Beiträge von Kris24

    ...ich muss gestehen, dass ich auf keinen Fall bei 16-18 Grad im Winter im Haus normal leben würde. Meine Schwiegermutter hat aus Kostengründen dauerhaft 18 Grad..wenn wir dahin fahren bedeutet das für mich Zwiebellook, 3 Fach Socken und Decke...das ist für mich nicht " normal".

    Ich finde es auch lächerlich, dass woanders neue AKW"s gebaut werden und wir reaktivieren die Kohle...

    Wo werden AKWs wirklich (konstruktiv) gebaut?

    Mir fallen welche ein, die schon vor 20 Jahren in Betrieb sein sollten und nicht fertig werden, welche, die nur durch Subventionen vom Staat (also Steuern der Einwohner) gebaut werden sollen (AKW-Strom ist der teuerste der Welt, Garantiepreise sind weit über den Preisen anderer Quellen). Und dann gibt es natürlich Prestigeprojekte von Diktaturen.

    AKWs werden frühestens in 20 Jahren fertig, Strom war immer teurer, wenn nicht subventioniert, wer will sie in der Nachbarschaft? Warum werden in der Umgebung nur so wenige Mädchen geboren, seltene Krebsarten kommen dafür überdurchschnittlich häufig vor. AKWs "produzieren" übrigens mehr CO2 als Wind und Sonne. Es geht um die nächsten Jahre.

    Klingt ein bisschen unfreundlich... Warum?

    Die Wohlfühltemperatur vieler Menschen liegt aber über 16 Grad, auch nachts. Natürlich kann und wird man sich da einschränken, aber dann ist es eben genau das: eine Einschränkung und kein "Es ist sowieso gesünder".

    Und das darf dann, finde ich, auch so benannt werden.

    Und wer soll es bezahlen? Wenn der Preis sich aktuell vervierfacht hat und vielleicht noch weiter steigt? Wenn es schlichtweg nicht für alle reicht?

    Wohlfühltemperatur liegt auch bei mir höher, ich hasste die ständige Lüfterei im letzten Winter. Aber ich mache mir nichts vor, erwarte nicht, dass andere (wer? Lehrer sind nicht die ärmsten) für mich bezahlen und 2000 Euro für Energie pro Monat ist auch für mich zu teuer.

    Ja 18 Grad. Wir haben aber von 12-13 oder gar 4 Grad gesprochen.

    Und bei nur 12 Grad Innentemperatur lüfte ich auch nicht mehr, zumindest nicht, wenn ich keine funktionierende Heizung habe.

    Ich hatte ohne Heizung im vergangenen Winter nirgends und nie unter 16 Grad und fast nie unter 18 Grad.

    Vor Jahren hatte in eine Maisonettewohnung, die nur in den beiden oberen Stockwerken Heizung hatte. Im untersten Stockwerk hatte ich mein Schlafzimmer. Auch da war es nie unter 16 Grad (war übrigens in Bielefeld).

    16 Grad ist angeblich die gesündeste Temperatur zum Schlafen.

    Von mir aus könnt ihr mehr heizen. Aber dann nicht über den Preis beschweren.

    Ich finde grundsätzlich auch, dass man auch bei Privathaushalten Einsparungen erwarten kann, aber ich sehe nicht, wie man das genau durchsetzen will.

    Eine allgemeine Vorschrift zur Absenkung der Raumtemperatur ließe sich wohl kaum durchsetzen geschweige denn kontrollieren, erst recht bei Eigenheimen. Zudem müsste es ja Ausnahmegenehmigungen geben (Familien mit Neugeborenen, Menschen mit Pflegebedarf oder bestimmten Erkrankungen, Senior*Innen etc.), wie soll das gehen?

    Mein Vorschlag. Eine bestimmte Menge (abhängig von Haushalt, Personenzahl) wird subventioniert günstiger angeboten, der Rest nicht (und bei vierfachen Preis und mehr sollte man sparen, wenn man nicht bankrott gehen will).

