Spannend ist ja, dass man solche Selbstverständlichkeiten über 10 Jahre lang gar nicht extra erklären musste, sondern es auch so wunderbar funktonierte. Ich bin immer gut damit gefahren auf den ganzen Erziehungs- und Verbotskram zu verzichten unter der Voraussetzung, dass sich außerunterrichtsliche Aktivitäten im vertrebaren Rahmen halten, das Ganze keinen Lärm verursacht und in Arbeitsphasen vernünftig gearbeitet wird. Funktioniert anscheinend nicht mehr, wie ätzend.
Aber stimmt schon, es wird generell keine Rücksichtnahme und Zurückhaltung mehr gelebt und das ist dann wohl die Konsequenz draus.
Ich bin etwas erstaunt und frage mich, in welchem Umfeld Du Dich bewegt hast!
Schule, wie ich sie kenne, hatte immer schon etwas mit Erziehung zu tun gehabt. Faulheit, soziale Geisterfahrerei, Respektlosigkeit, Disziplinlosigkeit, Empathielosigkeit und mangelhaftes Benehmen gab es auch vor 30-40 Jahren schon, selbst an Gymnasien. Meine Güte, was war ich geschockt, als ich als weltfremder Referendar erleben musste, in was für einer Ellenbogengesellschaft wir leben. Ich war damals schon fassungslos, was Kinder von Haus aus nicht mehr an Erziehung mitbekommen haben.
Bloß der Unterschied zu heute war, dass wir Lehrer in Punkto Leistungsanspruch und Unterrichtsdisziplin kompromissloser waren und auch wesentlich härter durchgegriffen haben. Kollegium und Schulleitung haben da an einem Strang gezogen.
Und heute? Selbst an meiner ehemaligen Schule Verständnis und Bepamperung der Eltern und Schüler bist zum Geht Nicht Mehr. Junge Kollegen erziehen nicht mehr. Alles so locker und liberal. Und so eine schöne Atmosphäre, dass die Krankmeldungen in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Noch Fragen?