Beiträge von Mueller Luedenscheidt

    Naja Nazi ist die logische Konsequenz wenn man jemanden in die rechte Ecke stellt wie in dem Beitrag von Mueller Luedenscheid. Aber gut, ich gebe zu, dass es auch anders gemeint gewesen sein kann. Dann gestehe ich natürlich ein, dass die Anschuldigungen zu voreilig waren. Dann würde mich natürlich schon interessieren was der rechte Rand oder Ecke sein soll. Aber muss nicht nochmal durchgekaut werddn

    Ich verwahre mich gegen die Unterstellung, ich hätte Herrn Maaßen in die rechte Ecke gestellt. Das hat er ganz allein geschafft.

    Wem galten eigentlich die ursprünglich enthaltenen Beleidigungen?

    "Therapiegruppe Rune"

    Wenn's nicht so gruselig wäre... https://www.spiegel.de/politik…9e5-a166-2822dabf2ca9-amp


    Aber die jungen Männer verlieren ihren Job auch ganz ohne Shitstorm.

    Bitte noch kein eigenes Urteil bilden, bevor ein Gericht darüber entschieden hat. Vielleicht kannten die Verdächtigen Hitler gar nicht und hielten ihn einfach für einen unbedeutenden wie schönen und deshalb teilenswerten Mann. Und die Runen... tja, vielleicht interessieren sie sich einfach ohne politischen Hintergrund für altgermanische Kunst. Und die Waffen... ach, für die gibt es bestimmt auch eine plausible, entlastende Erklärung.

    Ich kenne weder den Lehrer noch den Spruch um ehrlich zu sein. Ich kenne mich auch nicht in der Wikinger Szene aus, auf die sich der Beschuldigte bezieht. Aber es gab ja wohl vorher schon Probelem mit seinen Tatoos und Anordnungen seitens der Schulleitung.

    Dieses Herumlavieren meinst du, wenn du sagst, du hättest betont, dass es dabei keinen Spielraum gebe. Richtig?


    Und zu der Feststellung, dass du in der Maaßen-Debatte erstmalig die Nazikeule geschwungen hast, schweigst du natürlich.

    Nee stimmt hast Recht. Der Maaßen ist ein absoluter Neonazi. Schau dir den mal an...

    Wenn du jemanden wie Maaßen als Nazi bezeichnest, will ich nicht wissen was Familie Ritter für dich ist. Oder alles Nazis?

    Nazis überall?

    Wo wurde denn im bisherigen Diskussionsverlauf Maaßen als Nazi bezeichnet?

    Es wurde lediglich der Lehrer mit dem Nazi-Tattoo als Nazi bezeichnet. Aber selbst in diesem Fall wärst du dir ja ohne Gerichtsurteil nicht so sicher...

    Dass die SS den Wahlspruch hatte, ist mir bekannt. Ich kenne aber den Lehrer nicht. Und die Szene auf die er sich bezieht auch nicht. Kann sein, dass er es nicht wusste. Kann auch nicht sein. Das Gericht hat es ja bestätigt. Also wirds wohl stimmen

    Dass du hier einen Gerichtsentscheid benötigst, um dir eine Meinung zu bilden, finde ich seltsam.

    Ein Lehrer führt seine SS-Parole spazieren. Was muss hier noch eingeordnet werden, sofern man sich mit beiden Beinen auf dem Boden unserer Verfassung wähnt?

    Ich kannte den Spruch vorher nicht, bis es in den Medien war. Lustig wie du immer darauf bestehst, ich hätte ja keine Ahnung von nichts.


    Ich sehe ja wie du mit Aussagen umgehst. Zumindest jetzt am Beispiel Gauland. Du leitest aus dem einen Satz eine Menge Attribute und versteckte Botschaften ab. Das ist kein argumentloser Vorwurf, das steht ein paar Seiten zurück hier genau so.


    Bist du denn Null selbstkritisch? Glaubst du wirklich Gauland ist der absolute Nazi, der garantiert mit Vogelschiss erstmal sagen wollte, dass die Zeit damals total unbedeutend ist? Rudert er zurück und fühlt sich missverstanden? Oder haben einfach viele Leute wieder Aussagen zerlegt, negativ aufgeladen und so Gesinnungen unterstellt, von denen man sich mal wieder dann distanzieren muss, obwohl man selbst nie von gesprochen hat?

