Beiträge von Kris24

    Also ich entscheide das ehrlich gesagt selbst. Ich bin auch ohne Corona schon ein Lüftungsfanatiker, da ich der festen Überzeugung bin, dass Frischluftzufuhr das "Lernklima" (im wahrsten Sinne des Wortes) verbessert. Wenn es zu kalt wird zum Dauerlüften, steht wenigstens die Tür auf, ggf. das Fenster auf dem Gang oder vorn auf "Lehrerhöhe", sowie mindestens alle 15' stoßlüften. Bei mir sind die SuS, die am Fenster sitzen automatisch "Lüftungsdienst" und bekommen dann öfter zwischendrin die Anweisung "Open the windows/Ouvrez les fenêtres" (da lernen sie gleich was 🤪), das kostet mich wenige Sekunden Unterrichtszeit, wenn überhaupt. Das Gemecker ignoriere ich, denn inzwischen wissen sie Bescheid, dass das Lüften unabdingbar ist. Wer mit Löcherjeans und Sneakers dasitzt, soll sich halt wärmer anziehen. Das ist der einzige wirksame Schutz, den wir Lehrer*innen nebst Abstand noch haben und den sollten wir auch nutzen.

    Genauso habe ich es im letzten Winter (vor Corona) gehandhabt, aktuell ist bei mir noch dauerlüften angesagt (zum Glück wohne ich in der wärmsten Gegend Deutschlands. Meine Schüler kennen mich und öffnen bereits vor meinem hereinkommen die Fenster (bei meinen Kollegen sind sie anscheinend geschlossen). Diskussion mit Schülern habe ich bisher noch keine (nur mit Kollegen, Lehrerzimmer lässt sich vermeiden).

    Problematisch wird Starkregen oder Schneefall. Dann gäbe es Überschwemmung, da ist bei uns kein lüften möglich.

    Ich habe schon hier geschrieben habe, wie ich auf Fahrten durch die DDR von DDR-Beamten (Grenzer, Polizei) schikaniert wurde. Ich kenne aus meiner Kindheit und Jugend Menschen, die aus der DDR geflüchtet sind, weil sie schikaniert wurden. Wir hatten z. B. einen Geschichts-und Gemeinschaftskundelehrer, der als junger Mann geflüchtet war und in der BRD auf dem 2. Bildungsweg studieren konnte. Von daher löst der Staat DDR für mich keine positive Gefühle aus. Meine Verwandtschaft hat sich "angepasst " (führte ein Doppelleben), hätte ich vielleicht auch, es ist nicht mein Recht zu urteilen, es ist aber nichts, was ich bewundere. Auch mein Kollege aus Sachsen wurde schikaniert und erhielt 15 Jahre Berufsverbot, er war froh, dass er nach der Wende wieder in NRW unterrichten durfte.

    Ich las in den letzten Tagen, dass auch der Westen Dinge aus dem Osten übernommen hat (genannt wurde z. B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie). Dafür bin ich sehr dankbar. Aber es wird immer so sein, dass sich die Minderheit eher an die Mehrheit anpassen muss (nicht gleich machen) und der Wunsch von DDR-Bürgern sich anzuschließen war größer als der vom durchschnittlichen Westbürgern. Wir (damals) Jungen kannten doch nur die Erzählungen der älteren, es war für uns ein anderes Land. Ich war damals einer von sehr wenigen Studenten in meiner Umgebung, der für ein Deutschland war und ich war auch eher besorgt ("Großdeutschland", können wir uns das leisten) als erfreut (das war die Generation meiner Eltern). Ich sah nur keine Alternative ("Kommt die DM, bleiben wir, ..."). Von daher war es tatsächlich kein aufeinander zu gehen und treffen in der Mitte. Das ist mir absolut bewusst.

    Ergänzung

    Nein, wertschätzen kann ich den Staat DDR nicht. Es gab gute Seiten, aber viel zu viel von oben befohlenes Unrecht. Alleine die Mauer. Warum muss man die eigenen Bürger daran hindern zu gehen (und sogar zu erschießen)?

    Der letzte Satz sagt wie alle anderen des Posts eben genau das: wer im Westen wohnt und aufgewachsen ist hat keine Ahnung von den Problemen und auch Vorurteilen im Osten. Es ist nicht so, dass Hamburg wie Hamburg ist und Dresden wie Dresden. Hamburg ist im Westen und Dresden im Osten und das wird noch eine Weile so bleiben. Aber ja, mit der Zeit wird das verblassen, so wie heute niemand mehr von Preußen spricht. Aber viele Menschen im Osten treibt eben um, was auch den TE umtreibt und das kann man offenbar nicht einfach wegreden.

