Beiträge von Kris24

    Wenn es nicht viele sind, hilft Wasser. Das mögen sie garnicht.

    In eine Sprühflasche Wasser rein und die Wespe ansprühen. Evt. auch mehrmals. (Muss man bissl probieren)

    Und/oder mit einem Buch etc. sanft nach draußen befördern.

    Das funktioniert tatsächlich (Blumensprüher etc,). Die Wespen denken angeblich, es regnet und fliegen heim. Versuch ist es wert.

    Vor töten wird gewarnt. Angeblich warnen sterbende Wespen andere, die dann besonders aggressiv reagieren. Inwieweit das stimmt (oder nur Mythen sind), keine Ahnung.

    in Bielefeld habe ich die Luthersinger kennengelernt. Due Kinder sind am Reformationstag (also unmittelbar vor Halloween) singend von Haustür zu Haustür gezogen und haben ebenfalls Süßigkeiten erhalten. Zum Glück war ich vorgewarnt und hatte genug Kleinigkeiten besorgt. Ich kannte aus meiner Kindheit nur die Sternsinger (kath. Kirche, kamen aber zu allen -Brauchtum), die Geld für Kinder in Not (unterschiedliche Projekte) ersangen.

    Ja, es gibt so viel.

    Jepp, genau. Man kann C-Ausbrüche in Kitas und Grundschulen vermutlich nur durch erkrankte Erwachsene im Umfeld (Mitarbeiter, Eltern, Großeltern, Arbeitskollegen von Eltern, Patienten oder Kunden von Eltern) feststellen - und dann haben sie sich schon weit verbreitet.

    Drosten hat mal gesagt, dass Lehrer und Erzieher "Anzeigerfunktion" hätten. So war das also gemeint.

    Und das Problem ist dann, bis der Erwachsene positiv getestet wird und dann im Anschluss die Kinder getestet werden, sind diese schon wieder gesund (bzw. werden negativ getestet). Das hat Drosten im Mai/Juni zu der Israel-Studie gesagt (ausführlich im Podcast erklärt) . Dann heißt es, die Erwachsenen würden den Virus verbreiten, Kinder tragen nicht zur Pandemie bei. (Aber im Mai hatten sie von allen Altersgruppen in Schweden die höchste Zahl an Antikörpern lt. einer Studie. )

    Ich war sehr verwundert, dass in Schweden die Zahlen so abrupt zurück gingen (bei erreichter Herdenimmunität müsste es flacher abfallen), dann habe ich ergoogelt, wann Sommerferien sind und Bingo, es passt so genau, dass ich mich wundere, warum dies nicht allen auffällt. Auch in Schweden waren in den letzten zwei Monaten die Schulen geschlossen (inzwischen sind die Sommerferien herum, mal sehen, was passiert.)

    Ich wünsche mir daher eine Studie an Schulen, die regelmäßig (vielleicht mit weniger sicheren, aber günstigeren Schnelltests) alle Schüler wie Lehrer durchtesten, um wirklich Klarheit zu haben. (Und ich wäre froh, wenn meine Vermutung nicht stimmt. )

    (Vermutlich) Erste Zweitinfektionen durch Sars-CoV2 (anderer Stamm, daher nicht nur Neuauflage der 1. Infektion )

    https://www.zeit.de/wissen/2020-08…weite-infektion

    https://www.swp.de/panorama/coron…t-50763145.html

    (Ich hatte es bereits vor 2 Tagen geschrieben, aber vergessen abzusenden. Jetzt gerade bei erneutem Aufruf dieses Threads erst bemerkt und ergänzt. )

    Kekulé hält es für eine gute Nachricht.


    https://www.mdr.de/nachrichten/pa…schaft-100.html

    Zeit ist natürlich auch ein Problem (und dann fallen zuerst die Gespräche mit Fachkollegen weg, mir fällt gerade ein, wie viele Stunden ich einem Geographie- und Sportlehrer Bruchrechnung erklärt habe (dieselbe Gesamtschule), damit er es am nächsten Tag den Schülern erklären konnte (und er brachte Dinge immer wieder durcheinander, während ich hoffte, nichts wichtiges vergessen zu haben).

