Ich dachte gerade, was ist das für ein Lärm da draußen, Jubelrufe wie nach einem Tor bei der EM (public viewing war auf dem selben Platz) , nach 10 Minuten fiel mir ein, dass heute Montag ist.
Was ist denn dort montags?
Ich dachte gerade, was ist das für ein Lärm da draußen, Jubelrufe wie nach einem Tor bei der EM (public viewing war auf dem selben Platz) , nach 10 Minuten fiel mir ein, dass heute Montag ist.
Was ist denn dort montags?
Ich präzisiere:
"Wenn du sowas wie Selbstbestimmung akzeptierst, wirst du auch akzeptieren müssen, dass sich Menschen als nur männlich oder als nur weiblich einordnen."
Ach so.
Ja, natürlich. Wenn Geschlecht nicht binär gedacht wird, sondern als eine Vielzahl von Merkmalen, dann schließt das nicht aus, dass jemand sich als nur männlich oder nur weiblich einordnet, als die zwei Endpunkte einer Skala. Es sind dann aber eben auch eine Menge von Kombinationen von Geschlechtsmerkmalen möglich, die zwischen diesen Endpunkten liegen.
Wenn du sowas wie Selbstbestimmung akzeptierst, wirst du (nicht nur, aber) auch das akzeptieren müssen.
Kannst du etwas ausführlicher schreiben, was du meinst?
Ich bezog mich darauf, dass Menschen (und zwar nicht nur 0,01%) sich nicht als entweder weiblich oder männlich wahrnehmen, sondern als beides oder als etwas drittes oder auch als ohne Geschlecht. Außerdem darauf, dass z. B. die Biologie in Bezug auf Geschlecht eine Vielzahl von Merkmalen kennt, deren Ausprägungen zum Teil entlang einer Skala angeordnet werden können, dass wir aber in der Regel nur auf Scheide vs. Penis, Brüste vs. keine Brüste und Gebärmutter vs. keine Gebärmutter gucken.
In 90% der Kontexte ist egal, welches Geschlecht Grundschullehrer haben. Aber auch, wo sie wohnen, welche Lieblingsfarbe sie haben, an welchen Gott sie glauben.
Du würdest, so wie ich es verstanden habe, in 90% aller Fälle alle möglichen Optionen aufzählen, nur um sie dann in den 10%, in denen eine Option tatsächlich wichtig ist, wegzulassen. Ich lasse es einfach in 90% weg und ergänze es nur in den 10%, in denen es für das sprachliche Verständnis notwendig ist.
Du hast in dem Punkt recht. Allerdings überholst du dich dabei gewissermaßen selbst: Zurzeit geht es auf breiter Ebene um die Gleichstellung von Männern und Frauen. Du vertrittst die Haltung, dass generische Maskulinum spiele dabei keine Rolle, andere sind anderer Meinung. OK.
Tatsächlich ist aber absehbar, dass wir in zwanzig, dreißig Jahren nicht über die Gleichstellung von Mann und Frau diskutieren, sondern über die Abschaffung des binären Denkens entweder männlich oder weiblich. Wir teilen ja unser Gegenüber nicht andauernd in Brillenträger vs. Nicht-Brillenträger etc. ein. Analog dazu wird hinterfragt, warum wir uns überhaupt dauernd das Geschlecht unseres Gegenübers bewusst machen, und zwar auch dann, wenn es nicht gerade um Fortpflanzung geht.* Wo Judith Butler oder Kate Bornstein gelesen und darüber diskutiert wird, ist das längst Thema. Zurzeit ist das allerdings vorwiegend in philosophischen Seminaren und im Feuilleton der Fall.
Es passt sehr gut zu deinen Überlegungen, ich bin mir nur nicht sicher, ob du in diese Richtung argumentieren wolltest? ![]()
* Eine andere Frage ist dann nochmal, ob es das so überhaupt gibt, entweder männlich oder weiblich.
An der Stelle passt es ganz gut, an die Studie aus dem letzten Jahr, die zu dem Ergebnis kam, dass die Mehrheit der Deutschen das Gendern ablehnt, zu erinnern
Es ist ein Fehlschluss, von einem Sein („Die meisten Deutschen lehnen das Gendern ab“) auf ein Sollen zu schließen („Es sollte nicht gegendert werden“). Je nachdem, wen du fragst, wird die Mehrheit auch sagen, dass Juden Menschen zweiter Klasse sind oder, weniger schlimm, dass ihr Kind nicht brillant, sondern brilliant ist.
