Beiträge von Kris24

    Einer meiner Lieblinsversuche im Anfangsunterricht ist ja mit der Kerze von unten in den Standzylinder voll Wasserstoff. Da erwarten alle die ganz grosse Explosion. Ich mache vorher natürlich extra so viel Drama, dass einige regelrecht Angst bekommen und denken, ich bringe sie gleich um. Und jetzt dürfen alle ausser Kris raten, was passiert :)

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    Die Kerze erlischt. :rofl:

    Den Versuch liebe ich auch. Du hast aber den 2. Teil vergessen.

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    Beim herausziehen der Kerze geht sie wieder an. Ich liebe es in die überraschten Gesichter zu sehen.

    „Der“ Knallgasversuch lief bei uns in den 80ern so ab, dass der Kollege eine Blechdose ohne Deckel mit einem kleinen Loch im Boden verkehrt herum auf den gefliesten Tisch stellte, das Loch mit einem kleinen Stück Klebeband verschloss, dann eine gewisse Zeit den Gummischlauch der Wasserstoffflasche darunterhielt, um sie zu füllen und dann oben das Klebeband anzündete. Nach eine gewissen Zeit knallte es halt und die Dose flog zur Decke. Der Versuch wurde dann mit verschieden großen Dosen wiederholt. Die größte war so eine große (ca. 5 Liter) Plätzchendose. Und als Gag holte er dann einen großen Blechmülleimer aus der Sammlung.

    Das ist die Böllerbüchse von der Antimon und ich sprechen. Ich verwende aktuell eine Pringlebüchse. Verschiedene Größen müssen nicht sein. Ich führe lieber 7 verschiedene Versuche mit Wasserstoff durch.

    Ja, Böllerbüchse verwende ich auch (hat mal einen Probealarm verlängert, ich hatte gerade gezündet) und ein mit Wasserstoff gefüllter Luftballon, der durch ein offenes Fenster einem Referendar abgehauen ist und auf dem Schulhof in einem Baum landete, sorgte dafür, dass am Nachmittag 3 Kollegen beschäftigt waren, ihn unschädlich zu machen.

    Antimon, deine Erlebnisse kenne ich auch.

    zu gefährlichen Situationen

    Ja, ich kenne auch solche Geschichten.

    In meiner Schulzeit erzählte ein Chemielehrer, dass früher (um 1960), Natrium in größerer Menge in den Rhein geworfen wurde (meine Schule lag direkt am Rhein), Fische? Hatten halt Pech. Umweltschutz gab es noch nicht.

    Zu Erdgas

    Da wurden verschiedene Vorschriften/ Sicherheitsmaßnahmen außer Kraft gesetzt. Ganz kann ich es auch nicht glauben, in der langen Zeit müsste es bei halbwegs dichten Fenster zu Explosion gekommen sein (ich habe mit einem Fachmann es mal für unsere Räumlichkeiten ausgerechnet, weil ich eine Kollegin hatte, die hin und wieder das Notaus vergaß (schaltet die Hauptleitung ab), erster Kommentar von ihm, dass darf nie passieren, danach erhielten wir für jeden Schülertisch Einzelventile (Gas kann nur ausströmen, wenn Gasbrenner angeschlossen ist, aus dem Grund ist Gasbrenner nicht ausstecken und Flamme ausblasen bei uns absolur nicht gestattet). Ich hätte diese Kollegin tatsächlich der SL gemeldet (was ich noch nie getan habe), aber ich möchte nicht mitsamt Schule in die Luft fliegen (und wer absichtlich mehrere Sicherheitsmaßnahmen umgeht ...)

    Knallgas

    Ich habe als Referendar mal nachmittags Knallgas im stöchiometrisch richtigen Verhältnis mit Seifenblasen ausprobiert. Meine Seifenblase war kein Zentimeter groß, trotzdem konnte ich 3 Tage kaum noch hören, die Putzfrau kam aus der Biologie (3 Räume weiter) angerannt, weil sie dachte, alle Fenster seien nach Explosion zerstört. Wer es mit größeren Mengen tut, hat offensichtlich keine Ahnung und gehört nicht in den Schulunterricht (ich verwende seitdem bewusst andere Verhältnisse).

    Fettbrand

    Kein Problem, wenn man weiß, was man tut, war ein Versuch einer Fortbildung.

    Chromate, Blei etc. habe ich früher auch verwendet, aber warum muss ich meine Gesundheit (und die meiner Schüler) wissentlich in Gefahr bringen, wenn es Alternativen gibt.

