK hatte, sondern doppelt in 13.2).

    So schlecht ist das grundsätzlich nicht und es gibt immer noch Bereiche, die föderal geregelt sind. Wir zahlen hier auch kantonal unterschiedlich Steuern. Genau das erwarte ich als geneigte Wählerin auch von einer FDP, für möglichst wenig übergeordnete Regulierung einzustehen. Damit identifizierst du dich offenbar nicht, aber du kannst an der Stelle nicht der FDP vorwerfen, einen schlechten Job zu machen.

    Gerade verschiedene Steuersätze sind für mich ein gutes Beispiel, dass es nicht zu lokal geregelt sein soll. Reiche erpressen den Staat, zahlen relativ viel weniger Steuern als Ärmere. Ein Wettlauf nach unten beginnt. Und auch die Großunternehmen erpressen. Klar, dass die FDP da vorne mitmischen, werden sie doch von ihr bezahlt. Sie tun einen guten Job, aber nicht für die Gesellschaft, nicht für kleinere Unternehmen. Irgendjemand muss ja für einen funktionierenden Staat zahlen, bleibt die Mittelschicht, wenn die Reichen ihre persönlichen Steuerdeals mit dem Staat machen. Oder der Staat kann nicht mehr seine Aufgaben gut wahrnehmen. Weniger Infrastruktur, weniger Bildung für alle, weniger Ordnung.

    Hier bin ich noch mehr für ein EU-Minimum als beim Strafrecht. Weniger Regulierung bedeutet nämlich, mehr Rechte für den Stärkeren, Reichen, den mit mehr Beziehungen. (Ich habe als Jugendliche gestaunt, welche Gesetze der Kanton Thurgau für einen reichen Hamburger zum Nachteil seiner langjährigen Bürger aufhebt. Nichts mehr mit gleichem Recht für alle. Ich hoffe, dass die FDP noch nicht so gekauft ist, befürchte es aber.)

    Zu kleine Staaten sind Spielball von Großunternehmen, Hedgefonds, mächtigen Privatpersonen.

    Schon, aber irgendeine Schule müsste den ja auch arbeiten lassen. Hat denn bei euch echt jeder Trottel ein Recht auf eine Stelle sobald er mal verbramtet ist?

    Stelle nicht unbedingt, aber Gehalt. Es gibt natürlich Grenzen z. B. Kriminalität. Dann kann der Beamtenstatus aufgehoben werden. Hessen hat auf jeden Fall überlegt, aber, wenn ich mich richtig erinnere, es damals aufgeschoben, weil es nicht eilte. Den aktuellen Stand kenne ich nicht.

    Sobald Höcke mal kein MdL mehr ist, wird man beamtenrechtlich gegen ihn vorgehen können. Beim Richter Jens Maier war es ja auch so, und Richter sind noch mal besser geschützt als Beamte. Der wird nie wieder unterrichten.

    Man könnte schon, hieß es damals. Es war aber noch nicht notwendig.

    Es wurde keine strengere Gesetzgebung verhindert. Du hast es doch selbst gesagt, Spanien und Schweden können ihre Rechtslage beibehalten. Es wird nichts verhindert, aber jedes Land kann es eben so machen, wie es die demokratisch gewählten Parlamente für richtig halten ohne irgendwelchen anderen Ländern gerecht zu werden.

    Bist du dafür, Strafrecht europäisch zu regeln? Oder nur in diesem einen Bereich?

    Und deshalb schrieb ich verwässert (und wir sind wieder am Anfang). Dank FDP und anderen kommt es nicht zur notwendigen Verschärfung (ich las Buschmanns Begründung und bin deshalb so angepisst).

    Und ja, ich bin durchaus für eine europäische Einigung auch in anderen Bereichen zumindest in einem Rahmen wie Antimon schrieb oder Festlegung auf ein Minimum wie ich schrieb. Es wird sowieso jahrelang diskutiert, die Gesetze fallen nicht vom Himmel. Mir fallen auch noch andere Rechtsbereiche an. Vor gut 150 Jahren gab es noch badisches, württembergisches, bayrisches, ... Recht, davor hatte jede Stadt ihr eigenes Recht (und deshalb gehört meine Heimatstadt nicht zur Schweiz, darauf verzichten wollte sie nicht).

    Meinst du echt, irgendeine Schulbehörde würde den überhaupt noch einstellen? Ich weiss ja nicht, wie bösartig man dafür gegenüber einer Schule und ihrem Kollegium eingestellt sein müsste.

