Beiträge von Kris24

    Ich kenne keine Studie aus Island im Detail. Es würde mich aber nicht wundern, wenn auch dort - wie eigentlich überall - Kinder in den Auswertungen der Daten so massiv unterrepräsentiert sind, dass man eigentlich keine statistisch relevante Aussage treffen kann. Ich kann Dir nur sagen, dass genau das ein Teil der Argumentation der Taskforce Covid-19 in der Schweiz ist warum man eben die jüngeren Schüler wieder gehen lässt, die älteren aber nicht. Allein die Tatsache, dass es so schwierig ist, an verlässliche Daten über Kinder ranzukommen spricht für sich.

    Du hast Recht (soweit ich das noch richtig im Gedächtnis habe, sonst bitte korrigieren).

    Zu Island habe ich irgendwo gelesen, dass unter den heimkehrenden Skifahrern kaum/keine Kinder waren und somit auch keine Infizierte.

    Zu der Studie: es wurden freiwillige aufgerufen (nicht repräsentativ ausgewählt) und Eltern brachten zur Untersuchung selten ihre Kinder mit, aus Sorge, dass diese sich vor Ort anstecken könnten. Es wurden also kaum Kinder untersucht. Und freiwillig gehen meistens nur die, die Symptome hatten/ haben und jetzt Bescheid wissen wollen. Von daher sagt die Studie nichts über Kinder aus.


    Übrigens Alter Kinder (sind bei div. Studien jünger als 10 Jahre). Ab 15 Jahre sollen sie sich bzgl. Corona wie junge Erwachsene verhalten. Da wird in den Medien oder Politik nicht sauber getrennt.

    Ich habe seit Montag wieder meine beiden Leistungskurse (Kl. 11 und 12). Liebe Schüler, aber Abstand halten? Klappt nicht. Ich hoffe halt, dass keiner infiziert ist. Denn die Schutzmaßnahmen vor Ort sind ... (es gibt nur Sprühen von Flächendesinfektion, das verdunstet in den Raum schneller als man wischen kann (und einatmen möchte ich das unbeschriftete Etwas nicht) und Handdesinfektionsmittel, die jeder anfässt, aber keine Maske, kein Abstand (kaum einer sagt etwas) etc.) Ich fühle mich nicht geschützt.

    Ein sehr toller Artikel über wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, politische Entscheidungen und die Rolle der Medien:

    Wem können wir jetzt noch vertrauen?

    Edit: Ich mach mir übrigens gerade den Spass, den Drosten-Podcast noch mal von vorne zu hören. Kann ich nur empfehlen um einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen, in wie vielen Punkten sich auch einer wie Drosten geirrt hat. Neben allem Leid und allen Unannehmlichkeiten, die diese Pandemie uns gerade beschert, finde ich genau das gerade irre spannend wie man dank einer nie dagewesenen Transparenz innerhalb von nur weniger Wochen nachvollziehen kann, was alles an Meinungen und Hypothesen wieder über den Haufen geschmissen werden musste.

    das habe ich letzts Wochenende auch getan und ja, ich fand es auch spannend (und ein Laschet oder ein Kubicki ärgern mich genau deswegen, es gibt nicht die fertige Antwort).

    ich habe leider keine Handyflatrate und dadurch sind bisher ca. 20 € angefallen (pro Minute 19 ct., kein preselect möglich ). Zweimal bin ich für Telefonate in die Schule gefahren, sonst hat die Bequemlichkeit gesiegt. Ich versuche das meiste per Mail oder Festnetz zu erledigen und nächstes Jahr wenigstens bei der Steuer abzusetzen (gibt dann ja weniger Kilometergeld).

    ich unterrichte von Anfang an neue Themen natürlich langsamer als sonst. Es gibt ausführliche Erklärungen von mir (bei uns soll es möglichst pdf sein), deshalb bisher keine Erklärvideos. Die Rückmeldung meiner Schüler ist positiv (ihre Fragen gut und konkret) , ich werde also so weiter machen (auch wenn es sehr viel Zeit kostet). Teilweise stelle ich Fragen, die ich erst später beantworte (so versuche ich bei den älteren das Niveau zu heben). Natürlich gibt es Schüler, die ohne zu denken, einfach nachlesen. Aber auch sonst warten die ab, ob evtl. ein anderer meine Frage beantwortet.

