Beiträge von Kris24

    Nee nee, "Süden" umfasst selbstredend nur Bayern und BW, Südwesten nur BW und Bayern ist dann, na Frau Phink? Jawohl, im SüdOSTEN. :P Nördlich von BW/Bayern beginnt aus unserer Südperspektive selbstredend Mitteldeutschland und dann ganz ganz schnell nur noch Norden.

    Ich weiß, wie überrascht ich war, als an meiner 1. Schule in NRW unser SL uns beide neuen Kollegen aus dem Südwesten Deutschland kommend vorgestellt hatte und der andere Kollege dann aus Kaiserslautern stammte. Kaiserslautern und Südwesten? Nein, eindeutig Westen.

    Ich hatte im Studium immer die Diskussion mit einem Bremer Mitstudenten über die Grenzen von Nord- und Süddeutschland. Ich zog die Grenze bei Frankfurt (Mitteldeutschland gab es für mich nicht), er bei Osnabrück.

    Tja. So ist es.

    So ist es bei uns nicht!

    Die KollegIn mit DER A13-Stelle ist die Schulleitung und macht den Stundenplan.

    Entlastungsstunden gibt es 1-2 im Pool, da ist also nicht viel zu verteilen.

    Da es keine A13Stellen außer SL an den Schulen gibt, übernehmen die A12-KollegInnen sämtliche Aufgaben ohne Entlastung und ohne A13 oder A14.

    Auch wenn sich die Aufgaben bei den Personen häufen, gibt es noch immer keine Entlastung zu verteilen, sondern höchstens mehr Aufgaben, weil das Kollegium klein ist oder die Abordnungen, die die Schule erhält, sehr hoch. Abordnungen erhalten bei uns in der Regel keine Aufgaben der Schulentwicklung, Organisation oder Koordination und auch keine Fachleitungen.

    Ich gehe davon aus, dass ihr an der Grundschule keine Chemikaliensammlung mit ca. 5000 Flaschen und anderen Gerätschaften habt. Dafür erhalte ich 2 Entlastungstunden (und nach vielen Jahren eine A14-Stelle), weil ich über viele Jahre nachweislich viel mehr als als 144 Zeitstunden pro Schuljahr investieren muss (es sind durchschnittlich über 200, es waren anfangs über 500).

    Unsere Stundenplanersteller haben dieses Jahr wegen Problemen jeweils über drei Wochen in den Sommerferien benötigt. Außerdem sind sie für Vertretungspläne zuständig und nur einer erhielt jetzt die A14-Stelle (und es wird viele Jahre keine 2. geben). In drei Jahren ist ein anderer Bereich dran.

    In Baden-Württemberg erhält jeder Gymnasiallehrer von Anfang an A13. Die anderen Lehrer erhielten A12 mit der Begründung, sie hätten nicht an der Uni studiert und wären schneller fertig. Meine Schwester hat 6 Semester für Grundschullehramt benötigt, ich insgesamt 12 (inkl. 2 Semester für Prüfung). Meine 1. Staatsexamenarbeit (6 Monate) in Chemie hätte ich als Diplomarbeit abgeben können.

    In Deutschland ist das Gehalt vielfach von der Ausbildung abhängig. Ob es gerecht ist, ist eine andere Frage (und die Diskussion fängt erst jetzt richtig an z.B. Erzieher im Kindergarten oder eben Grundschullehrer). Vor 30 Jahren war es noch kein Thema in der Öffentlichkeit. Wenn ich geäußert habe, dass Erzieher eine bessere (und längere) Ausbildung bekommen sollten, wurde heftig widersprochen.

    Ergänzung

    Eine Entlastungstunde ist 72 Zeitstunden wert. Da es aber sehr viel mehr Aufgaben als Entlastungstunden gibt, gibt es jedes Jahr heftige Diskussionen. Ich liege deutlich über 200 (anfangs 3 Jahre über 500 Zeitstunden pro Jahr) für die Sammlung , bekomme aber nur 2 Entlastungstunden (die sind mir aber aktuell sicher). Das ist das System hier in Baden-Württemberg an Gymnasien, in NRW war es anders.

