Beiträge von Kris24

    Dafür braucht man keine Impflicht, wer sich schützen möchte, kann das ja jetzt schon tun. Und wer auf Teufel komm raus keinen Schutz möchte, der hat dann eben keinen. Nennt man Eigenverantwortung.

    Die Impflicht für Ü 60 nützt mir und den meisten von uns hier überhaupt nichts, dafür sind es viel zu wenige, die davon betroffen wären, weil sie noch nicht geimpft sind bisher.

    Was viel mehr Sinn machen würde, wäre eine allgemeine Impflicht wie bei den Masern. Dann könnten nämlich alle davon profitieren, dass die Mitmenschen geimpft sind. Aber dazu braucht es halt eine gewisse Masse.

    Mit Menschen Ü 60, die sich freiwillig nicht impfen lassen und dann schwer erkranken habe ich überhaupt kein Mitleid.

    Roswitha schrieb gerade, dass viele Betreuer gegen Impfung waren oder einfach nicht rechtzeitig reagierten. Ich habe von Einrichtungen gelesen, denen das zuviel Aufwand war, Impfung zu organisieren oder es für nicht wichtig hielten.

    Gerade in diesen Einrichtungen brach auch im vergangenen Winter Covid-19 aus und viele Alte starben. Dafür wäre die Impfpflicht wichtig gewesen.

    Aber es ist so einfach zu behaupten, dass ungeimpfte Ü60 selbst schuld sind (und auf das andere nicht einzugehen).

    Da muß ich immer an den einen Oberarzt aus meiner Zivi-Zeit denken, der auch als Chirurg am Tisch stand. Seine Aussage dazu: "Ein Chirurg, der ohne OP-Maske am Tisch steht, die Klappe hält und nur durch die Nase atmet, verteilt nur 1/3 der Keime im Raum, die sein Kollege mit einer OP-Maske vorm Gesicht verbreitet, wenn er während der OP spricht und durch den Mund atmet."

    Als es mit Corona losging und damals sogar noch die selbstgenähten Stoffmasken im Supermarkt nur optional waren, habe ich täglich an den Spruch des Oberarztes denken müssen. Damals bin ich auch immer ohne Maske in die Läden, habe aber tunlichst darauf geachtet die Klappe zu halten und nur durch die Nase ein- und auszuatmen. Und im Supermarkt habe ich dann die Leute mit ihren Stofflappen in Menschentrauben beim Labern zusehen und -hören dürfen. :daumenrunter:

    Also einfachste Schutzmaßnahme: Klappe halten und durch die Nase atmen.

    Und wie mache ich das in der Schule bei meinen Fächern? Schüler und ich schweigen uns an? Und halten uns zudem die Nase zu?

    (Das ist übrigens der Grund, warum die Infektionsgefahr im Unterricht größer ist als beim Einkaufen und im ÖPNV (außer es schreien alle in ihr Handy. Lautes Sprechen verteilt Viren genauso gut wie Singen.)

    Durch die Nase atmen hilft nur gegen Tröpfcheninfektion. Da reicht übrigens auch Abstand. Infektion durch Aerosole verhindert es nicht. Und das sorgt für die meisten Infektionen durch Sars-CoV2-Viren.

    Den ÖPR gibt es in NRW auch noch. Der Lehrerrat ist an der eigenen Schule und besteht aus aus dem Kollegium gewählten Mitarbeitern. Der ÖPR ist nochmal quasi ne Stufe höher und setzt sich aus Kollegen unterschiedlicher Schulen der Stadt bzw. des Schulamt zusammen.

    Bei uns sitzt der ÖPR an der Schule und wird vom eigenen Kollegium gewählt, es gibt dann noch den Bezirkspersonalrat (nächste Stufe) und den Hauptpersonalrat (verhandelt mit KuMi).

    Deshalb ist es in diesem Forum immer wichtig, das Bundesland zu nennen und evtl. nachzufragen. Gleiche Begriffe können unterschiedliches meinen wie man sieht.

    ergänzend

    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/coronainfektio…eutlich-132372/

    Daraus zitiert

    "Tierversuche zeigen, dass Infektionen mit SARS-CoV-2 dem Zentralnervensystem schaden: Forscher fanden bei infizierten Affen schwere Entzündungen und Blutungen im Gehirn – auch bei milder Erkrankung.