    Puh, auch hier finde ich die Aussagen wieder bestenfalls naiv. Die Kommunikationsstrategie der Afd ist doch seit Jahren hinlänglich bekannt. Zunächst der kalkulierte Tabubruch, danach zurückrudern und das ganze als Missverständnis einordnen. Der Sinn des Ganzen? Auf diese Weise kann man die Rechtsradikalen (deshalb der Tabubruch) UND die Erzkonservativen (deshalb das Zurückrudern) mitnehmen. Hältst du es nicht für auffällig, wie häufig die Afd im Vergleich zu anderen Parteien "Missverständnisse" ausräumen muss?

    Wenn du dich hinstellst und ellenlang erklärst wie Gauland dieses und jenes Wort meint, finde ich das etwas vermessen. Du interpretierst deine Abneigung in seine Aussagen, überspitzt, dramatisierst, verdrehst. Das wird heutzutage gerne gemacht.


    Ich finde sowas nicht richtig. Da wird ja ein simples Wort schon zum Trigger für manche, um die schlimmsten Gesinnungen und Ideologien anzudichten. Wie bei Maaßen jetzt zum Beispiel.

    Ja, der arme Hans-Georg, mir wird schon ganz blümerant vor lauter Mitgefühl ob der ganzen unberechtigten Empörung. Jetzt reicht es schon...

    - Hetzjagden auf Menschen mit Migrationshintergrund zu leugnen und Videos, die dies beweisen, zu Unrecht unter Fake-Verdacht zu stellen,

    - Medienhetze zu verbreiten,

    - als amtierender BfV-Präsident AfD-Politiker*innen Tipps zur Vermeidung einer Beobachtung durch seine Institution zu geben,

    - regelmäßig mit neurechten Medien zu interagieren,

    - zu behaupten, dass Menschen, die Asylunterkünfte anzünden, aus der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft stammten,

    - für die Kanzlei zu arbeiten, die die Afd gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber vertritt,

    - antisemitische Code zu verwenden

    -...

    und zack - schon wird man in die rechte Ecke gestellt.

    Also Globalisten hätte ich jetzt nicht als antisemitisch erkannt. Gibts irgendwo eine Liste was man nicht sagen darf?

    Ich denke, bevor ein erfahrener politischer Akteur sein Fachvokabular erweitert, macht er sich zunächst mit dem neuen Begriff vertraut, statt ihn ohne Hintergrundwissen zu verwenden. Für so professionell halte ich Maaßen dann doch. Und eine kurze Google-Recherche ergibt bereits, dass die von ihm übernommenen Begriffe ("Globalisten" und "Great Reset") gerne in antisemitischen Kontexten verwendet werden. Meines Erachtens ist die Kritik gerechtfertigt, zumal Maaßen nicht zum ersten Mal am rechten Rand fischt.


    Und ganz ehrlich, das Plädoyer dafür, Äußerungen stets frei von Interpretationen und ohne den jeweiligen Kontext zu bewerten, halte ich bestenfalls für naiv. Im Thread zu religiösen Symbolen wurde von einem Lehrer berichtet, der seinen SuS mehrfach seine Tätowierung "Meine Ehre heißt Treue" präsentiert hat und deshalb aus dem Dienst entlassen wurde. Wenn ich deine Argumentation richtig verstehe, Tommi, hätte man diesen Satz losgelöst von jedem Kontext betrachten müssen. Klar, dann klingt dieser Satz zwar noch etwas pathetisch, aber gar nicht mehr so schlimm. Ist das deines Erachtens die richtige Vorgehensweise?

    Nur mal als Einwurf: Im orthodoxen Christentum gibt es auch Landeskirchen, die Kleider für Frauen vorschreiben, bis hin zum Kopftuch (looking at you, Russland) oder zu Rock statt Hose. Zumindestens in der Kirche. Es gibt durchaus eine gewisse Korrelation damit, wie man in den jeweiligen Landeskirchen zu anderen Aspekten weiblicher Mitbestimmung steht. Kleidervorschriften für Frauen scheinen doch eine gewisse Symptomatik zu sein.

