Beiträge von Kris24

    Meine Ablehnung stammt nicht von Fukushima, sondern von Tschernobyl, Skandalen um Philippsburg, Fessenheim, Biel, ... Ich habe Merkel und Co. nie verziehen, dass sie den ausgewogenen Atomausstieg der rot-grünen Regierung mit den Atomkonzernen rückgängig gemacht hat. Fukushima war nicht die 1. Wende, sondern die 3. in wenigen Jahren (und lange nicht so gut vorbereitet) . Dann wären wir viel weiter.

    Kernenergie war immer teurer, wenn nicht ein Großteil der Kosten ausgelagert worden wäre.

    Nein, Anfang der 90er Jahre war Klimakrise kein Thema in der breiten Öffentlichkeit. Bei Experten schon. Aber ein paar von BP oder Exxon Bezahlte (kam erst Jahre später heraus) stifteten erfolgreich Verwirrung (und kosteten ca. 15 Jahre). 2 % der Veröffentlichung von Experten zogen es damals in Frage, aber über 50 % Berichte in der "normalen Presse" (so eine Studie) und das liest Otto Normalo.

    Ich las in Zeitungen wie Bild der Wissenschaft, dass die Sonnenaktivität Schuld sei, las Möglichkeiten zur Reduzierung, wenn es doch schlimmer kommt (z. B. Kunststoffsegel im Weltraum, zusätzliche Schwefelsäuremoleküle in der Atmosphäre, absolute Technikgläubigkeit bei diesen Berichten, absoluten Blödsinn, wenn man dies durchdachte, ich sprach mit meinen Schülern darüber und fand vor Greta wenig Anklang, sie wiederholten den Mist).

    Die Verunsicherung durch diese bezahlten Experten hatte Auswirkungen, ich erinnere mich an heftige Diskussionen bis ca. 2002 mit Kollegen, also auch Studierte (so viel Geld ausgeben für etwas, was nicht bewiesen sei, nur Theorie sei). (Meine Staatsexamenbsarbeit 1994 ging um dieses Thema, vorgeschlagen von meinem Professor, es war damals eben nicht in der Bevölkerung angekommen. )


    Diese Propaganda wird nicht umsonst in die Reihe der Verdummung der Allgemeinheit gestellt. 1960er "auch Ärzte rauchen" (Tabakindustrie), 1980er "Menschen sind zu unbedeutend, um das Klima zu ändern" (Ölindustrie), 2000er "Fett macht fett" (Zuckerindustrie). Es hat leider immer gedauert, bis die Wahrheit in der breiten Bevölkerung ankam.

    Ich habe heute mal nach Ölradiatoren geschaut - die sind quasi nicht mehr zu bekommen. (Zum Glück habe ich noch einen alten großen im Keller stehen).

    Der Strombedarf in Deutschland (und im EU-Ausland) könnte also im Winter wirklich erheblich ansteigen.

    Und nächstes Jahr die Insolvenzen - privat, bei Vermietern und Wohnungsunternehnen, wenn die Mieter nicht zahlen können und bei den Stadtwerken etc. Erinnert mich an eine Aussage einer Person, die ernsthaft sagte, ich verwende möglichst Batterien, seitdem der Strom so teuer wurde.

    Warum nicht einfach die Temperatur um 2 Grad reduzieren?

    Wieviel Watt benötigen eigentlich die Geräte? Ich habe keines, war mir immer zu teuer (ich hatte mal eine Maisonettewohnung ohne Heizung im untersten Stockwerk, ich hatte mich damals erkundigt. )

    Also da geht jetzt viele durcheinander. Letztlich geht es ja gerade darum, dass die Optionen jetzt überprüft werden sollten. Viele Experten ist natürlich einer sehr schwammige Formulierung. Es gibt auch viele Experten die das Gegenteil behaupten.

    Jetzt haben wir bisher nur den Tüv Süd der das Kraftwerk vor Ort kennt und eine Einschätzung abgeben hat. Ein Wissenschaftler in Berlin wird kaum aus der Ferne raten können, wie lange die Brennstäbe noch halten etc..

    Aber selbst wenn wir im Worstcase die Strommenge nur strecken können, wäre viel gewonnen. Wir werden doch sicherlich im Winter ein Problem bekommen und nicht jetzt im Sommer. Dann könnten wir die Kraftwerke jetzt schonen, um im Januar bis März genug Reserven zu haben.

    Wir könnten auch jetzt die Gasspeicher mehr füllen, wenn wir AKWs voll laufen lassen.

    Und okay Isar 2 läuft noch 2,5 Monate, die anderen eher nicht (zumindest Neckarwestheim). Wieviel Prozent sind es dann noch? 2 %? Dafür gelten die Atomverträge nicht mehr. Müssen überarbeitet werden, wie lange dauert das, wenn evtl. zusätzliche Wünsche geäußert werden? Wird weiterhin nicht überprüft (dann müsste es ja herunter gefahren werden) ? Normalerweise alle 10 Jahre , jetzt bereits 3 Jahre überfällig. Frankreich hat jetzt extrem viele Schäden festgestellt, nachdem mal genauer hingesehen wurde, auch (überraschend) bei 12 jungen (die älteren waren teilweise im besseren Zustand). Sie sind aktuell nicht im Betrieb (gerade gelesen in Japan sind auch nur noch 6 von 17 in Betrieb). In Baden-Württemberg war alles okay, bis eine rot-grüne Regierung an die Macht kam und feststellte, dass Überprüfungen nur simuliert wurden, die Schäden viel größer waren. Wie gut prüft Bayern?

    Ich habe vor 30 Jahren auf die Klimakatastrophe hingewiesen, wurde ausgelacht (mit teilweise denselben Begründungen). Heute morgen in den Nachrichten kam ein Hitzeproblem nach dem anderen, in den 90er war das nicht vorstellbar (mir fiel ein Hörspiel ein, aber es ist bittere Realität).