    Er war ja lange Zeit noch hessischer Beamter, er hätte jederzeit zurückkommen kommen dürfen. Er war ja nur beurlaubt (?). Neu einstellen tut ihn sich kein Bundesland.

    Allerdings meine ich gelesen zu haben, dass Hessen das ändern wollte. Ich weiß allerdings nicht, wie es ausging.

    Mein Argument ist kein Strohmann. Ich sehe es inhaltlich wie du und wäre für eine Änderung der deutschen Rechtslage. Ich bin aber dagegen, dies europäisch zu regeln, da die EU 1) nicht die Kompetenz für Strafrecht hat, 2) es nicht unsere Aufgabe ist, deutsche Weisheiten in alle Länder zu exportieren.

    Deshalb schrieb ich Minimum. Und nein, Deutschland hinkt wieder einmal hinterher, um deutsche Weisheit, das voraus eilt, geht es wirklich hier nicht zum Gegenteil, FDP blockiert immer wieder und bremst dadurch die anderen auch (also doch "deutsche Weisheit" dank Blockade der FDP, wir wollen den armen Mann schützen, woher soll er wissen, dass nicht jede Frau seinen Sex will).

    Und Buschmann und sein Justizministerium wollten kein lascheres Gesetz verhindern (deshalb bezeichne ich dein Beispiel als Strohmann, darum ging es nicht), er wollte aktiv strengere Gesetzgebung verhindern (also seinen deutschen Weg durchsetzen).

    Ja, weil dieser Punkt jetzt gar nicht geregelt wird. Hätte die EU-Richtlinie aber Nein heißt nein festgeschrieben, dann hätten sich auch Spanien und Schweden daran halten müssen.

    Ja. Und das gilt immer bei allen Gesetzen. (Hier aber nicht, deshalb ist dein Beispiel hier falsch.) Es ging nicht darum, nur (!) nein heißt nein zuzulassen. Deshalb schrieb ich Minimum.

    Wenn also irgendwann die EU beschließen sollte, dass Vergewaltigung immer straffrei bleibt, ... (Aber darum ging es nicht und ich sehe dein Beispiel als Strohmann an.)

    Ob Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat ist oder nicht, ist keine Frage der Meinung, sondern der Gesetzeslage. Die ist eindeutig. Und die Gesetzeslage spiegelt auch meine Meinung wieder.

    Merz’ Meinung damals kenne ich aus dem Effeff nicht, ich kenne aber die Debatte von damals. Es ging nie darum, dass der Staat sich heraushalten soll. Die Handlung einer Vergewaltigung war damals auch innerhalb der Ehe strafbar, nur eben nach § 240 StGB (Nötigung). Das Opfer konnte aber ein Strafverfahren verhindern. Das geht heute nicht mehr.

    Noch mal: ich bin sehr für die neue Fassung (unter anderem, weil diese auch Männer als Opfer anerkennt, vorher konnten nur Frauen vergewaltigt werden). Und ich bin nun auch nicht begeistert davon, Merz in Schutz zu nehmen. Aber diese Vereinfachung, die du triffst, finde ich gerade wegen der Schwere des Sachverhalts nicht angemessen.

    Und nein, es ging auch nicht um ein Minimum. Das erkennt man schon daran, dass man zwischen "Ja heißt ja" und "Nein heißt nein" nicht quantifizieren kann. Was soll da das Minimum sein?

    Ja heißt ja, es muss also zugestimmt werden. Mit diesem EU-Gesetz wäre das Minimum festgelegt. Die Staaten dürfen weiter gehen.

    Du schriebst

    Stell dir vor, die EU lege fest, dass eine Vergewaltigung nur beim Anwenden von körperlicher Gewalt vorliegt. Dass der EU-Vorstoß in der Sache richtig war, dass sieht wohl auch Marco Buschmann so. Er deckt sich aber nicht mit den Kompetenzen der EU.

    Und das stimmt nicht. Es gäbe kein "nur". Spanien und Schweden gehen jetzt auch nicht zur laschen Gesetzgebung Deutschlands über.

    Ich habe Buschmann dazu reden hören. Er brachte ein Beispiel von einem Mann, der dachte, die Frau wolle auch und deshalb sei er gegen dieses Gesetz und für ein klares Nein der Frau. Ich dachte an den Vorfall in Spanien, der zur Gesetzesänderung dort geführt hat. Manchmal ist es auch durch die Umstände klar, dass es kein zustimmender Sex war.

