Beiträge von Kris24

    Wir müssen die auch sammeln und abheften, im Sekretariat werden sie dann 1 oder 2 Jahre aufbewahrt. Es ist ein wahnsinniger Papierkrieg und ich würde mir auch eine elektronische / digitale Lösung wünschen. Neben dem Sortieren finde ich das den-Entschuldigungen-HInterherrennen am schlimmsten. "XY, du hast du letzten Freitag gefehlt, hast du die Entschuldigung schon mit?" - "Letzten Freitag, echt, da hab ich gefehlt? Nee, hab ich vergessen." - Am nächsten Tag dann wieder... und wieder... Die Eltern bei uns kümmern sich leider nicht automatisch darum, ständig muss man sie dran erinnern.

    Nur für die Oberstufe gibt es eine digitale Möglichkeit der Krankmeldung über unser Portal (die ü18-SuS machen das dann selbst). Es bestünde die Möglichkeit, das auszuweiten auf die anderen Jahrgangsstufen, aber das ist bisher leider kein Thema bei uns.

    Ich renne nicht hinterher. Bei mehr als 10 unentschuldigten Stunden wird es im Zeugnis vermerkt. Nach einer Woche sowieso nicht mehr angenommen. Bei U18 schreibe ich die Eltern an, wenn mehrere Tage untentschuldigt sind. Seit Einführung des digitalen Klassenbuchs sehen es auch Eltern und Schüler. Jetzt melden sich Eltern von sich aus und fragen nach, wenn ihr Kind als fehlend eingetragen ist und sie nichts davon wissen.

    1. Wieso sammelst du die Entschuldigungen. Nachdem ich sie entschuldigt habe, gebe ich sie den Schüler:innen zurück.

    2. Wir benutzen als Möglichkeit "Elternnachricht" - funktioniert hervorragend und wird zunehmend benutzt.

    Ich muss sie sammeln und für ein Jahr aufheben. (Bisher haben später nur Kollegen danach gefragt, angeblich können sich auch vor Gericht notwendig sein). Ich sammle sie in einem Aktenordner (oder zwei) und gebe sie nach einem weiteren Schuljahr bei uns in der Schule in den Aktenvernichter (zentral geregelt).

    Bei uns ist daher schriftlich oder Fax notwendig. Eine Mail etc. ist ausdrücklich verboten (frage doch deine SL, früher habe ich auch mein privates Gerät verwendet und ewig benötigt, jetzt gebe ich sie gesammelt ab).

    Seit Jahren geb ich gerne die 5 EUR an Aldi für die Steuer-Software von Buhl. Darüber rufe ich die Daten vom Finanzamt ab und reiche per MyElster-Verknüpfung ein. Bislang war ich sehr zufrieden. Für die 5 EUR kann ich 3 Steuererklärungen machen; die werden auch familiär ausgereizt.

    Genau die vom Aldi verwende ich seit mindestens 15 Jahren auch (und fast mein gesamtes Kollegium). Es ist die noname-Variante einer sehr gut getesteten teuren Steuersoftware. Die 5 Euro trage ich selbstverständlich in der Steuererklärung ein. (Die anderen günstigen Varianten z. B. von Lidl waren schlechter. )

    Sie ist extrem einfach zu bedienen. Meine Geschwister verwenden sie auf meine Empfehlung auch und bei allen klappte es bereits beim 1. Mal ohne Hilfe. Sie gibt auch Tipps, die ich vorher nicht kannte und holt die 5 Euro vielfach herein. In den Folgejahren können Daten übernommen werden.

    Problem, es gibt sie nur zum Jahreswechse, bei uns nicht mehrl, vielleicht gibt es irgendwo noch Restbestände?

    Ergänzung

    Einmal hatte ich ein Problem, ich konnte eine kostenlose Telefonnummer anrufen und bekam Hilfe. In 5 Minuten war das Problem gelöst. Und das alles für 5 Euro.

    Auch wenn einem der Humor langsam ausgeht... Das könnte man mal wieder gucken:

    "Eine geplante Durchseuchung hat die Bundesregierung immer abgelehnt. Eine ungeplante hingegen scheint völlig okay zu sein. Kann es sein, dass die in Berlin einfach keinen Bock mehr haben und das jetzt nur noch schnell hinter sich bringen wollen? Zumindest ist das logischerweise der Effekt, wenn man einfach überhaupt gar keine Strategie mehr hat."

    extra 3

    "Das Comeback des Jahres! Die Schnelltests sind zurück. Monatelang hieß es: Die Dinger sind nicht zuverlässig genug, bitte nicht darauf verlassen. Jetzt sind zwei Schnelltests mit gleichem Ergebnis laut Gesundheitsminister Lauterbach plötzlich so aussagekräftig wie ein PCR-Test. Also einer hat null Aussagekraft, aber zweimal null ist jetzt offenbar eins."

