Beiträge von Kris24

    Telefonisch reichte zumindest bisher nicht.

    Es reicht weder telefonisch noch Mail, weil zu leicht jemand, der nicht befugt ist, "entschuldigen". kann. Fax mit Unterschrift ist zulässig. Wenn deutlich klar ist, wer elektronisch entschuldigt, geht es vielleicht? Aber wenn der "Passwortschutz" durch Kind, Partner usw. ausgehebelt werden kann, sicher nicht. (Bei uns verwenden viele Fünftklässler mangels eigenem Gerät PC oder Handy ihrer Eltern mit deren Passwort, um mir digital eine Nachricht zu schicken. Jetzt muss nur ein Elternteil (evtl. im Rosenkrieg) behaupten, sie hätten nicht entschuldigt, dann beweise mal das Gegenteil. Wir mussten dank Rosenkriege bereits einiges "noch rechtsicherer" gestalten. )

    Elektronisch gilt eigentlich auch sonst nur mit digitaler Unterschrift.

    Wie ist das eigentlich bei der Korrektur der Abiturarbeiten?

    "Vorher" kann ich bei fehlendem Rand einfach ein Blatt Papier daneben legen und "festtackern". Wäre sowas in Abiklausuren angreifbar, weil Randbemerkungen (mit Hinweisen auf Vorzüge / Mängel) verloren gehen können, etwa bei der Übergabe von Erst- zu Zweitkorrektor?

    Bundeslandabhängig? Wir haben keinen so breiten Rand, sondern 2 "normale", rechts für den Erstkorrekor, links für den Zweitkorrektor. Gespräche gibt es bei uns nie, wir kennen/sehen uns ja nicht. Aber ich kenne auch keine Regelungen. Ich darf sowieso nicht viel auf die Klausur schreiben (nur ein paar vorgegebene Fehlerzeichen), um den Zweitkorrektor nicht zu beeinflussen, das würde ich irgendwie dazwischen schreiben. (Ich habe es auch noch nicht erlebt, dass viel darauf geschrieben wurde. Ich ärgere mich nur, wenn jemand in jede Kästchenzeile schreibt.)

    Ich möchte den Schulleiter sehen, der sich in solchen Situationen ernsthaft hinter den Regelungen für den Sonderurlaub verschanzt. Obwohl, an einen erinnere ich mich, dem ich das zugetraut hätte. Aber auch da mag ich mich täuschen.

    Ich erhielt beim Tode meines Vaters vor über 20 Jahren nur 2 Tage frei (trotz deutlicher Nachfrage) und saß daher bereits im Zug (Rückfahrt, 700 km ein Weg), als er beigesetzt wurde (Trauerfeier, div. amtliche Termine konnte meine Schwester umlegen, so dass ich sie innerhalb von 24 Stunden erledigen konnte, ich fühlte mich damals vor allem schuldig, weil ich meine Schwester mit allem alleine ließ.)

    Das führte zu meiner Kündigung in NRW (ich wollte sofort in die Nähe meiner Familie) und Neustart in Baden-Württemberg. Als ich meine Kündigung in NRW vorlegte, wurde ich natürlich nach Gründen gefragt. Auf meine Antwort, antwortete die verantwortliche Person, sie hätte mir in dem Falle bis zu einer Woche freigegeben. Aber natürlich hatte ich nur den SL und nicht die Behörde gefragt. (Mein SL meinte nur, ich könnte ja Auto (nach der Beerdigung durch die Nacht) statt Zug fahren.)