    In den 90er Jahren hatte ich an einer neugegründeten Schule in NRW Kollegen aus (fast) allen Bundesländern (nirgendwo gab es sonst Stellen). Wir stellten fest, dass die "Südländer" (Baden-Württemberg, Sachsen) mehr Mentalität gemeinsam hatten als die "Nordländer" (Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen). Wir waren damals neugierig, uns kennenzulernen und beurteilten nicht.

    Das hat sich inzwischen geändert. Kleine Unterschiede werden gesucht, überhöht und gefeiert. Deshalb hoffe ich, dass wir dies überwinden ("schaffen"), deshalb bin ich an Tagen wie gestern nachdenklich.

    Schmidt: Danke, ich stimme dir in den meisten deiner Aussagen zu! Der letzte Satz hätte allerdings nicht sein müssen :( .

    Ich habe genau aus dem Grund überlegt, ob ich den Beitrag liken soll. Aber der Rest war gut (ich hatte den Finger bereits auf dem Icon und manchmal fühle ich auch Frust darüber, dass Ostdeutsche sich selbst separieren und dann den anderen vorwerfen, sie würden separiert. (Und dann überspitze ich auch einmal, auch wenn ich weiß, dass es in der DDR Bananen gab, wenn auch nicht für jeden jederzeit. )

    Übrigens Querdenker Ballweg will eine neue Verfassung. Es gibt also Menschen, die gegen unser Grundgesetz sind.

    Und Dumme wie der Kollege aus Lippstadt wird es immer geben. Ich kenne eine Ostdeutsche, die kurz nach der Wende meinte, die Türken könnten jetzt heim gehen, sie (Ostdeutsche) seien jetzt ja da. Solche Menschen, über die man nur die Stirn runzeln kann, gibt es auf beiden Seiten.

    Und bevor ich noch einen 4. Kommentar schreibe.

    Für die ostdeutschen Bundesländer kam der Shutdown im Frühjahr früh genug, für uns (Baden-Württemberg) vielleicht zu spät. Jetzt ist die Kontaktverfolgung unterschiedlich. Vor ein paar Tagen wurde veröffentlicht, dass das örtliche Gesundheitsamt für infizierte Leipziger durchschnittlich 25 Kontakte nachverfolgt, für Tübinger waren es noch nicht einmal zwei. Und so menschenscheu sind noch nicht einmal Schwaben (ich bin Badnerin). ;)

    https://www.tagesschau.de/investigativ/n…rsonen-101.html

    (Ich fürchte, auch das wird sich nach unten angleichen, wenn die Zahlen weiter steigen. )

    zu Pisa u. ä.

    Neben vieler anderer Gründe (Übergangsquote, Migrantenanteil) lag (liegt? ) es auch an unterschiedlicher Stundentafel. In Sachsen wird mehr Naturwissenschaft (also Physik, Chemie, früher auch Mathe) und weniger Gemeinschaftskunde/Wirtschaft unterrichtet. Die Unterschiede werden aktuell kleiner, sind laut Internet aber noch vorhanden (ich habe Gymnasium Baden-Württemberg und Sachsen verglichen). Ich war früher auch für mehr MINT-Fächer-Stunden in der Schule, habe aber inzwischen meine Meinung geändert. Gemeinschaftskunde ist auch wichtig.

    Mit Einheit meinte ich, dass es keine zwei Deutschlands mehr gibt. Ich bin für verschiedene Regionen, nicht für Gleichmacherei. Ich liebe die Vielfalt meiner Stadt, in der Menschen aus aller Welt ein Zuhause gefunden haben. Ich bin gerade nicht (!) für Gleichmacherei und bin für Respekt gegenüber allen Menschen (nicht nur "Biodeutsche mind. 6 Generation", nicht nur Heterosexuelle, deshalb lehne ich AFD und AFD-Nahe wie Vaatz ab). Ich verstehe Menschen nicht, die für sich berechtigt Respekt einfordern, es aber Migranten und Homosexuellen verweigern. Ich glaube immer noch, dass wir es schaffen, nur wollen es viele nicht. Ich stehe zu beiden Sätzen immer noch.