    Warum versichern keine Versicherungen die absolut sicheren AKWs? Das wäre doch einfach verdientes Geld?

    Aber hey, wir haben noch ein AKW, können Monate diskutieren und das Geld wird woanders reduziert.

    Der faule Kompromissvorschlag kommt doch jetzt gerade. Tempolimit gegen AKW-Verlängerung. Wenn es wirklich um die Sache ging, wäre doch auch eines möglich. Da wollen sich nur viele profilieren.

    Ich glaube, Kris, dass du eine sehr extreme Position einnimmst. Da bringt die Diskussion nicht viel. Für dich hat Atomkraft nur Nachteile. Das kann man sicherlich nicht so stehen lassen. Immerhin setzen die meisten Staaten weiterhin auf Kernenergie. Wir haben in Deutschland eine Situation, wo die Mehrheit findet, dass die Nachteile von Kernenergie überwiegen. Damit kann man leben. Persönlich hätte ich mir einen Atomausstieg 10 bis 20 Jahre später gewünscht. Aber das tut nichts zur Sache.

    Wenn ich mir deine reichlichen Zitate ansehe, ist eigentlich nur eines relevant: Der TÜV Süd, der als Kontrollinstanz das Kraftwerk sehr gut kennt, hält es technisch für möglich. Das ist in deinen Zitaten die einzige sinnvolle Quelle.

    Das Umweltverbände das nicht gut finden, hätte ich dir auch so sagen können. Übrigens klagen die auch gegen das LNG-Terminal in Wilhelmshaven, gegen verschieden Stromtrassen um aus Winderenergie gewonnen Strom nach Süden zu transportieren und gegen verschiedene Windparks. Das ist alles vollkommen legitim. Aber wenn wir nur Projekte realisieren, gegen die keine Bedenken von Umweltverbänden vorliegen, haben wir einen sehr kalten Winter ohne Strom und Gas.

    Selbst 5% sind ziemlich viel. In Oldenburg wurde das Warmwasser in den Duschen in Stadien während der Sommerferien abgeschaltet. Schalke wird beim DFB-Pokal deswegen kalt duschen müssen. In verschiedenen Städten bei uns wurden die Öffnungszeiten von Schwimmbädern oder die Temperatur des Wassers reduziert. Das bringt alles deutlich weniger.

    Hast Du mal mitbekommen, dass sich viele Leute jetzt elektrische Lüfter oder Heizungen für den Winter kaufen? Mal abgesehen davon, dass das wahrscheinlich wenig sinnvoll ist, können 5% Strom bei einem harten Winter viel bringen. Wir wissen nicht wie viel Wind im Frühjahr da ist. Letztes Jahr hatten wir extrem wenig Energie aus Windenergie, weil einfach der Wind nicht so stark war. Und bis der Ausbau der erneuerbaren Energien an Geschwindigkeit zunimmt vergeht mindestens noch ein Jahr.

    Aktuell sind es 32 Länder (von ca. 200). Viele davon bauen keine neuen (seit Tschernobyl). Viele davon sind Diktaturen. Also die meisten Staaten sind es nicht. Frankreich muss im Sommer wegen Wärme, aber auch im letzten Winter, aber auch jetzt (wegen vielfacher Defekte) Energie aus Deutschland kaufen. Dadurch steigen auch bei uns die Preise.

    Und was ist mit der rechtlichen Seite? Atomverträge müssen überarbeitet werden.

    Also ohne Überprüfung (war 2019 fällig) weiterlaufen lassen, sonst müssten sie auch herunter fahren.

    Ich wiederhole Scholz

    "Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beruft sich auf die "ziemlich einheitliche" Aussage von Experten, wonach die Brennstäbe, also der Antrieb der Atomkraftwerke, für die verbleibenden Meiler nur bis Ende des Jahres reichen. "Die Argumente der Fachleute, die gegen eine Verlängerung sprechen, sind bisher nirgends widerlegt worden", sagte er kürzlich in einem Interview. Daher halte er sich mit der Frage "nicht lange auf".

    Viele Experten sind der Meinung, dass es lediglich möglich wäre, die Atomkraftwerke jetzt mit reduzierter Leistung laufen zu lassen, um sie dann noch ein paar Monate Anfang 2023 weiterbetreiben zu können. Die Strommenge die dabei erzeugt würde, ließe sich dadurch aber nicht groß vermehren – sie könnte nur über einen längeren Zeitraum verteilt, also gestreckt werden."

    Wir fahren also jetzt die AKWs herunter, verbrauchen mehr Gas, wenn die erneuerbaren nicht reichen, die Gasspeicher füllen sich weniger, um dann AKWs im kommenden Jahr etwas länger laufen lassen zu können. Es bringt nichts, außer man will AKWs viel länger laufen lassen. Aber dann bitte richtig versichern. Warum ist die Versicherung zu teuer, wenn AKWs so sicher sind? Warum verzichten Versicherungen auf dieses Geschäft?

    Bei recht kleiner Baugröße eine hohe Leistungsdichte, keine Emission von Verbrennungsprodukten, relativ hohe Energiedichte der Brennelemente -> einfachere Lagerhaltung und Bevorratung. Es gibt sicher noch weitere, aber das ist was mir direkt einfällt.

    Überzeugt mich nicht, wiegen Nachteile nicht auf.

    Es ist übrigens nicht CO2-frei.

    "Atomstrom ist keineswegs CO2-neutral. Die Treibhausgasemissionen sind größtenteils der Stromproduktion vor- und nachgelagert. Betrachtet man den gesamten Lebensweg – von Uranabbau, Brennelementherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis zur Endlagerung – so ist in den einzelnen Stufen des Zyklus zum Teil ein hoher Energieaufwand nötig, wobei Treibhausgase emittiert werden.