    Ich bin froh, dass an meiner jetzigen Schule darauf Rücksicht genommen wird (bei Einführung von NwT gab es Diskussion nach dem Motto alles Naturwissenschaft, ich habe damals zurück gefragt, ob man auch von einem Italienischlehrer Französischunterricht verlangen würde, seitdem wurde bei uns auch NwT entsprechend aufgeteilt, auf diese eine Kopplung kam es auch nicht mehr an.) Im allerersten Jahr musste ich tatsächlich Akkustik und Kraft unterrichten (und war den Schülern ungefähr zwei Wochen Schulbuch voraus. Ich fühlte mich unsicher und das merken Schüler (wenn Lehrer kaum mehr wissen als sie, wenn Hintergrundwissen fehlt.)

    Auch von meinen Englischkollegen höre ich immer wieder, wie schlecht die Aussprache (vieler) Grundschullehrer sei, dass sogar grammatikalisch Fehler gemacht würden usw.

    Ich war ein Jahr in den USA (Schüleraustausch) und ich habe gemerkt wie schlecht die Kollegen ausgebildet waren. Eine Lehrerausbildung wie bei uns gab es (damals) nicht.

    Fachfremd unterrichten ist für mich eine absolute Notmaßnahme, nicht viel besser als gar kein Unterricht (meine Englischkollegen meinen manchmal, kein Englischuntericht in der Grundschule sei besser).

    Das funktioniert schon in der weiterführenden Schule. Wir führen unsere Schüler mit dem System (Klassenlehrerunterricht) bis zum Realschulabschluss (tlw. mit Quali).

    Es bedarf Einarbeitung und (vor allem im ersten Durchgang) leidet der Fachunterricht bzw. eher die Fachdidaktik darunter, aber machbar ist das wirklich (auch von Referendaren werden die Klassen im BdU ja nicht unbedingt direkt gut unterrichtet!)

    Ich unterrichte mittlerweile D, E, EK, Geschichte/Politik, Wirtschaft, Bio und Kunst und es geht. Man muss Zeit investieren und sich fortbilden. In Schulen mit insgesamt höherem fachlichen Anspruch ist das vielleicht nicht ideal, aber auf jeden Fall ist das machbar. Wir haben ja alle ein Referendariat, einen universitären Anschluss und ein Abitur geschafft.

    Man muss sich Methodik und Didaktik anschauen und mit studierten Fachkollegen parallel arbeiten, dann geht das.

    Ich habe einmal eine Klasse Mathe 6 (Gesamtschule) übernommen, die mangels Mathelehrer in Kl. 5 von einem Bio- und Chemielehrer unterrichtet worden war und man hat es deutlich gemerkt. Bereits das Verfahren für schriftliche Subtraktion war nicht auf Dezimalzahlen erweiterbar (ich musste ein weiteres Verfahren einführen) , Rechengesetze sind nicht richtig erklärt worden usw.

    Ich selbst habe im Anfangsunterricht zweimal Physik unterrichtet (und hoffe alle Begriffe richtig erklärt zu haben). Es ist Schmalspur (es fehlt das Hintergrundwissen), es fehlt das Wissen, wozu es später noch verwendet wird (dazu reicht es nicht, alle Lehrpläne zu lesen). Und wenn die Basis fehlt, Begriff falsch erklärt werden, ist es selbst bei einer Unterstufe schlecht (und später kaum korrigierbar, weiß ich auch aus Gesprächen von Kollegen). Die Didaktik ist nicht das Problem.

    Mag sein, dass es an einer Hauptschule nicht so auffällt. Aber man merkt es deutlich, wenn man eine Klasse von einem Nichtfachlehrer übernimmt, die Klasse hat kein "breites Wissen " und Fachbegriffe werden entweder wortwörtlich aus dem Schulbuch erklärt oder zu allgemein (Alltagswissen), aber nicht fachlich korrekt. Es fehlt das Verständnis.

