In Baden-Württemberg gibt es bei der Einstellung ein Formular, in dem man ankreuzen muss, ob ein Ermittlungsverfahren anhängig ist oder jemals war. Beamtenrechtlich dürfte so eine Jugendsünde sicher kein K.O.-Kriterium sein, ankreuzen müsste man das Feld m.E. dennoch.
Beiträge von dreisamteacher
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Ich finde es auch schwierig, Prognosen zu stellen. In der Grundschule gibt es bei uns zum Beispiel viel zu viele Lehrkräfte mit Missio und Vocatio. Ich darf fast nie Reli unterrichten, das macht mir nix, aber andere sind sehr traurig darüber.
Immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Versorgung so ist. In unserer Grundschule vor Ort gibt es gar keine Religionslehrkräfte mehr, weshalb Kunstlehrer nun irgendwelche kirchlichen Kurse belegen, um eine Missio zu kriegen.
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Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".
Ich halte es generell für schwierig, sieben bis achte Jahre vorauszudenken und die eigene Studienwahl an irgendwelchen potenziellen karrierefördernden Erwägungen festzumachen. Klar, wenn man einige Jahre im Schuldienst ist, hat man solche Aspekte mehr im Blick. Wie auch immer, mit Religion sind die Einstellungschancen am Gymnasium in BaWü, Bayern, RLP, Hessen und NRW sehr gut.
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Allgemein kann man sagen, dass Fächerbedarf auch immer von der Schwerpunktsetzung des Kultusministeriums abhängt. Es gibt diverse Faktoren, die bisweilen auch kurzfristig den Bedarf beeinflussen können, sei es eine Veränderung der bisherigen Schuldauer (G8/G9), strengere/weniger strenge Zulassungsvoraussetzungen zu bestimmten Schulformen, allgemein erhöhte Zu- und Abwanderung oder auch die Stärkung/Schwächung einzelner Fächer durch Senkung oder Erhöhung der zu unterrichtenden Stundenzahl.
Hiervon abgesehen gibt es jedoch allgemeine Tendenzen, die weitestgehend bundesweit ähnlich sind. Pädagogisch stärker fordernde Schulformen haben einen größeren Mangel als fachlich stärker fordernde Schulformen, naturwissenschaftliche und künstlerische Fächer haben einen größeren Mangel als geisteswissenschaftliche Fächer.
Französisch ist weiterhin ein Hauptfach im Gymnasialbereich und hat dadurch eine erhöhte Stellung im Schulsystem, hat aber die letzten Jahre zusätzliche Konkurrenz durch Spanisch bekommen. Hier hängt der zukünftige Bedarf auch davon ab, inwieweit die Position von Französisch als Schulfach aber auch als kulturelle und wirtschaftliche Partnersprache politisch gestärkt wird.
Geographie und evangelische Religion sind, abseits von einzelnen Schwankungen, keine klassischen Mangelfächer. In Kombination mit einem Hauptfach, dessen Zukunft ungewiss ist, würde ich eher davon abraten. Hinzu kommt, dass Französisch und evangelische Religion (mit Ausnahme bestimmter Profilschulen) nicht im Klassenverband unterrichtet werden, sondern im Kurssystem, was deinen Einsatz als Klassenlehrkraft erschweren könnte.
Mein Tipp wäre, sich auch andere Schulformen offen zu halten und mindestens ein klassisches Mangelfach (=Kunst, Musik, Informatik, Mathematik, Physik, Chemie, im beruflichen Schulwesen ggf. auch technische Fächer oder Sozialpädagogik) als Teil der Fächerkombination zu wählen.
Ich kann nur für Baden-Württemberg sprechen, aber hier ist Religion (egal ob katholisch oder evangelisch) ein absolutes Mangelfach. Du wirst also mit evangelischer Religion aus meiner Sicht ein Fach haben, das sehr wenig andere AbsolventInnen haben (vor allem in Bayern). Unabhängig davon: Studiere, was Dir Spaß macht, gute und begeisterte LehrerInnen werden immer gebraucht...
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Auf ein mega anstrengendes aber auch sehr inspirierendes Wochenende...
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Korrekturen, die erledigt werden müssten
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Stundenplan
Pure Freude! (Nächstes Jahr zumindest
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Hallo zusammen,
nachdem an den Regierungspräsidien in BaWü in der kommenden Woche die Vergabesitzungen des Listenverfahrens stattfinden, wollte ich mal herumfragen, ob jemand aus (eigener) Erfahrung weiß, wann man bzgl. einer beantragten Verbeamtung unter Beurlaubung in den Privatschuldienst informiert wird.
Danke für eure Erfahrungen

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Grundsätzlich KANN der Dienstherr bei Bedenken jederzeit eine erneute Untersuchung verlangen. De facto wird das aber wirklich nur in den krassesten Fällen und immensen Fehlzeiten in der Probezeit so gehandhabt. Zumal seit dem bahnbrechenden VGH-Urteil die Kriterien für die Lebzeitverbeamtung ja ohnehin immens gesenkt wurden. Solange man also nicht wirklich monatelang fehlt und schwerst erkrankt ist, würde ich mir absolut keinen Kopf machen.
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