    Bei Stromerzeugung aus Kernenergie fallen Emissionen auch im Betrieb an, da Uran abgebaut, angereichert und für sehr lange Zeit endgelagert werden muss. Insbesondere die CO2-Emissionen die noch für die Endlagerung entstehen werden, sind nur schwer absehbar (da es nur sehr wenige empirische Daten gibt). Auch die beim Abbau von Uran entstehenden Emissionen können nicht eindeutig bestimmt werden. Unter anderem aus diesen Gründen sind die Bandbreiten für die CO2-Emissionen im Lebenszyklus von Kernenergie sehr hoch und die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Laut ⁠IPCC⁠-Bericht von 2014 liegen die Treibhausgasemissionen von Kernkraftwerken über den gesamten Lebenszyklus im Bereich von 3,7 bis 110 Gramm CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde mit einem ⁠Median⁠ von 12 CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde." Aus https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fr…0Kilowattstunde.

    Das CO2-neutral stimmt also nicht. (Es ist natürlich besser als das verbrennen fossiler Energie, aber schlechter als erneuerbaren. )

    Einfache Lagerhaltung und Bevorratung meinst du nicht ernst? Und was ist mit der Endlagerung? Die Schweiz will hier an der Landesgrenze endlagern mitten in einem Erdbebengebiet.

    Es geht hier aber doch gar nicht prinzipiell um die Vor- und Nachteile von Kernenergie, sondern nur um die eventuelle Möglichkeit einer kurzzeitigen Verlängerung, die eine akute Notlage ausgleichen soll.

    In der Überprüfung im Frühjahr hieß es, der Aufwand (Kosten) lohnt sich nur bei 3 - 5 jähriger Verlängerung. Söder möchte einen Weiterbetrieb. Und Politiker machen meistens, was die (laute) Bevölkerung will, zumindest wenn sie wieder gewählt werden wollen. Deshalb der Vorschlag 2 - 3 Monate. Die rechtliche und sicherheitstechnische Seite wird vernachlässigt. Sind die Atomverträge dann hinfällig.

    Die 3 AKWs sorgen für 5 % Strom. Warum sparen wir nicht einfach 5 %? (Wer kann sogar mehr. )

    Das passt aber nicht zu politischen Agenda, dass E-Auto alle Problem lösen und Kernkraft ist böse.

    Diese Politisierung von Technologien ist das, was mich ankotzt. Als ob es immer nur einen richtigen Weg gäbe und der am lautesten schreit hat ihn gefunden.

    Gerade die Kernenergie wurde extrem positiv politisiert. Es war überall Prestigeprojekt, ohne massive Subventionen nie finanziell sinnvoll (in Frankreich wird es mit De Gaulle verbunden, mit Wiederaufstieg nach dem 2. Weltkrieg, aktuell sind sehr viele abgeschaltet, das Unternehmen überschuldet, in Großbritannien muss der Staat überhöhte Preisgarantien geben und auch sonst finanziell helfen. Manche Staaten förderten sie nur, um an Waffenmaterial zu kommen) Gefahren wurden kriminell verschwiegen. Kernenergie wurde aus politischen Gründen Jahrzehnte viel zu positiv dargestellt.

    Ich bin mir bewusst, dass auch andere Abbauverfahren Menschen und Umwelt schaden. Aber das Leben wirklich vernichten, tun nicht alle. Den Menschen in Niger (ein weiteres wichtiges Abbaugebiet) wird erzählt, dass sie an Aids erkrankt sind, sie sterben ohne Hilfe. Uranabbau zerstört immer Grundwasser, den Boden, man kann nicht mehr dort leben (auch Menschen, die nur dort wohnen), ohne schwer zu erkranken. Ähnlich (?) ist sicher der Goldabbau mit Quecksilber.

    Die Gewinnung von den seltenen Erden ist aktuell auch sehr problematisch. Man könnte es umweltverträglicher gewinnen, kostet aber. Wer kauft ein Fairhandy, verwendet Geräte bis sie wirklich defekt sind? (In meinem Kollegium immer mehr, vor allem die 40 - 60jährigen, immer mehr wird es bewusst) Recycling wäre so wichtig.

    Ich habe 20 Jahre auf ein Handy verzichtet bis Homeschooling kam (und es bleibt vorerst/immer(?) bei diesem einen Handy) , meine PCs liefen immer länger als 10 Jahre.

    Bei Kleidung achte ich auf Herstellung (und designed in ... bleibt liegen). Verwaschene Jeans habe ich nie gekauft (Kaliumpermanganat, Chlor und Sandstrahlen schädigt die Arbeiter extrem).

    Unser Leben schadet der Umwelt. Aber man kann den Schaden reduzieren. Und Kernenergie hat keine Vorteile nur Nachteile.

    Und um noch mal zu ergänzen: Warum nicht einfach um 3 Monate (wenn technisch möglich) verlängern. Danach kommt sowieso der weniger kritische Sommer. Letztlich würde man damit 9 Monate gewinnen. Zeit um die LNG-Terminals auszubauen. Weitere Windenergie und Solaranlagen in Betrieb zu nehmen. Zeit mehr Wärmepumpen zu installieren usw..

    Sicherlich werden 3 Monate mehr oder weniger in der Regel nicht den großen Unterschied machen.

    Doch laut den Überprüfungen, die es längst gab (BR berichtete bereits im Juni darüber). https://www.br.de/nachrichten/wi…rfahren,T9bdS00

    Aber Populisten wie Lindner und Söder haben sie nicht akzeptiert (und wer sich im Frühjahr nicht informiert hat, weiß es nicht).