    Vor allem, was gilt, wenn 2 Schnelltests verschiedene Ergebnisse haben? Ich habe dies diese Woche mehrfach erlebt und weil es sowieso zur Durchseuchung kommt, hat immer der negative gewonnen.

    Ich frage mich nur, warum ich noch testen lassen soll? Dann stehe ich vor nicht eindeutigen Ergebnissen bei mittelprächtigen Tests (wir hatten erst einen guten in der Vergangenheit für 2 Wochen) und überlege mir zusammen mit den Schülern, ist das einfach nur etwas weniger Virus oder Test kaputt oder Nutellabrot zum Frühstück. Wir haben Schüler, die hatten alleine im Januar mehrere positive Schnelltests aber dazwischen negative PCR-Tests oder inzwischen auch Schnelltests. Ein Chaos.

    Immerhin sind es bei euch noch 50 %. Bei uns wird seit heute keine Klasse mehr in Quarantäne geschickt, egal wie viele infiziert sind. Vorteil für mich, keine VK (streamen ist bei uns nicht möglich). Und seit dieser Woche habe ich für mich auch Moodle reduziert (Präsenzunterricht und Fernunterricht gleichzeitig in all meinen Klassen, dazu mindestens 3 Vertretungsstunden pro Woche für erkrankte Kollegen seit Weihnachten, obwohl wir nur noch die Kernzeit unterrichten, ich kann nicht mehr - und den Kollegen geht es genauso, seit Weihnachten sind 2 Kollegen langfristig dank Corona ausgefallen, viele kurzfristig).

    Präsenzunterricht ohne Lehrer und mit halben wechselden Klassen, aber Schulen bleiben offen.

    Bin jetzt von DIstanzunterricht ausgegangen.

    Aber auch bei einer Aussetzung der Präsenzpflicht würde man ja auch sein Gesicht verlieren, denn man hat ja immer Propagiert, dass es zu keinen Schulschließungen kommen wird. Und ich bin erlich gesagt froh, dass es keine Aussetzung gibt. Empfand die Zeit des Wechselunterrichts (Was ja ähnlichkeiten zur Aussetzung der Präsenzpflciht hat) am schlimmsten. Ich bin ich lieber für ganz dicht machen.

    Nein, das ist ein Riesenunterschied.

    Baden-Württemberg hatte letztes Schuljahr für alle die Präsenzpflicht ausgesetzt, genutzt hat es ca. 1 % der Schüler (bei uns z. B. 2 Geschwister, deren Vater an Krebs erkrankt war. Hätten seine Kinder in die Schule gemusst, hätte er dauerhaft in der Uniklinik bleiben müssen, es war schon so geplant, dann kam es zur Aussetzung). Alle anderen kamen. Unterrichtsmaterial musste nicht extra bereit gestellt werden. Die Kinder erhielten durch Mitschüler ihre AB. Die einzige verpflichtend zusätzliche Aufgabe für uns Lehrer war, dass die beiden die Klassenarbeiten parallel in einem extra Raum schrieben (es fand sich immer ein Kollege, der sich dazu setzte und z. B. selbst korrigierte. Die Kinder konnten also bei ihrem schwer erkranktem Vater bleiben. )

    Es blieben also nicht unendlich viele zuhause, es gab keinen extra Unterricht. Ich finde es extrem rücksichtslos, dass es diese Möglichkeit für wirkliche Problemfälle nicht mehr gibt. Aber wir wissen ja, Schulen sind sicher und die meisten erkranken nicht schwer. Die anderen, Pech gehabt. Das auch Kinder oder deren Eltern zur Risikogruppe gehören, passt nicht.