    In meiner Stadt haben alle Flüchtlinge von 2015 (und wir haben mehr aufgenommen als verlangt) richtige Jobs gefunden, weil es für alle "Patenschaften" gab, die Kinder besuchen inzwischen reguläre Schulen (auch unser Gymnasium, man merkt es, wenn sie wegen fehlendem Pass nicht einfach mit ins Ausland mitfahren können, nur deshalb weiß ich es). Ich freue mich, dass Hautfarbe keine Rolle mehr spielt (in meiner Klasse wurde eine Asylsuchende aus Nigeria mit übrigens hervorragenden Noten zur Klassensprecherin gewählt, einfach weil sie beliebt ist.) Nur unsere Rußlanddeutsche fallen immer wieder negativ auf und halten sich abseits (sprechen z. B. in Gegenwart von anderen laut russisch). Ihnen ist Deutschland zu bunt.

    Ich finde übrigens Lüge (falsche Angaben im Restaurant) nicht gut. In Baden-Württemberg verwendet die Polizei die Angaben nicht. Ich habe aktuell keine Angst vor Überwachung, bin auch hier im Forum unterwegs. Wenn die AFD an die Macht käme, würde ich es anders sehen.

    ich war bei Mauerfall an der Universität, wohnte immer weit weg von der Mauer. Entfernte Verwandte meiner Mutter wohn(t)en im Osten, sonst war es für mich zwar aufregend (Mauerfall) , aber eben auch weit weg.

    Meine Mitstudenten (alle Kinder der alten BRD) waren aus unterschiedlichen Gründen gegen die Einheit. Die einen wollten eine bessere DDR, die anderen meinten, es wäre zu teuer und wir könnten es uns nicht leisten (Lafontaine, Wechselkurs usw.). Ich sagt damals, 25 Jahre vor Merkel, wir schaffen das und war für die Einheit.

    Vor ein paar Jahren (nach 2015) trafen wir uns wieder (wir wohnen verstreut und sehen uns selten), Merkels Zitat und die AfD waren Thema. Meine Studienfreundin sprach mich an und fragte direkt, ob ich immer noch der Meinung sei, dass wir es schaffen (bzgl. Einheit). Ich wurde sehr nachdenklich und denke immer wieder daran (z. B. heute).

    Warum wollen so viele, dass wir es nicht schaffen (egal ob Einheit Deutschlands oder Integration der Flüchtlinge)? Es macht mich traurig und ja, ich hoffe genau wie Samu auf unsere Kinder.

    bei uns ist die Mensa verpachtet, wir Lehrer haben daher keine Aufsicht, ein Handyverbot wie in der Schule gibt es z. B. in der Mensa nicht.

    Bei uns gibt es keine besonderen Regeln, wenn ein Kind sich extrem daneben benehmen würde, gäbe es vermutlich Gespräche mit SL. Aber eigentlich geht es uns nichts an. Der Vertrag ist zwischen Mensapächter und Stadt geschlossen. Die Mensa gehört ausdrücklich nicht zur Schule.

    Wir Lehrer wurden anfangs mal gebeten, wenn wir privat in der Mensa essen, bei entsprechendem Fehlverhalten mit den Schülern zu reden. Ich würde eingreifen (und den Schüler ansprechen) , wenn Essen herum fliegt o. ä. Aber das ist bisher noch nicht geschehen. Strafarbeiten gibt es sicher keine.

    Vaatz ist mir schon ein paar Male negativ aufgefallen (Klimawandel, EIKE, "Ehe für alle", AFD, Gastbeitrag Tichys Einblick, Covid-19-Demos). Ich wusste, dass er heute spricht, der Aufschrei in den letzten Tagen war laut genug.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Arnold_Vaatz

    Mag sein, dass er aufgrund seiner Vergangenheit, Ahnung über die deutsche Trennung/Einheit hat. Bei anderen Themen hat er wenig Ahnung (aber eine "sehr eigene Meinung" vorsichtig ausgedrückt). Mehr schreibe ich lieber nicht.

    Ich hatte das schon 2x - aber nur für 1-2 Tage. Nicht über eine Woche...

    Es dauert 14 Tage nach deinem Kontakt. Wenn du den Kontakt direkt vor dem Test des anderen hattest und er sein positives Ergebnis schnell eingibt, zeigt es bei dir länger an. Bei mir waren bereits 13 Tage herum (daher wurde die Risikobegegnung nur ein Tag angezeigt) . (Vorteil, es lässt sich nach verschwinden der Nachricht zurück rechnen, wann und wo der Kontakt war (bei mir waren es vermutlich beide Male Supermarkt, beim 1. Mal bin ich sogar sicher. Beim 2. Mal könnte es auch Fußgängerzone sein.

