Beiträge von Kris24

    Es muss schon jedem selbst überlassen sein, ob er den Winter bei 16 Grad verbringen möchte oder nicht. Für mich wäre das definitiv nicht vorstellbar. Ich spare durchaus an Dingen, aber eine warme Wohnung (bei mir ist die 21-Grad-Linie die Wohlfühluntergrenze) gehört für mich sehr unabdingbar zur Lebensqualität und ist nichts, was ich missen wollen würde. Ich finde allerdings auch, dass der Gaspreis hier kein Argument sein darf, etwas Richtiges zu tun. Wenn ich dann das Doppelte an Heizkosten habe und woanders einsparen muss, dann begeistert mich das nicht, ist aber eben so. Nur meine ich, dass wir dann als Gesellschaft die Aufgabe haben denjenigen, die das nicht aus eigener Kraft leisten können, unter die Arme zu greifen und deutlich umfangreicher zu bezuschussen. Ich stehe vielen Sozialausgaben durchaus kritisch gegenüber, bei diesem speziellen Thema finde ich sie aber notwendig und Spartipps etwas zu einfach gemacht.

    Niemand verlangt etwas, auch ich oben nicht. Aber manchmal ändern sich die Zeiten. Vor kurzem wurde noch gegen 2 % für Militärausgaben protestiert, wir benötigen keine Armee mehr behauptet usw. Jetzt erhält Scholz Applaus für 100 Milliarden Sofortmaßnahme für die Bundeswehr.

    Viele Ukrainer hätten vor 6 Monaten, vor einer Woche noch nicht gedacht, dass sie jetzt im Krieg sind. Wer hätte 2019 gedacht, dass bei uns 2020/21 monatelang die Schulen geschlossen sind, ebenso Restaurants, Geschäfte, Kulturbetriebe usw.

    Nein, Veränderungen sind nie einfach (und Schulschließung braucht niemand) , ich versuche es gerade bei meiner Ernährung ;) und wünsche mir manchmal die Vergangenheit zurück (ein schönes Stück Fleisch, eine Tüte Gummibärchen (habe ich geliebt), aber vieles geht, wenn man es will, wenn es sein muss. Und garantierte 21 Grad ist eine "ziemlich neue Erfindung".

    NRW!

    Also Wöchentlich?

    Wie kommst du auf wöchentlich?

    Ich kenne kein Bundesland, dass wöchentlich abrechnet. Ich war vor über 20 Jahren in NRW tätig und damals war es monatlich (und jede ausgefallene Stunde wird abgezogen).

    Bei uns in Baden-Württemberg werden sogar mehrere Monate verrechnet. Dank Abi im Mai sind auch meine 12 Stunden im Januar weg. (Aber NRW rechnet, soviel ich weiß, noch monatlich ab.)

    Oder sie machen sich Gedanken darüber, dass die Gaspreise steigen weil Putin damit einen Krieg finanzieren will oder ob man den Preis steigen lassen sollte indem man kein russisches Gas mehr kauft.

    Manchmal ist der Tellerrand etwas breiter.

    Und wir zahlen ab April 100€ mehr für Gas. Wir können uns das zum Glück leisten. Aber für manche Familien sind 20€ schon ein Desaster.

    (Gut, dass im April die neue Heizung kommt und wir dann kein Gas mehr brauchen.)

    Ich frag mich eher was Putin glaubt über seine Medien verbreiten zu können, wenn die ersten Särge zurückkommen, wenn Exporte und Importe problematisch werden, wenn Ältere von Jüngeren mit anderem Zugang zu Medien informiert werden,...

    Etwas weniger heizen? 1 Grad weniger spart lt. Presse 6 Prozent.