    In der Regel findet man in jeder Schule irgendeinen Platz zum Arbeiten. Wenn alle Kollegen auf die selbe Idee kommen, dann wird es schwierig, aber wenige sind kein Problem.

    Und wo bleibt mein Material?

    Deine Aussage erinnert mich an einen Städtepräsident, der meinte, Lehrer benötigen kein Arbeitszimmer (ging damals um die Begrenzung auf 2400 DM, davor war es unbegrenzt, ich bin bereits so lange Lehrer), sie könnten am Nachmittag in den Klassenzimmern vorbereiten. (Die Kommunen hatten damals Sorge, an den Schulen Arbeitszimmer einrichten zu müssen- was gab es alles an Diskussionen und Vorschlägen).

    Der R0-Wert hat bei kleinen Infektionszahlen einen grossen Fehler und ist daher ohnehin für den Moment relativ unbrauchbar. Einen R0-Wert auf zwei Nachkommastellen anzugeben spricht ja schon Bände und spricht vor allem wirklich überhaupt nicht mehr für die Kommunikation des RKI.

    Ich finde Kubicki immer schon lustig. Er ist halt ein bisschen ein Choleriker aber er kann so herrlich überspitzen und polarisieren.

    es wird ja immer auch ein Intervall angegeben, ob 0,94 oder 0,96 spielt wirklich keine Rolle.

    Kubicki schien mir von Mathematik nicht viel Ahnung zu haben (anders kann ich mir seine Aussagen nicht erklären). Das Thema finde ich für dümmliche Sätze zu ernst.

    Drosten berichtet heute im Podcast, dass die Charite angefangen hat die Virenlast bei Kindern zu bestimmen. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man aufgrund der wenigen getesteten Kinder aus den aktuellen Zahlen nichts schließen. Also nimmt man den Umweg und bestimmt die Virenlast bei Kindern. Stellt man fest, dass Kinder kaum Viren abgeben, sind die auch weniger gefährlich. Wenn sie genauso viele Viren abgeben wie Erwachsene oder mehr, sind Schul und Kita-Öffnungen kritisch. Das beste er vermutet, dass er schon am Donnerstag erste Ergebnisse präsentieren kann. Das wäre immerhin noch vor den Schulöffnungen. Ich meine, dass auch in Süddeutschland eine Studie mit 2000 Eltern plus Kind laufen soll. Vielleicht wissen wir schon bald mehr.

    BW zahlt 1,2 Mio. an 4 Unikliniken (in BW), die jeweils 500 Kinder bzw. Eltern untersuchen, um herauszufinden, ob und wie Kinder andere anstecken. Die Studie beginnt erst

    es wird jeden Tag ein neuer R-Wert berechnet, gestern war er 0,96 (und wurde auf 1,0 gerundet), heute gerundet 0,9 (kann also 0,94 sein). Das finde ich nicht komisch. Kubicki fiel mir neulich in einer Talkshow sehr negativ.

    Und wie schon oft gesagt, wenn die Neuinfektionen weniger stark zurück gehen, dann kann der R-Wert auch steigen. (Und ich finde es auch sinnvoll, wenn man nicht nur streng rechnet, dafür gibt es andere Werte z. B. Zahl der Neuinfektionen, sondern auch versucht abzuschätzen, wie viele erkranken werden (ich habe gestern versucht dies zu erklären, je nach erkrankter Gruppe werden unterschiedlich viel im Durchschnitt infiziert z. B. Altersheim). Deshalb gibt es mehrere Werte, die zusammen versuchen, die Realität vorauszusagen. Im Nachhinein sieht man, ob es korrekt war und kann die Schätzungen für die Zukunft optimieren.

    Das stimmt nicht. Die absetzbaren Kosten sind auf 1.250 € begrenzt.