    "Die noch verbleibenden drei Atomkraftwerke decken lediglich rund fünf Prozent des Strombedarfs. In Deutschland wird jetzt darüber diskutiert, ob es sinnvoll und möglich ist, diese Atomkraftwerke noch länger laufen zu lassen, um Kraftwerke zu ersetzen, die mit Erdgas Strom erzeugen. So könnte mehr Erdgas für andere Anwendungen zur Verfügung stehen, wenn es in Folge des russischen Einmarsches in der Ukraine knapp würde - beispielsweise, um damit im kommenden Winter zu heizen oder für Produktionsprozesse in Industrie und Gewerbe.

    Die wichtigsten politischen Argumente für und gegen eine Laufzeitverlängerung, die Haltung der Betreiber und die größten Hürden für einen Weiterbetrieb im Überblick:

    Söder und Lindner für Verlängerung AKW-Laufzeiten

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) setzt sich zum Beispiel vehement für den Weiterbetrieb ein. Anfang der Woche sagte er in München: "Wir werden im Winter ab dem 1. Januar neben einem echten Gasproblem noch eine zusätzliche Stromlücke erhalten. Es gibt keine Argumente, außer rein ideologischen Basta-Argumenten, die Kernkraft nicht zu verlängern." In einem BR-Interview beklagte der CSU-Chef, es sei "völliger Unsinn", die Kernenergie nicht weiterlaufen zu lassen.

    Ähnlich argumentiert Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Er betonte im ZDF, ihn befriedige es nicht, "dass wir die klimaschädliche Kohle verlängern, die Möglichkeiten der Kernenergie aber nicht einmal in Erwägung ziehen".

    Habeck gegen längere Laufzeiten bei Atomkraftwerken

    SPD und Grüne halten dagegen wenig von längeren Laufzeiten. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagt, sein Ministerium habe das prüfen lassen. Fazit: "Im Ergebnis einer Abwägung von Nutzen und Risiken ist eine Laufzeitverlängerung der drei noch bestehenden Atomkraftwerke auch angesichts der aktuellen Gaskrise nicht zu empfehlen."

    Ein AKW-Weiterbetrieb wäre mit "sehr hohen wirtschaftlichen, verfassungsrechtlichen und sicherheitstechnischen Risiken" verbunden, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung von Wirtschafts- und Umweltministerium. Dem gegenüber stehe nur "ein kleiner Beitrag zur Energieversorgung". Man müsste mindestens für drei bis fünf Jahre verlängern, um den Aufwand zu rechtfertigen. Bis 2028 stünden aber, wie es heißt, "andere Möglichkeiten" zur Verfügung, um eine ausreichende Stromversorgung zu gewährleisten.

    Scholz: Halte mich mit der Frage nicht lange auf

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beruft sich auf die "ziemlich einheitliche" Aussage von Experten, wonach die Brennstäbe, also der Antrieb der Atomkraftwerke, für die verbleibenden Meiler nur bis Ende des Jahres reichen. "Die Argumente der Fachleute, die gegen eine Verlängerung sprechen, sind bisher nirgends widerlegt worden", sagte er kürzlich in einem Interview. Daher halte er sich mit der Frage "nicht lange auf".

    Viele Experten sind der Meinung, dass es lediglich möglich wäre, die Atomkraftwerke jetzt mit reduzierter Leistung laufen zu lassen, um sie dann noch ein paar Monate Anfang 2023 weiterbetreiben zu können. Die Strommenge die dabei erzeugt würde, ließe sich dadurch aber nicht groß vermehren – sie könnte nur über einen längeren Zeitraum verteilt, also gestreckt werden.

    Söder: Isar-2-Brennstäbe halten länger

    Das allerdings sieht Ministerpräsident Söder anders. Dem "Münchner Merkur" sagte er, Isar 2 könne im kommenden Jahr noch sechs Monate Strom liefern, ohne, dass in diesem Jahr die Leistung gedrosselt werden müsse, um die Brennstäbe zu schonen. Das würde reichen, um bis dahin neue Brennstäbe zu bestellen - für einen noch längeren Weiterbetrieb. Der CSU-Politiker beruft sich dabei auf ein "Gutachten des TÜV Süd, das vom bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegeben wurde".

    TÜV-Gutachten: Weiterbetrieb von Isar 2 technisch möglich

    Das Gutachten, das auch BR24 vorliegt, ist bereits mehr als zwei Monate alt. Anfang April hatte die Staatsregierung den TÜV beauftragt, zusammenzuschreiben, wie ein Weiterbetrieb der Blöcke Isar 2 und Gundremmingen C aussehen könnte - letzterer wurde schon Ende vergangenen Jahres stillgelegt. Auf den sechs Seiten des Gutachtens wiederholt der TÜV, was das Umweltministerium bereits im April verbreitet hatte: Die Sicherheit der Anlagen sei gegeben, und ein Weiterbetrieb über Jahresende hinaus wäre technisch möglich. Auch ein Wiederanfahren des stillgelegten Gundremmingen C halten die TÜV-Gutachter für technisch möglich - das fordert aber auch die Staatsregierung nicht.

    Bei der Frage der Brennelemente bestätigen die TÜV-Gutachter, was der Kraftwerkssprecher von Isar 2 zuvor gesagt hatte: Der jetzt im Reaktor befindliche Brennstoff würde nach dem Jahreswechsel noch für zweieinhalb Monate reichen. Und es wäre prinzipiell möglich, alte Brennelemente aus dem Lagerbecken zurückzuholen und noch brauchbare Teile davon neu zusammenzusetzen. Damit könnte Isar 2 dann weitere drei Monate lang betrieben werden, ohne auf neue Brennstäbe angewiesen zu sein. Und bis August 2023 könnte man laut TÜV frische Brennelemente besorgen.

    Beim Betreiber Eon heißt es allerdings ausdrücklich, dass "wir nicht mehr über frische Brennelemente verfügen, die für einen Betrieb erforderlich wären". Mindestens zwölf, eher 15 bis 24 Monaten dauert es, um neue maßgeschneiderte Brennstäbe auf dem Weltmarkt beschaffen zu können. Hinzu kommen entsprechende Sicherheitsprüfungen.