    Und bevor es Geschrei gibt - ich unterrichte in einem Brennpunktbereich, lt. lokaler Presse erhalten 50% H4. Aber mir erzählen die Schüler, dass sie zuhause 22, 24 und mehr Grad haben (Thema beim diesjährigen Lüften), sie tragen dünnste Shirts, teilweise kurzärmelig usw. Ich hatte in diesem Winter bei mir zuhause zwischen 16 - 19 Grad (abhängig von Raum und Zeit), nicht weil ich sparen wollte, sondern weil ich mich bewusst auf das Lüften in der Schule vorbereitet habe (ich war auch im vorherigen Winter dank 2 LKs fast durchgehend an der Schule und fror, ich konnte mir im letzten Herbst nicht vorstellen, wie das in diesem Winter mit allen Klassen funktionieren soll. Dann las ich, wie der Körper sich darauf einstellen kann und es hat geklappt (war vorher auch sehr skeptisch, geplant waren nur 18 Grad). Inzwischen benötige ich selbst abends übermüdetauf der Couch keinen Kuschelpulli mehr, auch nicht in der Schule.) 1 oder 2 Grad weniger bringt viel (und hilft zudem der Umwelt). Auch richtig Lüften statt stundenlang ein Kippfenster (sehe ich bei Nachbarn, höre ich von meinen Schülern) hilft. Energie wird oft zu sorglos verbraucht (aus Umweltsicht).

    Außerdem befürchte ich, dass Putin nur diese Sprache versteht, wenn überhaupt. Appeasement-Politik reicht sicher nicht.

    In den letzten beiden Tagen haben viele Russen (über 10 000) in Russland gegen den Krieg demonstriert, obwohl Putin scharf gewarnt hat, obwohl Hunderte in den ersten beiden Tagen verhaftet und im Schnellverfahren zu jeweils ca. 2 Wochen Gefängnis verurteilt wurden. Einige Medien haben in Russland sogar versucht, über soziale Medien Kritik zu üben. Viele wagen/ riskieren sehr viel.

    Auch in der Ukraine gibt es mehr Widerstand als erwartet. Den russischen Soldaten war erzählt worden, dass sie nur einige Nazis bekämpfen müssten. Jetzt merken sie, dass die Bevölkerung Ukraine sie nicht willkommen heißt. Putin hat anscheinend seinen eigenen Lügen (teilweise) geglaubt. Jetzt werden weitere Soldaten herangezogen (und das Blutvergießen wird noch größer).

    Apropos


    Gibt's eigentlich schon ne veröffentlichte Position der AfD zum Angriff auf die Ukraine, oder wollen die's sich nicht mit ihrem Mäzen verderben wie weiland Trump?

    Vor 4 Tagen (davor)

    https://www.deutschlandfunk.de/afd-fraktion-l…and-ab-100.html

    "Solche Maßnahmen hätten in der Vergangenheit noch nie das bewirkt, was sie eigentlich bewirken sollten, sagte Partei- und Fraktionschef Chrupalla. Mit Sanktionen wie dem vorläufigen Stopp der deutsch-russischen Ostsee-Erdgaspipeline Nord Stream 2 werde die Energiesicherheit Deutschlands in große Mitleidenschaft gezogen, führte er aus. Man sehe das Vorrücken Russlands in die Ostukraine zwar „absolut kritisch“, hoffe aber, dass gleichwohl auf der anderen Seite von der Nato-Seite keine weiteren Provokationen stattfänden. Chrupalla sprach sich für eine Volksabstimmung in den Gebieten Luhansk und Donezk aus, die heute Mittag vom russischen Parlament als Volksrepubliken anerkannt worden sind.

    Die Bundesregierung hatte das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 daraufhin gestoppt. Die ukrainische Regierung bewertete dies als moralisch und politisch richtigen Schritt. Auch die USA begrüßten die Entscheidung der Bundesregierung. Die EU will am Nachmittag über weitere Sanktionen gegen Russland entscheiden."

    Gestern (nach Kriegsbeginn)

    https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft…LFrmPn7Plpm-ap2

    "Außenpolitiker der Bundestagsfraktion forderte dagegen in einem eigenen Papier vom Donnerstag, die Bundesregierung müsse "auf die Konfliktparteien einwirken, den Konflikt nicht weiter zu eskalieren" und einen unmittelbaren Waffenstillstand einfordern. Sie hielten zudem fest: "Sanktionen sind abzulehnen. Sie haben schon in der Vergangenheit nicht die gewünschte Wirkung entfaltet und schaden in erster Linie der deutschen Wirtschaft."