    Und ja, es gab auch schon vor Corona schwere Krankheiten, aber nicht so gehäuft. Die Chance, nicht zu erkranken, ist aktuell viel geringer als in einer Grippewelle etc. Wer hatte einen Masernausbruch usw. an seiner Schule? In. Baden-Württemberg gibt es seit heute noch nicht einmal mehr Quarantäne, wenn 90 % der Schüler gleichzeitig erkranken. Regulärer Unterricht findet kaum noch statt. Ich habe mehrere Schüler, die nach Quarantäne wg. Geschwister 2 Tage in der Schule waren (vorzeitig freigetestet), erkrankten. Es ist ein kommen und gehen. Ich wiederhole inzwischen nur noch für die Rückkehrer, neuer Stoff? Für wen? Im Distanzunterricht wäre inzwischen mehr fortschreitender Unterricht möglich. Aber Präsenzunterricht ist der einzig wahre.

    Trotzdem heftige Fallzahlen bei euch chemikus08 . Immerhin wird in den Schulen 2-3 wöchentlich und bei positiven Fällen im Regelfall wohl (=zumindest hier in BW) täglich getestet. Wir haben zwar auch täglich positive Schnelltests, aber bislang zum Glück meist noch einstellig und eher im Umfang von 4-7 positiven Tests täglich (immer noch genug, um einen ausreichenden Beitrag zu einer Inzidenz über 3000 bei 5-14 jährigen zu leisten...).

    Bei uns muss inzwischen in fast allen Klassen täglich getestet werden und es gibt jeden Tag zweistellige Anzahl an positiven Tests. Jeden Tag gibt es eine neue Liste mit den neu hinzu gekommenen Schülern. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man sich gestern Nachmittag noch sehr nahe kam und der Schüler heute früh positiv bei einem mittelprächtigem Schnelltest war (also hohe Viruslast heute). PCR-Tests dauern immer länger und daher sind auch bei uns die ersten zurück bis der 5. In einer Klasse PCR-positiv ist. (Es stehen aber jetzt mehrere Klassen kurz davor.) Mal schauen wie gut unser WLAN inzwischen funktioniert.

    Kris24, ich schätze den Informationsaustausch mit dir sehr. Und gelacht wird hier doch auch genug und gut, finde ich.

    Natürlich darf und kann man hier lachen. Und ein Troll ist auch kein Problem. Ich weine ihnen aber nicht nach, wenn sie verschwinden, sage ihnen tschüss (ich schrieb anfangs nur nein).

    Äh, mehr als 3 im Monat müssen abgerechnet werden.

    Das dient auch dem Gesundheitsschutz, nicht nur dem Geldbeutel

    Unser RP meint, ein Monat reicht nicht. Nur wenn langfristig nicht ausgeglichen werden kann. (Ich weiß, es gibt verschiedene Ansichten in den RPs und bei den Bearbeitern und auch bei den Gewerkschaftlern).

    Ich werde es aber wieder mal probieren. Diesen Monat ist es extrem (und die erste im Februar habe ich auch schon im Stundenplan stehen).

    Impfung mit Lebendimpfstoff gegen Covid-19 = Eintrag von RNA des SARS-CoV-2 Virus in den Wirt zum Zwecke der Aktivierung einer Immunreaktion.

    Das nennt man eine Infektion. Sollten also Langzeitschäden aus der Exposition mit diesem Erreger resultieren, dann tun sie dies als Ergebnis einer natürlichen Infektion ebenso, wie im Falle einer Lebendimpfstoff-Verimpfung.

    Der Rest ist Logik...

    Ja, wie geschrieben, kann passieren. Auch durch die Schluckimpfung erkrankte 1 Kind von 1 Millionen erst an Polio. Deshalb gibt es sie in Deutschland seit 1998 nicht mehr.

    Aber es kommt wie immer auf die Dosis an. Der Lebendimpfstoff ist eine bestimmte Anzahl Virus, sie vermehrt sich kaum, das ist bei einer Infektion anders. Ich vergleiche noch einmal mit der Zigarette. Eine rauchen kann tatsächlich Krebs auslösen, das Risiko für einen Kettenraucher an Krebs zu erkranken ist aber größer.

    Dann wird man abwägen. Kann man einer Infektion entgehen? Falls ja, wird man die geringe Gefahr beim Lebendimpfstoff vielleicht nicht eingehen wollen. Wenn ich aber davon ausgehe, dass ich Sars-CoV2-Viren nicht entgehen kann, dann ist die Entscheidung eindeutig. Das Risiko bei einer Infektion ist vielfach höher.

    Danke für den Input.

    Aber darum ging es hier explizit nicht. Ich möchte hier nicht generell über das Für und Wider diskutieren.

    Ich möchte lediglich Informationen über den Zeit/Arbeitsaufwand in den Ferien.