    Bei uns an der Schule ist es Aufgabe der Schulleitung, die auch alles andere machen müsste und 16 Std Unterricht erteilen soll.

    Stellvertretende SL gibt es erst, wenn die Schule erheblich größer ist.

    Zwei vorherige SL haben Stunden- und Vertretungsplanung an eine „normale“ Kollegin abgegeben, die dafür von den SL-Entlastungsstunden welche bekam.

    Auch alles andere machen „nur“ Lehrerinnen, da es an den Schulen keine Posten und nahezu keine zu verteilenden Entlastungsstunden gibt.

    Zum letzten Satz

    So ist es bei uns auch (Gymnasium Baden-Württemberg).

    Die Kollegen mit A13 erhalten für die Stundenplanerstellung Entlastungstunden aus dem entsprechenden Pool. Einer hat jetzt nach über 12 Jahren eine A14-Stelle erhalten, erhält dadurch also eine Entlastungsstunde weniger.

    Die A14-Stellen werden einmal im Jahr öffentlich ausgeschrieben, jeder kann sich bewerben und wenn die Schule beliebt ist und in einer beliebten Wohngegend liegt, kommen auch Bewerbungen von außen (viele nutzen die Chance für einen Schulwechsel). Die beste Beurteilung erhält die Stelle (ohne 1,0 keine Chance und selbst das reicht manchmal nicht). Bei uns darf nur ca. alle drei Jahre eine Stelle ausgeschrieben werden (und es war oft etwas mit Sport, Musik, Medien), da wir bereits relativ viele A14-Stellen haben (unser Kollegium ist älter, früher war es in Baden-Württemberg auch leichter). Wer andere Fähigkeiten hat (oder nur zweitbester ist und es bewerben sich auf jede Stelle mehrere/viele), kommt nicht zum Zug. Was Plattenspieler schreibt, stimmt so nicht. Für Schulbücher (Aufbau der digitalen Verwaltung, der Kollege musste alles selbst erarbeiten) gab es vor vielen Jahren einmal eine A14-Stelle, der Kollege ist längst an einer anderen Schule. Die Nachfolger enthalten Entlastungstunden.

    Bei uns warten viele Kollegen seit Jahren auf eine A14-Stelle ohne Chance. Die meisten haben deshalb aufgegeben und bewerben sich nicht mehr.

    Wer macht den denn nebenher, jemand der eigentlich "nur" Lehrer ist? Ich kenne das von Gymnasien so, dass das oftmals Aufgabe des stellvertretenden Schulleiters ist.

    Ich bin auch A14 für die Stundenplanerstellung.

    Bei uns wurde erstmals eine A14-Stelle für Stundenplanerstellung ausgeschrieben. Es gibt mehrere Kollegen mit A13, die es mindestens 12 Jahre tun. Nur einer konnte die Stelle erhalten.

    Alle Gymnasiallehrer, die ich kenne und die länger als fünf Jahre dabei sind, sind mindestens Oberstudienräte (A 14). Dafür haben sie dann (pro forma?) so Posten wie Verwaltung der Schülerbücherei oder Stufenkoordinatoren. Ganz ehrlich: Die Jobs muss bei uns auch jemand machen, aber dafür gibt es noch nicht einmal eine Anrechnungsstunde, geschweige denn eine Funktionsstelle.

    Auch A-15-Stellen gibt es (u. a. durch die erweitere Schulleitung) an allen Gymnasien mehrere.

    Wenn ich mir dann anschaue, dass an Grundschulen mit geringer Schülerzahl Konrektoren nur A 12 + Z und Rektoren nur A 13 bekommen, wundert es mich nicht, dass sich niemand diese Jobs antun will.

    Ich wohne auch in Baden-Württemberg, unterrichte am Gymnasium und widerspreche heftig.

    Es darf nur ein bestimmter Prozentsatz A14 haben. Ist er erreicht (und das ist weit von 100 % weg), darf selbst ein großes Gymnasium nur alle 3 Jahre eine (!) A14-Stelle mit einer Aufgabe ausschreiben. Man wartet im Prinzip darauf, dass jemand mit A14 in Pension geht. Wer keine 1,0 in der Beurteilung erhalten hat, hat keine Chance. Besser sieht es angeblich (ich kann es nicht beurteilen, höre es immer nur) z. Z. an Gemeinschaftsschulen aus. Weil kaum ein Gymnasiallehrer dorthin wechseln will, wird damit geködert. Und wenn man dann dank Beziehung oder Glück zurück wechseln kann, behält man A14.