    Das war aber eher ein Problem Deiner Schule und nicht eins des Landes.

    Wir bekommen für jede Sammlung (Bio, Physik, Chemie) je eine Stunde.

    Es ist das Problem, wenn Lehrerkonferenzen abstimmen (jeder sieht nur seine Arbeit) . Ich erhalte jetzt 2 Entlastungsstunden (und es wird nicht abgestimmt, an allen mir bekannten Gymnasien in Baden-Württemberg ist es genauso, also je 2 Entlastungstunden für jede naturwissenschaftliche Sammlung, wir haben 4 zusätzlich NwT, wobei eine Entlastungsstunde auch mit einer A14 Stelle für 5 Jahre verrechnet werden kann).

    das Problem bei uns ist, dass die Fenster aus den Rahmen fallen könnten, nicht das Schüler herausfallen

    (Allerdings habe ich in 26 Jahren zweimal an der Nachbarschule (verschiedene Orte) erlebt, dass Schüler herausgefallen sind, einmal EG glimpflich ausgegangen, einmal 1. Stock nicht ganz so glimpflich. Beide Schüler saßen auf der Fensterbank mit dem Rücken nach außen. Deshalb gehe ich immer energisch dazwischen, wenn ich unsere Schüler so sitzen sehe - und meine Schüler schauen mich immer verständnislos an und verstehen überhaupt nicht, was ich meine.)

    ich bin bzgl. Entlastungsstundenverteilung froh, dass ich nicht mehr in NRW unterrichte (damals haben an meiner Schule die beiden größten Fachschaften Deutsch und Englisch bestimmt, dass für ihre Korrekturen fast alle Entlastungstunden reserviert wurden, Schulleitung hatte auch die beiden Fächer, für Chemiesammlung blieb nichts mehr übrig, die SL hat einfach einen abgeordnet (es war immer der neueste in der Fachschaft).

    Hier wird ungefähr die Zeit für die Zusatzufgaben bestimmt (1 Entlastungstunde für ein Schuljahr entspricht ungefähr 72 Zeitstunden, 36 Schulwochen mit je 2 Stunden). Das reicht zwar auch nicht, ich empfinde es aber als gerechter. (In Baden-Württemberg sind aber alle Fächer Korrekturfächer, Nebenfächer haben oft sogar mehr zu korrigieren, weil die Kollegen mehr Klassen unterrichten. Alleine deshalb würde hier niemand verstehen, warum für Korrekturen Entlastungstunde gewährt werden sollen. Deutsch hat zwar mehr zu korrigieren, aber keine zeitaufwändige Schülerversuche.)

    Die Frage ist nur: Warum stellen sie die Frage nach dem Hausmeister und den Fenstern dem Ministerium. Für Hausmeister und Fenster ist immer noch der Schulträger verantwortlich. Und dem muss man da Dampf machen, wenn nötig. - Hätte man aber auch schon viel früher.

    Kl.gr.Frosch

    Stimmt, nur hilft es nicht, wenn die Kommunen kein Geld haben, wenn der Denkmalschutz den Austausch der alten Fenster verzögert (Fenster sind am Rahmen fest geschraubt, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie herausfallen könnten, das ist nicht schnell geändert) , wenn ...

    Und für die digitale Ausstattung soll auch noch Geld aufgebracht werden und das Steueraufkommen bricht weg ...


    Ich sehe es bei uns. Es ist ja nicht nur eine Schule (und eine nach der anderen ist ja dran, aber wenn es bei anderen noch dringender ist ...)

    Vielen Dank für die Erläuterung Kris24 . Ich hatte Pippis Vater gar nicht auf dem Schirm und hatte mich nur gewundert, was man an dem stärksten Mädchen der Welt Verwerfliches finden könne...

    Mir war es vor ein paar Wochen auch noch nicht klar, aber es ist z. Z. hier (in meiner Region) extrem Thema. Selbst unsere Eisenmann hat sich inden letzten Tagen dazu geäußert (und diese Diskussion wird in meinem Bekanntenkreis noch ärger geführt als Corona).

