Beiträge von Kris24

    Es wäre schön, wenn die Kompetenz der Grundschullehrkräfte mit dem Kompass-Test als Absicherung genügen würde. Die 4. Komponente "braucht" es dann doch nur, weil Lehrkräften trotz Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildungen dann doch nicht zugetraut wird, profunde Entscheidungen zu treffen. Und weil zu viele Eltern den Gymnasialübertritt immer noch als Goldstandard betrachten - unabhängig von dem, was ihre Kinder tatsächlich können (bzw. nicht können).

    Grundschulen sind nicht alle gleich, in manchen sind die Anforderungen höher.

    Aber wie geschrieben, es schaffen nur wenige.

    Ich dachte, ich hätte mal gelesen, dass man in BW die 2 Ermäßigungsstunden bekommt, wenn man mindestens 75% arbeitet. Aber das stimmt anscheinend gar nicht, weiß auch nicht mehr, wo ich das gelesen habe.

    Wenn aufgerundet wird, sind es 2, und bei mehr als 75 %, in zwei Jahren und wenn man dann pensioniert wird...

    Du meinst den Potentialtest. Da haben unsere Eltern mit dem Kopf geschüttelt und abgelehnt, auch wenn sie enttäuscht waren, dass das Kind nicht aufs Gymnasium kommt. Noch einen Test schreiben, das wollten sie den Kindern nicht antun. Bis zur Grundschulempfehlung haben wir schon genug Arbeiten geschrieben, dann noch Kompass und weil wir Lehrkräfte nicht wissen, was bei Kompass drankommt, haben wir v.a. in Mathe auch ganz schön Gas gegeben. Das 1. Halbjahr in Klasse 4 ist eigentlich entscheidend, das ist vielen zunächst nicht so bewusst und plötzlich steht der Übertritt vor der Tür. Unsere Eltern sind eigentlich sehr vernünftig und loben das Bildungssystem, in dem man auch auf anderen Wegen zum Abitur gelangen kann. Oder sie wollen einfach, dass das Kind glücklich wird und unterstützen sportliche "Karrieren", die manche anstreben (Nachwuchsspieler beim VfB oder Balletttänzerin).

    Wir haben ca. 20 Kinder pro Potentialtest in den letzten beiden Jahren, ein oder 2 Kinder schaffen es, wir haben ca. 100 Schüler pro Jahrgang, 2 dank Potentialtest. (Es gibt also diese Möglichkeit, unsere Eltern sind nicht alle so vernünftig.)

    Auch das ist doch völlig richtig. Kinderzuschläge sind eine Alimentation des Unterhalts. Sobald das Kind über Einkommen verfügt und diesen selbst bestreiten kann, entfällt halt die Legitimationsgrundlage.

    Vielleicht sollte man sich hin und wieder mal vergegenwärtigen, dass diese ganzen Zuwendungen "da draußen" erwirtschaftet werden müssen. Das gebietet auch einen einigermaßen verantwortungsvollen Umgang damit.

    Eben, es hängt mit Bürgergeld bzw. Grundsicherung zusammen. Das erhält ein Kind bzw. seine Eltern auch nicht mehr, wenn es ausreichend verdient.

    In BW entscheiden nicht mehr die Eltern alleine unabgängig von der Empfehlung der Lehrer. Man hat aber auch nicht dazu zurückgewechselt, dass allein die Lehrerempfehlung gilt.

    Es gibt jetzt drei Komponenten: Elternwunsch/-Meinung, Lehrermeinung und den Übertrittstest Kompass 4. Wenn Eltern und Lehrer sich nicht einig sind, ist das Abschneiden bei Kompass 4 entscheidend dafür, ob das Kind am Gymnasium angemeldet werden darf. Wenn sie sich einig sind, ist das Ergebnis bei Kompass 4 egal.

    Es gibt noch eine 4. Komponente, Tests am Gymnasium im Frühjahr kurz vor der Anmeldung . Allerdings schaffen dies bei uns nur wenige.

    Eben, das dürfte überall so sein. Ab Klasse 3 wird's inhaltlich schwieriger und es wird auch schon im Frühjahr beraten, wem welche Schulart empfohlen wird. Da gibt es keine Überraschungen mehr im vierten Schuljahr.

    Die Kinder mit Lernförderbedarf fallen auch noch (wesentlich) früher auf. Bei einem IQ von unter 80 ist das auch völlig klar.

    Edit: Zauberwald , was wurde bei euch geändert, was ist das mit dem Kompass?

    Ich bin zwar nicht Zauberwald, kann aber auch helfen.