    Und noch ein Einwurf: Die katholische Kirche sieht auch keine Gleichstellung zwischen Mann und Frau vor (vgl. Priesterweihe, Positionierung zum Thema Abtreibung usw.). Dass wir uns in Deutschland dieser Gleichstellung seit Jahrzehnten nähern liegt ja vor allem daran, dass sich die Gesellschaft in der Tendenz immer weiter von der Kirche entfernt.

    Vielleicht kannst du einfach deine Unterstellungen gegenüber anderen Personen mal lassen. Du kennst mich nicht. Ich bin nicht konservativ oder verschließe mich aus Prinzip irgendwelchen Veränderungen. Ich muss aber nicht jeden Quatsch mitmachen, der mir vom Zeitgeist vorgesetzt wird. Der lag ja bekanntlich oft genug falsch.

    Stimmt, für die Unterstellung entschuldige ich mich.

    Es bleibt jedoch bei der Aussage zu der genannten Journalistin: Anna Schneider spiegelt nun mal ein bestimmtes politisches Spektrum wider und legt selbst Wert darauf, zu polarisieren. Man führe sich nur den Furor vor Augen, mit dem sie derzeit gegen das grüne Umfragehoch antwittert.

    Insofern halte ich sie für kein gutes Beispiel einer objektiven Position.

    Das generische Maskulinum im Plural bildet nicht nur Männer ab, sondern ist in seiner Interpretation vom Kontext abhängig. Niemand stellt sich bei den "Einwohnern Frankreichs" 65 Millionen Männer vor. Das ist aberwitzig. Man verkämpft sich hier völlig auf der Wortebene, aber so kommunizieren wir nicht. Wenn man wie hier im Forum den Rang eines Users unter dem Namen liest, also ein Wort völlig ohne Kontext, mag es sein, dass man sich da eher einen Mann vorstellt. So kommunizieren wir aber nicht, denn wir sprechen permanent in Kontexten. Rede ich von "meinen Nachbarn" habe ich konkrete Personen vor Augen und nicht nur Männer, erwähne ich "meine Schüler" habe ich meine Klasse vor Augen und nicht nur die Jungs usw.


    Ich finde es auch immer wieder faszinierend, wie sich selbst (große) Verfechter des Genderns eingestehen müssen, dass diese Sprachpraxis überhaupt nicht konsequent anwendbar ist. Ich habe mir schon einige Diskussionen übers Gendern angeschaut und selbst die Befürworter bekommen es nicht auf die Kette, das durchzuziehen. Irgendwann muss man sich da doch auch mal eingestehen, dass das keine gangbare Praxis ist ...

    Es gibt doch sogar Studien zum Effekt des "generischen Maskulinums":


    Und den folgenden Satz finde ich ziemlich substanzlos. Wer bestimmt denn, ob etwas eine gangbare Praxis ist?

    Irgendwann muss man sich da doch auch mal eingestehen, dass das keine gangbare Praxis ist ...

    Man kann es auch komplizierter machen, als es ist.

    Klar, 100% sicher kannst du dir nicht sein. Aber die wenigsten Menschen werden es dir übel nehmen, wenn du sie mit dem falschen Geschlecht anredest. Im Zweifel weisen sie dich darauf hin und sagen dir, wie sie gerne angesprochen werden möchten, und dann kannst du das einfach machen.

    Ich glaube, Plattenspieler ging es hier eher um die polemische Bemerkung, dass so wahnsinnig viele Menschen ständig ihr soziales Geschlecht wechseln (wie andere ihre Unterhosen). Da gibt es sicherlich Zahlen zu, oder?

    Wichtig ist m. E. vor allem die Gleichbehandlung der Konfessionen. Wenn Lehrkräften das Tragen eines Kopftuches verboten wird, muss das Zurschaustellen eines christlichen Kreuzes (sei es z. B. als Halskette oder auch als Tattoo) ebenfalls verboten werden.

    Davon abgesehen, halte ich es für arg anachronistisch, in öffentlichen Schulen (und allen anderen öffentlichen Einrichtungen) Kreuze an die Wand zu hängen. Dann kann ich als bekennender Pastafari ja mit dem gleichen Recht darauf bestehen, dass neben jedem Kreuz ein fliegendes Spaghettimonster angebracht wird.