    Die Zigeunersoße wird jetzt ja auch umbenannt (und viele finden es übertrieben), aber Sprache ändert sich (sonst ist sie tot).

    es wird immer die Vielfalt (der verschiedenen Bundesländer) betont. Im Alltag empfinde ich aber das Gegenteil.

    Grund

    Als ich vor knapp 30 Jahren angefangen habe zu unterrichten, gab es 30 oder mehr unabhängige Schulbuchverlage, die teilweise sehr unterschiedliches Material, Methoden usw. verbreitet haben. Inzwischen gibt es 3 große (und 2, 3 kleine für einzelne Fächer), weil jedes Bundesland einen anderen Lehrplan hat. Die Verlage wurden nacheinander übernommen, deren Reihen eingestellt. Meine (älteren) Kollegen und ich vermissen sie. Die letzte Wahl bestand aus drei Büchern und mit keinem sind wir zufrieden. Die vielen Kompromisse gibt es nicht mehr. Schade.

    Da muss ich jetzt mal den beliebten "Verwirrend"-Smiley zücken... Was haben denn diese Kinderbuchfiguren mit unseren Schüler*innen zu tun?

    Das hat Lehramtstudent vermutlich nicht gemeint. Aber Sprache ist nie neutral. Das ist mir als Kind dank "Mohrenkopf" klar geworden, ich verstehe inzwischen, dass manche Zigeunerschnitzel und Pippis Vater Negerkönig nicht neutral sehen. Sprache formt Gefühle, dank meiner Deutschlehrerin bin ich auf Männer-/Frauensprache aufmerksam geworden. Mit Sprache kann man viel mehr erreichen als nur das was direkt gesagt wird. Sprache übt auch Macht aus.

    Ich versuche sensibel zu sein, weiß aber, dass es mir nie gelingen wird (und mache mich auch nicht verrückt). Ich fand daher den Begriff Kohorte schlecht gewählt, auch wenn ich verstand, was gemeint war. Aber da niemand direkt verletzt war, sondern belustigt reagiert hat, habe ich auch nichts dazu gesagt.

    Dabei hast du noch diese Bedeutung vergessen:

    in der Rinderzucht) Gruppe von Tieren, für die aufgrund bestimmter gemeinsamer Voraussetzungen ein erhöhtes Risiko angenommen wird, dass sie mit einem bestimmten Krankheitserreger infiziert sind
    GebrauchTierzucht

    Ja, ein weiterer Grund, warum dieser Begriff für mich "schlecht " gewählt ist (ich hoffe, Kohorte wurde nicht aus diesem Grund gewählt).

    aaah, okay! Danke. War für mich als Soziologin ein "neutraler" und treffender Begriff zur Beschreibung einer Gruppe mit bestimmten Merkmalen, z.B. alle SchülerInnen eines Jahrgangs. Empfinde ihn aber ehrlich gesagt, trotz anderer Wortbedeutungen, immer noch nicht als problematisch, weil er mir im Leben noch nie in der Bedeutung 1 (räuberische Schar oder Legionenteil) untergekommen ist. Das wäre wohl anders, wäre ich Historikerin, Veterinärmedizinerin oder Räuberprinzessin - und schon sieht man, wie neutral Sprache so ist.

    Ich dachte als ich den Begriff jetzt in Bezug auf Schüler zum 1. Mal hörte dank großem Latinum nur an römische Soldaten, dachte an Gleichschritt, Drill usw., dachte, der Begriff sei wegen der Anzahl gewählt worden und war erst einmal nur schockiert. Der erste mit dem ich sprach, kam auch mit Rinderzucht. Diese Gedanken werde ich nun nicht mehr los (der Begriff ist für mich absolut nicht neutral, aber auch nicht so wichtig, ich verwende ihn einfacg nicht). Und so geht es allen mit denen ich bisher sprach. Er wird falls ausgesprochen immer mit einem entsprechenden Kommentar versehen. Vermutlich haben den Begriff also Soziologen eingeführt und nicht bedacht, was andere dabei empfinden.

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