    Einige Jahre lang gab es eine unverbindliche Empfehlung, die Eltern entschieden, ob Gymnasium oder Realschule oder Werkrealschule oder ...

    Jetzt müssen 2 Punkte für Gymnasium erfüllt sein, Empfehlung der Grundschule, Elternwille, landesweiter Test genannt Kompass. Wenn Empfehlung der Grundschule und Kompass nicht Gymnasium empfehlen, Eltern es aber partout wollen, können die Kinder zusätzlich am Gymnasium Tests ablegen, den wir korrigieren.

    Zahlen bei uns, früher hatten wir ca. 20 % ohne Gymnasialempfehlung, davon ein Viertel nur mit Werkrealschule oder gar Förderschule. Das ist jetzt nur extrem selten noch der Fall (und dann knapp zwischen Realschule und Gymnasium, ca. 2 von 100 kommen dank dieses Test zu uns).

    Früher verloren wir die 20 % bis Ende der Unterstufe, oft erst nach zweimaligen Nichtversetzung, die mit Werkrealschulempfehlung schafften selten die 5. Klasse, die mit Realschulempfehlung konnten sich mit schlechten Noten durchwursteln bis die 2. Fremdsprache begann. Jetzt kommt dies viel seltener vor. Die Kolleginnen der Grundschule lagen mit der Empfehlung richtig.

    Was nicht hilft: Der Plan der AfD in Sachsen-Anhalt die Schulpflicht abzuschaffen. Das hilft nur den oberen 10.000, die sich Privatlehrer leisten können. Aber so sind sie eben, die Lautsprecher.

    Da vermute ich einen anderen Grund, es erleichtert Schulneugründungen nach AfD-Wünschen. Aktuell müssen private Schulen sich an viele Gesetze halten, bei uns wurde gerade eine geschlossen, weil manches im Argen lag. Wenn es aber keine Schulpflicht mehr gibt...

    Übrigens, der stellvertretende Vorsitzende der Afd-Sachsen Anhalt über Schulen:

    "Wir werden dafür sorgen, dass die Schulen unsere Kinder zu mündigen, mutigen, klugen, selbstbewussten und freigeistigen Bürgern heranbilden und nicht mehr versuchen, sie zu gehirngewaschenen und kompetenzlosen, feigen Gesinnungssoldaten des Regenbogenimperiums umzuerziehen", ruft Tillschneider den Delegierten beim Parteitag zu.

    Deshalb möchte er mehr Bismarck und weniger Hitler.

    Ich kann zumindest für Englisch schon nachvollziehen, was meine Vorredner sagen. Natürlich sind die Themen als solche (Globalisierung, Postkolonialismus, Diversität …) Themen, die alle betreffen und selbstverständlich in die Schule gehören. Aber die Textauswahl sowohl in den Schulbüchern als auch in den Prüfungen ist politisch auffällig einseitig. Zufällig deckt sie sich meist mit meiner persönlichen Meinung, aber gerade deshalb muss ich immer wieder darauf achten, auch andere, konservativere Stimmen zu Wort kommen zu lassen, da der Unterricht ansonsten überhaupt nicht ausgewogen wäre.

    Dann scheint es ein Problem von beruflichen Schulen zu sein. Gingergirl unterrichtet so viel ich weiß auch Englisch allerdings am Gymnasium und hat widersprochen.

    Allerdings frage ich mich, was bei den von Maylin85 genannten Themen konservative Antworten sind, auf die man achten muss, damit sie nicht untergehen.

    es handelt sich hierbei lediglich um den Bias und nicht um das deutsche Schulsystem. Ich muss mich nicht mit eurem Kram beschäftigen um über mein Fachbereich zu schreiben. Einfach teilzunehmen ohne viel TamTam wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Aber nett sein in Deutschland ist ein Fremdwort <3 gute Besserung euch allen

    Du willst also untersuchen, ob Lehrer sich an Gesetze halten?

    Ja, das tun sie.

    Oder sollte ich irgendwas erfinden?

    Meine Zeit investiere ich, wenn es sinnvoll ist. Ich habe übrigens letzte Woche abgebrochen. Die Gesetze sind eindeutig.

    Genauso bei uns, ich saß letzten Freitag bis Mitternacht bei über 25 Grad bei Wein bei einem Weinfest. Tagsüber war es auch über 30 Grad und fast zu heiß. Morgen soll dann letztmalig so warm sein, dann kommt der Regen und Temperaturen von nur noch 20 Grad. Passt, bei uns beginnt die Schule.

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