    Dann würde ich den Stellvertreter fragen. Er weiß am besten Bescheid. Da er pensioniert wird, bist du ja keine Konkurrenz für ihn.

    Es hilft dir nicht, wenn ich sage, dass unser Stellvertreter vermutlich die längste Arbeitszeit von uns allen an der Schule hat. Er arbeitet eher im Hintergrund, die SL steht vorne. Der vorherige Stellvertreter war (von außen gesehen) nicht so fleißig.

    Der Satz ist einfach falsch, es muss richtig heißen, dann gilt man mal 3, 6 oder 12 Monate als genesen.

    Je nach Land. In Österreich nur 3 Monate usw.

    Genesen ist man natürlich genauso lange ;)

    Eben. Es ist eine politische Entscheidung.

    Wie viele Infektionen ist man bereit zu ertragen? Es sind immer Kompromisse, denn auch ein Genesener oder Geimpfter kann 4 Wochen später wieder erkranken und andere infizieren. Und in den ersten Monaten ist ein Geimpfter stärker geschützt. Bei Delta und zwei Impfungen bis zu 6 Monate (gerade im Faktenthread verlinkt), danach ein Genesener. Deshalb wird jetzt geboostert und man hofft, dass dies bei den meisten länger hält (dafür spricht eine aktuelle Untersuchung in Israel). Aber was Omikron verändert, ist noch nicht bekannt.

    Dazu ergänze ich

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/12…zt-als-Genesene

    (Datenende jeweils November also ohne Booster-Impfung)

    Daraus zitiert

    "Eine mRNA-Impfung schützt in den ersten Monaten deutlich besser vor COVID-19 als eine frühere Infektion. Dies zeigen neue Zahlen aus den USA im Morbidity and Mortality Weekly Report (MMWR, 2021: DOI: 10.15585/mmwr.mm7044e1).

    Eine Studie aus Israel kam dagegen kürzlich in medRxiv (2021; DOI: 10.1101/2021.08.24.21262415) zu dem Ergebnis, dass nach mehr als 6 Monaten eine frühere Infektion den besseren Schutz vor einer Er­kran­kung bietet.

    Die zugelassenen mRNA-Impfstoffe erzeugen eine starke Immunität. Die Antikörpertiter sind nach der 2. Dosis häufig höher als nach einer Infektion mit SARS-CoV-2, nach der der Titer je nach Schweregrad der Erkrankung stark schwanken kann. Die jüngsten Erfahrungen zeigen jedoch auch, dass die Titer nach einer Impfung mit mRNA-Impfstoffen rasch sinken und das Risiko von Durchbruchinfektionen schon nach wenigen Monaten ansteigt.

    ...

    Das „COVID-19 Response Team“ der US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta um Catherine Bozio hat die Daten von etwa 7.300 Patienten ausgewertet, die wegen COVID-19-artiger Symp­tome im Krankenhaus behandelt wurden.

    Zunächst wurde untersucht, wie viele dieser Krankenhauspatienten tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Danach wurde untersucht, ob eine frühere Erkrankung oder Impfung diesen Anteil beeinflusst. Derartige Test-negative Fall-Kontroll-Studien haben sich zur Abschätzung der jährlichen Grippeschutz­impfung bewährt.

    Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit, positiv auf das Virus getestet zu werden, bei zuvor infizierten (aber nicht geimpften) Patienten deutlich höher war als bei geimpften Personen. Bozio ermittelt eine adjustierte Odds Ratio (aOR) von 5,49, die mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 2,75 bis 10,99 signifi­kant war. In der Altersgruppe der über 65-Jährigen stieg die aOR sogar auf 19,57 (8,34 bis 45,91) an. Bei dieser Gruppe hinterlässt eine Infektion offenbar nur eine sehr schwache Immunität, die die Senioren kaum vor einer erneuten schweren Erkrankung schützt, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht. Die Impfungen lagen bei den Erkrankten 3 bis 6 Monate zurück.

    Zu einem entgegengesetzten Ergebnis kommen Sivan Gazit und Mitarbeiter von Maccabi Healthcare in Tel Aviv, der zweitgrößten Krankenkasse in Israel. Die Epidemiologen mussten nicht auf das Hilfsmittel der Test-negativen Fall-Kontroll-Studie zurückgreifen, da sie Zugriff auf die Daten aller Versicherten zu Infektion und Impfung hatten."

