Beiträge von BaldPension

    Vielleicht war ich dann auch auf einem anderen Planeten:

    Grundschule in der 2. Hälfte der 60er Jahre in Essen. Dort waren noch „in der Ecke stehen“, „mit dem Lineal auf die Finger“, „Ohrfeige“ als Bestrafung keine Seltenheit. Der Rektor war besonders bösartig und schlug auf die Wange, in der dann sein Daumen steckte.
    Natürlich waren wir - zumal in großen Klassen - disziplinierter, aber es war eben Disziplin aus Angst.
    Auch wenn ich selbst - aktuell noch ein halbes Schuljahr lang - unter der Lautstärke und teilweise Disziplinlosigkeit leide, möchte ich die damaligen Verhältnisse nicht wieder haben.

    Dann tut es mir für alldiejenigen aufrichtig leid, die eine solche schreckliche Schulzeit erleben mussten!

    Aber, ich finde es ganz und gar nicht ok, es als 'Lügenmärchen' abzukanzeln, wenn man von einer eigenen schönen Schulzeit in den 1960er/1970er Jahren berichtet, wie hier eine Foristin es getan hat. Für meine Schulkameraden und mich traf es jedenfalls zu, dass wir eine gute Zeit erlebt haben. Noch heute bekommen wir bei den Klassentreffen leuchtende Augen, wenn wir uns an unsere ollen Pauker und manch komischen Situationen im Unterricht erinnern, auch wenn letztere übertrieben komisch dargestellt werden.

    Und ja, wir sind dankbar, für das, was unsere Lehrerinnen und Lehrer uns damals mit auf den Weg gegeben haben, nicht nur in fachlicher Hinsicht!

    Ob unsere, von uns schön empfundene Schulzeit in den 1960er/1970er repräsentativ für die Situation in den Schulen dieser Zeit war, kann ich nicht beurteilen. Aber, ich lasse mir diese persönlich erlebte Zeit auch nicht miesmachen.8)

    im Film: diesem sehr authentischen "1 Trigger, 20 Leute schreien empört in der Gegend rum".

    Das ist überhaupt mit der nervigste Teil am gesamten Job für mich, dieses ständige Rumgezeter.

    Ist halt so, der Zeitgeist! Hysterische Empörungskultur und soziale Ächtung bis der Arzt kommt. Beschreibt auch R.D. Precht in seinem Buch "Angststillstand" sehr gut.

    Ich frage mich nach der Botschaft des Films. Die Botschaft, so kann es laufen, wenn man für den Lehrerberuf mental und psychisch nicht geeignet ist? Und da zeigte die Hauptperson im Film etliche Indispositionen.

    Ich hatte im Film ganz schreckliche Schüler und Kollegen erwartet. Fand ich aber nicht so. Die Schüler waren im Unterricht eigentlich nicht von vornherein undiszipliniert. Schienen mir ziemlich intelligent zu sein und rhetorisch nicht auf den Mund gefallen. Zwar etwas, gemäß dem Backfischalter, provokativ, aber nicht so, dass man nicht hätte mit ihnen arbeiten können. Sie hatten durchaus Potential! Die größte Schwachstelle habe ich in der Lehrerin gesehen. Augen auf bei der Berufswahl, so die Botschaft?

    Die Eltern? Naja...Eltern im Jahre 2023! Gottseidank bin ich in der Situation, dass ich die heutigen Eltern nicht verstehen muss.

    Man merkt es, dass ich in viele Dingen fundierter ausgebildet bin. Das gibt mir mehr Sicherheit im Arbeitsalltag und vieles geht mir leichter von der Hand.

    Glückwunsch! Fundierter als wer? Als die Seiteneinsteiger? Als die Altgedienten? Kommunizierst Du das im Kollegium?8)

    Du solltest toleranter gegenüber Ansichten und Meinungen sein, die nicht Dein Denkschema passen! Und warum wirst Du persönlich?

    Das habe ich noch Mitte der 60er (1./2. Schuljahr!) erlebt: Prügel auf den "Hosenboden" vor der Klasse. Spezialität unseres "Lehrers" war aber, ein dünnes Holzbrettchen an die zu diesem Zweck aufgeblasene Wange schnacken lassen und Verbannung in eine kleine Besenkammer ohne Licht... Der alte Pauker "aus echtem Schrot und Korn" hatte seine Ideale aus den 40er Jahren überzeugend weiter umgesetzt. Und ja: Eltern haben nicht aufgemuckt.

