Würde das dann in der Konsequenz nicht bedeuten, dass ein Schüler, der einen beliebigen, gut formulierten Text auswendig gelernt hat und fehlerfrei niederschreibt, zwar auf Inhalt null Punkte bekommt, aber eine sehr gute Bewertung für eine perfekte sprachliche Leistung?
Vor allem, wenn man ihm kein Plagiat nachweisen kann, sondern der Text vielleicht von einem befreundeten Native Speaker verfasst wurde und nicht im Internet auffindbar ist?
ich habe auch immer behauptet, die SuS könnten ein Kochrezept fehlerfrei hinschreiben und bekämen die volle Punktzahl bei der sprachlichen Richtigkeit. Das gilt auch für gesellschaftswissenschaftliche Fächer. in Philosophie zB zählt die sprachliche Richtigkeit 80 v 100 Punkten und reicht damit für 1 Notenpunkt. (NRW)