    Deshalb habe ich auch Schießbaumwolle genannt. Das kann man bei Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen problemlos herstellen (lassen). Der Grund des Verbots ist auch das Sprengstoffgesetz.

    Ich selbst habe keine Angst vor Chemikalien, verwende Kalium (gefährlicherer "Bruder" von Natrium), Brom (weniger giftig als "Schwester" Chlor), Thermitverfahren (2500 Grad im Blumentopf auf dem Schulhof) u.a. (natürlich nur im Lehrerversuch). Da kann ich die Gefahr abschätzen und minimieren. Krebserregende Stoffe müssen nicht sein (Vulkanversuch, Cobaltchlorid etc), auch wenn sie schön waren.

    Und es ist auch ein gesellschaftliches Problem. Wenn in Sport ein Schüler sich verletzt, gibt es viel weniger Diskussionen, obwohl es viel häufiger passiert, wenn es im Chemieunterricht passiert, steht es in überregionalen Zeitungen und im Internet (und wenn man nachforscht, gab es meistens kaum Verletzungen, nur aufgebrachte Eltern und Presse).

    Sicher, dass die paar Hansel, die mit Gas kochen, hier einen Effekt haben?

    Es gibt Versuche (Analyse von Sibersulfid fällt mir gerade ein), die nachmittags oder vor 10 Uhr ohne zusätzliche Hilfsmittel (zuschalten von Sauerstoff) klappen und zwischen 11 und 13 Uhr nicht (dumm für Referendare, die nachmittags Versuche ausprobieren). Auch ich habe mich anfangs gewundert, aber es war bei mir immer so.

    Es kann natürlich vom Wohnort abhängen, wie viele mit Gas kochen.

    OT (da Baden-Württemberg)

    Ich habe bisher nur erlebt, dass höchstens der letzte Ferientag verpflichtend war, anwesend zu sein. Meistens wird der 1. Schultagmittag für div. Konferenzen genutzt. Fachkonferenzen werden bei uns nach Wunsch der Fachschaft terminiert. In Mathe auch immer in der 1. Woche, in Chemie haben wir sie schon Ende des letzten Schuljahres durchgeführt, weil keine neuen Kollegen kommen.

    Trotzdem werde ich wieder die letzten 2 Ferienwochen an der Schule verbringen. Ich bin für die Sammlung zuständig, Inventur und Putzen brauchen ihre Zeit, Chemikalien stehen jetzt im Schrank (andere Ferien sind für mich zu kurz und es gibt andere Aufgaben).

    Bei mir lagen Grüne immer vor SPD und CDU (in der Reihenfolge) nah beieinander (alle über 75 %), dann Riesenabstand FDP und unter 20 % AFD. Das hat mich vor vielen Jahren dazu gebracht, mir das Parteiprogramm der Grünen genau anzuschauen, ich hatte sie bis dahin nicht beachtet.

    Nein, AFD ist bei mir immer an letzter Stelle, FDP nur wenig davor (ca. 25 %). Bei mir stimmt Wahl-o-mat völlig.

    (Man kann sich doch die Punkte, die übereinstimmen, genau ansehen. Und man muss sich überlegen, ob es nur im Parteiprogramm steht, oder wirklich von der Partei vertreten wird.)

    Bei mir haben es meine Schüler auch selbst hergestellt (kleinste Mengen waren früher erlaubt und Cellulose wiegt ja nichts). Jetzt fallen auch kleinste Mengen unter das Sprengstoffgesetz und ist nur noch an Unis erlaubt (es gab wohl ein paar terroristische Anschläge zu viel, aber Terroristen werden sich vermutlich im Internet fortbilden).

    Das ist der einzige Versuch, den ich echt vermisse (hatte ihn gut in meine Einheit eingebaut).

    An eigenen Thread habe ich auch schon gedacht, es wird ja doch immer mehr.

    Wie geschrieben, es war an meiner letzten Schule. An meiner jetzigen bin ich froh über die Erdgasleitung (auch wenn es da, weil uralt, immer wieder zu Problemen kam - jetzt ist hoffentlich alles ausgetauscht).

    Ich verwende Dichlormethan und Co. auch nicht. Der Ozonversuch steht ja auch nicht mehr im Lehrplan. Ja, ich bin auch vorsichtig. Nicht alles, was erlaubt ist, muss durchgeführt werden. Schießbaumwolle ist bei uns leider nicht mehr erlaubt.

    Ich wurde noch nie gefragt, ob ich Klassenleitung möchte (bekommt man einfach und bei uns gibt es keinerlei Entlastung dafür). Und AGs wollen bei uns so viele, dass man sich bedankt, wenn man eine leiten darf.