    Unser Gymnasium hat wenig Fluktuation, wir werden gemeinsam alt und sehr viele Kollegen sind 10, 15 oder gar mehr als 20 Jahre da, unterrichten gut (Beurteilung 1,5) und haben keine Chance. Ich habe es mehrmals versucht bis es geklappt hat.

    Früher war es anders (da gab es noch Regelbeförderung mit Noten bis 2,0, die mussten aber auch 15 Jahre warten, mit 1,0 ging es schneller). Und wenn das Kollegium sehr jung ist, gibt es vielleicht noch zu wenige mit A14 an der Schule und es kann jedes Jahr ausgeschrieben werden. Nur so kann ich mir deine Antwort erklären.

    Muss ein Lehramt-Phänomen sein. Ich mag mich an eine einzige Person in meinem Jahrgang erinnern, die aus Heidelberg kam ;)

    Nein. Lehramt wurde damals in meinen Fächern kaum studiert. In Chemie waren es 3 Lehrämtler und 147 Diplomer. In Mathe 5 von ca. 40. Und wie ich gerade schrieb, die absolute Mehrheit wohnte zu Hause und pendelte bis zu 50 km (bei mir waren es nur 2).

    Deshalb habe ich im Prinzip in zwei Fächern auf Diplom studiert. Es fiel in Mathe das Nebenfach weg, in Chemie Mathe für Chemiker. Deshalb hätte ich in beiden Fächern jederzeit auf Diplom umsteigen können, deshalb erhielt ich in Chemie das Angebot zu promovieren, obwohl ich von Anfang ab Lehrämtler war.

    Ich glaube, wenn man aus einer Unistadt kommt, gibt es das gar nicht so selten. Für mich wäre das auch gar nichts gewesen, ich wollte mit 19 raus in die Welt, aber ich kenne viele, die nicht nur aus ihrer Heimatstadt nicht rausgekommen sind im Studium, sondern auch sehr lange noch zuhause gewohnt haben. Und das hat mit Lehramt gar nichts zu tun. Oft sind es finanzielle Aspekte, manchmal auch Angst vor dem auf-den-eigenen-Beinen-Stehen, manchmal auch einfach nur Bequemlichkeit.

    Meine Eltern wohnten 2 km von der Uni Konstanz weg und da bei uns das Geld sehr knapp war, habe ich auch zu Hause gewohnt und bin mit dem Fahrrad zur Uni. Ich habe drei jüngere Geschwister, hatte meine alten Freundeskreise, in denen mehrere Jahrgänge (auch Schüler) waren. Ich selbst hatte als Schüler schon vielfachen engen Kontakt zu Studenten (meine männlichen Freunde waren meist älter). Studentenwohnungen waren in Konstanz extrem knapp (es gibt dank Bodensee und Schweiz kein Hinterland).

    Ich wäre gerne ausgezogen, ging aber finanziell nicht, ich hätte neben Bafög viel arbeiten müssen und das hätte im Studium Zeitverlust bedeutet (ich habe es im 1. Jahr versucht, arbeitete stundenweise in der Schweiz bei Migros, es war zu hart). Daher habe ich das Studium schnellstmöglich durchgezogen, um endlich unabhängig zu sein. Auch die meisten meiner Kommilitonen wohnten zu Hause (lag vielleicht auch an den Studienfächern, in Mathe waren es damals bei mir nahezu 100 %, in Chemie etwas weniger. Es lag vielleicht auch an meiner Uni, damals wollte kaum jemand nach Konstanz, Exzellenzuniversität wurde sie erst später. ) Wer von meinen Mitschülern Geld hatte, zog nach Freiburg, Tübingen oder Heidelberg.