    Übrigens auch intakte Atomkraftwerke haben Auswirkungen auf die Umwelt. Aber wer weiß, dass in der Umgebung weniger Mädchen auf die Welt kommen? Sicher nur Zufall, obwohl es AKWs alle betrifft. Und das Uran auch begrenzt ist, schmutzig gewonnen wird, wissen zwar viele, aber verdrängen es.

    Fukushima kann hier nicht passieren, sagen viele, aber unsere alten AKWs (z. B. in der Schweiz) halten nur Erdbeben bis 5 aus (letztes Wochenende hatten wir wieder mal 4,2. Fukushima war ja auch nur 10x so stark wie Erdbeben zuvor, in Japan mussten sie über 8 aushalten). Und dann wird es den Dingern regelmäßig zu warm und Deutschland muss Energie an Frankreich liefern. Sie wurden nur für 40 Jahre konstruiert, aber wer weiß es, wen kümmert es. Es wird auch in Europa einfach verlängert. (Österreich hat seine übrigens nie in Betrieb genommen, nachdem Risse festgestellt wurden. Die zeigten die gleichzeitig in Deutschland hergestellten auch, aber es wird schon gut gehen (ging es bisher auch).

    40 Jahre alte Autos können auch ständig überwacht werden, trotzdem sind sie nicht so sicher wie heutige. AKWs sind viel zu teuer, wenn man die Kosten ehrlich berechnet.

    Wenn ich mit A13/5 einsteigen würde, wäre mein Betrag zur pauschalen Beihilfe 369€. Die zusätzliche Pflegeversicherung wäre on top 85€.

    Aus reiner Interesse: Ich bezahle mit Ende 30 ca. 344€ (mit Vorerkrankung und Pflegeversicherung) für das Luxus-Porsche-Paket mit allem drum und dran. Kurs, alles mögliche, was auch immer.

    Noch nie wurde etwas beanstandet oder abgelehnt.

    Wie teuer ist eure PKV?

    Ich bezahle mit Mitte 50 insgesamt 303 Euro (vor 2 Jahren noch 260 Euro). Ein Teil der Erhöhung soll nur vorübergehend bezahlt werden (Covid-19). Beihilfe macht Probleme, nicht PKV (schrieb ich auch oben).

    Extrem heftig seit Pfingsten. Keine Fahrt, keine Exkursion findet mit den geplanten Lehrern statt, andere müssen teilweise am Vorabend einspringen, in Klassenarbeiten, in der ganzen Woche fehlen bis zu 20 % der Schüler.

    Beim mündlichen Abitur mussten 6 Prüfer und ähnlich viele Protokollanten ersetzt werden, die Schüler wurden also teilweise von 3 fremden Kollegen geprüft (statt vom eigenen Lehrer). Unsere Konferenzen finden wieder online statt, aber hey, alle sagen, Covid-19 sei herum. (Gerade dieses ständig einspringen müssen, führt bei allen zu totaler Erschöpfung. Aus diesem Grund war ich die letzten Wochen nicht hier im Forum. Ich konnte einfach nicht mehr.)

    Und bei uns testen auch nur welche mit eindeutigen Symptomen.

    Ergänzung

    AKWs können keine Gaskraftwerke ersetzen, weil sie im Dauerbetrieb laufen. (Gaskraftwerke können kurzfristig reagieren.) Man müsste daher noch öfter die anderen (erneuerbaren) abstellen.

    Und gerade nachgesehen, die Lieferzeit aus Frankreich bzw. Canada beträgt 15 - 18 Monate (das meiste kam aus Russland). Die Brennstäbe müssten dann 4 Jahre in Betrieb sein. Nichts mit kurzfristig.

    Und das Hauptproblem ist tatsächlich die Überprüfung der Anlagen. Weil jeder wusste, dass sie abgeschaltet würden, gab es extra Laufzeitverlängerungen für die aktuellen Systeme. Bei weiterer Verlängerung müsste viel Geld hinein gesteckt werden (und auch die Mitarbeiter haben bereits andere Verträge bzw. werden in (Früh-)Rente geschickt). Einfach mal verlängern geht nicht.