    Wie die dpa am Freitag aus Parteikreisen erfuhr, blieb eine Schaltkonferenz zum Thema an der am Donnerstagabend Mitglieder der Partei- und Fraktionsspitze teilnahmen, ohne eindeutiges Ergebnis. Man arbeite weiter daran, bis zur Sondersitzung des Bundestages an diesem Sonntag einen Kompromiss zu erzielen, hieß es."

    Deutschland liefert nun doch Waffen an die Ukraine. So schnell können sich Meinungen ändern. Jetzt hängen wir direkt mit drin. Schönen Dank auch.

    Und vorher hingen wir nicht mit drinnen? Glaubst du wirklich, dass Putin mit Ukraine sich begnügt? Hast du seine Rede am Montag gehört?

    "Der finnische Außenminister stellt klar, dass sein Land nicht beabsichtige, der NATO beizutreten. Doch Russland droht trotzdem. Moskau richtet dem Nachbarn aus, was es von ihm verlangt.

    Russland hat seinem Nachbarn Finnland mit Konsequenzen gedroht, sollte das Land der NATO beitreten. Der Beitritt Finnlands zum westlichen Bündnis "hätte schwerwiegende militärische und politische Folgen", erklärte das russische Außenministerium auf Twitter. Ähnliche Drohungen aus Russland hatte es schon im Dezember gegeben - damals nicht nur gegen Finnland, sondern auch gegen Schweden, das ebenfalls kein NATO-Mitglied ist." (Aus https://www.n-tv.de/politik/Russla…le23156433.html)

    Finnland gehört zu EU, hat den Euro, es gab auch schon Drohungen zu den baltischen Ländern (ebenfalls EU). Wenn es jetzt zu einfach ist, warum sollte er nicht weiter machen.

    Putin möchte keine erfolgreiche Demokratie "vor seiner Haustüre", die gefährdet seine Macht. Jetzt "verschiebt er die Haustür" und neue Länder grenzen an Russland. Er verlangt ja schon, dass auch aus Mitteleuropa die NATO abzieht, also aus Polen, Tschechien, Deutschland?

    Übrigens, 3. Weltkrieg haben wir noch nicht und ich hoffe, dass sich Geschichte nicht wiederholt. (Es gibt ja den Vergleich mit Sudetendeutschen, 1938, Chamberlain usw. und manche rechnen hoch.) Das ist aber aktuell nicht seriös. Da gebe ich der Psychologin recht.

    Sehe ich anders, vor lauter Angst schließen viele die Augen, stecken den Kopf in den Sand, verharmlosen und laufen Schwurblern hinterher, gerade bei den Querdenkern, aber auch bei AFD-Anhängern gut untersucht.

    Mir wird seit vielen Jahren immer wieder Falschmeldung und Manipulation vorgeworfen, vor 30 Jahren z. B. bzgl. Klimakrise jetzt Corona (hier wurde mir z. B. von dir, Antimon u.a. vorgeworfen, dass Corona vorbei sei, das es keine 2. Welle und später 3. Welle geben wird. Auffallend oft, nicht immer, von Leuten, die wenig bis keine Ahnung in diesem Themenbereich haben. Wenn mir jemand mit Argumenten/Fakten kommt, höre ich immer zu und denke nach (leider kam wenig und dann oft falsch und längst widerlegt). Manchmal kommt es auch von Leuten, die sich nicht einschränken wollen (häufig Flugreise bzw. jetzt keine Maßnahmen).

    Leider hatte ich weitaus mehr recht als die, die mir es vorwerfen. Ich lasse mich inzwischen nicht mehr mundtot machen, auch wenn z. B. du immer wieder versuchst, mich zu diffamieren. ( heute " mit Falschbehauptungen statt Mahnen", ja, ich erinnere mich an das Zitat hier) Bringe doch mal Fakten.

    Ich will übrigens weder mahnen noch manipulieren, ich möchte informieren und informiert werden. Wenn man rechtzeitig handelt, kann man noch handeln und ist nicht nur Spielball. Wenn man rechtzeitig handelt, reichen kleine Maßnahmen. Ich handle lieber selber gut informiert, dann muss ich später nichts bereuen. Das spricht deutlich gegen Angst. Angst lähmt und weil das auf Dauer niemand aushält, das angstmachende Thema verdrängt.