    Tja, kann man so sehen. :uebel:

    Dann muss ich wohl in einem Forum geraten sein, deren Mitglieder oder auch Eltern auf einem anderen Planeten als ich gelebt haben!

    Sicher, die Prügelstrafe war in den 1960er Jahren noch nicht verboten, aber seit Mitte der 1960er Jahre bei uns nicht mehr angesagt, bzw. schon kritisch beäugt, sei es in der häuslichen Kindererziehung oder in den Schulen. Ich spreche von meinem (!) sozialen Umfeld in einer norddeutschen Region. Für Dörfer und Provinzen, z.B. in Bayern oder Baden Württemberg, die möglicherweise konservativer geprägt waren, würde ich natürlich nicht die Hand ins Feuer legen.

    Ich habe es in der Volksschule ein einziges Mal erlebt, dass einem Lehrer bei einem besonders renitenten Schüler die Hand "ausgerutscht" ist. Da gab es aber eine ganze Menge Empörung seitens der Eltern und wurde auch nicht von den anderen Lehrern für gutgeheißen, wie ich das wahrgenommen habe. Auf unserem Gymnasium wurde die Prügelstrafe von vornherein, nicht nur auf die Schule bezogen, für indiskutabel erklärt und kam auch nicht vor.8)

    nö ich nicht. Bei mir gabs es Lehrer und Schüler, keine Pauker und Lümmel. Ich habe die Slapstick-Zeit in der Schule verpasst.

    Slapstick wie in den o.g. Filmen fand bei uns auch nicht statt! Aber, es hatte alles irgendwie mehr Herz und Seele. Für uns war es eine tolle Zeit auf unserem Gymnasium.

    Und auch in unserer Freizeit hatten wir viel Spaß, z.B. auch mit unseren Mopeds.8)

    Was meine Eltern mir so erzählen aus ihrer Schulzeit, waren da frische, fromme, fröhlich freie Prügelstrafen voller Herz und Heiterkeit dabei.

    Ich kann nicht für die 1950er Jahre sprechen! Bei uns ab Mitte der 1960er habe ich keine Prügelstrafe. wahrgenommen. Was zählte war aber Leistung und Verbindlichkeit. Und die Eltern haben erzieherisch mit den Lehrern an einem Strang gezogen. Kennt man ja heute nicht mehr. Deswegen habt Ihr es ja auch so schwer und werdet auch nicht wertgeschätzt.8)

    8)Ich fand ihn ziemlich gelungen, wie realitätsnah...

    Ich nicht! Habe in der Realität noch nie eine Kollegin gesehen, die für ihren Job annähernd so ungeeignet war. Hatte für diesen Beruf überhaupt keine psychischen Voraussetzungen.

    Dachte mir während des Films, so verpeilt und naiv kann man in der Realität nicht sein, wie die Hauptdarstellerin die Lehrerin verkörpert hat.8)

    Das sehe ich auch so.

    Nein. Labern ist dumm herumquatschen. Labern ist sinnlos, im schlechtesten Fall sogar gefährlich sinnentstellend.

    Ich sehe das eher in der zeitlichen Abfolge und damit retrospektiv!

    Was ursprünglich mit Worten zwar gut intendiert ist, aber danach keine konkrete Tat erfolgt, betrachte ich als Laberei. Was gedenkt Ihr jetzt konkret zu tun?

    Aber wenigstens hat Elon Musk konkret etwas gemacht und den Russen Starlink abgeschaltet.8)

    :neenee: Mach doch, was du für richtig hältst.

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    Außer darüber zu laabern und mich zu empören fällt mir nichts ein. So 'ne Pappfigur von Putin wird auch nichts ausrichten. Um mich als Söldner für die Ukraine zu melden, fehlt mir der Mut...

    Westeuropa war einfach nicht konsequent genug und hat zu viel gelaabert. Entweder hätte man sich komplett heraus halten sollen, weil die Ukraine kein NATO-Mitglied ist oder sofort All In gehen müssen. Aber so ist nun mal das zerlaabernde Westeuropa.8)

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