    Branche spricht von rückwärtsgewandter Debatte

    Auf viel Gegenliebe stößt das in der Energiewirtschaft aber nicht. RWE-Chef Markus Krebber zum Beispiel, als Betreiber des Atomkraftwerkes Emsland, wundert sich über die Debatte. Er spricht von rückwärtsgewandten Überlegungen. Die Atomdebatte komme zu spät. Brennstäbe müssten genau zum Reaktortyp passen. "Wir müssen die neuen Technologien an Bord bringen und nicht Diskussionen führen, ob irgendwas einen Monat länger läuft", so Krebber.

    RWE-Chef verweist auf Sicherheitsaspekte

    Der RWE-Chef verweist darüber hinaus auf Sicherheitsaspekte. So wurden beispielsweise aufwändige Sicherheitsprüfungen auf ein Ende der Atomkraft zum Jahreswechsel 2022/2023 ausgerichtet. Bei einem Weiterbetrieb würden also bald sehr umfangreiche Prüfungen anstehen, die ein Herunterfahren der Kraftwerke erfordern.

    Auch Eon, mit seiner Atomsparte Preussen Elektra (Isar 2), und EnBW (Neckarwestheim 2) sprechen sich nicht offen für den Weiterbetrieb aus. Sie verweisen auf die Position der Bundesregierung. Eon aber mit dem Hinweis, "dass ein Weiterbetrieb von Isar 2 unter gewissen Voraussetzungen möglich wäre, aber einen gewissen zeitlichen Vorlauf benötigt".

    Herausforderungen beim Personal

    Hinzu kommen Herausforderungen beim Personal zum Betrieb der Anlagen, bei der Wartung und auch bei den Aufsichtsbehörden und Sachverständigen. Alle Beteiligten haben sich bei der Disposition ihrer Beschäftigten auf ein Ende im Dezember 2022 eingestellt."

    Also 3 Monate lohnt den Aufwand nicht, es müsste schon Jahre sein. Da auf die Überprüfung 2019 verzichtet wurde, müsste sie jetzt nachgeholt werden, die ein Herunterfahren der Kraftwerke erfordert. Ich bin kein Jurist, weiß nicht wie schwierig die rechtliche Lage ist (als Laie sieht man wenig Probleme), auf Sicherheitsprüfungen möchte ich aber nicht verzichten (siehe Frankreich, aktuell ein Riesenproblem).

    Bei Erdbeben dachte ich an unsere in Baden-Württemberg (bei den anderen verfolge ich es weniger). Philippsburg wurde zum Glück inzwischen abgeschaltet (ein Verwandter hat dort gearbeitet), Überprüfungen wurde mehrfach vorgetäuscht, es war angeblich nur auf Erdbeben von 4,5 - 5,5 ausgelegt (wir hatten vor 2 Wochen wieder einmal 4,2)

    https://www.ausgestrahlt.de/themen/atomsta…philippsburg-2/

    Auch Neckarwestheim ist nur etwas besser geschützt.

    "Die Untersuchung der Reaktorsicherheitskommission (RSK), die im Auftrag der Bundesregierung nach Fukushima erstellt wurde, zeigt, dass die Mehrheit der AKW nicht ausreichend gegen Erdbeben gesichert sind.

    Die RSK hat für ihre Untersuchung ein Level-Modell erstellt, in dem von einer Erdbebenwahrscheinlichkeit von 10-5/Jahr mit einer bestimmten angenommenen Stärke ausgegangen wird – darauf sind die deutschen AKW laut Aussagen der Betreiber vorbereitet.

    Level 1 bedeutet, dass die Kraftwerke auch ein Erdbeben, das um eine Stufe höher ausfällt ohne Störfälle überstehen könnten: Diese Anforderung erfüllen nur die AKW Brokdorf und Neckarwestheim 1/2. Alle anderen AKW erfüllen diese Vorgabe nur "möglicherweise". Mindestens das AKW Philippsburg, dessen Block 2 noch bis Ende 2019 laufen soll, steht direkt in einer erdbebengefährdeten Region, es ist also eine tickende Zeitbombe." Aus https://www.bund.net/themen/atomkraft/gefahren/erdbeben/

    Auch Fukushima war in diesem Level, das Erdbeben war halt 10x stärker als erwartet.

    Prinzipiell hätte ich nichts dagegen die 2,5 Monate für Isar 2 zu genehmigen. Aber ich kann das rechtlich nicht einschätzen und ich glaube den Fachleuten, bevor (bestimmte) Politiker sich einmischen. Aber wenn es den Aufwand erst lohnt, wenn sie bis 2028 weiter laufen (und das für noch nicht einmal 3 Monate), dann bin ich entschieden dagegen. (Eben weil ich seit Tschernobyl, mein 18. Geburtstag, das ganze verfolge.)

    Frankreich und Atomenergie (gerade gelesen)

    https://www.handelsblatt.com/politik/atomkr…a/28437278.html

    Daraus zitiert

    "Nicht lange ist es her, dass die Atomnation Frankreich beinahe mitleidig auf die deutsche Abhängigkeit von Gasimporten blickte. Ausgerechnet zum Zeitpunkt hoher Preise und gedrosselter Lieferungen aus Russland sind aber auch die Franzosen so stark auf Gas angewiesen wie lange nicht mehr. Die elf Gaskraftwerke des Landes laufen am Anschlag.

    Der Grund: Frankreich hat ein Problem mit seinen Atommeilern, die als Garant der energiepolitischen Souveränität gelten und in normalen Zeiten rund 70 Prozent der Stromversorgung abdecken. Nun steht seit Monaten etwa die Hälfte der 56 Reaktoren still – und ein heißer, trockener Sommer droht die Lage noch zu verschärfen.