    So wie ich von polnischen Freunden mitbekommen habe, wollen die Ukrainer nicht nach Deutschland, da aus deren Sicht Verräter.

    Die meisten mir bekannten Russen unterstützen Putin, da er nicht die Ukraine besetzen will, sondern nur von Banderas, Nazis und Waffenanlagen gegen Russland säubern will. Die westlichen Medien verschweigen die Kriegsverbrechen der Ukraine im Grenzgebiet der Ostukraine.

    Unsere ukrainischen Freundin hasst jetzt alles was mit Russland zu tun hat und würde am Liebsten nach Kiew fliegen und Ihr Land verteidigen.


    Die Fronten sind extrem verhärtet und es trieft der Hass. Echt traurig.

    Freiburg nimmt ein Kinderheim samt Betreuer auf (200 Personen). Es gab vorher bereits Unterstützung für dieses Heim. Polen ist als Nachbarstaat einfach näher dran, viele Ukrainer leben bereits in Polen. Wenn man fliehen muss, zieht es einem zu Verwandten oder Bekannten. (Aber auch in Deutschland leben viele Ukrainer.)

    Ergänzung

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…eiburg-100.html

    Jetzt bin ich aber mal neugierig. Wie viele von euch schaffen denn wirklich das komplette Lehrbuch in einem Schuljahr? Das war bei mir früher an der Schule nie der Fall und ist es auch jetzt in keiner der BBS-Klassen, in denen ich unterrichte (mal von dünnen Arbeitsheften und natürlich Lektüren in Englisch und Deutsch abgesehen). Oftmals beinhaltet ein Lehrbuch ja auch viel mehr Themen, als eigentlich laut Lehrplan vorgesehen ist.

    Natürlich mache ich nicht jede einzelne Aufgabe im Mathe-Lehrbuch, es sind offiziell immer mehr Aufgaben zur Auswahl (muss man anfangs den Eltern und auch Referendaren erklären), aber ich habe bisher jedes Thema in jedem Jahr geschafft (auch Boxplots ;)). Ähnlich in Chemie, allerdings hatten wir viele Jahre kein Lehrbuch. Das gilt auch für alle meine Fachkollegen.

    Sowohl Mathematik als auch Chemie bauen auf den vorherigen Themen auf. Wie soll der Kollege es im Folgeschuljahr schaffen, wenn er den vorherigen Stoff auch noch erarbeiten muss? Und am Ende wartet das zentrales Abitur.

    Genau deshalb gibt es bei uns Stoffverteilungespläne mit dem Hinweis vom Seminar, nur 30 Schulwochen zu verplanen. Dann bleibt auch noch etwas Luft für unvorhergesehenes. Wenn ich merke, es wird knapp, geht es nicht mehr überall in die Tiefe. Und das rechtzeitig, nicht erst nach Ostern. So fällt kein Thema weg.

    Meine Kollegen (und SL) würden mir etwas erzählen, wenn sie meinen Stoff im Jahr darauf nacharbeiten müssen.

    Themen, die nicht im Lehrplan stehen, gibt es bei mir im Schulbuch kaum (nur wenige kleine Exkurse, ich vergebe sie gerne an Schüler als GFS (größeres Referat)). Anderenfalls lasse ich sie bei Zeitnot weg. Aber an den Bildungsplan müssen wir uns schon halten.

    Ja, ich vergebe Noten, bin aber auch von mitarbeitenden Schülern abhängig. Schüler können Lehrer in den Wahnsinn treiben. Wir haben es als Achtklässler geschafft, dass eine junge unerfahrene angestellte Kollegin die Schule verlassen musste (ich gehörte zu den Zuschauern, ich schäme mich heute noch dafür, es wurden Wetten abgeschlossen, wie lange es dauert bis sie weint). Vor ein paar Jahren habe ich erlebt, dass Schüler es geschafft haben, dass ein verbeamteter Kollege in die Nachbarstadt versetzt wurde (er hat auch nachgegeben und den Schülern ihre Wünsche erfüllt, wenn sie keine Lust hatten, statt Anerkennung erhielt er Spott) . Dort waren Schüler, Eltern und Kollegen so wenig begeistert, dass er von Anfang an keine Chance bekam (sein Ruf war ihm voraus geeilt, ein Bruder dort an der Schule hat gereicht). Er hat schließlich aufgegeben und ist nicht mehr Lehrer.