    Ich finde das Zusammenbrechen der Lieferketten gerade noch viel bescheidener als die Preisaufschläge. Mein aktuelles Highlight in dieser Woche war eine 40W Glühbirne für die Innenbeleuchtung des Backofens. Da die Birnen 300°C aushalten müssen und mit ihrer Abwärme eh zur Aufheizung des Ofens beitragen, wird dort auch heute noch die klassische Glühbirne eingesetzt. Jedenfalls war eine entsprechende Birne, sorry Leuchtmittel, bei den örtlichen Baumärkten (Obi, Hornbach, Toom, Hagebau) nicht zu bekommen. Sie konnten mir auch nicht sagen wann der Nachschub kommt. Letztlich habe ich das Zeug auf dem Amazon Marketplace bestellt, weil sogar Amazon selber nicht liefern konnte. Kosten der Glühbirne: 1,99€, Frachtkosten 6€ fürs Päckchen quer durch Deutschland. Von so Sachen wie 20kW Wechselrichtern für die Solaranlage oder Heizungen rede ich mal gleich gar nicht.

    Der Weserauentunnel (Bundesstraße B61) ist bei mir vor der Tür aktuell in eine Richtung gesperrt, weil die Steuerungselektronik für die Brandbekämpfung etc. in einer Röhre ausgefallen ist. Ersatz ist nicht lieferbar. Der Tunnel ist jetzt seit 3 Wochen zu, mal gucken, ob er in diesem Jahr wieder geöffnet wird.

    Wie sagt meine Verlobte: Das ist heute im Laden so, wie früher in der DDR (aus der sie kommt). Damals hat man sich nicht überlegt was man essen bzw. kochen will, ist dann in den Laden gegangen und hat entsprechend gekauft. Damals ist man in den Laden gegangen, hat geguckt was es gab und hat sich dort dann überlegt, was man daraus machen kann. In diesem Zusammenhang finde ich es auch nicht hilfreich, daß die Supermärkte bei uns in der Region den Schein voller Regale wahren wollen und die verbliebenen Produkte in den Regalen "in die Breite ziehen", damit man keine Lücken sieht. Da sucht man dann das ganze Regal ab und findet am Ende doch nicht das, was man sucht. Dann lieber die altbekannten Positionen der Produkte im Regal leer lassen, denn dann sieht man gleich, daß es die Sachen nicht gibt und man nicht zu suchen braucht.

    Da gebe ich dir recht.

    Ein Teil unserer Heizungsanlage ging kaputt und wir hatten Riesenglück, dass es bei einer der Heizungsfirmen herum lag, weil es für einen anderen Kunden falsch bestellt wurde. Sonst hätten wir ewig warten (und vermutlich irgendwann frieren müssen). Aktuell ist es in meiner Wohnung immer noch über 20 Grad ohne Heizung.

    Mein Stromabschlag hat sich im Vergleich zu letztem Jahr um über 15 % gesenkt (ich erhielt jetzt im September fast 100 Euro zurück). Ich zahle netto keine 24 Cent pro Kilowattstunde. Dasselbe höre ich von Bekannten mit "echten" Ökostromanbietern (haben nur Ökostrom im Angebot). Und ich wurde vor Jahren ausgelacht, weil ich nicht ständig wechseln wollte, weil mir wichtig war, woher mein Strom kommt.

    Auch dass ich letzten Winter nicht über 20 Grad geheizt habe (um mich für das Lüften im Klassenraum dank Corona vorzubereiten), macht sich bezahlt. Die höheren Preise im Supermarkt etc. zahle ich allerdings auch (wenn man allerdings liest, wieviel in Privathaushalten immer noch weggeworfen wird). (Und dumm dran ist, wer jetzt wegen Umzug seinen Anbieter wechseln muss. Mein Anbieter musste wie andere Neukundenannahme stoppen, weil er natürlich nicht von jetzt auf gleich sein Angebot vervielfachen kann.)

    Wer viel antwortet, hat auch viele Chancen richtig zu antworten (nicht nur falsch) und, so erkläre ich es meinen, sie haben Einfluss darauf, auf welche Fragen sie antworten möchten. Wer sich nicht meldet, wird irgendwann von mir aufgerufen, vielleicht genau dann, wenn er es auf keinen Fall möchte. Ich zähle doch nicht die Anzahl der richtigen Antworten, sondern ob es Transfer enthält oder nur Wiederholung des Unterrichts, ob die Fachbegriffe (ansatzweise) richtig verwendet werden oder nur "Alltagswissen", bei dem kein Unterricht erkennbar ist.