    Langsam sein ist eine nette Lebenserfahrung, aber wenn man sein Studium zu großen Teilen selbst finanziert ist Geschwindigkeit schon irgendwie wichtig und man ist im Referendariat auch deutlich entspannter, weil man nicht "auf einmal so viel Stress hat". ;)

    und auch wenn man auf Bafög angewiesen ist wie ich, sollte man sich ran halten (Regelstudienzeit + Studienabschlussförderung für 2 Semester).

    Ich war tatsächlich froh, als ich das Studium abgeschlossen hatte und endlich selbst Geld verdienen konnte (und das Geld endlich reichte). Freunde erzählten mir, dass ich im Referendariat richtig aufblühte.

    6 Semester? Da kenne ich niemanden. Dann hat man natürlich keine Alternativen im Blick. Nach 10 und mehr (früher war alles schöner und besser...) schon, man hat verschiedene Perspektiven durch und kann sich entscheiden. Zumal man dann wahrscheinlich auch "ein wenig" in anderen Bereichen gearbeitet hat, um sich sein Leben zu finanzieren. Das Schlimme heute ist ein völlig verschultes Studium, dass wenig Perspektivwechsel schon aus Zeitgründen zulässt.

    Pepe, ist zwar schön 25 Jahre her (man, jetzt fühle ich mich gerade alt), aber bei mir wären es sechs gewesen.

    Kl.gr.Frosch

    In Baden-Württemberg waren es (für Grundschule) auch nur 6 und nicht an der Universität. Damit wurde das geringere Gehalt begründet.

    Meine jüngere Schwester hat dies vor 26 Jahren auch getan.

    Wenn sich das Virus permanent verändert und nun nur noch Bauchweh hervorruft, können wir dann nicht alle aufatmen?

    Wieso verändert?

    Bei Kindern traten (bei diesem Virus) schon immer kaum die Symptome der Erwachsenen auf, deshalb glauben viele, dass Kinder nicht erkranken.

    Die Engländer haben vor einigen Wochen davon gesprochen, dass sie im Frühjahr bei Kindern mit Bauchweh oft Sars-CoV2-Virus nachweisen konnten. Aber irgendwie ging das unter. Bei uns gibt es einen Fall, dass zwei Geschwister wegen Bauchschmerzen 2 Tage zu Hause blieben, dann in die Schule gingen und eine Lehrerin ansteckten (wie das nachgewiesen wurde, keine Ahnung).

    Laut Virologen hat sich der Sars-Cov-2-coronavirus bisher nicht entscheidend verändert (kleine Veränderungen gibt es ständig). Also Kinder erkranken oft mit Bauchschmerzen, haben eher Durchfall (davon sprachen bereits die Chinesen), Erwachsene (anscheinend) nicht.

    Darf ich mal nach der Reaktion fragen? Bei uns (allerdings deutlich ältere SuS) wäre da direkt ein mehrtägiger Schulausschluss fällig.

    Es geht um beides. In der Zeit stehen wenigstens ein paar aufgeschlüsselte Zahlen:

    https://www.zeit.de/gesellschaft/z…ngriffe-anstieg

    es gab mindestens dreimal zeitweisen Schulausschluß (ich glaube für 14 Tage), mehrmals Wechsel in die Parallelklasse und zweimal "Austausch von Schülern " (mit Nachbargesamtschule") während meiner Zeit.

    Wir hatten Klassenkonferenzen mit Jugendamt, Gespräche mit Polizei. Zwei der Schüler waren wegen Gewalt (außerhalb der Schule) polizeibekannt.

    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Vater, der das Luftgewehr seines Sohnes für völlig harmlos hielt, wir sollten uns nicht so anstellen. Messer führten viele mit. Ich denke Gewalt ist sehr vom Schultyp abhängig. Ich bin daher froh, jetzt am Gymnasium unterrichten zu dürfen.

    An meiner 1. Schule (nach dem Referendariat) gab es Gewalt gegen Lehrer. Ich selbst hatte einmal Glück dank Stundenplan (der Schüler bekam 3 "Tadel" wegen div. Vergehen an einem Tag, ich war die 1., beim 3. Mal flippte er aus. Einmal habe ich den Schulleiter rechtzeitig dazu geholt, es blieb bei der Drohung. Man durfte sich nicht "schwach" zeigen, bei mir blieb es bei verbaler Gewalt (bei Kollegen nicht).