    Energieversorgung: Schäden bei Atomkraftwerken in Frankreich

    Zwölf Reaktoren nahm der staatlich kontrollierte Energiekonzern EDF nach eigenen Angaben vorübergehend vom Netz, um die Rohrleitungen des Notkühlsystems auf kleinste Risse zu überprüfen. Der Konzern hatte die Vorsichtsmaßnahme ergriffen, nachdem im Dezember bei älteren Anlagen Hinweise auf Korrosionsschäden entdeckt worden waren."

    Und ausführlicher https://www.br.de/nachrichten/de…nologie,TBO8ksE

    "Der Meilerpark in Frankreich ist in die Jahre gekommen. Die 56 Reaktoren sind im Schnitt über 35 Jahre alt, allein sieben Reaktoren sind bereits heute mehr als 40 Jahre in Betrieb. Das Alter erhöht die Störanfälligkeit. Das erfordert außerdem langwierige und kostspielige Wartungen, bei denen die Reaktoren vom Netz müssen. Hinzu kommt ein Korrosionsproblem an 12 Reaktoren jüngerer Baureihen, die nun zusätzlich abgeschaltet werden müssen.

    Insgesamt stehen deshalb derzeit rund die Hälfte aller Reaktoren still. So waren etwa im April nur zwischen 37 und 54 Prozent der installierten atomaren Gesamtkapazität in Betrieb. Auch die Hitze macht den Meilern zu schaffen. Mancherorts muss die Kapazität gedrosselt werden, weil sich die Kühlflüsse bereits zu sehr aufgeheizt haben. Alles in allem schätzt Europas größter Atomstromanbieter Électricité de France die Mindereinnahmen des Konzerns für das Jahr 2022 auf 18,5 Milliarden Euro.

    Hinzu kommt, dass der neue Druckwasserreaktor im AKW in Flamanville in der Normandie immer noch nicht am Netz ist. 2012 sollte er in Betrieb gehen, nun – zehn Jahre später - musste EDF den Start erneut verschieben. Statt der anvisierten 3,3 Milliarden Euro wird das Kraftwerk voraussichtlich 19 Milliarden kosten.

    Das ist bitter für das Unternehmen, denn der größte Atomstromproduzent Europas ist ohnehin in eine finanzielle Schieflage geraten: EDF hat 42 Milliarden Euro Nettoschulden plus Zinsen. Nun will die Regierung den Konzern ganz verstaatlichen. Bisher hielt der Staat 84 Prozent der Anteile.

    In Frankreich hat Kernenergie ein besseres Image als in Deutschland - warum?

    In Frankreich steht die Kerntechnik für die Unabhängigkeit und Stärke des Landes sowohl militärisch als auch industriell. Beauftragt und gefördert wurde das französische Atomprogramm von niemand anderem als General de Gaulle – dem Übervater der Nation.

    Er führte das Land nach dem Zweiten Weltkrieg zu alter Größe zurück, so die Lesart. Mit dem Bau der Atombombe und dem Bau zahlreicher Atomkraftwerke war man gefühlt wieder auf Augenhöhe mit den Alliierten Mächten und gut gewappnet im Kalten Krieg. Heute sichert die Atom-Branche über 200.000 Arbeitsplätze und ist damit die drittwichtigste Branche in Frankreich.

    Dass Kernenergie ein besseres Image hat als in Deutschland, bedeutet aber nicht, dass die Französinnen und Franzosen diese Energieerzeugung favorisieren. Langfriststudien zeigen, dass die Mehrheit der Menschen erneuerbaren Energien den Vorzug gibt. Das mag unter anderem damit zusammen hängen, dass auch in Frankreich noch kein Endlager eingerichtet wurde. Zwar scheint der Standort klar: Der kleine Ort Bure im Nordosten des Landes. Doch noch ist das Endlager nicht in Betrieb."

    Zu Kosten https://rdl.de/beitrag/der-fi…-akw-fallen-aus (letzter Winter)

    "Der französische Energie-Konzern und AKW-Betreiber EdF mußte heute, 16. Dezember, den Ausfall eines weiteren Atomkraftwerks vermelden. Diese Ausfälle haben zur Folge, daß Frankreich - wie so oft in den vergangenen Wintern - Strom aus Deutschland importieren muß. Die Stromverknappung führt zu einem Preisanstieg, der auch die deutschen VerbraucherInnen trifft. Außerdem reagierte die Börse und beschleunigte den finanziellen Niedergang des EdF-Konzerns, indem dessen Aktien um 12 Prozent an Wert verloren.

    Der finanzielle Niedergang der EdF ist zudem der Hauptgrund, warum der französische Präsident Emmanuel Macron auf das Greenwashing der Atomenergie mit Hilfe der EU-Taxonomie drängt. Laut Geschäftsbericht lag die Netto-Verschuldung der EdF im Jahr 2020 schon bei mehr als 41 Milliarden Euro. Sogar das französische Wirtschaftsministerium geht in einem Bericht davon aus, daß die EDF-Schulden im Jahr 2028 auf rund 57 Milliarden Euro angewachsen sein dürften – was in Finanzkreisen aber als eher als zurückhaltende Schätzung ansehen wird. Der EdF-Finanzchef Thomas Piquemal hatte bei seinem Rücktritt im Jahr 2016 davor gewarnt, daß das EPR-Projekt im englischen Hinkley Point dem Konzern das Genick brechen könne. Der Bau der zwei EPR-Reaktoren könnte den Konzern in "eine ähnliche Situation" wie den Kraftwerksbauer Areva bringen, sagte er. "Wer würde mit 60 bis 70 Prozent seines Vermögens auf eine Technik wetten, von der man nicht weiß, ob sie funktioniert, obwohl man seit zehn Jahren versucht, sie zum Laufen zu bringen," erklärte Piquemal und zog mit seinem Rücktritt die Konsequenz.

