Beiträge von Zauberwald

    Das Lehramt an Grundschulen Studium gehört sowieso reformiert. Es fehlen die Kapitel Inklusion, Integration, ADHS, ADS und Autismus. Erhöht die Studiendauer und gebt uns A13. So wie es jetzt ist, eignen wir uns das in unserer Freizeit an und bekommen nix dafür.

    Bekommen die regulär ausgebildeten Mittelschullehrer auch A12? Dann ist es nur verständlich, wenn die irregulär Ausgebildeten auch nicht mehr bekommen. Und ich vermute mal, dass die Umschulung bereits bezahlt wird.

    Ich denke, du vermutest richtig. Ich weiß es nicht genau. Finde es auch ungerecht, dass die Mittelschullehrer auf A12 hocken. In By war Lehramt an Grundschulen und Lehramt an Hauptschulen schon zu meiner Studienzeit vor über 30 getrennt und fand an den Universitäten statt. Wenn ich bedenke, was ich in Didaktik Bio alles gemacht habe, dabei war Deutsch mein Hauptfach, da habe ich fast ein Magisterstudium. In den 3 Didaktikfächern mussten wir auch viel leisten. Dazu Grundschuldidaktik, Anfangsunterricht, Allgemeine Pädagogik, Psychologie, Scheine in Mathe.usw.

    Dagegen erscheinen mir die Referendare, die wir hier in BaWü bekommen sehr unbedarft: Wie, ich muss nach dem Ref. Deutsch unterrichten? Das habe ich doch gar nicht studiert? Mit Englisch/Mathe im Studium steht man nu doof vor der ersten Klasse. Im Ref. hat sie auch nix von Anfangsunterricht gehört. Das zweijährige Ref. in BY hat uns zwar total gestresst, aber immerhin auf alles vorbereitet. Das muss man sagen.

    In BY bekommt jede/r einen Refplatz. Manche angehenden Gymnasiallehrer z.B. mit der Kombi kath.Rel/Latein (aus meinem Bekanntenkreis) satteln nach dem Ref. auf Mittelschullehrer um, müssen dafür nach München. Was sie mit Latein in der Mittelschule sollen, weiß ich nicht und mit welchem A sie da einsteigen, weiß ich auch nicht. Vielleicht weiß das Caro07.

    Die andere mir Bekannte junge Lehrerin steigt nach dem Ref. mit der Fächerkombi kath.Rel./Englisch auf Mittelschule um. Ich glaube, das dauert 2 Jahre im Anschluss ans Ref. Bin mir aber nicht sicher.

    Ich bin da zwiegespalten, auf der einen Seite ist es schön, dass man schnell eine Rückmeldung an alle Eltern geschrieben hat oder Kindern mit Gipsfuß ein paar Aufgaben im schulischen Portal hochladen kann. Auf der anderen Seite ist genau das auch manchmal einengend. Ich bekomme die Dienstmails aufs private Mailkonto, damit ich die nicht vergesse und dann bekomme ich es halt mit, wenn Sonntagabend jemand wissen will, ob es morgen regnet oder Eltern sich aufregen, weil nur ihre Tochter nie oder immer...?! (beliebiges Missverständnis einsetzen).

    Da stimme ich dir zu, das ist die andere Seite.

    ähm, gute Frage. Ich war es zumindest nicht. Fand es damals aber witzig-und ich glaube, es wird von der Stadt so toleriert. Es gibt nämlich mehrere Bilder davon.

    Bin hier nicht hinterhergekommen gestern und dachte im ersten Moment, es wäre dein Fuß :rotwerd:

    Tut mir leid mit deinem Arm. Gute Besserung. :rose: Du kannst vllt. Lego bauen.:(:):)

    Ich erinnere mich, dass 2 Kommilitonen nicht übernommen wurden, weil sie im 2. Staatsexamen zu schlecht waren. Sie durften sogar die Lehrproben wiederholen (nach 1 Jahr, nachdem sie aber nur ein paar Wochen vorher in den Klassen waren), haben sich aber nicht verbessert.

