Beiträge von Zauberwald

    Ich habe aus dem 2. Weltkrieg noch zwei Volks-Gasmasken, die damals für die Zivilbevölkerung gedacht waren, weil mit Giftgas-Bombenangriffen gerechnet wurde, im Keller liegen.

    Wir haben auch noch Gasmasken auf dem Dachboden meiner Oma und eine Truhe mit Geld in verschiedenen Währungen, weil das Saarland ja öfter seine Nationalität geändert hatte in den letzten 200 Jahren.

    Allerdings wurde uns nie vermittelt, dass es schrecklich gewesen sei, zu Frankreich zu gehören. Meine Großeltern konnten fast alles auch auf französisch sagen und verstehen, Brautkleider und Taufkleider wurden immer in Frankreich gekauft, da sie dort angeblich schöner sind und mein Papa fuhr nur französische Autos, vllt. konnte er sich auch ein deutsches nicht leisten, das weiß ich nicht so genau. Auf alle Fälle sehe ich es so, dass wir auch Frankreich lieben (ein paar km von der Grenze entfernt) und es gibt in der Familie eher herzliche Geschichten, die von französischen Besatzern erzählt werden als gruselige, wie man vllt. vermuten könnte.

    Wie sich mein damals 17jähriger Onkel kurz vor Kriegsende selbst gerettet hat, will ich hier lieber nicht schreiben.

    Inzwischen habe ich das Gefühl, die persönliche Betroffenheit ist fast schon in Gewohnheit umgeschlagen.

    Nein, mir macht das alles Angst und Sorgen. Aber ich kenne ja auch noch die Erzählungen meiner Großeltern über beide Weltkriege und von meinem Onkel, der mit 17 noch eingezogen wurde.

    Diese Erfahrung habe ich bei meinem Kind auch gemacht. Teilweise gab es sogar Fächer, in denen aus 1 Klausur und sonst nur mündlichen Noten (keine Ausfrage, keine Ex) die Zeugnisnote gebildet wurde. Für meinen im Schriftlichen guten, aber im Mündlichen ruhigen und zurückhaltenden Sohn war das teilweise ungünstig.

    Meine Kinder waren auch immer ruhiger und haben die Note mit den mündlichen Leistungen nach unten gezogen. Ich finde aber trotzdem, dass es gerechtfertigt ist, das Mündliche mit entsprechendem Anteil zu bewerten. Die Lehrer geben ja auch normalerweise am Anfang eine Übersicht heraus, wie viel die mündliche Leistung zählt. In den Sprachen, im Politikunterricht und eigentlich überall rechtfertigt es in meinen Augen doch einen hohen Stellenwert bei der Leistungsfeststellung. Gerade heutzutage ist es doch sehr wichtig, sich gut ausdrücken zu können und auch seine Meinung zu sagen. Was nutzt es mir in den Sprachen, wenn ich die Vokabeln und die Grammatik auswendig kann, aber kaum den Mund aufbekomme.

    Bei uns an der GMS gibt es jenseits der Abschlussklassen keine Zeugnisse sondern Lernentwicklungsberichte. Noten müssen und können von den Eltern beantragt werden, falls gewünscht.

    In Elterngesprächen, die wir dann obligatorisch nach den Faschingsferien führen, wird uns dann von nicht wenigen Eltern rückgemeldet, dass sie die Lernentwicklungsberichte überhaupt nicht verstehen. Im Ergebnis hat das mittlerweile dazu geführt, dass bei nahezu allen Schülern ergänzend doch wieder Noten gegeben werden. Ganz wichtig ist es dennoch, ganz lange an mehreren Nachmittagen alles in Konferenzen kleinlich auszudiskutieren. So wie es läuft also eine deutliche und von vielen auch als überflüssig erachtete Mehrarbeit. Entlastungsstunden? Fehlanzeige!

    Es geht ja im Eingangsbeitrag um die Grundschule in Baden Württemberg. In Klasse 1 und 2 gibt es ja sowieso keine Noten, nur in Deutsch und Mathe im Jahreszeugnis von Klasse 2. Dafür haben wir in Klasse 1 zwei und in Klasse 2 ein langes Elterngespräch (in Klasse 2 mit den Kindern, da kannste auch nicht so dramatisch Tacheles reden) und am Ende von Klasse 1 und 2 lange Zeugnisberichte (in KLasse 2 zusätzlich die beiden Noten).

    Die Eltern sind normalerweise froh, wenn ihnen das Ganze ab Klasse 3 in Noten übersetzt wird, muss man die Berichte ja auch immer positiv formulieren. So verstehen manche Eltern nicht richtig, dass das Kind zum Beispiel eigentlich nur im Viererbereich liegt.

    Helme für Lehrkräfte!

    Ich habe gerade wegen Fasching so einen hübschen Antennenhaarreif, vllt. schützt das ja auch schon. ^^^^

    Ich wusste gar nicht, wie cool das ist. Wenn ich den Kopf schüttele, wippen die Dinger mit. :D

    Nochmals zum Thema. Es dauert auch eine Weile, wenn man in ein neues Kollegium kommt, bis man da heimisch ist/wird. Man sollte auch nicht so viel von der "alten" Schule erzählen, schon gar nicht, wenn da etwas vmtl. besser war. Das kommt iwie nicht so gut an. Jede Schule hat so ihre Vorteile, Nachteile und Eigenheiten. An der Schule, an die ich 1 Jahr abgeordnet war, ist fast niemand vor 16 oder 17 Uhr gegangen. Hier ist um 13.30 Uhr kaum noch was los...

    Ich persönlich fühle mich ehrlich gesagt ob der hier doch dargestellten Übermacht ganz massiv bedrängt, die mir hier einfachste Reime konnotativ unterzuschieben versucht - die sie außerdem ganz offensichtlich ohne reale Worte negativ auslegt - im hypothetischen Sinne meines subjektiven Eindrucks. Oder anders gesagt in der Wortwahl meiner SuS: leben chillen, Brudi :)

    Satzbau und Grammatik anstreich.

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