    Covid-19-Patienten berichten häufig von neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Verwirrung und Kognitionsproblemen. Ob das Coronavirus aber das Gehirn selbst angreift und schädigen kann, war bislang unklar. Forscher um Dr. Ibolya Rutkai von der Tulane University in New Orleans haben nun die Effekte des Virus auf das Gehirn in Versuchen mit Affen genauer untersucht und die Ergebnisse im Fachjournal »Nature Communications« veröffentlicht.

    ...

    In den Hirnschnitten der Affen fand das Team Anzeichen für eine schwere Neuroinflammation, für Mikroblutungen mit und ohne zugehörige Blutgerinnsel sowie Neurodegeneration und Zelltod. Diese Schäden wurden auch in Tieren beobachtet, die keine schwere Lungenerkrankung entwickelt hatten. Dabei ließ sich das Virus nur vereinzelt im Gehirn nachweisen – und zwar ausschließlich in den Gefäßen, vor allem in den Endothelzellen. Das Ausmaß des Befalls hing dabei nicht mit den Ausprägungen der neuronalen Schäden zusammen. Diese seien vermutlich nicht direkt auf den Erreger zurückzuführen, sondern indirekt eine Folge einer unzureichenden Versorgung des Hirngewebes mit Sauerstoff, schreiben die Forscher.

    Laut Professor Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, passen die Ergebnisse der Studie gut zu dem, was man bei Covid-19-Patienten sehe. Auch bei ihnen sei das Virus in Endothelzellen nachweisbar. »Die Beobachtungen sind aber ganz überwiegend auf eine indirekte Entstehung durch Hypoxie, Inflammationssyndrom, Koagulopathie und metabolische Schädigung zurückzuführen. Insbesondere bei den entzündlichen Manifestationen sind Mikroblutungen häufig, wie das auch bei den Affen gezeigt wird. Eine Autopsiestudie vom September 2021 zeigte auch beim Menschen Hämorrhagien. Es gibt auch eine pathologische Studie zur Hypoxie. Im Gegensatz zu den Affen waren das aber alles schwer an Covid-19 erkrankte Menschen, die verstorben sind«, so Berlit.

    Die Studie sei methodisch nicht zu beanstanden. Aber es sei immer Vorsicht geboten, wenn man versuche, Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen."

    Danke Roswitha.

    Ja, in manch asiatischem Land wird seit der Spanischen Grippe Maske getragen, wenn man erkältet ist.

    Drosten hat zur Maske geraten, nachdem er Zahlen von Grippeerkrankten von 2 amerikanischen Städten verglichen hat, die eine hatte Maskenpflicht und Schulschließung, die andere feierte mit Umzügen noch die heimkehrenden Soldaten. In vielen Ländern wurde sie, weil noch Krieg war, anfangs verheimlicht, half auch nicht, die Zahlen zu senken (von wegen, wenn die Medien nicht berichten würden, gäbe es kein Corona) . Spanische Journalisten durften darüber schreiben und deshalb heißt es heute Spanische Grippe.

    Und Plattenspieler, in vielen Ländern wütete die Spanische Grippe so stark, weil sie dank 1. Weltkrieg auf eine ausgehungerte und immunschwache Bevölkerung traf. Medizin war noch nicht so fortgeschritten wie heute usw. Und das 3. Jahr war am verheerendesten, ich hoffe, das gilt nicht für Covid-19. Bisher haben wir auch über 20 Millionen Covid-19-Tote nach 2 Jahren (bei zugegeben ca. vierfach so große Bevölkerung, aber die Mobilität ist heute größer, das Virus benötigt keine reisenden Soldaten).

    Und zuletzt, die meisten, die an Grippe erkrankt waren, blieben im Bett und infizierten nicht noch andere. Die Inkubationszeit war kürzer (auch weniger Zeit zum andere anstecken) und die Zeit bis zum evtl. Tod auch.

    Ich finde bemerkenswert auf welch hoch moralischem Ross ihr alle sitzt..