    In einer Rede erklärte EU-Energie-Kommissarin Kadri Simson am 30. November 2021 unverhüllt, daß das Greenwashing der Atomenergie per EU-Taxonomie vor allem der Laufzeitverlängerung der französischen Atomkraftwerke dienen soll. Denn solche Laufzeitverlängerungen sind zwar hochriskant, aber nicht umsonst. Sie betonte in ihrer Rede, daß "ohne sofortige Investitionen" etwa 90 Prozent der bestehenden Reaktoren bis im Jahr 2030 dauerhaft ausfallen werden. Und sie sagt ganz offen: "Eine sichere Verlängerung ihrer Lebensdauer erfordert zwischen 45 und 50 Milliarden Euro." "

    Ergänzung Australien (hat übrigens kein eigenes AKW)

    Ebenfalls Abbau im Gebiet der Aborigines (teilweise sogar an heiligen Stätten) , die Verseuchung der Landschaft und der Einwohner ist bekannt, wird aber von der aktuell konservativen Regierung toleriert. (Die fiel ja im vergangenen Jahr auch mit ihrer Meinung zum Klimawandel auf.)

    Nur weil Australien, USA und Kanada Demokratien sind, heißt es nicht, dass Minderheiten geschützt werden.

    Zu Kasachstan

    Das politische System von Kasachstan ist sicher nicht stützenswert. Die Pressefreiheit liegt bei 157 von 180 Ländern. Frauen werden zweitrangig behandelt. Opposition musste fliehen. Der Diktator wurde von Russland gestützt, er mag zwar gegen den Krieg sein, auch weil sein Land eines der nächsten sein dürfte, aber kann sich sicher nicht leisten, Politik gegen Russland zu machen,

    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/…ssland-101.html

    Kurz

    Uran wird unter menschenwürdigen Bedingungen abgebaut, die Landschaft wird dauerhaft unbewohnbar (deshalb überwiegend indigene Gebiete). In Deutschland gibt es nur noch 3 AKWs mit sehr begrenzten Brennstäben. Die Beschaffung von neuen dauern zwischen 12 und 24 Monaten, wenn alles gut geht, die Energie war schon immer die teuerste. Die wenigen Prozente könnten eingespart werden, stattdessen laufen die AKWs dann noch mindestens 6 Jahre. (Sie sollen gegen Erdbeben bis Stärke 8 geschützt sein (wird angezweifelt), 7 gab es in der Region schon und Fukushima war auch plötzlich 10x so stark wie vorher erwartet. )

    (Interessant, dass niemand darauf eingeht, dass in der Umgebung von AKWs weniger Mädchen geboren werden. Mal davon abgesehen, dass die AKWs immer älter werden und heute so nicht mehr gebaut werden dürften. Ich war daher froh, dass dieser Unfug jetzt auch in Deutschland ein Ende hat. Es zerstört viel zu viel Leben weltweit.)

    Klar, Corona ist noch im Umlauf. Ich kann mich aber nicht an derartige Ausfälle in den vergangenen Jahren erinnern, obwohl sich zwischenzeitlich mehr Menschen infiziert haben bzw. die Inzidenz höher war. Daher die Frage.

    Aktuell sind mehr infiziert als je zuvor. Köln meldet dank Abwasseruntersuchung mindestens das doppelte an Dunkelziffer. Viele verzichten doch nach positiven Schnelltest auf den PCR-Test und nur der zählt. Deutschlands Inzidenzzahl liegt also ungefähr bei 2000 oder noch höher. Bei uns erkranken vor allem Kollegen (seit Pfingsten durchgehend immer mindestens 10 %, aktuell eher 20 %), die Schüler haben nur "Halsweh" und fehlen auch eine Woche und länger.

    Es nimmt nur kein Außenstehender mehr wahr, weil niemand mehr darüber berichtet.

    Kanada verkauft seine Brennstäbe selbst (62 % plus das in den USA), es wird extrem un(a)sozial gewonnen (indigene Völker in Kanada werden nicht gleichberechtigt behandelt). 70 % des Uranabbaus in Nordamerika geschieht in indigenen Gebieten, die nachher eigentlich unbewohnbar sind (aber wen kümmert dies).

    Noch einmal, die AKWs bringen nichts zusätzliches für den kommenden Winter und vielleicht auch nicht den Winter drauf, die Bestellung benötigt lt. Tagesschau 12- 24 Monate. In zwei Jahren soll auch das Gasproblem gelöst sein. Dann werden mindestens 3 Jahre die Erneuerbaren ausgebremst, ich habe in den letzten Monaten viele Experten gelesen und alle waren anfangs dagegen, die allermeisten sind es immer noch.

    Es muss Unsummen an Geld ausgegeben werden. Dafür kann man auch andere Energie teuer einkaufen und subventioniert weiter geben.

    Nein. Aber wie viel Uran in der EUbaus Russland kommen, spielt doch für die die deutschen Kraftwerke keine Rolle, wenn die expliziz kein russisches Uran nutzen. (Steht auch im Artikel. )

    Das die Betreiber da andere Aussagen als die Experten haben, wundert mich auch nicht. Stichwort: Angebot und Nachfrage - man muss sein Produkt rar machen, wenn man einen guten Preis bekommen möchte.

    Aber ich denke mal, Kathie hat da recht. Darüber müssen sich andere den Kopf zerbrechen.

    Nein.

    Ich zitiere jetzt komplett.

    "Die größten Exportländer für Uran nach Deutschland waren im Jahr 2020 Kanada mit 62 Prozent und die Niederlande mit 38 Prozent, so die Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat. Direkte Uran-Anlieferungen aus Russland nach Deutschland sind der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe aktuell nicht bekannt.

