Beiträge von Zauberwald

    Ich habe jahrelang mitbekommen, was Kollegen an der Förderschule für Geistige Entwicklung leisten. Da geht es oft um das Erwerben von Kompetenzen, um den ganz normalen Alltag zu bewältigen, wie: Körperpflege, einkaufen, Tisch decken, einfachste Malzeiten zubereiten. Können das die Kollegen im Gymnasium leisten?

    Das ist sicher ein Extrembeispiel. Aber ich halte das gegliederte Schulsystem dennoch für einen Gewinn. Mit welchen Abschlüssen stehen denn die Inklusionskinder sonst da? Die Förderschule L hilft hier den Kindern, Ausbildungsstellen zu finden und unterstützt sehr gut, soweit ich das höre. Frage mich, ob das die anderen Schulen auch leisten können. Ohne Anwesenheit und Begleitung durch Förderschulkollegen ist doch Inklusion nicht durchführbar. Hier haben die weiterführenden Schulen Klassen mit +/-30 Kindern.

    Alle Lehrkräfte müssen ihre Kompetenzen erweitern, die Lehrkräfte der allgemeinen Schule so viel von den FöL übernehmen, lernen, anpassen, wie es möglich ist.

    Das mag im ersten Moment wie eine unfassbare Überforderung anmuten, aber nur so ist Inklusion möglich Schritt für Schritt.

    Ich glaube, du unterschätzt die Ausbildung der Förderschullehrkräfte massiv.

    So leicht ist Inklusion nicht. Die Kinder müssen auch von den Mitschülern inkludiert werden, das kann man nicht so einfach voraussetzen.

    Ich weiß aus der persönlichen Erfahrung, dass eine Schule für alle (gymnasialgeeigneten) Kinder und Jugendlichen mit dem entsprechenden Haltungswechsel möglich ist.

    VG

    Hiz

    Welche Kinder sind denn in deinen Augen gymnasialgeeignet, wenn es einen entsprechenden Haltungswechsel gibt? Nur die mit einem Förderbedarf oder auch die mit Haupt - und Realschulempfehlung (außer die empfohlenen Gymnasiasten natürlich).

    Ich war 24.

    Vorteil: Man ist noch an die Lernerei gewöhnt und hat noch vieles im Kopf, das man später evtl. wieder aufwärmen müsste.

    Nachteil: Man ist so viel jünger als die Eltern, die nehmen einen evtl. noch nicht so ernst. Das gibt sich aber von selbst. ;)

    In By haben wir damals schon fast alle 7 Jahre gebraucht. 2 Jahre Ref., 8 Semester Studium (ZA dauerte meist 1 Jahr, da 100 Seiten und Praxisteil), 9. Semester Prüfungsvorbereitungskurse, 10. Semester Prüfung. In By ist man jetzt im 2. Ref.Jahr Klassenlehrerin mit allen Aufgaben und zum Referendarsgehalt. So lässt sich der Lehrermangel auch prima kaschieren. Ab dem 1. Tag Ref. 8 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht. Tja, wenn man keine Lehrer hat, muss man was tun (und vergrault dadurch einige, die dann das Ref. abbrechen).

    Leider wird man in der Regelschule auch nicht auf solche Situationen vorbereitet.

    Bin ich mir nicht so sicher. Mein junger SL der letzten Schule hat alles für seine Schulabgänger gegeben (9er und 10er), damit die gut auf den Weg kommen. Wette, der hat mit ihnen Vorstellungsgespräch usw. geübt, einschließlich Outfitberatung und die anderen Kollegen vmtl. auch.

    Dürfen in Ba-Wü immer noch keine HA von Fr auf Mo aufgegeben werden?

    An meiner alten Schule war das so. Ich glaube aber nicht, dass das generell die Regel ist. An den anderen Schulen, die ich kenne, geben alle Hausaufgaben übers Wochenende auf und an meiner jetzigen Schule tue ich das auch.

    Bzgl. Hausaufgaben beschweren sich Eltern auf Elternabenden gerne, dass es zu viel ist und heizen sich gegenseitig auf. Wenn man die Eltern dann alleine im Gespräch hat, finden sie nicht, dass es zu viel ist, sondern sind froh und sagen, es dürfte ruhig mehr sein. Verstehe das, wer wolle. :weissnicht:

    Dass einem ein Siebtel der Deutsch-Unterrichtszeit fehlt (egal, welchem Teilbereich man dieses zuordnen würde) merkt man schon sehr. Als Klassenlehrer ist man ja mit vielen organisatorischen Dingen beschäftigt, die teilweise (bzw. sogar größtenteils, falls man nur wenige Stunden in der eigenen Klasse hat) in den Deutsch-Unterricht fallen.

    Wie du schon sagst, wenn man nur wenige Stunden in der eigenen Klasse hat. Ich habe meine Klasse 17 Stunden, da muss es ja nicht immer der Deutschunterricht sein.

    Das kannst du so pauschal eben auch nicht sagen. Naja es ist halt ein Problem, dass Lehrkräfte oftmals gar nicht wissen wie so außerhalb der Schule ist. Daher werden antiquierte Ansichten weiter tapfer verteidigt und die SuS und Eltern lachen sich in Fäustchen.

    Vorstellungsgespräch ist aber immer noch was anderes als Berufswelt (je nachdem, was man macht).

    Bei uns gibt es den Klassenrat. Das kostet auch immer eine Stunde pro Woche. Wir müssen das nicht so genau einem Fach zuordnen, haben aber eine Klassenlehrerstunde. Das mit der Kindersprechstunde gefällt mir. Vllt. kann man dafür öfter den montäglichen Wochenenderzählkreis ausfallen lassen, wenn man in Zeitdruck wäre. Da kommt oft nicht viel bei rum. Außer man lässt Montagsgeschichten schreiben, das finde ich effektiver.

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