    Ja, es gibt Machtverhältnisse, es gibt überall Chefs und einfache Mitarbeiter. Aber Arbeitsverweigerung ist auch in der freien Wirtschaft nichts, was Respekt verdient, was mit Spielen (Beförderung, Lohnzuschlag etc.) belohnt wird. Wie wollt ihr in Zukunft Grammatikübungen oder andere nicht so spannende Sachen durchsetzen?

    Ich sehe Macht daher nicht so einseitig verteilt, ja, es ist sicher keine Gleichberechtigung, aber auch ich muss Befehle von oben ausfüllen (und auch meine SL weiß, dass die Erfolge größer sind, wenn wir gemeinsam arbeiten, wenn sie nicht gegen mich arbeitet).

    Für mich ist das oben beschriebene Verhalten eine kurzfristig überlegte Handlung der Schüler, deshalb würde ich es bei einmal ansprechen belassen. Sie hatten, so klang es, in Sport keine Lust auf Deutsch und ein Wort ergab das andere. Wenn es zu stark thematisiert wird, verliert man evtl. die Wohlgesonnenen (und die benötigt man). Anders würde ich reagieren, wenn ich das Gefühl hätte, es wäre nach langer Überlegung entstanden. Aber einen Machtkampf kann auch ein Lehrer nur verlieren. Wir leben nicht mehr in den 50er Jahren.

    Frl. Lilli, du hast absolut perfekt reagiert und meiner Meinung nach ist die Situation jetzt besser als zuvor. Das zeigt sich daran, dass einige Schüler und Schülerinnen nach der Stunde auf dich zu kamen, noch mehr, dass sich Schüler in der Stunde getraut haben, es offen zuzugeben (dazu gehört Mut). Ihnen ist jetzt bewusst, dass ihr Verhalten nicht richtig war, darüber haben sie vorher nicht nachgedacht. Zerstöre dieses Vertrauen nicht, indem du nachtragend bist. Ich würde die Arbeit auch korrigieren und nach den Ferien normal weiter unterrichten. Ich habe ähnliches vor über 20 Jahren auch einmal erlebt, ich habe übrigens ähnlich reagiert, die übrigen Schüler merkten, es klappt nicht, es blieb bei dem einem Mal. Und sie arbeiteten besser mit. Die paar Störenfriede blieben isoliert (und versuchten zumindest teilweise auch mitzuarbeiten).

    Birgit, lässt du dich wirklich erpressen? Wenn die Schüler merken, es klappt, werden sie es immer wieder probieren. Unangenehme Themen zu unterrichten ist dann unmöglich. Man kann mal spielen, wenn die Schüler müde sind, aber doch nicht als Belohnung für Arbeitsverweigerung. Und Respekt dafür, dass sie keine Lust haben, habe ich auch nicht. Hätten sie sich etwas kreatives ausgedacht, um mich zu überzeugen, etwas anderes zu tun, dann ja (da fällt mir ein, ich habe seit vielen Jahren keinen Streich mehr erlebt, in meiner Schulzeit, in meinen ersten Jahren Lehrertätigkeit gab es so etwas noch).

    Na gut, ich habe gehofft, dass ein inhaltlicher Diskurs wieder möglich wäre, jenseits von 'bloß Grippe' vs. 'wir werden alle sterben'. Aber man kann den Thread ja komplett ignorieren, das ist eine bessere Variante als Menschen zu ignorieren finde ich.

    Ja, habe ich auch gehofft, aber statt gestern einfach nach einer Quelle zu fragen, wirfst du mir Populismus vor und setzt Naturwissenschaflterin in Gänsefüßchen. Spätestens da war mir klar, dass es dir nicht um eine ehrliche Diskussion geht, sondern du mich nur diffamieren willst. (Und so wie es in den Wald hineinschallt, schallt es heraus.)