    Zum Glück hat Schulleitung und Kollegium zusammen gehalten, aber letztlich war es der Grund für mich zu wechseln (ich fand es anstrengend, die Freude am Unterricht ging verloren). An den beiden Gymnasien danach habe ich nichts dergleichen erlebt (2. Wechsel hatte rein private Gründe).

    Ich denke, es war Frust der Schüler, die wussten, dass niemand auf sie wartet (kaum Chance auf einen Job) und Gewalt in der Familie (manche Schüler kannten nur Gewalt als "Problemlösung").

    Dass Mieten und Immobilienpreise hoch sind, belegt für mich eher, dass dieser Markt kaputt ist. Davon abzuleiten, dass ich zu wenig verdiene, leuchtet mir nicht so ganz ein.

    Genau so, wie jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er 1700 Euro für eine Wohnung an Miete zahlen will.

    deshalb habe ich mich vor Jahren gegen eine Stelle in München entschieden und bin nach ... (1. Schule nach Referendariat) . ;)

    Und jetzt wohne ich auch 30 km weiter als ich ursprünglich wollte (halbe Miete).

    Ich kenne Menschen (keine Lehrer), die zuerst eine günstige Wohnung gefunden haben und dann einen Arbeitsplatz gesucht haben.

    Aber 1700 Euro für eine Wohnung in Stuttgart sind nicht teuer. Ich kenne höhere Preise. Meine Familie hat ursprünglich in Stuttgart gewohnt und ist bewusst weggezogen, wir haben aber noch viele Kontakte dort. Es gibt bei uns Krankenhäuser, die eigene Wohnungen für ihr Pflegepersonal anbieten, weil sie sonst keine finden würden.

    bei uns finden die Elternabende in den beiden größten Räumen der Schule statt (höchstens eine Stunde), dann wird gelüftet und die beiden nächsten Klassen sind dran. Von Lehrerseite nehmen nur die beiden Klassenlehrer teil, außerdem ein Mitglied der Schulleitung.

    Fachlehrer nehmen ausdrücklich nicht teil (normalerweise stellen sich alle am 1. Elternabend vor, in manchen Klassen sind es über 20, in meiner 10. Klasse waren es letztes Jahr z. B. 24 verschiedene Lehrer).

    Gibt es an euren Schulen eigentlich schon Vorkehrungen oder Ideen wie man im Herbst und Winter mit Corona umgeht?

    Es wird kalt und nass, Lüftung ist nicht mehr in dem Stile wie jetzt (Türen und Fenster immer auf) möglich.

    meinen Kollegen (und Schülern) ist es jetzt bereits zu kalt, zu laut usw. und Fenster und Türen sind geschlossen.

    Wenn ich in der nächsten Stunde hinein gehe, ist die Luft zum schneiden. Ich öffne also alle Fenster vorne und bitte die Schüler (oft) mehrfach, ihre Fenster ebenfalls zu öffnen. Bisher gibt es nur kleinen Protest, aber die Fenster werden sehr schnell geschlossen.

    Zu den unterschiedlichen Lüftungsintervallen (Tonne - Kriegel) las ich heute

    https://www.news4teachers.de/2020/09/schulg…wetter-zentral/

    Ich bin gespannt. Ändern kann ich wenig.

    es gab 3 Jahre, in denen ich jeweils ca. 500 Stunden in den Aufbau der Chemiesammlung gesteckt habe (ich habe damals Buch geführt, weil ich es selbst wissen wollte) zusätzlich zu meinem Unterricht (großteils in den Ferien). Ich war jung, ungebunden und es hat mir Spaß gemacht (und ich profitiere heute noch davon).

    Keine Ahnung, wie man auf 3500 Stunden kommt? Ich vermute aber ähnliches. Eine Kollege hat z. B. unendlich viel Zeit (viel mehr als ich) in den Aufbau des Netzwerks, der Computerräume etc. gesteckt und aktuell in die europaweiten Ausschreibungen. Es gibt immer wieder solche Kollegen, die es zeitweise tun. Auch der mit 3500 Stunden wird es vielleicht nur zwei, drei Jahre tun, dann ist ein anderer dran. Aber ca. 2000 Stunden sind viele aktiv (siehe Standardabweichungen).