    (ganz so eindeutig ist es leider nicht, mal schauen, wie es in einigen Monaten nach der Boosterimpfung aussieht)

    Dass die Lebendimpfstoffe in weniger potenter Form und in geringer Menge vorliegen, ist eine Binsenweisheit. Es ändert nichts daran, dass der Erreger in den Organismus eingebracht werden muss, um dort eine Impfreaktion hervorzurufen. So ist nun mal das Wirkprinzip. Und ja, was auch immer da verimpft wird, es ist kein Himbeergelee, sondern (in unserem Fall) das SARS-CoV-2 Virus.

    Dann passiert folgendes Wunder der Natur, das 2 Milliarden Jahre Evolution eben so hervorgebracht haben und auf dem auch noch so moderne Impfstoffe aufbauen. Eine Infektion - wenn auch hier gezielt noch so gering - löst eine Immunreaktion des Körpers aus. Wer also eine prinzipielle Angst hat vor den Spätfolgen einer Infektion mit dem Covid-19 Erreger (unabhängig von der Variante), weil er Spätfolgen durch die Exposition mit der Virus-RNA befürchtet, der sollte auch einen Lebendimpfstoff meiden. Der Zugang zum Organismus, ob jetzt nun Nase, Mund oder in den Muskel ändert am beschriebenen Wirkprinzip gar nichts.


    PS: Die Omikron-Variante kann man in diesem Lichte, aufgrund ihrer geringeren Potenz in Hinblick auf Schwere der Verläufe, als eine solche Lebendimpfung interpretieren. "Der Impfstoff, den herzustellen oder zu beschaffen wir nicht in der Lage waren.", hörte ich zuletzt afrikanische Mediziner sagen.

    Zu deiner Ergänzung

    Ja, darauf hoffe ich auch. Allerdings gibt es noch zwei Fragezeichen. Sorgt Omikron für eine allgemeine "Herdenimmunität" oder nur gegen Omikron und deren Abkömmlinge. Das Problem existiert aber auch bei allen Impfstoffen. (Ich habe einen südafrikanischen Virologen gehört, der meinte, Omikron rauscht durch und dann geht es mit Delta weiter (angesichts einiger Omikron-Genesene, die danach an Delta erkrankt sind). Da in Südafrika nur 5 % über 65 Jahre alt sind, kann man über Schwere einer anschließenden Infektion nichts sagen).

    Problematischer finde ich, dass bei den hohen Zahlen Mutationen wahrscheinlicher sind. Und es ist nie klar, was kommt. Langfristig wird es sicher harmloser werden, aber aktuell?

    Dass die Lebendimpfstoffe in weniger potenter Form und in geringer Menge vorliegen, ist eine Binsenweisheit. Es ändert nichts daran, dass der Erreger in den Organismus eingebracht werden muss, um dort eine Impfreaktion hervorzurufen. So ist nun mal das Wirkprinzip. Und ja, was auch immer da verimpft wird, es ist kein Himbeergelee, sondern (in unserem Fall) das SARS-CoV-2 Virus.

    Dann passiert folgendes Wunder der Natur, das 2 Milliarden Jahre Evolution eben so hervorgebracht haben und auf dem auch noch so moderne Impfstoffe aufbauen. Eine Infektion - wenn auch hier gezielt noch so gering - ruft eine Immunreaktion des Körpers aus. Wer also eine prinzipielle Angst hat vor den Spätfolgen einer Infektion mit dem Covid-19 Erreger (unabhängig von der Variante), weil er Spätfolgen durch die Exposition mit der Virus-RNA befürchtet, der sollte auch einen Lebendimpfstoff meiden. Der Zugang zum Organismus, ob jetzt nun Nase, Mund oder in den Muskel ändert am beschriebenen Wirkprinzip gar nichts.

    Ich müsste jetzt ausführlicher antworten, als ich Zeit habe. Nur soviel, ich weiß ziemlich gut Bescheid und ein Lebendimpfstoff ist sicher nie erste Wahl (sie werden ja auch ersetzt, sind aber schneller einsatzbereit). Ich gehe halt davon aus, dass wir uns alle öfter noch infizieren werden und das Risiko mit jedem Mal steigt. Eine Zigarette verursacht auch eher selten Krebs, aber natürlich ist es möglich. Und dann ist ein Lebendimpfstoff mir immer noch lieber als ein sich stark vermehrender Virus, aber noch ist alles Zukunftsmusik.

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