    Und ohne Corona sterben keine Menschen?

    Es steht doch im Artikel. Man weiß doch eigentlich gar nicht mehr, ob die Leute an oder mit Corona sterben.

    Deswegen ist der Vergleich mit dem Flugzeugabsturz auch irgendwie daneben bzw. unpassend.

    doch (auf der Intesivstation sind die meisten noch wegen Corona, nur auf der Normalstation ist das nicht mehr der Fall, der typische Beinbruch oder Blindarmentzündung, der zufällig Corona hat, landet selten auf der Intensivstation und stirbt noch seltener. Andererseits ist für den Herzinfarktpatienten eine zusätzliche Coronainfektion oft das Todesurteil, es erschwert auf jeden Fall die andere Krankheit). Und die meisten sterben auf der Intesivstation. (Vor kurzem wurde die Zahlen für BW veröffentlicht, genau weiß ich sie aber aktuell nicht mehr. Ich habe noch Unterricht, daher nur kurz Zeit.)

    Dieser Artikel verspricht in der Überschrift wieder etwas, was er im Text nicht sagt, sondern nur herum schwurbelt. Ich hatte ihn auch schon vor deinem Link gelesen und dachte, typisch Journalist oder Clickbait. ntv-Artikel haben auch sehr unterschiedliche Qualität.

    dann lese den Text noch einmal genau (ja, ich kenne den Text)

    Natürlich ist Omikron ungefährlicher als Delta, aber bei höheren Inzidenzzahlen sterben halt genau so viele (oder mehr). Und Januar 21 hatte Dänemark keine Inzidenz von über 4000, Deutschland keine von 1500 wie vor kurzem. Da mussten Schulen bei 100 (bzw. später bei 165 schließen oder zumindest Wechselunterricht anbieten. Das galt auch für viele Geschäfte, Restaurants, ...

    Ich habe noch einmal zu Diabetes und Corona gegoogelt. Die Gesamtzahl in den ersten 18 Monaten der Pandemie stieg in Deutschland bei Kindern um 15 % (teilweise bis zu 34 % 1. Halbjahr 2021 Kinder unter 6 Jahren). Das widerspricht nicht den obigen Beobachtungen und Analysen. Bis Oktober 2021 waren nicht alle Kinder mit Sars-CoV2-Viren infiziert (zumal es nach der Infektion noch etwas dauert bis Diabetes entsteht und erkannt wird, Kinder waren im 1. Jahr dank Schulschließung weniger von Infektionen betroffen, Kitas waren dagegen mehr offen).

    Ich schrieb dagegen aufgrund der Berichte, dass Covid-19 bei Kindern anscheinend das Risiko verdoppelt, an Diabetes Typ 1 zu erkranken. Der Grundwert ist ein anderer. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht geklärt, es gibt verschiedene Vermutungen.

    Aber so ist es hier. Dieselbe Person, die sich beklagt, dass nicht neues an Fakten hier veröffentlicht wird, fragt, ob sich jemand noch informiert, wirft anderen vor, Populismus zu verbreiten, wenn sie etwas ihr wenig genehmes schreiben. Ich hatte bisher Populismus anders definiert (z. B. Abschaffung von Maßnahmen, weil das "Volk" es will, gegen den Willen der meisten Fachleute.)

    Dabei kommt von ihr keine Quelle etc. Ich musste selber googeln. (Und es hat vorher auf die Frage von Lehrerin2007 und jetzt etwas gedauert, weil ich noch Unterricht vorbereiten muss. Aber man beleidigt erst einmal. Man hätte sich auch einfach vorurteilsfrei der Frage anschließen können. Und deshalb schweige ich hier meistens.)

    Und dann jammert wieder der Tourismusverband, wenn reisen schwieriger wird, weil die Inzidenzen nicht stimmen oder die Familien in Isolation sitzen.

    Deshalb soll für Kinder unter 12 Jahren die Quarantäne nach Ferien im Hochinzidenzgebiet wegfallen (kam heute morgen im Radio), damit alle unbeschwert in den Urlaub fliegen können (und direkt abschließend wieder in die Schule).

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