Beiträge von Zauberwald

    Hätte ich die Erfahrungen der Wehrdienstzeit vorher gehabt, hätte ich verweigert. Vorher dachte ich: Wird schon nicht so schlimm sein. Ich war dann aber vom Ausmaß der Sinnlosigkeit und dem Verhalten der Vorgesetzten echt entsetzt.

    Das Thema kam bei unserem vierzigjährigen Abitreffen auf, als einige der Jungs, naja, jetzt sind sie doch inzwischen Männer, erzählten, wie es damals beim Bund war. Es gab schon einiges an sinnloser Schikane zu hören. Dumm einfach...

    Eine Bekannte arbeitet 7 Stunden Teilzeit in Elternzeit und soll jeden Mittwoch, an ihrem freien Tag, zum jour fix nachmittags antanzen. An meiner Schule müssen die Kolleginnen mit so viel Teilzeit nur zu den GLK´s herkommen, auch wenn es der freie Tag ist, aber das ist wesentlich weniger oft, als jede Woche anwesend sein zu müssen.

    Was meinst du damit?

    Es liegt kein Verstoß gegen das Abstandsgebot vor. Würde ich vermuten. Kann ich ja nicht bestimmen. Die Landesregierung kann Beförderungsstellen auch wieder abschaffen.

    Die Besoldungsstruktur würde auch so vielleicht vor Gericht durchgehen. A13 müssen alle Lehrpersonen bekommen. Das ist die Mindestalimentation. Zumindest für die Lehrpersonen der letzten 15 Jahre. Klar, vor 2009 war der Studiengang bei den Schulformen unterschiedlich. Die Bestandslehrpesonen müssten nicht auf A13 hochgestuft werden.

    Es kommt auch darauf an, wo man studiert hat, bzw. wie das Studium aufgebaut war. In Bayern z.B. sind die Studiengänge Lehramt an Grundschulen und Lehramt an Hauptschulen 2 verschiedene Paar Schuhe und sind schon seit den 80er Jahren Universitätsstudiengänge, nicht an der PH. Die Studiendauer ist also nicht kürzer und das Ref. dauert ganze 2 Jahre. In manchen Bundesländern dauert das Ref. anscheinend nur 1 Jahr, wie ich erst kürzlich mitbekommen habe. Ich finde, das sollte man auch alles berücksichtigen.

    Aber alle Lehrkräfte in den Grundschulen, egal wann und wo die Ausbildung war, haben es doch mit einer enormen und immer mehr ansteigenden Diversität der Schülerschaft zu tun. Ich muss das nicht aufzählen, aber man darf das nicht unterschätzen. In den anderen Schulformen sind die Schüler doch meist ein bissel "sortierter."

    ist leider nicht mehr so :( in Geschichte gibt es überhaupt keine mündlichen mehr! nur in Sprachen oder in der Grundschule für Didaktikfächer

    In der Grundschule gibt es im Hauptfach, in Pädagogik und Psychologie auch zusätzlich schriftliche Prüfungen und ich meine in Grundschulpädagogik, ist schon so lange her, das wissen die Jungen bestimmt besser. Ich hatte Deutsch als Hauptfach und hatte mehrere schriftliche Prüfungen allein in dem Fach.

    Ich hatte zum Glück keine zentralen Prüfungen. In meinem Examen war vorher recht eindeutig was drankam, da man sich die Prüfer aussuchen musste und deren Forschungsschwerpunkte durch die Seminare kannte. Dadurch gab es keine böse Überraschungen, man musste sich aber in der Tiefe der Themen gut auskennen. Und vorher natürlich einen Platz im Seminar ergattert haben.

    In Bayern gibt es schriftliche und zusätzlich mündliche Prüfungen. Letztere laufen auch so wie du beschrieben hast.

    Bei uns gab es damals bei den Klausuren mehrere Themen zur Auswahl, aber ich fand die Vorbereitung auch schwierig. Wir haben uns damals alte Prüfungsthemen angeschaut und mehr oder weniger auf gut Glück gelernt. In Psychologie habe ich 3 oder 4 Themen angefangen und wieder verworfen. Ich hätte zu mehreren Themen was gewusst, aber nicht sooo speziell. Dadurch habe ich eine Zeitstunde verdaddelt und hatte nur noch 3 Stunden übrig.

    Zu dem Examen heute kann ich nicht viel sagen, außer: Anscheinend hat sich nicht viel geändert seit damals. Du solltest dich breiter aufstellen, wie du schon selbst schriebst.

    Um jetzt mal für den Frosch zu sprechen, empfinde ich es als ungerecht, daß ich für einen zusätzlichen Nebenjob bei uns am Berufskolleg A14 bekomme, während er schon Schulleiter werden muss, um aufs gleiche Geld zu kommen. Ok, Grundschulen sind üblicherweise kleiner als Berufskollegs, aber wenn ich an die Anzahl der Kollegen denke, die unter ihm dienen und an die zugrunde liegende Anzahl an Schülern, würde ich seine Tätigkeit schon mit der eines Abteilungsleiters bei uns vergleichen und dann wären wir bei A15.

    Es kommt ja auf die Schülerzahlen an. Vielleicht ist er bei A15. In meiner GS sind über 200 SuS und da ist die SL meine ich auch bei A14.

    Es ist halt einfach so, dass diese Vergleiche und das Gegenrechnen immer auf (empfundene) Ungerechtigkeiten herauslaufen wird. Ich persönlich empfinde es als ungerecht, dass ich in Bayern mit meiner Regelbeförderung auf A14 ohne konkrete Aufgabe gleich besoldet werde wie in anderen Bundelsändern Schulleiter von (kleinen) Grundschulen.

    Nee, Schulleiter von kleinen (einzügig) Grundschulen erhalten A12 + AZ.....

    Auch das ist, wenn man Alimentation konsequent denkt, richtig. Egal, ob du das Studium von Zuschlag für das erste, zweite oder dritte Kind finanzierst, er wird dafür nicht reichen. Bei den ersten beiden Kindern sowieso nicht und beim dritten Kind bleiben nach Steuern auch keine 1000€ netto über, die ein Studium in den meisten Unistädten mittlerweile pro Monat kosten dürfte.

    In dem Augenblick, in dem die Kinder das Studium abschließen und aus der Unterhaltspflicht entfallen, dürfte der Lebensstandard merklich steigen.

    Bei allen, die neidisch auf Kinderzuschläge sind: Meine 3 Kinder studieren alle, d.h. die älteste ist fertig. Das was ich monatlich verdiene, ging jahrelang komplett fürs Studium der Kinder drauf. In echt haben wir das anders geregelt, aber von der Summe her hatten wir nur noch 1 Gehalt für die Raten des Hauses, Versicherungen, Autos, usw.... und Notfälle der Kinder auch hin und wieder.

Werbung