    Letztendlich geht es vor Gericht und das entscheidet. Aber leider denken viel zu viele Männer immer noch, die Frau will ja auch, auch wenn sie sich zuerst sträubt. Da hätte eine deutliche Ansage durch dieses Gesetz geholfen.

    (Auch eine Vergewaltigung heute in der Ehe muss erst angezeigt werden. Wenn das Opfer nicht will, erfährt es der Staat nicht. Aber früher hatte es kaum Konsequenzen selbst wenn jemand angezeigt hat. Nötigung verjährt viel schneller, wird deutlich weniger bestraft. Ich kenne noch den Spruch, warum lässt sie sich nicht scheiden, in der Ehe gehört Sex (immer) dazu.) Letztendlich wurde real nur Körperverletzung bestraft.

    Und zu Merz, ich weiß noch, was er damals deutlich gesagt hat. Andere waren zurückhaltender.

    Das verstehe ich. Wirklich. Das Problem ist aber doch, dass es auch anders laufen könnte. Stell dir vor, die EU lege fest, dass eine Vergewaltigung nur beim Anwenden von körperlicher Gewalt vorliegt. Dass der EU-Vorstoß in der Sache richtig war, dass sieht wohl auch Marco Buschmann so. Er deckt sich aber nicht mit den Kompetenzen der EU.

    Die Sache mit der Vergewaltigung in der Ehe stimmt so übrigens nicht. Die war auch vorher schon strafbar. Die Abstimmung im Bundestag, bei der u. a. Merz mit Nein stimmte, hatte etwas anderes zum Inhalt: soll eine Vergewaltigung in der Ehe immer von Amtswegen verfolgt werden, oder soll das Opfer die Strafverfolgung verhindern können. Die Probleme einer solchen Regelung, wie sie bis in die 1990er bestand, liegen auf der Hand. Zu sagen, Merz habe sich deutlich gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe ausgesprochen, ist aber nicht den Fakten entsprechend.

    Du bist also der Meinung, dass Vergewaltigung in der Ehe keine Straftat ist und der Staat sich heraus halten soll? Das war Merz Meinung. Ich war schon vor knapp 30 Jahren entsetzt.

    Und nein, auch dein 1. Absatz stimmt nicht. Es wäre nur Minimum gewesen, jeder Staat kann härtere Gesetze aufstellen. Und ich habe Buschmann auch gehört und fand es frauenfeindlich (wollte erst ekelhaft schreiben, betrifft ja nicht nur Frauen) . Auch deswegen lehne ich ihn, aber auch Lindner und die FDP so ab, ich glaube ihnen kein Wort.

    Was heißt denn verwässert? Strafrecht ist Kompetenz der Mitgliedsstaaten. Was eine Vergewaltigung ist (und das ist ja eben der Punkt, um den es hier zu gehen scheint, der Rest ist ja so gekommen wie Rat und Parlament es eh wollten), müssen eben die Mitgliedsstaaten entscheiden. Dass einige Mitgliedsstaaten in ihren Strafgesetzen vorsehen, dass ein verbales Nein für einen Abwehrversuch einer Vergewaltigung nicht ausreicht, finde auch ich nicht schön, aber das müssen die Menschen dort dann mit den demokratischen Mitteln, die sie haben, ändern. Ich würde mir auch verbitten, dass plötzlich andere EU-Mitgliedsstaaten dafür sorgen, dass sich die Definition einer Vergewaltigung in Deutschland ändert.

    Das sehe ich anders. Ich bin als Frau froh, wenn mich die EU vor Gewalt schützt, wenn Deutschland Gewalt gegen mich zulässt. Und ja das kommt leider vor. Das Vergewaltigung in der Ehe strafbar ist, gilt noch nicht so lange. Merz hat sich deutlich dagegen ausgesprochen.

    In Deutschland muss deutlich der Vergewaltigung widersprochen oder dagegen gewehrt werden, einfach aus Angst schweigen, weil man keine Chance hat und den Täter nicht noch zusätzlich aufputschen möchte, reicht nicht. Da sind Spanien und die skandinavischen Länder weiter.

    Für die großen Unternehmen ist es auch kein Problem. Das Problem ergibt sich für die Mittelständler, die keine so großen Rechtsabteilungen haben. Ist natürlich für die Konzerne dann super, die können sich positiv darstellen und kleine Konkurrenz gleichzeitig verdrängen.

    Vaude und Hess Natur sind nicht groß, die ganz kleinen Unternehmen betrifft es ja nicht. Aber sie bemühen sich seit Jahren um Nachhaltigkeit. Vaude kommt hier aus der Gegend, ich bewundere ihre Chefin.