    Auch Bereitschaft wird nicht gefragt. Man bekommt einfach z. B. mit Chemiestudium Physik im Anfängerunterricht oder NwT. Wenn man lange dabei ist, kann man es evtl. erfolgreich ablehnen, aber auch nur, wenn genug andere da sind.

    OT


    (ja, mich interessiert es, deutschlandweit gelten an allgemein bildenden Schulen dieselben Vorschriften, ich habe mir vorher überlegt, ob es Eu-weit mit /ohne Schweiz usw. gilt.

    Mit Teelichter arbeite ich in BNT (Kl.5, 10 jährige, NwT für Klasse 5 bzw. 6), im Bildungsplan Baden-Württemberg steht schon der Gasbrenner, was ich nicht gut heiße, aber natürlich ausführen muss (2 Schulstunden reichen, aber auch mit Teelichter hatte ich schon brenzlige Situationen bei den Kleinen). Reduktion von Kupfer(II)-oxid ist Stoff in Klasse 8 (1. Chemiejahr), an meiner letzten Schule haben wir sie mit Kartuschenbrenner (Propan/Butan) durchgeführt (bei Eisen wird elektronisch reduziertes empfohlen, wir führen es mit Eisen und später mit Kohlenstoff durch) (ich bin daher gerade über deine Erfahrungen überrascht) . Ja, es gibt weitere Einschränkungen für Schüler bis Klasse 8, ab 9 weniger. Allerdings dürfen KMR-Stoffe so gut wie nie im Schülerversuch verwendet werden (Positivliste).

    Dichlormethan ist allerdings bei uns ab Klasse 5 (mit Einschränkungen) und nach erfolgreicher Substitutionsprüfung erlaubt (ich habe gerade nachgesehen), wir haben es allerdings vor Jahren entsorgt (als ich die Sammlung übernahm, gab es ca. 10 000 Flaschen, meine Hauptaufgabe in den ersten Jahren war, inventarisieren und entsorgen, meine Kollegen erhielten regelmäßig Listen mit Chemikalien - brauche ich dringend- brauche ich, kann aber notfalls darauf verzichten - kann weg).

    Brom haben wir tatsächlich, der jahrelang beworbene Ersatzstoff Bromat/Bromidlösung wurde wegen Krebsgefahr (H350) wieder (fast) verboten, mir ist daher Brom lieber (allerdings nur im Abzug direkt neben Giftschrank, Bromflasche kann von Sammlung aus in den Abzug gestellt werden, die Flasche wird also nur 1 Meter getragen, Brom ist ja "nur" giftig, nicht krebserregend). Schüler arbeiten natürlich nur mit Bromwasser.

    Blei und Bleiverbindungen habe ich bei einer dieser Entsorgungsaktionen bis auf einen Bleiakku entsorgt, wäre für Lehrerversuche noch erlaubt.

    Nein, sind sie nicht und habe ich auch nicht impliziert. Ich habe darauf hingewiesen, dass man im Rahmen der Bestimmungen *vor Ort* überlegen kann und ein Beispiel genannt. Das wird BlackandGold aber selber wissen, hier gilt wieder, wir müssen nicht über Details philosophieren nur um Recht zu behalten.

    Ich wollte dich nicht angreifen.

    Antimon, bist du sicher, dass die Sicherheitsbestimmungen in der Schweiz dieselben sind wie in Deutschland?

    Für BlackandGold u.a.

    Da ich an einem Gymnasium unterrichte, kann ich nicht beurteilen, was für BlackandGold (BK) ausreicht. Bei uns sind z. B. 2 Abzüge pro Raum vorgeschrieben. Und bzgl. 0,1 mol/l bei Salzsäure oder Natronlauge haben sich in den letzten Jahren mehrfach die Einstufungen geändert (mal war es ätzend, GBU vorgeschrieben, galt als Gefahrstoff, mal nicht). Ich würde daher lieber mehr als weniger Chemieschränke anschaffen (bei uns stehen sie auch offen im Sammlungsraum, in den Schüler aber nie dürfen und auch wir haben bei häufig verwendeten Chemikalien Schülersätze).