    Auch bei einer źweitwohnung nur zum arbeiten? Dann wurde das geändert. Für mich war das damals der entscheidende Punkt, hatte mich daher genau informiert (ist aber schon etwas her).

    Hallo,

    ich bin neu hier und suche Tipps und vielleicht auch Tricks, was das Arbeitszimmer anbetrifft. Wir wohnen hier in einer netten 3-Raum-Wohnung, die neue Mitbewohnerin kräht so langsam allerdings nach einem Kinderzimmer, ich werde also mein Arbeitszimmer räumen müssen. Leider ist die Wohnung an sich so winzig, dass kein weiterer Platz für eine Arbeitsecke vorhanden ist. Wohnungen mit vier Räumen sind hier in der Stadt relativ selten und zudem übermäßig teuer, die Mietkosten würden sich, zögen wir um, mindestens verdoppeln, eher verdreifachen. Jetzt überlege ich, ein Arbeitszimmer außerhalb anzumieten oder mich in eine Bürogemeinschaft einzumieten. Wer hat damit Erfahrungen gesammelt und mag berichten?

    Schönen Abend noch!

    :)

    Ich hatte es mal überlegt, dann aber eine größere Wohnung gefunden.

    Es hat, wenn ich mich erinnere und es nicht geändert wurde, den Vorteil, dass man die Mietkosten komplett bei der Steuer angeben kann und nicht nur 1250 Euro.

    Ich weiß sicher, dass die letzten 3 Tage nicht berücksichtigt werden, weil aufgrund von Meldeverzug die Daten nicht stimmen (das wurde bisher immer auf der RKI-Seite geschrieben, heute hatte ich noch keine Zeit, steht das nicht mehr da?)

    Ich habe in irgendeiner Presse gelesen, dass 0.7 nie gab (das hätte am extremen Meldeverzug Ostern gelegen).

    Zu Schätzungen habe ich ebenfalls irgendwo gelesen, dass berücksichtigt würde, wer erkrankt sei (eine betroffenen Guppe mit mehr Kontakten könnte mehr anstecken). Die Zahlen (aus der Vergangenheit) betreffen ja die Zukunft. Inweiweit das erstens stimmt (mein 2. und 3. Absatz) weiß ich nicht, deshalb habe ich hier nichts dazu gesagt und zweitens ob die Ergebnisse (egal wie sie zustande kommen) stimmen, wird die Zukunft zeigen (jeweils die nächsten 2 Wochen). Voraussagen sind immer schwierig, aber trotzdem wichtig.

    Mein Vater hat mir gestern von einem Beitrag von Drosten und dem RKI erzählt, wo diese geäußert hätten man würde aktuell prüfen, ob die Vielzahl asymptomatischer Infektionsverläufe eventuell dadurch erklärt werden könnte, dass die davon Betroffenen bereits früher von einem der anderen Corona-Viren im Rahmen einer Erkältung/eines grippalen Infekts betroffen gewesen sein könnten und somit womöglich bereits über eine Teilimmunantwort verfügten, die mildere Verläufe erlaube, da das Immunsystem schneller adäquater zu reagieren vermöge. Ich habe leider keinen Artikel dazu gefunden, finde es aber doch interessant genug, um das mal zumindest hier einzustellen. Wenn sich das konkretisieren lassen sollte, wäre es - hoffentlich- etwas für den Faktenthread.

    Google mal nach Hintergrundimmunität. Es gibt einige Artikel, bisher ist noch viel spekulativ.

    und MarlenH

    weil du immer Schweden zitierst, auch deren Wirtschaft leidet extrem, Menschen konsumieren nicht so wie sonst, solange Corona wütet.

    https://amp2.handelsblatt.com/politik/intern…n/25770310.html

    Der schwedische Virologe sagt, er habe die Todeszahlen unterschätzt.

