Ich habe aus dem 2. Weltkrieg noch zwei Volks-Gasmasken, die damals für die Zivilbevölkerung gedacht waren, weil mit Giftgas-Bombenangriffen gerechnet wurde, im Keller liegen.
Wir haben auch noch Gasmasken auf dem Dachboden meiner Oma und eine Truhe mit Geld in verschiedenen Währungen, weil das Saarland ja öfter seine Nationalität geändert hatte in den letzten 200 Jahren.
Allerdings wurde uns nie vermittelt, dass es schrecklich gewesen sei, zu Frankreich zu gehören. Meine Großeltern konnten fast alles auch auf französisch sagen und verstehen, Brautkleider und Taufkleider wurden immer in Frankreich gekauft, da sie dort angeblich schöner sind und mein Papa fuhr nur französische Autos, vllt. konnte er sich auch ein deutsches nicht leisten, das weiß ich nicht so genau. Auf alle Fälle sehe ich es so, dass wir auch Frankreich lieben (ein paar km von der Grenze entfernt) und es gibt in der Familie eher herzliche Geschichten, die von französischen Besatzern erzählt werden als gruselige, wie man vllt. vermuten könnte.
Wie sich mein damals 17jähriger Onkel kurz vor Kriegsende selbst gerettet hat, will ich hier lieber nicht schreiben.