    Atomkraftwerke sind keine Alternative sagen 2 der 3 Atomkraftwerkbetreiber, der 3. will es sich teuer bezahlen lassen. Warum?

    Sie werden aktuell auf Verschleiß gefahren, müssten also erst einige Monate überarbeitet werden und zudem benötigt man neues Uran (kommt vor allem aus Russland, dauert auch mehrere Monate bis es geliefert wird).

    Der Vorschlag kommt daher nur von bestimmten Personen.

    Schimmelgefahr besteht, wenn es zu feucht ist. Regelmäßig lüften hilft. (Früher (50er/60er Jahre) war es selten über 18 Grad und hat auch nicht geschimmelt.)

    Ich habe im letzten Winter mich zu Hause auf die kalten Schulräume vorbereiten wollen und deshalb nicht über 18 Grad geheizt (hat übrigens bestens funktioniert) . Überrascht war ich, dass ich seit Dezember nicht mehr heizen musste, klar lag es auch am warmen Winter. Vor ein paar Jahren hatten wir in einzelnen Klassenzimmern 15 - 18 Grad (undichte Fenster). Auch das hat niemand außer uns Lehrern interessiert.

    Das dachte ich mir. Typisch Bildzeitung und selbst Lehrer fallen darauf herein.

    Übrigens der allererste Covid-19-Tote Deutschlands war angeblich schwer vorerkrankt. Die Ehefrau und der Arbeitgeber fielen aus allen Wolken. Er war aktiv bei der Berufsfeuerwehr, hatte dadurch regelmäßige medizinische Checks, die er alle bestens bestand, musste regelmäßig sportliche Tests ablegen, galt also als kerngesund und durchtrainiert. Wahrscheinlich findet man bei jedem etwas, wenn man danach sucht.

    Ich war letztes Jahr beim Zahnarzt und beim Hautarzt, also sogar bei 2 Ärzten. (Hat zwar nichts mit Covid-19 zutun...)

    Ich kenne übrigens mehrere Menschen mit Postcovid und niemand wusste vorher von Vorerkrankungen. Auf jeden Fall können sie ihr altes Leben nicht mehr führen.

    Bei der PKV muss man alles extra versichern, ich erhalte z. B. keine Kur etc., keine Familienhilfe (wichtig, wenn ein Elternteil ausfällt und kleine Kinder da sind). Manche gesetzlichen Krankenkassen zahlen mehr.

    Zudem habe ich bei meiner Oma mitbekommen, wie es ihr im Alter schwer fiel, Rechnungen bei PKV und Beihilfe einzureichen, meine Mutter musste dafür extra anreisen (meine Oma lebte bis sie 94 war alleine im eigenen Haus, alles andere konnte sie noch). Auch ich hatte schon Ärger, weil ein Zahnarzt das 6,5fache abrechnen wollte. (Bei PKV möglich, aber nicht bei Beihilfe).

    In Baden-Württemberg gibt es gerade Diskussionen um die Kostendämpfungspauschale, die Kinderzuschüsse wurden verringert. Ich wäre in der gesetzlichen geblieben, wenn in Baden-Württemberg es bereits diese Regelung gegeben hätte. (Durch die PKV hatte ich bisher nur beim Hautarzt Vorteile (schneller Termin), beim Hausarzt dagegen Nachteile (er hat extra Termine für AOK-Patienten, der Grippeimpfstoff ist vorrätig).

    Diejenigen, die nur begrenztes Budget haben.

    Bei uns wurden Promotionsstellen mit 3/4-Stellen vergütet.

    Bei uns ähnlich (ca. 1500 DM pro Monat Anfang der 90er Jahre (als Lehrer hatte ich anschließend nicht mehr) und zusammen mit einem anderen Doktoranden ein Labor, jeder Prof hatte davon nur 6 - 8, konnte also höchstens 14 nehmen, ein Labor war für den CTA und ihn reserviert. Das reichte bei weitem nicht für alle).