    Empfiehlt sie einen Test, wenn sie rot wird?

    Bei uns darf man sich bei rot im Abstrichzentrum ohne Termin testen lassen.

    Übrigens beide meiner niedrigen Risikobegegnungen wurden bereits nach wenigen Stunden (gestern) oder nach einem Tag (August) gelöscht, weil der Kontakt dann lange genug her war. Wenn der positiv getestete etwas wartet, ist der Zeitraum schnell herum.

    Wenn ich nicht jeden Tag hinein gesehen hätte, hätte ich beide nicht gesehen.

    Meine App zeigt jetzt - nachdem ich schon Zweifel hatte - tatsächlich eine Risikobegegnung an (mit niedrigem Risiko). Funktioniert wohl doch.

    Meine App zeigt dies seit 3 Stunden auch an (ist bereits das zweite Mal nach August). Ein komisches Gefühl ist es schon, zumal ich vergangene Woche nur in der Schule war.

    das Problem ist, wenn Trump nicht schwer erkrankt, wird er genau wie Bolsonaro herum tröten, dass Covid-19 absolut ungefährlich ist (und das wird unschuldige Menschenleben kosten).

    Schadenfreude empfinde ich nicht, aber Sorge.

    Interessant fand ich heute, dass viele glauben, dass dies eine weitere Lüge von ihm ist, um keinen weiteren Wahlkampf in Gegenwart von Biden etc. führen zu müssen. Twittern kann er ja immer noch.

    Wer querdenkt, denkt nicht voraus.

    Das fällt mir immer ein, wenn ich von diesen "Querdenkern" höre.

    Und morgen sind sie in meiner Heimatstadt. Konstanz war bisher so stolz auf seine für baden-württembergische Verhältnisse niedrigen Covid-19-Zahlen. Alle hoffen, dass sich dies jetzt nicht ändert. Es ist auf jeden Fall viel weniger Platz als z. B. in Berlin. Konstanz hat 80 000 Einwohner in einer alten engen Stadt, eingeklemmt zwischen Bodensee und Schweiz. Klein-Venedig ist eine Wiese zwischen Schweizer Grenze, See und Schienen. Absolutes Nadelöhr.

    Ich hoffe, sie verteilen sich wirklich um den See. Da gibt es verschiedene "Störungen." https://www.suedkurier.de/region/kreis-k…372448,10628229

    Mal schauen, was passiert (keiner kennt genaue Zahlen).

    Bei uns gibt es pro ca. 15 Minuten Aufsicht 1 Punkt (eine unbeliebte Aufsicht dauert etwas kürzer) . Ein Vollzeitbeschäftigter muss für 4 Punkte pro Woche Aufsicht führen, ein Teilzeitbeschäftigter entsprechend weniger. Es wird notiert (und über die Jahre ausgeglichen). Seit der Einführung sind alle zufrieden, jeder muss gleichmäßig ran.

    Solche Wandertage oder Outdoor-Projekte gibt es zwar bei uns nicht, aber ein Kollege war auch schon mit seiner Klasse bei leichtem Regen im Kletterwald und bei einigen kleinen Regenschauern zum Kajak-Fahren. Das war halt für einen bestimmten Tag bei der Schulleitung angemeldet und gebucht (Bus und Kletterwald bzw. Kajakausleihe selber). War kein Problem.

    Aber ich denke, wenn es stärker geregnet hätte, wäre das Ganze abgesagt worden, vermutlich auch vom jeweiligen Veranstalter.

    Ich hatte mal das Problem mit Kajak und Starkregen (am festgelegten Wandertag). Der Veranstalter hat am Morgen abgesagt und ich musste schnell ein Ersatzprogramm zusammen schustern (wir sind halt um den See gelaufen). Verschieben ist nicht möglich, alle anderen Klassen und Kollegen waren auch unterwegs.

    Bei uns wird der Wandertag für die ganze Schule am selben Tag festgelegt (geht wegen Kursen und Lehrerwechsel gar nicht anders). Ein Verschieben ist daher unmöglich.

    Und wenn Eintrittskarten, Fahrkarten etc. manchmal vorher besorgt werden (oft muss man größere Gruppen rechtzeitig anmelden), wer bezahlt dann diese, wenn kurzfristig verschoben wird? (Unsere Unterstufe wandert meistens um die Schule herum, alle anderen wollen doch etwas weg.)

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