    Jedoch kommen rund 20 Prozent des Uran, welches in der EU genutzt wird, aus Russland. Die Euratom-Versorgungsagentur (ESA) hat diese Zahl 2020 veröffentlicht. Über 19 Prozent des Uran in der EU kommen auch von Russlands Verbündetem Kasachstan. Also insgesamt fast 40 Prozent.

    Umweltorganisationen wie der BUND kritisieren im "Uranatlas", dass über den Umweg über andere europäische Länder auch in Deutschland Uran aus Russland und Kasachstan weiterverarbeitet wurde und somit eine Abhängigkeit von Russland bestehe. "

    Unser Uran geht also von Russland über die Niederlande nach Deutschland und dann wird gesagt, wir erhalten es nicht direkt. Stimmt, wenn ich meine Seifenformen aus China bestelle, werden sie auch zuerst nach Belgien geschickt. Ich brauche also kein schlechtes Gewissen mehr haben, hey, sie kommen ja aus Belgien. Das Erdöl aus Saudi-Arabien wird oft über Rotterdam gesendet und wir sagen auch nicht, es stammt aus den Niederlanden. Niederlande hat mir kein bekannten Uranabbau. Die 38 % stammen vermutlich aus Russland/Kasachstan/ Niger. Kanadas Uran stammt zum größten Teil aus indigenem Land (ein Riesenproblem). Einfacher und ehrlicher wäre es doch ein paar Prozent Strom einzusparen (z. B. durch Verzicht auf Standby, Ladegeräte am Strom, nur wenn sie wirklich benötigt werden, ...)

    Das ist eine Art von Greenwashing (so wie in meiner Kleidung steht "designed in Italy", nicht "made in Bangladesch", klingt gleich viel besser.)

    In dem Artikel sind Leute, die deutlich mehr Ahnung haben als wir alle die das Gegenteil behaupten?

    Ich las genau wie kodi, dass das fehlende Personal ein großes Problem ist. (Aussage der Betreiber, die es anfangs völlig ablehnten. Ist vermutlich auch Preisfrage, bei doppeltem Gehalt verschiebe ich evtl. auch meine (Früh-)Pension. Außerdem kann man Mitarbeiter aus dem Ausland einkaufen.)

    Vermutlich gibt es wieder unterschiedliche Interpretationen dank unterschiedlicher Interessen.

    Hier in der Gegend häufen sich in letzter Zeit Zugstreichungen wegen "kurzfristigen Personausfalls". Scheint so, als ob es nicht genügend Reserven gibt, auf die bei Erkrankungen usw. zurückgegriffen kann. Das in Kombination mit den zahlreichen Baustellen macht es derzeit schwierig, irgendwo pünktlich anzukommen. Da reicht es mittlerweile auch nicht mehr aus, einen Zug früher zu nehmen. :hitze:

    Gibt es in eurer Region auch solche Entwicklungen?

    Das gilt auch für Krankenhäuser und Schulen und...

    Bei uns fällt aktuell dank Covid-19 viel Unterricht aus. Wenn 10 - 20 % erkrankt sind, niemand stellt 120 % Bedarf ein.

    Das sind dann aber nicht 100%. Kann also sein, dass wir nicht von Russland abhängig sind. (Steht so im Artikel.)

    Ja, da sagt man sich wohl: besser 6 Monate weniger Leistung und dann wieder hochfahren, als gar keine Leistung mehr.

    Hast du den folgenden Absatz übersehen?

    "Jedoch kommen rund 20 Prozent des Uran, welches in der EU genutzt wird, aus Russland. Die Euratom-Versorgungsagentur (ESA) hat diese Zahl 2020 veröffentlicht. Über 19 Prozent des Uran in der EU kommen auch von Russlands Verbündetem Kasachstan. Also insgesamt fast 40 Prozent."

    Das ist mehr als beim Gas (von 100 % sprach niemand, ist beim Gas auch nicht der Fall). Und die Bestellung dauert 12 - 18 Monate, wenn wirklich der Rohstoff geliefert wird, sie kommen daher frühestens 2023, wenn heute bestellt wird und Russland/Kasachstan umgehend liefert, müssen dann aber mindestens 4 Jahre brennen. Aktuell geht man von 2 schlechten Winter aus. Im 1. Winter bringt Verlängerung nichts, im 2. Im besten Falle ein paar Prozent. Dann brennen sie noch mindestens 3 Jahre und erneuerbare müssen weiterhin regelmäßig abgeschaltet werden. Deshalb las ich von allen Experten, es hilft nicht.

    Dazu kommen die hohen Preise für Wartung (Atomenergie war noch nie günstig, sieht man aktuell auch in Frankreich), die besser woanders ausgegeben werden (meiner Meinung nach). Genau deshalb haben 2 Betreiber abgewunken und der 3. meinte, wenn Deutschland zahlt...

    Ergänzung, die genannten Länder bereiten es nur auf, der Rohstoff Uran kommt nicht aus den Niederlanden.

    Es wäre naiv zu glauben, dass Putin der Einzige Drahtzieher der ganzen Sache ist...

    Im übrigen gibt es nirgendwo mehr brauchbare Öfen/Ölradiatoren etc.

    Zumindest hier nicht.

    Wir haben einen der Letzten im Baumarkt erstanden.

    Es gibt noch andere, Dugin, Medwedew, Schojgu, Kirill, Patruschew, Bortnikow, Lawrow.

    Hitler hatte auch noch Himmler, Göhring u.a. um sich.

    Aber selten war die Lage so eindeutig.

    (Ich finde es seltsam, wenn Menschen das teure Gas zum heizen meiden, indem sie im Betrug noch teuere Ölradiatoren etc. verwenden. Aber mir hat auch mal jemand ernsthaft erklärt, dass er auf Batterien zurück greift, seitdem Strom so teuer geworden ist.)

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