    Das halte ich für Unfug. Es gibt viele Chemiker und Physiker und sogar einige Informatiker, die kein A13-Gehalt erreichen, oft auch kein A12. Von den unzähligen Biologen/Biomedizinern in prekär bezahlten und befristeten Jobs will ich gar nicht erst anfangen...

    Ich werde von Gleichaltrigen manchmal erstaunt angesehen, wenn ich Ihnen sage, dass die allermeisten Lehrer verbeamtet werden (" Das war doch nur früher so oder ?!")

    Was man gegen den Lehrermangel tun könnte?

    Man hängt an jeden Hauptbahnhof ein großes Schild mit einem durchschnittlichen A12 (ja das genügt denke ich schon) -netto-Gehalt für eine/n DurchschnittslehrerIn (verheiratet, 40 Jahre, 2 Kinder, Steuerklasse IV) und erwähnt noch die Punkte Berufssicherheit, Urlaubstage und Beihilfe.

    Unser Dienstherr kann seine Stärken einfach nicht gut verkaufen. Der Job ist abwechslungsreich, gut bezahlt und sicher. Viele Lehramtsstudiengänge und Fächer sind zudem recht leicht und für jeden Abiturienten zu schaffen. Wo gibts sowas heute noch?

    Meine ehemaligen Studienkollegen (Mathediplom, Chemie promoviert) verdienen deutlich mehr als ich (ich erhalte inzwischen A14).

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Chemiker promovieren und zumindest anfangs sehr mobil sein mussten. Auch die Mathematikkollegen (da reichte das Diplom) arbeiten fern der Heimat. Sie erhielten aber sofort ihre Wunschstelle, während ich in den 90er Jahren noch das Bundesland gegen meinen Willen wechseln musste und anfangs nur angestellt war).

    Bei uns haben auch noch in den letzten Jahren mehrere Referendare mit Mathe und/oder Physik und/oder Chemie aufgehört, weil sie deutlich besser bezahlte Arbeitsplätze angeboten bekommen haben.

    Ich habe übrigens noch Mathe und Chemie fast komplett auf Diplom studiert (nichts mit leichter), in Mathe fehlt mir offiziell das Nebenfach (ich hätte Chemie anerkennen lassen können), in Chemie wurde mir nach der 1. Staatsexamensarbeit angeboten zu promovieren. (Ich habe überlegt, mich dann bewusst entschieden, als Lehrkraft zu arbeiten.)

    Ich habe mich letzte Woche spontan das 4. Mal impfen lassen.

    Grund

    Seit Pfingsten ist an meiner Schule Covid-19 extrem verbreitet (bis zu 20 % pro Klasse, 10 % des Kollegiums durchgehend, viele also zum wiederholten Male, täglich im Kollegium neue Meldungen, bei den Schülern zählt niemand mehr).

    Und

    Ich habe gelesen, dass der angepasste Impfstoff erst Ende Oktober oder November heraus kommen soll (ursprünglich hieß es ja Ende August) und dann vermutlich erst Ü80 geimpft wird. Baden-Württemberg will ja alle, die wollen, innerhalb von 8 Wochen impfen. Bis dahin sind mindestens 4 Monate (bis 6 Monate) herum.

    Zu genesen- zählt wie geimpft (also dreimal geimpft und einmal genesen ist viermal). Auch nach genesen sollte man warten.

    Ich habe Plattenspielers Beitrag anders verstanden. Ich glaube, gemeint war, dass Herr Rau seine Statistik mit den wenigen Krankheitstagen nicht kaputt macht, wenn er jetzt streng genommen ja nicht wegen Krankheit, sondern wegen der Isolation fehlen wird (aber trotzdem fehlen wird).

    Danke. So kann man es auch sehen. (Und gefällt mir weitaus besser.)

    Allerdings zählen bei uns nur Fehlzeiten, Grund ist egal. Und deshalb habe ich es vermutlich falsch verstanden. Auch bei uns gibt es vereinzelt Pensionäre, die tatsächlich keinen Tag gefehlt haben (und das stolz erzählen).

Werbung