Mich würde die angeblich irreführende Darstellung in den Medien interessieren, die Schmidt diagnostiziert hat und von Lindbergh dankend bejaht wird.
Mich auch.
Wobei die Darstellung in den Medien bei soetwas in der Regel irreführend ist.
Die Intensivstation des Klinikums der Stadt Ludwigshafen ist auch voll, allerdings sind von den 50 Intensivbetten, die die haben, nur 9 mit Corona-Patienten belegt, von denen 4 - 5 (O-Ton "etwa die Hälfte") ungeimpft sind. Dass Intensivstationen volllaufen ist also im Wesentlichen ein generelles Problem der Bewirtschaftung im Gesundheitssystem. Wie auch schon zum Anfang der Pandemie. In fast zwei Jahren ist da leider gar nichts passiert. Wenn Krankenhäuser so oder so schon an der Belastungsgrenze laufen (insbesondere personell), dann braucht man sich nicht darüber wundern, dass schon eine relativ geringe Mehrbelastung nicht abgefangen werden kann.
Edit: Hier kann man nachschauen, wie groß der Anteil der Covid Patienten an den Intensivbetten ist
https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/kartenansichten
Normalerweise (vor Corona) gelten 80 % gefüllt auf Intensivstationen als voll. Also waren bei 50 Betten 10 Betten frei. Wenn dann 9 Covid-19-Patienten kommen...
Intensivpfleger durchlaufen eine 5jährige Ausbildung (3 Jahre Krankenpfleger, 2 Jahre Zusatzausbildung Intensivpflege). Das ist nicht mal schnell nachgeholt. Eine "normale" Krankenpflegerin stört mehr, richtet evtl. sogar Schaden an, es gab dazu eine ausführliche Reportage im Fernsehen (und ich weiß es zudem von meiner Schwester, sie hat bereits vor Jahren der Intensivpflege den Rücken gekehrt, verzichtet lieber auf Gehalt (Intensivpflege wird deutlich besser bezahlt), aber der Stress war ihr zuviel, sie sagte mal zu mir, selbst 1000 Euro netto mehr ist es mir nicht wert, ich schaffe das nicht für Jahre, sie hat übrigens auch einige Jahre in der Schweiz gearbeitet, dort war es auch nicht besser). Deshalb werden aktuell OP-Pflegepersonal herangezogen (besser geeignet), deshalb fallen OPs aus.
Krankenhaus erhält einen sehr großen Anteil der Krankenkassenbeiträge. Wie viele wären 3 Jahre vor Corona bereit gewesen, 50 % (?) mehr zu bezahlen. Jetzt schreien manche, warum wurden in den letzten 1,5 Jahren (seit März 20) nicht neu ausgebildet? In der Zeit kann man Betten kaufen, das geschah auch, aber keine Intensivpfleger ausbilden (übrigens benötigen Covid-19-Patienten mehr Betreuung als OP-Patienten etc., die normalerweise auf der Intensivstation liegen (auch deshalb gibt es weniger betreibbare Betten, es haben auch über 1000 Intensivpfleger aus Frust aufgehört, auch weil sie von Impfverweigerern beschimpft und bespuckt wurden). In Baden-Württemberg wurde neulich gesagt, dass viele jetzt keine Überstunden mehr leisten können, weil sie es seit 1,5 Jahren müssen. Irgendwann geht es gesundheitlich nicht mehr (das kenne ich sogar als Lehrer).