    Wir haben schulintern (nach vielen Diskussionen) Kriterien für jedes Fach für mündliche Noten aufgestellt. Es geht um Qualität, nicht um Quantität. Du sprachst vorher zudem von sozialem Verhalten darunter verstehe ich nicht häufiges Melden.

    Bei der Fortbildung wurde eben betont, dass die Zeugnisnote nicht das Ergebnis einer arithmetischen Berechnung ist, sondern auch weiche Faktoren mit einbezogen werden können. Im GEW Handbuch für Baden-Württemberg steht ein ähnlicher Hinweis. Die konkrete Umsetzung liegt in der Hand des Lehrers.

    Häufiges Melden darf man auch bei der Fachnote berücksichtigen. Sonst wären ja schwache Schüler, die oft falsch antworten von vornherein demotiviert und trauen sich irgendwann gar nicht mehr zu antworten.

    Das zählt zur pädagogischen Freiheit des Lehrers.

    Deinen 1. Absatz stimme ich vollständig zu, dem 2. nur teilweise.

    Arithmetisches berechnen ist bei uns in Baden-Württemberg tatsächlich nicht zulässig, die aufgeführten Beispiele beziehen sich aber auf "Ausrutscher", nicht auf völlig fachfremdes Verhalten.

    (Ich führe zudem bei meinen Schülern manchmal das Beispiel an, ein Schüler schreibt nacheinander die Noten 1, 2, 3 und dann 4, der andere umgekehrt (also zuerst 4, zum Schluss 1). Das verstehen meine sofort (natürlich überlege ich dann weiter, inwieweit der Schüler zu Transfer fähig ist oder nur wiederholt). Es ist eine Gesamtnote, aber soziales Verhalten spielt dabei keine Rolle (dafür wird bei uns sehr auf Kopfnoten geachtet).)

    Pädagogische Freiheit bedeutet nicht, dass alles berücksichtigt werden kann (ich übertreibe, z. B. auch eine bessere Note für den Bürgermeistersohn oder von meinem Vermieter). Es muss fachlich bleiben.

    Das wäre doch eher die Kopfnote „Verhalten“?


    Ich dachte bei Mitarbeit an häufiges melden (wurde früher zur Fachnote gezählt, jetzt gilt nur Qualität nicht Quantität, war nur ein Beispiel für eine Änderung bei Einführung von Kopfnoten).

    Soziales Verhalten gehört für mich auch zur Verhaltensnote und nicht in die Fachnote.

    Natürlich überlege ich auch gründlich, ob ich noch eine 4 geben kann, wenn es um Versetzung geht. Aber ich wollte von German wissen, was er meint (ich kenne diese Aussage nur von Kollegen aus Bundesländern ohne Kopfnote).

    Es sind jedes Jahr 3 Schüler sitzengelieben. Ausnahme Coronajahre.

    Ein Problem dabei ist, dass es Kollegen gibt, die mit den vorhandenen Schülern immer neu diese Gausssche Verteilungskurve anwenden. Das heißt, von den jetzigen 18 fallen wieder ca. 3 unter den Strich. Eigentlich dürfte es ja bei den verbliebenen Schülern viel weniger schlechte Noten geben, da diese ja Gymnasialniveau haben müssten.

    Bisher gab es aber tatsächlich jedes Jahr neue "Absteiger", die das Schuljahr davor noch befriedigende und ausreichende Leistungen bescheinigt bekamen.

    Das Sozialverhalten darf übrigens in die Note miteinbezogen werden, da nach Klasse 10 beispielsweise die Mittlere REIFE erreicht wird. Es ist kein reines Leistungszeugnis.

    Das wurde auch so in einer Fortbildung des RP Stuttgart kommuniziert.

    Ich frage nach, ob ich es richtig verstehe. Der Schüler ist lieb und nett zu allen und erhält statt einer 5 eine 4 in Mathe, damit er nicht durchfällt?