    Wer von euch hat die Grippetoten beweint und dafür sein Leben so stark eingeschränkt? Wohl kaum einer...war nicht in den Medien präsent...war halt einfach so...wurde nicht drüber gesprochen.

    Jetzt wird hier nach 2 Jahren bei milder Variante + Impfmöglichkeit so getan, als würde ich ohne Maske durch die Welt laufen und unendlich viele Menschen umbringen.

    Das ist wirklich total realitätsfremd.

    Du trägst die Maske immer, wenn du durch die Welt läufst?

    Oder ist Klassenzimmer für dich keine Welt?

    Dann verstehe ich deine Kommentare nicht.

    (Und unendlich viele Menschen bringt noch nicht einmal ein Autoraser um. Bei solchen Übertreibungen frage ich mich schon, was du willst. In der Opferrolle suhlen?)

    Können wir uns nicht wenigstens mal darauf einigen, dass Corona keine Grippe ist? Ohne Maßnahmen hat die schlimmste Grippewelle ungefähr 25.000 Menschen das Leben gekostet. Bei rund 300 Coronatoten pro Tag kommen wir schon alleine auf 100.000 Tote pro Jahr. Trotz Maßnahmen. Im Januar 2021 waren wir bei 1.000 Toten pro Tag. Trotz Maßnahmen.

    Dazu gibt es noch solche Sachen wie LongCovid. Außerdem greift Covid auch bei milden Verläufen eine Vielzahl von Organen an.

    Und nachgewiesen sind von den 25 000 nur 2000 (die anderen vermutet man dank Übersterblichkeit).

    Bei Covid-19 las ich vor kurzem, dass man dank Übersterblichkeit 18 - 20 Millionen statt nachgewiesenen 6 Millionen weltweit vermutet.

    Und das trotz Maßnahmen und dadurch verhinderter Grippe. Eine Grippevariante scheint sogar ausgestorben zu sein. D.h. Masken konsequent getragen kann Grippevarianten aussterben lassen und Grippesaison ist viel kürzer als Covid-19-Saison.

    Ich weiß genau was du meinst.

    Ich habe zwar diese Sorte überheblicher Kollegen in meinem jetzigen Kollegium nicht mehr, aber ich sehe auch, dass selbst die erfahrenen und eigentlich durch nichts zu erschütternden Kollegen langsam aber sicher nicht mehr können. Man sieht es Ihnen an (auch schon direkt nach den Ferien...), viele sprechen es auch offen aus (was ich gut finde, weil so niemand das Gefühl hat, es liegt nur an seinem persönlichen Unvermögen) und es brechen immer mehr weg. Zur Zeit fehlen reihum immer wieder KollegInnen, die sonst so gut wie nie krank sind und zwar nicht wegen Corona. Und wie gesagt: für Berliner Verhältnisse ist unser Schule echt harmlos.

    Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es gerade da aussieht, wo ich vorher war.

    Ich bin sicher eine erfahrene Lehrerin und bin in diesem Schuljahr so oft krank wie seit meinem 1. Lehrerjahr nicht mehr. (Damals habe ich jede Infektion meiner Schüler mitgenommen.) Es ist einfach zuviel, ich reduziere seit Montag alles mögliche.

    (Wer jetzt in Quarantäne muss, wird nicht mehr betreut. Es gibt pro Klasse eine Nachschreibearbeit und keine 2.)

    Und wie geht eine Schule damit um, der bereits viele Deputatsstunden fehlen?

    Es war für mich bisher immer unbezahlte Zusatzarbeit und wenn der neue Kollege dann nicht bleibt...

    wie kommst Du darauf, dass ich mich über Euch lustig mache? ich hab mal in dem Bereich Antikorruption gearbeitet und musste sofort daran denken. wie gesagt, ich hab den Eindruck, Du bist ganzschön empfindlich (geworden). da waren wir doch in diesem Fred schonnmal weiter, mit dem "ich bin dänisch!" von nrw-lehrerin. Daher hätte ich jetzt eher mit so ner Antwort wie "Schonwieder Dänemark - das scheint eine Verschwörung zu sein! *zwinker-zwinker*" gerechnet.

    Ich finde Solidarität besser als "dänisch" (und Dänemark ist sehr arbeitgeberfreundlich, das fiel mir zu Dänemark ein). Dänemark ist ein sehr schönes Land für einen Urlaub.

