Beiträge von Kris24

    In den meisten Schulen gibt es einen Experten für eine bestimmte Sache und wenn der ausfällt, erstmal ein Problem. (Ich habe z. B. mehrfach versucht, meine Kollegen mit in mein Boot zu holen, aber sie wollten nicht und auch ich bin daher z. Z. nicht schnell ersetzbar - hat ja auch sein Gutes, Susannea hat davon auch bereits berichtet).

    Ich hätte den Termin auch abgesagt, zumal sie wusste, dass sie sofort einen anderen Termin erhält. Auch ich freue mich, wenn es mit unserer Ausstattung endlich weiter geht (die Stadt hat es 2020 aus finanziellen Gründen auf dieses Jahr verschoben, ich würde den neuen Termin nie absagen, wenn es ihn gibt. An mangelhafter Ausstattung leide ich, vermutlich auch Susannea, jeden Tag. Das kann sich jemand, der nicht auf Fachräume und ihre Ausstattung angewiesen ist, der jahrelang jedes Jahr neue Anträge schreibt und vertröstet wird, vielleicht nicht so vorstellen?)

    Das mag ja sein, aber davon spreche ich hier nicht.

    Darum geht es doch gar nicht. Wir reden hier über Ereignisse, die viele Menschen pauschal in ihrer Existenzsicherheit treffen und zwar systematisch. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass jeder mal private harte Schicksalsschläge erlitten hat (z.B. durch schwere Bedingungen oder meinetwegen die Finanzkrise) ,die sich im ihren Privatleben ergeben haben. Aber den Zusammenhang mit der jetzigen Krise sehe ich nicht. Bezogen auf die jetzige Situation sind Lehrer im Allgemeinen einfach abgesichert, Punkt, da gibt es für mich auch nichts zu relativieren. Ich glaube auch, dass Privilegierung in dieser Krise zu einem Mangel an Verständnis für die Bedürfnisse der schwer getroffenen Bevölkerungsgruppen führen kann. Ich sage nicht, dass das notwendig so ist, aber dass das naheliegt, lässt sich an der öffentlichen Diskussion doch gut sehen.

    Auch Lehrer haben Angehörige, die keine Lehrer sind, sondern selbstständig. Ich bin z. B. der einzige Lehrer weit und breit in meiner Familie und habe 2 Geschwister, die finanziell sehr vom Lockdown betroffen sind.

    Es gibt halt immer noch den Irrglauben, dass man ohne Lockdown keine finanzielle Probleme hätte, dass man sich zwischen Gesundheit und Wirtschaft entscheiden könnte. Einfach Geschäfte und Restaurants auf und gut ...

    Nein, denn spätestens wenn die Zahlen steigen, wenn junge Menschen schwer erkranken (ich las neulich auf den Intensivstationen seit das Durchschnittsalter um die 60, zeitweise sogar drunter, liegt auch daran, weil jüngere länger darauf liegen, während ältere schneller sterben), wenn der eigene Vater oder Mutter, der Kollege oder Freund betroffen ist, dann bleiben die allermeisten Leute zu Hause. Und von den paar unbesorgten kann das Restaurant, das Geschäft auch nicht überleben. Nur dann dauert es viel länger bis die Zahlen wieder unten sind.

    Aber ich sehe den Frust einiger Virologen. Eine sagte neulich deutlich, man kann nicht geschlossen halten, wenn es nicht akzeptiert wird. Die Leute müssen anscheinend die Folgen erst selbst sehen.

    Ich persönlich hoffe aktuell, dass die Tests mehr bringen als Berechnungen zeigten (es gibt eine, die besagt, dass alle ehrlich mindestens dreimal die Woche getestet werden müssten, zweimal würde nichts bringen, die Zahlen würden nur langsamer steigen). Und mit ehrlich meine ich Menschen, die vor einem wichtigen Termin, positiv getestet, wirklich zu Hause bleiben. Auch da habe ich inzwischen leider viel anderes erlebt.

    Wirtschaft brummt, wenn es Menschen gut geht, wenn sie Lebenslust verspüren und keine Angst haben.

    Frau Eisenmann hat uns ja gnädigerweise erlaubt, einen Impftermin während der Arbeitszeit wahrzunehmen. Allerdings müssen die Stunden unbedingt nachgearbeitet werden.

    Nicht, dass ich das nicht machen würde, aber ihr Ton...

    Der Ton war mies, stieß bei uns im Kollegium auch negativ auf (zumal das bei uns schon immer so war, wenn ein Termin z. B. beim Arzt in die Unterrichtszeit fallen muss, dann sollten wir auch den Unterricht für den Vertretungslehrer vorbereiten, also vorarbeiten (geht im Fernunterricht noch besser) als nacharbeiten und alle haben es getan, es ist selbstverständlich).

    Viele sehr "rechtsstehende" Personen missbrauchen die Frage. "Man wird doch noch fragen dürfen," "ich frage doch nur".

    Das wurde aber so oft gemacht, dass aufmerksame Personen nicht mehr darauf hereinfallen. Wenn jemand in meiner Gegenwart so fragt, wird er von mir auch in die entsprechende Ecke geschoben (und erhält entsprechende Antwort). Fragen, die keine echte Antwort wollen, sind keine "unschuldige Fragen". Und das du @Lindbergh keine echte Antwort wolltest, das hat Conni bereits oben bewiesen.