    Schon eineinhalb Jahr her, Politiktest zum damals verabschiedeten "Klimapaket":


    Aufgabe: "Die Bundesregierung hat vor Kurzem ein Klimapaket beschlossen. Nennen und beschreiben Sie 2 Maßnahmen des Klimapakets."

    Schülerantwort: "Erhöhung der Rentnerpauschale"

    Bei deinem Link musste ich deshalb auch nicht lange überlegen. Anna Schneider von der NZZ ist ein toller Journalist und hält zum Glück die liberalen Werte hoch!

    Dass Anna Schneider eine tolle Journalistin sei, ist natürlich eine rein subjektive Wahrnehmung. Sie ist halt ein Flaggschiff des Konservativismus (nicht umsonst schreibt sie aktuell für die NZZ und bald für die Welt). Und wenn man selbst gesellschaftlichen Veränderungen ebenfalls skeptisch bis ablehnend gegenübersteht, findet man sie bestimmt ganz wunderbar.

    Glaubst du ernsthaft, dass sich deine seltsame Schreibweise in Deutschland wirklich durchsetzen kann? "Wähler*innenstimmen" ist schon arg drüber und wer will das schon wirklich aussprechen? Machst du auch nicht vor Verben (bemuttern -> beeltern, befreunden -> befreund*innen), Adverbien (feindlich -> feind*inlich) Adjektiven (verbraucherfreundlich -> verbraucher*innenfreund*inlich) nicht halt, weil da eben auch das inklusive Maskulinum drinsteckt?

    Auch ein Blick in die Nachbarländer mit germanischen Sprachen zeigt ein deutlich anderes Bild auf. Dort wurden die femininen Movierungsformen überwiegend fallen gelassen und die generische Form zur Standardform. In der DDR war es ja auch weit verbreitet bis die Norm, dass sich Frauen als Lehrer, Techniker, Näher usw. bezeichneten. Ich habe es neulich erst im Fernsehen von einer ostdeutschen Frau gehört. Es gibt eine Form für alle, um eben gar nicht erst auf Geschlecht zu verweisen. Gibt es denn irgendwo auf der Welt eine Sprache, die bei Funktionsbezeichnungen, die von Personen besetzt sind, permanent auf Geschlecht verweist? Hier haben wir eine Person mit Penis, hier eine mit Vagina; hier eine Gruppe von Personen mit Penissen und hier eine Gruppe von Vaginas. Mir ist jedenfalls keine bekannt und Deutschland ist entsprechend der Geisterfahrer in der ganzen Debatte um geschlechtsneutrale Sprache.



    Wer in meinem Auto vom "Beifahrer*innensitz" spricht, befindet sich ganz schnell auf dem Beifahrer*außensitz. :P

    Die männliche Form ist hier aber nun mal nicht die Standardform. Wenn ein Mann den Arztberuf ausübt, ist er ein Arzt, wenn eine Frau diesen Beruf ausübt, ist sie eine Ärztin. Das ist die sprachliche Realität, egal wie sehr Du Dich windest. Und wenn man von "Ärzten" spricht, schließt man demzufolge das weibliche Geschlecht aus.


    Ich selbst bin übrigens nicht ganz konsequent in der Anwendung gendergerechter Sprache. In privaten Unterhaltungen unterlasse ich das Gendern in der Regel. Lediglich, wenn ich mit meiner Tochter spreche, lege ich - je nach Kontext - großen Wert darauf, die weibliche Form einzuschließen. In der Schule jedoch wird gegendert, bis sich die Balken biegen. Es ist Teil meiner Interpretation der Vorbildrolle, die wir in unserem Beruf einnehmen. Egal ob schriftlich oder mündlich, das Gendersternchen ist im Unterricht regelmäßig am Start. Ich habe viele Klassen, die zu 90 % aus Schülerinnen bestehen. Dann finde ich es einfach albern, nur von "Schülern" zu sprechen.

    Also hat sich das Gendern immerhin bei einem Mann (zumindest auf beruflicher Ebene) durchgesetzt. ;)

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