Palim: Bei uns sind die Klassen in Förderschulen einfach viel kleiner (ca. 12 SuS), als in Regelschulen. Oft mit Doppelbesetzung und planmäßig vorgesehener Einzelförderung.
Beiträge von Zauberwald
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Unsere Gemeinschaftsschulen sehe ich noch am ehesten für das gemeinsame Lernen vorbereitet. Allerdings werden von den Schülern auch bestimmte Dinge erwartet, wie das Führen eines Lerntagebuches und viel Selbstorganisation. Was man von seinem Plan unter der Woche nicht schafft, muss man am Wochenende nacharbeiten. Hausaufgaben außer Vokabeln lernen gibt es nicht. Die LuL sind Lerncoaches und stellen das Material bereit. Es gibt auch Sonderschulpädagogen, die unterstüzen. Man bleibt nicht sitzen.
Allerdings frage ich mich, ob es für jeden Schüler geeignet ist, so zu lernen. Ich meine, es setzt doch viel Eigeninitiative voraus und ob die Versprachlichung nicht zu kurz kommt frage ich mich auch. Muss man aber im Einzelfall betrachten.
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Immer wird mit Extrembeispielen argumentiert.
Ich weiß, aber ehrlich, selbst ohne Inklusionsschüler habe ich ausreichend Verhaltenskreative, Kinder mit Dyskalkulie, LRS, ADHS, ADS. Der hat diesen Nachteilsausgleich, die hat einen anderen.... Diesmal habe ich nicht mal jemanden mit Diabetes oder anderen körperlichen Erkrankungen, wegen denen man ständig ein Auge werfen muss. Das gab es aber alles schon und man muss das ja auch noch alles verantwortungsvoll leisten können. Allein.
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Aber man kann ja ein gut ausgestattetes FöS-System nicht mit unausgestatteter Inklusion vergleichen und auf dieser Grundlage für oder gegen Inklusion argumentieren.
Man argumentiert mit dem, was man hat.
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Mal ganz ehrlich: Man braucht sich hier nur die Wortwahl in einigen Beiträgen mal anschauen ... muss das sein? Überheblich, verletzend, verallgemeinernd ... Meine Position in einer Diskussion wird nicht dadruch richtiger, dass ich den Anderen mit der großen Verbalkeule eine mitgebe. Ich hätte mir hier von Pädagogen / Pädagoginnen (die alle auch eine höhere Bildung haben und mit der Sprache umgehen können müssten) mehr erwartet.
Aber man weiß es doch schon selbst. Je nachdem wer was schreibt, nimmt man es entweder ernst oder man denkt: "Ach die/der wieder. Hier rein und da raus."
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Ich habe jahrelang mitbekommen, was Kollegen an der Förderschule für Geistige Entwicklung leisten. Da geht es oft um das Erwerben von Kompetenzen, um den ganz normalen Alltag zu bewältigen, wie: Körperpflege, einkaufen, Tisch decken, einfachste Malzeiten zubereiten. Können das die Kollegen im Gymnasium leisten?
Das ist sicher ein Extrembeispiel. Aber ich halte das gegliederte Schulsystem dennoch für einen Gewinn. Mit welchen Abschlüssen stehen denn die Inklusionskinder sonst da? Die Förderschule L hilft hier den Kindern, Ausbildungsstellen zu finden und unterstützt sehr gut, soweit ich das höre. Frage mich, ob das die anderen Schulen auch leisten können. Ohne Anwesenheit und Begleitung durch Förderschulkollegen ist doch Inklusion nicht durchführbar. Hier haben die weiterführenden Schulen Klassen mit +/-30 Kindern.
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Man möge mir die Lösung im inklusiven Lernen zeigen (ich mein das gar nicht ironisch, ich denke da echt öfter drüber nach!).
Klassen mit 12 Kindern, die Hälfte davon Inklusionskinder. Doppelbesetzung mit Förderschullehrkräften. Also nicht umsetzbar.
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Jetzt mal andersherum gedacht: Führt Inklusion einem Kind nicht erst recht vor Augen, dass es anders ist? Wenn es nie fertig wird, einfachere Aufgaben bekommt, leichtere Tests schreibt als die anderen?
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Wenn ihr nicht wollt, dass das exakt so schäbig rüberkommt, wie ich es gerade schildere, dann musst du eben solche Diskussionen als unbeteiligte Person moderieren.
Eine unparteiische Moderation, so wie beim Fußball. Wünschenswert, aber ganz schön schwierig. Braucht man überhaupt eine Moderation?
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Alle Lehrkräfte müssen ihre Kompetenzen erweitern, die Lehrkräfte der allgemeinen Schule so viel von den FöL übernehmen, lernen, anpassen, wie es möglich ist.
Das mag im ersten Moment wie eine unfassbare Überforderung anmuten, aber nur so ist Inklusion möglich Schritt für Schritt.
Ich glaube, du unterschätzt die Ausbildung der Förderschullehrkräfte massiv.
So leicht ist Inklusion nicht. Die Kinder müssen auch von den Mitschülern inkludiert werden, das kann man nicht so einfach voraussetzen.
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Ich weiß aus der persönlichen Erfahrung, dass eine Schule für alle (gymnasialgeeigneten) Kinder und Jugendlichen mit dem entsprechenden Haltungswechsel möglich ist.
VG
Hiz
Welche Kinder sind denn in deinen Augen gymnasialgeeignet, wenn es einen entsprechenden Haltungswechsel gibt? Nur die mit einem Förderbedarf oder auch die mit Haupt - und Realschulempfehlung (außer die empfohlenen Gymnasiasten natürlich).
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Das wünsche ich dir auch, liebe laleona!
Und allen anderen hier wünsche ich auch Frohe Weihnachten, gemütliche Stunden im Kreis eurer Lieben, gute Erholung in den Ferien und dass ihr alle so bleibt, wie ihr seid!