    Bei uns wurde bisher pädagogische Freiheit anders definiert, seitdem es die Kopfnoten gibt (davor zählte Mitarbeit zumindest zur mündlichen Fachnote, ist bei uns immer wieder Diskussionsthema).

    Ich trage meistens in unser digitales Klassenbuch ein Seite x Nummer Y (dauert pro Schulstunde höchstens eine Minute), meine Vertretung freut sich darüber (es kommt oft ein danke), erwartet es aber nicht.

    Ich freue mich auch, wenn ich etwas erhalte, erwarte es aber ebenfalls nicht. Bei bisher 2 Vertretungsstunden in den ersten drei Wochen hatte ich einmal Seite x Nummer y, das andere Mal nichts. Da habe ich ausführlich die Hausaufgaben besprochen, ich habe alle Lösungsbücher für meine Fächer digital dabei.

    Ich hatte mindestens 15 Stunden Fortbildung zu Mobbing und gehöre nicht zu der ausgebildeten Gruppe, sprich, ich würde bei schwereren (also bei schon fest ausgebildeten Strukturen) Fällen unsere Sozialarbeiterinnen (jederzeit ansprechbar) und/oder meine ausgebildeten Kollegen (mindestens ein halbes Jahr Grundausbildung, regelmäßig Weiterbildung) ansprechen (daran sieht man schon, wie schwierig es ist).

    Ich versuche es mal.

    Ja, das Thema muss deutlich angesprochen werden, aber ohne Namensnennung und vor allem keine Schuldzuweisung. Anfangs wird besprochen, was passiert ist. Ich fasste damals Mut und sprach Dinge aus. Mein stärker und länger betroffener Mitschüler nicht (ein (relativ kleiner) Vorfall gegen ihn gerichtet, den die Klassenlehrerin mitbekam war Anlass (aus unserer Schülersicht, niemand hatte gepetzt).

    Die neutralen wollen oft "Frieden". Wenn es im Klassengespräch Schuldzuweisung und gar Klassenkonferenzen mit Strafen gibt (aus ihrer Sicht unberechtigt, weil doch gar nicht so schlimm), dann wird sehr oft das Mobbingopfer und nicht die Täter dafür verantwortlich gemacht. Und plötzlich ist die ganze Klasse gegen das Opfer.

    Auch Einzelgespräche mit den Mobbern sind, wenn die bereits Macht durch ihre Taten erlebt und Gefallen daran gefunden haben, meistens nicht mehr erfolgreich. Vielleicht ist aktuell Ruhe (man kuscht vor der Macht der SL), aber sobald man sich wieder stärker fühlt, ist der nächste dran. Die Mobber werden mit der Zeit immer erfolgreicher, lassen sich viel schwieriger "bekehren", es ist wie eine Sucht (Freude an Macht, den anderen nieder zu drücken).

    Deshalb dringender Rat, sucht sifort professionelle Hilfe, bevor es zu spät ist (und jede Schule sollte, nein muss wissen, was zu tun ist, sprecht es an). Meine Ausbildungsschulen (damals musste man in Baden-Württemberg noch wechseln), meine ersten beiden nach Ref. verdrängten es auch (ich denke, wenn das Thema wie jetzt darauf kommt, wir haben bei ein paar Kindern eindeutig versagt).

    Wenn ich hier mehrere Kommentare lese, denke ich, viele Kollegen und Schulen sind zu wenig ausgebildet in diesem Thema. Fordert an euren Schulen Fortbildungen ein, fordert, dass Strukturen dazu aufgebaut werden (nicht jeder muss alles können, aber es muss eine Gruppe an Kollegen geben, die wirklich ausgebildet sind), das Thema ist wichtiger als andere. Ich habe 2 Schüler (Referendariat, an einer meiner vorherigen Schulen) durch Suizid verloren. Mobbing geht alle an.