    Und nein, ich klage nicht. Ich hätte es nicht notiert, wenn mich andere nicht darauf hingewiesen hätten. Inzwischen bekomme ich Entlastungstunden. Schule und Unterricht macht mir Spaß, deshalb würde ich nie so wie du vergleichen. Ich möchte nicht in eine Versicherungsgesellschaft wie meine Mathekommilitonen, auch wenn sie mehr verdienen und ihren Job ebenfalls sicher haben. Für mich ist nicht nur Geld wichtig.

    Ja gut, der Durchschnitt lag bei 1.700 bis 1.900. Man sollte hier auch mal die statistische Verteilung zeigen. Der Ausreißer von 3.500 Stunden kann mehrere Gründe haben: Erstens hat einer der 6.500 Lehrer schlicht 3 statt 2 geschrieben (Datenfehler), zweitens hat ein Lehrer bewusst manipuliert und drittens gibt es tatsächlich jemanden, der 3.500 Stunden gearbeitet hat. Geht man z. B. von einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft aus (250 Tage á 8 Stunden am Tag = 40h/Woche), so hätte der kleine Workaholic rund 14 Stunden am Tag (250 Tage á 14 Stunden = 3.500 Stunden) gearbeitet. Das ist allein aus physikalischen Gründen nicht möglich. Da wurde statistisch nicht sauber gearbeitet. Normalerweise würde man solche Ausreißer (oben wie unten) entfernen, da es immer Datenfehler (bewusst oder unbewusst) gibt. Aber wie gesagt, da müsste man sich die statistische Verteilung anschauen...

    Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde es digital erfasst, also nichts mit notieren. Und es gibt Leute, die tatsächlich mehr als 250 Tage arbeiten, einfach weil sie ihren Job lieben. Man musste auch jeweils die Art der Arbeit (z. B. Korrektur) angeben.

    Bist du wirklich Lehrer? Oder warum willst du uns beweisen, dass alles nicht stimmt? Übrigens sind in Schulwochen etwas über 46 Stunden normal (die gut 6 zusätzlichen Wochen Ferien werden umgerechnet auf 41 Stunden pro Woche, Angestellte müssen in Baden-Württemberg weniger arbeiten). Das sehen Außenstehende nicht. Es sind übrigens Standardabweichungen angegeben (bei Durchschnittswerten von 1750 bis 1976, seltsam, dass du falsch abrundest, passt es nicht in dein Vorurtei)l?

    Ja, manche unterrichten nach Buch, aber das ist für die meisten nicht befriedigend. Ich unterrichte immer wieder anders, angepasst an meine Schüler, angepasst an die Zeit, sonst wäre es mir auch langweilig.

    Ich kenne viele Kollegen, die genau aus diesem Grund Teilzeit arbeiten (z. B. 23 statt 25 Deputatsstunden), weil es ihnen zuviel ist. Eine Mutter meinte einmal zu mir, Kollege XY würde wenig arbeiten, sie sehe ihn am Donnerstagmittag beim Fußball. Dass er unterhälftig arbeitet, wusste sie nicht.

    Ich sage es immer wieder: Mummert und Partner. Die kamen zum Teil auf 3.500 Stunden. Da diese Studie aber dem Land als Auftraggeber nicht genehm war, verschwand sie sang- und klanglos in der Schublade. Einige Tätigkeiten (Konferenzen etc.) wurden zum Normaufwand deklariert, verschwanden so aus der Arbeitszeitberechnung - und schon stimmte die Rechnung wieder aus Sicht des Landes.

    Das ist für Teilzeitkräfte - insbesondere für unterhälftige - fatal und somit ein richtig fieses Minusgeschäft.
    http://www.rboelling.de/download/l-arbzeit.pdf

    Danke, dass war die Studie, die ich vorher gesucht habe. Ich hatte den genauen Namen vergessen, Kollegen hatten damals daran teilgenommen. (NRW schuldet mir übrigens noch 3 Vorgriffsstunden, ich hatte inzwischen das Bundesland gewechselt. )

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