    Deine jetzt ergänzte Erklärung macht deine vorherige Bemerkung freundlicher, aber mir fällt zu Dänemark tatsächlich zuerst positiv ausgedrückt Flexibilität ein, negativ pass auf, dass du nicht unter die Räder kommst.

    Typisch deutsch... dass man kein Schmiergeld für den Führerschein braucht... dass es sonntags ruhiger ist ... dass man in den meisten Großstädten nachts sicher unterwegs sein kann ... dass die Lehrer anständig bezahlt werden ... dass... dass...

    Erstmal im Ausland leben und dann weiter reden.

    Ich ergänze.

    Dass es ein soziales Netz gibt

    Krankenkasse für jeden

    Polizei und Politiker im Vergleich zu anderen Ländern weniger korrupt sind

    Dass Recht für alle gilt (sogar in der gelobten Schweiz wird geltendes Recht mal ausgesetzt, wenn der reiche Reeder es wünscht, ich weiß von einem für mich Deutsche erschreckenden Fall)

    ...

    (auch wenn bei uns nicht alles perfekt ist)

    Auch für ältere Schüler sind verschieden farbige Hefte sinnvoll. Ich wehre mich als Mathelehrer aber gegen bis zu 5 Stapel grüne Arbeitshefte (wer hat beschlossen, dass Mathe immer grün ist?) Wenn ich in einer Klasse auf andere Farben bestanden habe, z. B. rot oder gelb, erhielt ich oft im Laufe des Jahres versehentlich Englisch- oder Deutschhefte, weil Schüler diese Farben mit den Fächern verknüpft hatten. :D

    Seit einigen Jahren bestehe ich aus Umweltschutzgründen auf Verzicht von Umschlägen. Ich markiere den Heftrücken mit verschieden farbigem Edding. Die meiste Zeit sind die Arbeitshefte in meinem Schrank (in der Schule), ich möchte die Klassen zügig auseinander halten können. Aber trotz aller Erklärungen erhalte ich jedes Mal einige mit Umschlag (den möchte ich aber nicht mit Edding anmalen und lehne ihn daher ab).

    Es kann eigentlich nicht sein, dass dann quasi nur SuS weiter anlasslos getestet werden, während man nirgends sonst (Arbeitsplatz, Einkaufen, Veranstaltungen etc.) mehr einen Test oder anderen Nachweis benötigt.

    Sehr viele Unternehmen haben weiter Maskenpflicht.

    Größere Geschäfte haben gute Lüftungsanlagen, die meisten reden nicht dauernd beim Einkaufen laut und ich zumindest bin länger in der Schule als beim Einkaufen.

    Mein Theater verlangt weiterhin FFP2-Masken (erst gestern die Mail erhalten).

    Natürlich muss man nicht testen, bei euren kleinen Schülerzahlen und großen Räumen vielleicht auch nicht nötig. Nur bei uns wären dann regelmäßig 20 % und mehr zuhause (die meisten bei uns werden zuhause nach Symptomen positiv getestet, in der Schule oft die, die Covid-19 nicht ernst nehmen, die würden also ohne Tests weiter kommen und andere infizieren).

    Für mich bedeutet Normalität, einfach mal wieder vor einer kompletten Klasse zu stehen (ich hatte dies seit Monaten nicht mehr).

    keine Ahnung, wie diese Erhebung zustande gekommen ist, aber die FAZ behauptet, Masken verzögerten die Sprachentwicklung bei britischen Kleinkindern.


    https://www.faz.net/aktuell/gesell…n-17933790.html

    so unplausibel finde ich das nicht, und während nur wenige Omas an Corona gestorben sind, und innerhalb von 10 Jahren vielleicht an was ganz anderem, betrifft diese Maskierung der Umwelt die meisten Kinder in dieser sensiblen Phase.

    Ich dachte immer, die meisten Kinder lernen die Sprache durch ihre Eltern. Und wer trägt zuhause immer Maske? Für problematischer halte ich, dass viele Eltern lieber mit ihrem Handy spielen statt mit dem Kind zu reden. (Sehe ich zumindest hier ständig.)

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