    Bei uns am Gymnasium (!) wird klar gegen Mobbing vorgegangen. Einige Kollegen haben eine zusätzliche Ausbildung gemacht, es gab mehrere Fortbildungen (inkl. pädagogischer Tag) für alle, wir haben 2 Sozialarbeiterinnen an der Schule. Ich weiß, zu wem ich hingehen kann, wenn ich davon erfahre (auch das wurde deutlich gesagt, wenn man als Lehrer es falsch anspricht, kann die Situation verschlimmert werden. "Die ist schuld, dass X Ärger hat. Die ist so blöd.") Wichtig ist es, die anfangs neutralen Klassenkameraden zu kriegen.

    Wir fangen tatsächlich in der ersten Woche mit Klassengemeinschaft, Gesprächsregeln etc. an. Aber das reicht nicht. Es gibt irgendwann trotzdem Mobbing. Dann wird sofort nach Bekanntwerden reagiert (in Extremfällen wurde sogar der Unterricht für Tage unterbrochen und mit den Sozialarbeiterinnen und den ausgebildeten Kollegen ein "Antimobbingtraining" durchgeführt). Aber auch bei uns gibt es Kollegen, die alles als nicht so schlimm ansehen.


    Und Mobbing wirkt sich immer auf den Unterricht aus. Mündliche Mitarbeit wird extrem gestört, Schülerversuche und Gruppenarbeit sind kaum noch möglich. Genau deshalb ist auch außerschulisches Mobbing immer auch ein innerschulisches Problem. Wer das anders sieht, hat entweder keine Ahnung über die Struktur von Mobbing (es ist nicht nur ein bißchen ärgern) oder beide Augen zu.

    Ich wurde zusammen mit einem Mitschüler vor ca. 40 Jahren bereits kurzfristig von einigen Jungen in meiner Klasse gemobbt. Kurzfristig, weil meine Klassenlehrerin sofort professionell einschritt. Auch das war an einem Gymnasium (ich weiß nicht, inwieweit sie ausgebildet war, sie hat auf jeden Fall alle Punkte beachtet). Danach haben mich sehr viele Klassenkameraden geschützt. Wenn einer der 5 (2 Hauptmobber, 3 Mitläufer) was sagte, griffen sie sofort ein. Dann war Schluss.

    Es sind anfangs selten mehr. Wichtig ist es, die neutralen zu sensibilisieren.

    Ich rede nicht von Politikern und Tagesschau, sondern von meinen Mitmenschen. Da sind immer mehr gegen ukrainische Flüchtlinge und wollen mit Putin Frieden schließen. Meine Nachbarin, die versucht zu helfen, wird zunehmend beschimpft. Energiesparen, nein. Energie soll wieder so billig sein wie früher.

    Und unsere AKWs wurden zuletzt 2009 überprüft und damals war noch viel laschere Tests (hauptsächlich am Papier) zulässig. Die strengeren Tests seit 2012 wurden für die 3 nie durchgeführt. Sie sind im Gegensatz zu Frankreich seinen ungeprüft. Warum hat Frankreich abgeschaltet (ich rede von den jungen 30 - 40jährigen vergleichbar zu unseren). Ich wiederhole mich, ihr glaubt es sowieso nicht (und ich bete, dass in Neckarwestheim weiterhin nichts reißt, sondern alle Löcher rechtzeitig gefunden werden. Ich hätte an Habecks Stelle verlangt, dass endlich richtige unabhängige Tests durchgeführt werden und dann wäre Schluss gewesen. Aber es geht um viel Geld, TÜV-Süd verdient z. B. Millionen extra und Beruhigung der Massen. Manche glauben, er hätte im Frühjahr geprüft. Nö, es war noch nicht einmal ein Gutachten, sondern ein paar Seiten in 6 Tagen hingeschmiert ohne Unterschrift etc. auf Verlangen der CSU.)

    Wir hätten übrigens keine Stromknappheit, wenn Frankreich nicht so viel Strom von uns benötigen würde. Man hat gehofft, dass zumindest einige vor dem Winter wieder hochfahren könnten.

    Wer nichts weiß, hat keine Sorgen (stelle ich bei vielen Themen fest).

    So schnell wandelt sich das Bild. Jetzt sind AKWs für Habeck doch notwendig.

