Also ich entscheide das ehrlich gesagt selbst. Ich bin auch ohne Corona schon ein Lüftungsfanatiker, da ich der festen Überzeugung bin, dass Frischluftzufuhr das "Lernklima" (im wahrsten Sinne des Wortes) verbessert. Wenn es zu kalt wird zum Dauerlüften, steht wenigstens die Tür auf, ggf. das Fenster auf dem Gang oder vorn auf "Lehrerhöhe", sowie mindestens alle 15' stoßlüften. Bei mir sind die SuS, die am Fenster sitzen automatisch "Lüftungsdienst" und bekommen dann öfter zwischendrin die Anweisung "Open the windows/Ouvrez les fenêtres" (da lernen sie gleich was 🤪), das kostet mich wenige Sekunden Unterrichtszeit, wenn überhaupt. Das Gemecker ignoriere ich, denn inzwischen wissen sie Bescheid, dass das Lüften unabdingbar ist. Wer mit Löcherjeans und Sneakers dasitzt, soll sich halt wärmer anziehen. Das ist der einzige wirksame Schutz, den wir Lehrer*innen nebst Abstand noch haben und den sollten wir auch nutzen.
Genauso habe ich es im letzten Winter (vor Corona) gehandhabt, aktuell ist bei mir noch dauerlüften angesagt (zum Glück wohne ich in der wärmsten Gegend Deutschlands. Meine Schüler kennen mich und öffnen bereits vor meinem hereinkommen die Fenster (bei meinen Kollegen sind sie anscheinend geschlossen). Diskussion mit Schülern habe ich bisher noch keine (nur mit Kollegen, Lehrerzimmer lässt sich vermeiden).
Problematisch wird Starkregen oder Schneefall. Dann gäbe es Überschwemmung, da ist bei uns kein lüften möglich.