    Und bei den Daten sieht es aktuell auch nicht gut aus (in einem Jahr wissen wir alle mehr)

    https://ourworldindata.org/grapher/daily-…ESP+SWE+CHE+USA

    (Ich habe aus Interesse ein paar Länder im Vergleich zu gestern ergänzt)

    Es gab jetzt eine Nachricht, dass man die Masken nicht im Auto tragen darf weil man sonst nicht erkannt wird, wenn man geblitzt wird

    wie schafft man es, das Menschen alleine diese Masken tragen

    Deine anderen Punkte wurden schon kommentiert, deshalb greife ich diesen heraus. Das stimmt aktuell nicht (mehr).

    Ich habe von einem Zwischenfall in Bayern gehört, dass ein Polizist einen Strafzettel verteilt hat, der aber vom Polizeichef sofort kassiert wurde. Darauf wurde in meinem Bundesland (andere genauso) sofort eine Verordnung o.ä. erlassen, dass Masken in Coronazeiten getragen werden dürfen . Die Polizei meinte ergänzend, sie würden auch mit Maske den schuldigen Fahrer auf Blitzfotos erkennen.

    Ich verstehe deine Sorgen und Wünsche, ich wünsche mir auch, dass dieser Virus einfach verschwindet, war bisher leider nicht der Fall. Er ist einfach da.

    Und auch unser im Vergleich sehr gutes Gesundheitssystem (viermal so viele Betten usw.) wäre bei Verdopplungszeiten von 2, 3 Tagen schnell an seine Grenzen gekommen. Wir hatten Glück, dass wir nicht die ersten waren und noch schnell genug reagiert haben (ich habe mehrfach gelesen, es war knapp. Teilweise waren die Intensivbetten bei doppelter oder dreifacher Zahl an Covid-19-Patienten belegt gewesen wären.) Ich bin dankbar und nicht überheblich ggü. Italien, Spanien, USA

    interessant, welche meiner Punkte Moebius und madhef von mir herausgreifen und auf welche sie nicht eingehen ...

    Mein Punkt war, dass in der Realität es eben nicht ohne Risiko ablaufen wird (Fans werden sich treffen, sonst gültige Regeln gelten nicht z. B. wenn ein Spieler positiv getestet wird, muss der Rest nicht in Quaratäne, das gilt sonst nur fur Pflegepersonal). Ich bin übrigens Fan, gehe auch gerne zu Spielen (und Karlsruhe hat wohl auch ganz schön Probleme), wohne leider aktuell etwas abseits, im Freundeskreis wurde darüber diskutiert, wir waren trotzdem alle dagegen.

    Man merkt, dass du kein Fußballfan bist. Bei Spielen von Bundesligavereinen wird es zwangsläufig zu Ansammlungen von vielen Fans in Fanclubs und in privatem Umfeld kommen. Die größten Fanclubs haben dreistellige Mitgliederzahlen. Beim Fußballschauen ist man eng beieinander, bei Toren des eigenen Teams bricht sich unkontrollierte Freude Bahn (um den Hals fallen, umarmen, etc ...).

    Wenn mein Club wieder spielt, dann treffe ich mich mit meinen Leuten und wir schauen gemeinsam und wir freuen uns gemeinsam und wir leiden gemeinsam. Trotz Corona. Wir können nicht anders. Und wahrscheinlich hunderttausende in diesem Land auch nicht.

    wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist genau das beim letzten Geisterspiel vor der Pause geschehen. Hunderte Fans standen vor dem Stadion und haben ihr Team angefeuert (inkl. um den Hals fallen usw., gemeinsame Anreise usw.) Und da nicht jeder Bezahlfernsehen hat, trifft man sich beim Kumpel.

    Außerdem warum soll nur die 1. und 2. Liga spielen und nicht die 3. ,4. 5. ? Auch letztere haben finanzielle Probleme Warum nur Fußball und nicht Handball? Warum nicht die Jugendlichen auf der Straße (wieso Abstand in der Schule in der Schule, die Fußballer sind Vorbild).

    Sogar die Ultras sind dagegen. Und ich habe es zwar nur gehört, kann es nicht beurteilen, das Sicherheitskonzept vom Profifußball hatte wohl einige Lücken.

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