    Notwendig ja, weil mehr als die Hälfte der französischen AKWs abgeschaltet sind. Dann lässt man ungeprüfte AKWs aus Deutschland laufen (die Tests bis 2012 waren sehr lasch, nach Fukushima wurde dies überarbeitet und wurde einem Teil der jungen französischen zum Verhängnis). Die deutschen wurden nie den strengeren Tests unterzogen. Wir hoffen halt, dass es weiterhin gut geht (und es nur kleine rechtzeitig gefundene Löcher in Neckarwestheim gibt und nicht gleich einen Riss, der zu einem GAU führt, Korrosionsschäden gibt es hier auch extrem zunehmend). Die Franzosen überarbeiten ihre und rechnen trotzdem mit Blackouts im nächsten Winter.

    Ich denke, es ist wieder eine politische Entscheidung. Nicht Sicherheit gewinnt, sondern lieber Ruhe bei den Schreihälsen (vielleicht sind diese in einer Demokratie auch gefährlicher als ein Störfall) . Überall wird behauptet, dass unser AKW entscheidend sei (nennenswert Strom liefert in den nächsten 6 Monaten ja nur noch Isar-2), wer nicht informiert ist, glaubt dies. Und wie soll Habeck gegen die BILD-Zeitung ankommen? Also Augen zu und durch. Wie auch schon bei Corona etc.

    (Wusstet ihr, dass ca. 20 Jahre nach der Spanischen Grippe, ehemals Infizierte mehr als doppelt so häufig an Demenz litten? Auch bei Covid-19 ist die Zahl nach einem Jahr erhöht. Was in 20 Jahren ist? Es wird keinen interessieren. Damals gab es den 2. Weltkrieg, in 20 Jahren Klimakatastrophe oder ein anderes Problem. Die meisten Menschen können nur ein Problem beachten. Z. Z. geht es nur um Energie. Alles andere selbst der Krieg in der Ukraine wird ausgeblendet. Und was nicht in der Zeitung steht, existiert sowieso nicht. Waldsterben, Amazonas, beides war noch nie so von der Vernichtung bedroht wie heute. Aber wen interessiert es? Du selbst hast hier vor kurzem geschrieben, dass es sie nicht mehr gibt. Stimmt nicht, aber wer weiß das?)

    Ich habe noch nie erlebt, dass jemand eine 1,0 im ersten Examen hat. Weder in meinem eigenen Examensdurchgang, noch bei Kommilitonen, Freunden, Kollegen, im Referendariat oder sonst irgendwo.

    Wieviele schließen denn das erste Examen im Gymnasiallehramt mit einer 1,0 ab? Wieviele das zweite?

    Dass man für sehr gute Einstellungschancen am Gymnasium zwei 1,0er Examen bräuchte, ist übrigens genauso unsinnig, wie die Annahme, man bräuchte fürs Medizin Studium ein 1,0er Abi.

    Eine Mitreferendarin mit Chemie und Bio hatte sowohl im 1. als auch 2. Staatsexamen1,0 und vor 26 Jahren reichte das in Baden-Württemberg für Gymnasium in diesen Fächern nicht (es gab angeblich in ganz Baden-Württemberg nur 1 Stelle). Mit Mathe war bei 1,4 gesamt Schluss und das auch nur in wenig beliebten Regionen. Hier in meiner Gegend war 1,2 notwendig. Ein älterer Kollege erzählte, dass ihm knapp 20 Jahre zuvor 2,5 reichte und ich beneidete ihn. 2,5 und eine Beamtenstelle hier in Südbaden.


    Was lernt der TE daraus? Zeiten ändern sich immer wieder. Ich musste damals flexibel sein, bin für einige Jahre als fest angestellter Lehrer an eine Gesamtschule nach NRW und irgendwann hat es geklappt und ich wurde in Baden-Württemberg verbeamtet. (NRW hat ein paar Jahre nicht verbeamtet, bevor es zu Mangel kam und sie es änderten.)

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