    Aldi Süd begrüßt z. B. das einheitliche Recht in Europa. Aktuell sind sie ggü. Spanien benachteiligt, schreiben sie (Fachinformatikers Beitrag oben ist daher falsch, die FDP sorgt dafür, dass deutsche Unternehmen benachteiligt sind ggü. anderen europäische Unternehmen).

    Hoffentlich reicht unsere Enthaltung, diesen Bürokratiewahnsinn zu stoppen.

    Unglaublich, die Wirtschaftsferne von SPD und Grüne, in der aktuellen dramatischen Wirtschaftssituation die Standortbedingungen weiter zu verschlechtern.

    Wäre schön, wenn die Regierung endlich den Weg frei macht. Bislang hat es noch keine Regierung so schnell geschafft, einen Topstandort von einer Lokomotive zur Last runterzustufen.

    Jetzt kommt nicht mit der Weltlage. Wir sind weltweit nur hinter Argentinien auf dem letzten Platz beim Wachstum. Dank Scholz, Habeck und Lindner.

    Daran ist aber die CDU schuld, wir haben deswegen so große Probleme, weil wir uns von billigen russischen Erdgas abhängig gemacht haben, obwohl alle gewarnt haben (und was viele vergessen haben, Merz wollte nach dem Einmarsch in die Ukraine den sofortige Ausstieg aus russischem Erdgas, ein halbes Jahr später war er wieder anderer Meinung. Er wechselt ja seine Ansichten ständig ohne Begründung, das schafft aber kein Vertrauen wichtig in der Industrie.) Und Frankreich steht nur dann z. B. besser da, wenn alle seine AKWs laufen (das gab es schon lange nicht mehr). Dieser Bericht wurde sehr einseitig geschrieben und ist nicht unabhängig oder gar wahr.

    Und wie gerade im letzten Beitrag geschrieben, mir ist Bürokratie lieber als Bananenrepublik. Klar kann man Gesetze abschaffen, dann gewinnt halt der mit dem meisten Geld oder den besten Beziehungen.

    Was mich wundert bzw. für mich Fragen aufwirft

    Buschmann hat mit am Lieferkettengesetz gewirkt, es wurde insgesamt 3 Jahre diskutiert, warum plötzlich diese Kehrtwende? Liegt es an den Wahlen in diesem Jahr (Bürokratieabbau klingt für viele gut, auch wenn es oft nur das Recht des Stärkeren bedeutet), an Lobbyismus (ich habe mindestens zweimal mich an Begründungen der FDP gewundert, bevor herauskam, dass entsprechende Einflussnahme voraus gegangen ist, Mövenpick bzw. Porsche) oder haben sie wirklich sachliche Bedenken? Da fällt mir doch das Sprichwort ein, wer einmal lügt ... (oder hier sich kaufen lässt ...)

    Und sehr viele Unternehmen sind ebenfalls für dieses Gesetz, einige äußern sich jetzt deutlich.

    Ich bin auf jeden Fall extrem ferienreif, 3 Fortbildungen mittags, 1 Elternsprechmittag bis abends während der letzten Tage unmittelbar nach 2 Nachmittagen Halbjahresinformationkonferenzen.

    Jetzt habe ich nur noch 3 Stunden Unterricht an 2 Tagen (und eine Korrektur eines Tests bis Donnerstag).

    Wobei ihr dann natürlich an anderen Stellen einfach längere Ferien habt im Vergleich, z.B. zwei Wochen Herbstferien statt einer. Fasnacht (Winterferien) sind bei uns auch keine regulären Ferien, sondern das entsteht wirklich nur durch bewegliche Ferientage, die es glaube ich mal als Ausgleich gab für Deputatserhöhungen oder so. Kris24 weiß das aber genau meine ich.

    Deshalb hat Baden-Württemberg 5 bewegliche Ferientage, die gab es schon früher, und 3 unterrichtsfreie Tage, die gab es als Ausgleich für eine Deputatserhöhung (nicht im Vergleich zu anderen Bundesländern, NRW-Lehrerin, sondern zu anderen Beamten in Baden-Württemberg).

    Im Alltag unterscheidet heute niemand mehr. Jede Schule kann die 8 Tage verteilen wie sie möchte. Meine Stadt hat 6 der Tage immer an Fastnacht, die beiden anderen sind fast immer Brückentage. Andere hatten sie vor Weihnachten oder für irgendwelche Stadtfeste während des Jahres.

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