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Ich war 24.
Vorteil: Man ist noch an die Lernerei gewöhnt und hat noch vieles im Kopf, das man später evtl. wieder aufwärmen müsste.
Nachteil: Man ist so viel jünger als die Eltern, die nehmen einen evtl. noch nicht so ernst. Das gibt sich aber von selbst.

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In By haben wir damals schon fast alle 7 Jahre gebraucht. 2 Jahre Ref., 8 Semester Studium (ZA dauerte meist 1 Jahr, da 100 Seiten und Praxisteil), 9. Semester Prüfungsvorbereitungskurse, 10. Semester Prüfung. In By ist man jetzt im 2. Ref.Jahr Klassenlehrerin mit allen Aufgaben und zum Referendarsgehalt. So lässt sich der Lehrermangel auch prima kaschieren. Ab dem 1. Tag Ref. 8 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht. Tja, wenn man keine Lehrer hat, muss man was tun (und vergrault dadurch einige, die dann das Ref. abbrechen).
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Leider wird man in der Regelschule auch nicht auf solche Situationen vorbereitet.
Bin ich mir nicht so sicher. Mein junger SL der letzten Schule hat alles für seine Schulabgänger gegeben (9er und 10er), damit die gut auf den Weg kommen. Wette, der hat mit ihnen Vorstellungsgespräch usw. geübt, einschließlich Outfitberatung und die anderen Kollegen vmtl. auch.
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Dürfen in Ba-Wü immer noch keine HA von Fr auf Mo aufgegeben werden?
An meiner alten Schule war das so. Ich glaube aber nicht, dass das generell die Regel ist. An den anderen Schulen, die ich kenne, geben alle Hausaufgaben übers Wochenende auf und an meiner jetzigen Schule tue ich das auch.
Bzgl. Hausaufgaben beschweren sich Eltern auf Elternabenden gerne, dass es zu viel ist und heizen sich gegenseitig auf. Wenn man die Eltern dann alleine im Gespräch hat, finden sie nicht, dass es zu viel ist, sondern sind froh und sagen, es dürfte ruhig mehr sein. Verstehe das, wer wolle.

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Dass einem ein Siebtel der Deutsch-Unterrichtszeit fehlt (egal, welchem Teilbereich man dieses zuordnen würde) merkt man schon sehr. Als Klassenlehrer ist man ja mit vielen organisatorischen Dingen beschäftigt, die teilweise (bzw. sogar größtenteils, falls man nur wenige Stunden in der eigenen Klasse hat) in den Deutsch-Unterricht fallen.
Wie du schon sagst, wenn man nur wenige Stunden in der eigenen Klasse hat. Ich habe meine Klasse 17 Stunden, da muss es ja nicht immer der Deutschunterricht sein.
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Ja.
Das ist nur ein Ein-Wort-Satz.
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Sprechen und Zuhören ist sowieso Unterrichtsprinzip. Mit der einen Stunde kann man höchstens gezielt daran arbeiten.
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Wird aber nicht durch drei 15-Minuten-Gespräche mit der Lehrkraft abgedeckt. Nicht im geringsten
Wenn im wöchentlichen Erzählkreis jeder drankommt, hat bei 24 Kindern jeder höchstens 2 Minuten, auch nicht besser.
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