Das Studium ist nur der 1. Teil der Ausbildung, dir fehlt das Referendariat.
Und ich sehe es genau wie Ilse. Wer nicht weiß, was ihm fehlt, merkt auch nicht, dass ihm was fehlt. Daher kommt dieses Selbstbewusstsein.
Und Meli, es ist gut, wenn du lernen möchtest, nur das ist unbezahlte Zusatzarbeit von Kollegen. Ich erinnere mich mit Grauen an das Schuljahr, in dem ich einem Geographie- und Sportlehrer Bruchrechnung beibringen musste (wir trafen uns wöchentlich gut eine Stunde). Er fand es gut, sein Schulwissen aufzufrischen, ich war nach langem Schultag müde und wollte nur heim. Und wenn diese Zeit nicht nachhaltig investiert ist, weil der Kollege danach nie mehr Mathe unterrichtet hat, du die Vertretung verlässt...
Du hast vielleicht das Fachwissen, dafür fehlt dir Didaktik. Das Referendariat wird von allen als extrem anstrengend beschrieben, es ist kein überflüssiges Anhängsel, das Wissen eignet man sich nicht schnell nebenbei an.