    Leute, ihr klingt gerade schon etwas panisch! Wenn es so leicht wäre, Corona zu bekommen, hätten wir es alle schon 5x gehabt. Überlegt mal: Greift ihr im Supermarkt nicht auch das Gemüse direkt an? Wenn ihr in einem MFH wohnt, öffnet ihr die Haustür nicht auch mit der bloßen Hand? Esst ihr nie von Dritten zubereitetes Essen?

    Also ich wasche mir die Hände mit Seife, bevor ich esse und ich wasche auch das Obst. Ich habe aber noch nie eine Pizza gewaschen. Ich erwarte vom Koch, dass er sich gut die Hände wäscht (und wenn ich anderes mitbekomme, dann war es mit diesem Restaurant).

    zu Eisenmann und Schulöffnung https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.coronav…17c1e0441d.html

    Ich zitiere

    Ihr Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, bei der Rückkehr wolle man sich an dem Wechsel-Konzept orientieren, dass nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühsommer angewandt wurde. Demnach dürfte höchstens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ins Schulgebäude. Es sei wahrscheinlich, dass zunächst die Klassen 5 und 6 zurückkehren könnten. Im Gymnasium etwa müssten Unterstufe und Mittelstufe gedrittelt werden und im Drei-Wochen-Rhythmus wechseln, weil auch die Abschlussklassen bereits wieder Präsenzunterricht haben. An anderen weiterführenden Schulen ohne Oberstufe sei das eher im Zwei-Wochen-Rhythmus möglich.  (Zitatende)

    Drei-Wochen-Rhythmus soll besser sein als Distanzunterricht?

    Glauben immer noch Leute, dass man über eine "kontaminierte Pizza" Corona kriegt?

    Wenn das Virus nach dem erhitzen in größerer Anzahl auf der Pizza landet, warum nicht? (Man konnte auch genug infektiöses am Boden in Entfernung eines Infizierten nachweisen.) Es kann auf jeden Fall nicht ausgeschlossen werden. (Bundesinstitut für Risikobewertung 15. 02. 2021 aktualisiert https://www.google.com/url?sa=t&sourc…XD6_smLCMp-Dyaz )

    Vor dem Erhitzen ist es kein Problem. Auch Schmierinfektion ist möglich, wenn auch selten. Also wahrscheinlich ist es nicht, aber auch nicht ausgeschlossen.

    Manche profitieren von so einem System bestimmt, weil es auch Schwächen in der praktischen Umsetzung nicht unbedingt aufdeckt, für andere kann es sehr schwer werden ihre Stärken aufzuzeigen, weil sich diese vor allem im direkten Interagieren mit der Klasse zeigen würden.

    Ich benötige Schüler, das ist mein Pluspunkt. Ich bewundere unsere Referendare, es wäre nichts für mich.

    (In einer meiner 4 Lehrproben gab es eine blöde Schülerfrage, die ich gerne vermieden hätte. Aber sonst ich bin kein Alleinunterhalter, ich benötige Interaktion. Ich merke es gerade in meinen paar Präsenzstunden.)

    Gut, aber in Quarantäne zu gehen, obwohl ich die ganze Zeit eine Maske getragen und Abstand gehalten habe, würde ich auch irgendwie nicht einsehen. Dann kann man auch die Maske weglassen.

    Das höre ich zwar immer wieder, verstehe ich aber nicht. Ich will doch mich so gut wie möglich schützen, nicht weil ich evtl. Quarantäne vermeiden kann (wwnn ich mich ohne Maske zu 50 % infiziere und mit Maske z. B. zu 5 %, das Gesundheitsamt aber zu 100% sicher sein möchte, muss ich in Quarantäne, aber werde nicht oder weniger bis gar nicht krank. Es gilt immer noch, je weniger Virus ich abbekomme, umso weniger krank werde ich (normalerweise).)

    (Wenn ich einen Unfall nicht vermeiden kann, gebe ich doch kein Gas, weil es gerade Spaß macht und weil es sowieso kracht. Also ich trage die Maske zu meinem Schutz, weil ich auf keinen Fall mich infizieren möchte. Das Gesundheitsamt hat andere Interessen, die sich teilweise mit meinen überschneiden.)

    Du Glücklicher! Ich musste mich ab und an aus dem Fenster lehnen und was trinken und essen. Erste Pause nach 4 Zeitstunden mit ständigem Gequatsche, das halte ich nicht durch.

    Ja war schon lustig, 2 Chemieräume plus sehr große Sammlung miteinander verbunden (ich muss also nicht heraus), irgendwie ungewohnt und ruhig.

    So wie ich das sehe, gehen die Zahlen gerade wieder hoch. Mutationen führen halt zu Zweitinfektionen. Wie blöd kann man eigentlich sein... Unsere armen Genfer können sich ihre 30 % Durchseuchung mittlerweile auch stecken, jetzt haben sie halt B117.

    Nachbarlandkreis hat uns überholt (155 % mehr innerhalb einer Woche, bei uns waren es letzte Woche nur 75 %). Und es sind immer Mutationen. (Und die brasilianische von Manaus ist noch gar nicht hier. Damit ist die natürliche Herdenimmunität auch widerlegt. )

    Ich habe ähnliche Situationen erlebt. Meine Folgerung ist aber eine andere:
    Ich gehe da auch nach Corona nicht mehr hin. Wenn die schon die sichtbaren Hygieneregeln nicht einhalten, was machen die dann in der Küche?

    Ich habe letztes Jahr meinen Bäcker gewechselt und bleibe dem neuen treu bis heute. Ich sehe es mit Hygienemaßnahmen genauso.

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