    Es ist (meistens) so, dass bei Neuaustattung Geld nicht so die große Rolle spielt, später kämpft man um 2 000 Euro (wir kämpften jahrelang um eine Lösemittelschrank und jetzt um eine Säure/Baseschrank, obwohl die Korrosion (Schränke unter Abzügen) beträchtlich ist. Genau deshalb würde ich mich dringend bei vergleichbaren Schulen informieren. Die RISU lesen, schadet auch nicht. Bei Kartuschen sind nur noch die mit den Ventilen zulässig, sehr teuer, wenn öfter Versuche mit Gasen durchgeführt werden (an meiner früheren Schule hatten wir nur Kartuschenbrenner, ich musste in jedem Praktium mindestens 2 wechseln (Schüler durften es bei uns nicht)). Gasbrenner sind bei uns sehr häufig im Einsatz, auch wenn inzwischen wo immer möglich Heizplatten eingesetzt werden. Bei uns sind Theorie und Versuche nicht getrennt, es gibt in (fast) jeder Stunde mindestens einen Versuch (meistens Schülerversuch). Bei uns wurden Hörsäle schon lange abgeschafft.


    Zu Gasart

    In den Chemieräumen haben wir zum Glück Erdgas. In den später eingerichteten NwT-Räumen leider nur Propangas (Flasche steht gesichert im selben Raum, muss regelmäßig getauscht werden). Wenn Schüler zu spät ihr Streichholz anzünden und Propangas zuvor unverbrannt ausgeströmt ist, brennt für den Bruchteil einer Sekunde der ganze Tisch (Propangas hat eine höhere Dichte und bleibt unten, Erdgas strömt dagegen nach oben). Natürlich ist noch nie etwas passiert, außer das die Schüler schreien und andere vor Schreck etwas fallen lassen. Aber ich brauche nicht die zusätzliche Aufregung. (Erdgas wird zwischen 11 und 13 Uhr auch nicht so heiß, weil in deutschen Haushalten mit Gas gekocht wird, der Druck wird geringer, die Temperatur etwas auch, angeblich um 50 Grad. Es gibt aber nur wenige Versuche, bei denen es darauf ankommt).

    Ich habe mal die Aufschrift auf einem LKW gesehen: veganer Zement

    Tja, normalerweise sind Baustoffe nicht vegan. Mein 1. Gedanke war, klar Kalk (Calciumcarbonat) ist entstanden aus Korallen, Muscheln usw., aber das ist nicht gemeint. Es werden Zusatzstoffe hinzugefügt, es werden tierische Abfälle bei der Herstellung verwendet . Z.B. https://www.vegane-baustoffe.org/

    Es ist wahnsinnig schwierig, vegan zu leben (und ob Kunststoffschuhe (Abrieb) für die Umwelt besser ist?)

    Für mich ist daher wichtig, die Tiere fair zu behandeln und dann vollständig zu verwerten.

    Das hört sich sehr gut an.

    Habe heute mal überlegt, wie es wäre, bewusst 1 Jahr lang vegan zu leben. So von 10.8.21 - 10.8.22. Nur um zu gucken, wie das ist und was es bewirkt.

    Leider glaube ich überhaupt nicht, dass ich es schaffe. Obwohl bestimmt viele Dinge vegan sind, von denen man es nicht erwartet. Z. B. Bier und Wein ...aber bin mir nicht ganz sicher.

    Bier ja dank Reinheitsgebot, Wein normalerweise nicht https://benvino.de/blogs/weinwissen/veganer-wein

    Du weißt aber schon, dass Meinungsvielfalt, Pluralismus, Streit und Diskussion nicht der Feind, sondern die Essenz, ja schlichtweg das Wesen der Demokratie ist, oder?

    Und auch ein Internetforum hat nicht die Funktion, dass sich alle in Allem einig sind. Dafür gibt's den Volkskongress.

    Ja, ich diskutiere gerne auf Faktenebene (nicht auf persönlicher) und nicht auf gefühlten Wahrheiten. Aber ich bin auch immer wieder überrascht, wie viele bei ihrem Coronawissen auf Mai 2020 stehen geblieben sind.

    Meinungsvielfalt bei Fakten? Fakenews? 2 + 2 ist eben nicht 5. Das regt mich seit 30 Jahren schon bei Diskussionen über Klimakrise auf (und da ist die Übereinstimmung mit Covid-19 extrem), bei ÖRR-Gebühren war es mir bis jetzt nicht bewusst.

    Mir fallen gerade (mit Ausnahmen) Übereinstimmungen in Ansichten zu Corona, (politischer) Richtung und Gebühren für den ÖRR auf. Interessant einerseits, aber es macht mir extrem Sorgen. Mir geht die Frage durch den Kopf, wie es außerhalb des Forums aussieht? Diese Spaltung ist auf jeden Fall für unsere Demokratie viel gefährlicher als alles andere.

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