Beiträge von Zauberwald

    Das gibt es auch schon deutlich länger als 20 Jahre. Mein älteres Geschwister- Baujahr 1976- und ich - Baujahr 1980- sind auch schon genau so groß geworden, dass es bei Interesse neben dem selbst gekochten Brei auch die Möglichkeit gab mitzuessen, was die anderen gegessen haben. Am Anfang wurden Sachen dann halt nur ausgiebig abgelutscht oder angekaut und irgendwann liegen gelassen, aber ich habe so wohl im Alter von 10 Monaten bereits begeistert bei der Schlachtplatte am Schlachtfest meiner Großeltern (Nebenerwerbslandwirte) mitgegessen, wie nicht zuletzt auch einige alte Bilder (neben den Erzählungen meiner Mutter früher) bis heute bezeugen.

    Meine älteste Tochter hat mit 1 Jahr mit Vorliebe so viel von meinem Döner gegessen, dass ich immer 1 nachkaufen musste. Sie hat in ihren ersten 10 Lebensjahren kaum Pflanzen gegessen und nun ist sie seit Jahren Vegetarierin.

    Interessanterweise schneiden die SuS dieser KuK auch nicht schlechter bei zentralen Prüfungen ab als andere SuS, die aufwändigen Unterricht genossen haben. Zumindest ist das bei uns so. Unterricht nach Buch scheint keinen großen Schaden anzurichten.

    Meine Schüler lieben Unterricht nach Buch. Ist so vorhersehbar und ich habe Zeit, zu helfen.

    Zumindest bei Abschlussprüfungen ist das hier in BW- wo auch @Pyro tätig ist- Standard, dass mindestens noch externe Zweitkorrektoren (im Abi geht es dann ja sogar bis zu Drittkorrektoren) draufschauen, die sich an zentrale Korrekturvorgsben des Landes halten müssen. Laxe Erstkorrekturen gibt es natürlich (die eine GMS, die ein Teil unseres Korrekturverbundes ist ist z.B. bei freien Aufgaben in den Fremdsprachen prinzipiell deutlich großzügiger, als wir das an der RS sind), das gleicht sich aber durch die zentralen Korrekturvorgaben einerseits und die Zweitkorrekturen andererseits letztlich aus.

    Mir begegnen Korrekturen ja nur bei Klassenarbeiten oder Vera und ich korrigiere viel schärfer als meine Parallelkollegin (aber alle anderen, die mit ihr arbeiten, erleben das in ihren Fächern so wie ich), denn ich möchte nicht so halbrichtige Aussagen mit voller Punktzahl bewerten, nur weil das schneller geht. Bei Vera hat man ja genaue Vorgaben, aber auch da... kann man "Schummeln", damit die Klasse gut dasteht. Gibt es alles.

    Interessanterweise schneiden die SuS dieser KuK auch nicht schlechter bei zentralen Prüfungen ab als andere SuS, die aufwändigen Unterricht genossen haben. Zumindest ist das bei uns so. Unterricht nach Buch scheint keinen großen Schaden anzurichten.

    Werden sie von jemand anderem /unabhängig korrigiert? Erlebe da leider auch laxe Arbeit und Punkte werden (z.B. Textverständnis) auch bei Halbrichtigkeiten vergeben. Geht schneller, einfach Haken dran und gut. Super Ergebnisse.

    Meinst du in der DRV oder Pensionen? Bei beidem trifft das ja zu.

    Keine Ahnung, was DRV ist. Wenn ich jetzt lese, dass ich mehr Rente schrieb, finde ich das auch übertrieben, aber irgendwie mehr Anerkennung der "Kinderjahre" wäre schon hübsch. Double income - no kids: Auf Eltern trifft das double income wohl nie zu, nicht mal als Rentner. Wenn die kids schon lange groß sind, frisst die Teilzeit, die man lange hatte, einiges von der Rente weg. Ich spreche da auch von Arbeitnehmerinnen, die keine Beamte sind und nicht nur von Lehrern, denen es da immer noch besser geht.

    Ich weiß, dass das alles ein ganz eigenes Thema ist und als junger Mensch, denkt man dabei eigentlich nicht ans Geld. Vielleicht zum Glück.

    Für 90% der Väter ist der Beruf verglichen zu dem, was zuhause abgeht so entspannt, dass sie länger auf der Arbeit bleiben.

    Auch für Mütter. Daher sind bei uns ganz viele Kinder von 7 bis 17 Uhr im Hort. ;) Auf dem Heimweg was einkaufen, vor die Glotze, Bett. Die Schule wirds schon richten.

    Ist übertrieben, aber bei manchen ist es schon so.

    Tätigkeiten auf Bohrinseln oder Seefahrt.
    Während man arbeitet stört die Familie nicht, wenn man bei der Familie ist stört die Arbeit nicht.

    Dann am besten keine Familie, denn es könnte sein, dass man diese stört, wenn man nach Hause kommt und seine Streicheleinheiten abholen will.

    Ist schon interessant wie hier über Familiengründung ja/nein diskutiert wird. Ich selbst habe keine Familie gegründet und werde es wahrscheinlich auch nicht mehr machen. Wenn dann über Renten in diesem Zusammenhang diskutiert wird, sollte man eine Sache nie vergessen ... es gibt sehr viele Menschen, die unfreiwillig kinderlos sind. Ich arbeite im TVL, ledig, kinderlos... mir reichen die Abzüge, die ich habe eigentlich schon. Einen Vorteil erhalte ich dadurch, daß ich meine Mutter pflege (ich bin erst 34) nun auch nicht. Ich habe eher das Gefühl der Staat erwartet es von einem, ob man selbst irgendwann nicht mehr kann ist egal. Ich fand gerade in den ersten zwei Berufsjahren auch die volle Stelle nicht so easy. Ich arbeite für das Bistum Aachen, und will versuchen die Schule zu wechseln. Nach aktuellen Kenntnisstand wird auch das nicht so einfach, gleichzeitig werde ich von meiner SL übel schikaniert (mal schauen, was die Gewerkschaft sagt). Also es lässt sich nach außen immer alles so einfach darstellen, es mit Kindern sicherlich anstrengend und nicht immer einfach... aber auch kinderlose Menschen können sehr gebeutelt sein ... 😉

    Das ist mir sehr wohl bewusst. Ich wollte auch keine Kinder ja/nein Diskussion aufmachen. Aber hier blicken manche user so abfällig auf Teilzeitkolleginnen herab, man sollte immer bedenken, dass alles 2 Seiten hat.

    Welcher Vollzeitjob ist mit Familie entspannt? 🤔

    Keiner. Daher sollten die, die in langen stressigen Berufsjahren Kinder großgezogen haben und das vllt. alles nur in Teilzeit geschafft und teuren Hort gezahlt haben, mehr Rente erhalten als kinderlose, deren Rente von unseren Kindern finanziert wird. Zumindest sollten sie nicht auch noch bei der Rente draufzahlen, weil sie so dumm waren, Kinder zu bekommen und deshalb in TZ gingen. :flieh:Will heißen: Mit Kindern ist man finanziell gesehen schön blöd, außer man ist L in NRW.

    Gibt's bei euch denn auch das Problem, dass ältere Kollegen machen, was sie wollen? Oder ist da auch noch eine gewisse Handhabe?

    Nein, bei uns sind das die Jungen. Jedem gute Noten geben, Gymnasialempfehlungen verschenken, im Unterricht korrigieren, nichts vorbereiten ... usw. Auf Ermahnungen wird nicht reagiert. Die älteren machen das bei uns nicht.

Werbung