    Da wär ich aber vorsichtig, dass sich sowas auf absolute Ausnahmen beschränkt, sonst hast Du irgendwann völlig entgrenzte Arbeits- und Betreuungszeiten.

    Ich glaube, er meinte es, weil sie eine neue Klassenlehrerin bekommen. Bei der Verabschiedung der Viertklässler flossen heute viele Tränen und da fiel es ihnen plötzlich auf, dass sich auch bei ihnen was ändert. Es wurde heute auf dem Schulhof sehr emotional. Sogar der Hausmeister hatte Tränen in den Augen und sonst pampt er nur alle an.

    Was ich auch nicht schlecht finde ist, dass die Kommunikation mit den Schülern auf der Plattform möglich ist, auch wenn die Schule offen ist. Ein Viertklässler, den ich nur in Kunst habe, schrieb mich neulich wegen eines schulischen Problems an. Mein Max meinte heute: "Frau Zauberwald, du kannst uns ja dann mal im Videoraum treffen, einfach so." Ist doch prima. Die Kinder wachsen mit den Medien auf.

    Meine Schüler liebten den Videounterricht, aber ich hatte immer nur 4 - 6 Kinder pro Gruppe. War aber etwas, bei dem beide Seiten viel dazulernen mussten. Anfangs war es völlig neu und am Ende haben wir immer was Schönes gemacht. Zaubertricks und so.

    Dann bekamen sie vorbereitende Aufgaben oder wir haben zusammen etwas bearbeitet. Bei so wenig Kindern fand ich es richtig gut. Freitags nachmittags gab es immer eine feste Vorlesezeit. Da waren alle eingeladen, aber es kamen meist ca. ein Drittel oder die Hälfte der Schüler, haben sich ein Buch gezeigt, erzählt und vorgelesen. Manchmal sollte ich die Plattform offenlassen, eine Mädelgsruppe hat zusammen gearbeitet und den Homeschoolingplan bearbeitet. Ich habe sie heimlich beobachtet. Sie haben es gut gemacht.

    Ich fand es total anstrengend. Die Woche über die Pläne erstellen, sonntags einstellen, 2 oder 3 Tage die Woche Notbetreuung, Videounterricht fast täglich in 3 Gruppen..., die ganzen online-Kontakte, die jederzeit möglich sind....

    Ich finde es nicht schwierig. Ich hatte schon Kinder von Kolleginnen und von meinem obersten Boss. Einmal hatte ich den Sohn einer Ärztin, die in die Praxisgemeinschaft meiner Hausärztin eingestiegen war. Ich hatte ja eine andere Ärztin, aber als der Sohn dann aus der GS war, hat sie einfach öfter meine Karte umgesteckt, wenn sie an der Tür meiner alten Ärztin steckte. So habe ich jetzt 2 Hausärztinnen, aber ist prima so. In der Praxis hängt etwas, was ich in der 3. Klasse mit den Schülern gemacht hatte. Sie haben sich auf den Boden gelegt und die Körperumrisse aufgezeichnet, dann alle inneren Organe. War anscheinend brauchbar. Ich fand es süß, v.a., weil der Sohn ein echter Chaot ist.

    Wie gesagt, einfach ganz normal behandeln das Kind und die Mutter auch.

    Die Viertklässler, die ich in Kunst hatte und zu Beginn des Schuljahres als schwierig eingestuft habe,( die Klassenlehrerin hat täglich im Lehrerzimmer abgekotzt) sind eigentlich ganz toll und ich habe sie im Laufe des Schuljahres immer lieber gewonnen. Ihre Bilder wurden immer besser und die waren dann immer ganz ruhig in den Arbeitsphasen und ich hatte das Gefühl, dass sich beide Seiten im Laufe des Schuljahres vermehrt auf den Kunstunterricht freuten. Ich habe es genossen. :rotwerd: Schade.

    Und ich werde wie immer in Klasse 1 eingesetzt. Dabei mag ich es doch so, wenn ich zufällig ein Fach in einer Klasse mit älteren Schülern kriege.

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