Zu den Vegetariern: Es ging mir darum, dass Vegetariern Fleisch vorgesetzt wird, im Wissen, dass der- oder diejenige Vegetarier ist. Das Mindset derjenigen, die zum Essen eingeladen haben, kennt einfach kein „richtiges Essen“ ohne Fleisch. Vielleicht ist es nicht bekannt, vielleicht nicht vorstellbar.
Lindbergh, ich denke, du machst es dir zu einfach, weil du vernachlässigst, dass Sprache das Denken formt. Wenn du einfach mal nach „generisches maskulinum wirkung“ suchst, findest du eine Menge dazu.
Aber wahrscheinlich kennst du diese Argumente bereits. Sprache formt nicht nur das Denken, sondern ist tief in uns verankert. Ich muss da immer an Geschichten von Eltern und Großeltern denken, wenn man befreundete Vegetarier* mitbringt und es trotzdem Fleisch zum Essen gibt, weil es zu einem richtigen Essen, zu dem man auch noch eingeladen hat, vermeintlich dazugehört. Ich denke, dass es kein Zufall ist, dass der eine Sprachwissenschaftler (den ich kenne), der sich gegen die Kritik am generischen Maskulinum ausspricht, nun auch schon ü80 ist.**
* Ich behaupte nicht, dass die Welt ohne generisches Maskulinum einfacher sei ![]()
** Damit meine ich nicht, dass er senil sei oder so etwas, sondern ich beziehe mich darauf, dass man sich mit ü80 schwerer tut, Angewohnheiten wider besseres Wissen abzulegen, als mit 19, 31 oder 54.
Wobei man berücksichtigen sollte, dass zu dem Zeitpunkt der Ausschreibung wir 10.000 oder 20.000 Infektionen täglich, die ja durch PCR-Tests bestätigt sind, gehabt haben. Jetzt haben wir die zehnfache Zahl. Und dann man sich Laboranten ebenso wenig aus den Fingern schneiden kann wie Intensivpflegekräfte, ist die im WDR-Kommentar aufgeworfene Frage nach der Priorisierung durchaus richtig gestellt. Warum sollten nicht Dritt- oder Viertklässler sich ebenfalls in den Nasen bohren können? Sicherlich sind die Pooltestergebnisse sicherer, aber sie führen ja offensichtlich derzeit zu noch mehr Verwerfungen an den Grundschulen, wie ich den Beiträgen der Mitdiskutanten entnehmen kann.
Ausschreibung? Die PCR-Tests an Grund- und Förderschulen laufen ja seit August. Oder noch länger? Ich weiß das gar nicht mehr. Aber jetzt geht es ja um einen neuen Testmodus, der zum 10. Januar hin eingeführt wurde und der jetzt, was absehbar war, unter der Belastung der Labore nicht funktioniert und der, was man auch wissen musste, selbst zu einer höheren Belastung der Labore führt.
Natürlich sind Schnelltests an Grundschulen möglich, das gab es ja bereits.
Oh ja, einige. Auch schon mal über 60kg schwer...
Für Jungs im Alter von 10 1/2 Jahren liegt das 97%-Perzentil bei 157 cm. Ein Jahr später (—> Sitzenbleiber) bei 163 cm. Dass dir schon mehrfach 170 cm große Grundschüler begegnet sind, ist schon ein sehr großer Zufall.
60 kg sind es wohl aber tatsächlich bei 3% der Jungs im Alter von 10 1/2 Jahren.
Da ich hellsehen kann, war mir das klar.
Trotzdem fände ich zielgerichtete Fragen besser.
Das finde ich auch, wobei beim Drücken dieses „verwirrend“-Smilies ja auch nicht mitgeliefert wird, was genau eigentlich gemeint ist. Mir ist hier auch schon aufgefallen, dass der Smilie reichlich oft verwendet wird, und das auch bei Beiträgen, deren Meinung man vielleicht nicht teilt, an denen aber wirklich nichts Verwirrendes ist.
Wir reden hier von Kindern. Kindern! Denen man erst recht nach zwei Jahren mit Verständnis begegnen sollte!
Wie verbittert muss man sein, um das Nachhauseschicken derart gutzuheisen? Du tust mir wirklich leid.
Also bei uns in der Grundschule klappt es mit den Masken. Manchmal sind Masken zu groß, dann werden die Bänder einmal gedreht/überkreuzt, das machen die Kinder selbst, oder es kommt ein Knoten rein, das mache ich. Wenn es bei Fünft- und Sechsklässlern nicht klappt, dann muss es an deren gutem Willen liegen, wenn es sich nicht um eine Förderschule handelt. Wobei meine Schülerin, die vielleicht im August auf einer Förderschule GB weitermachen wird, da auch keine Probleme hat.
Man hätte doch vorher überlegen können, was passieren kann, wenn vielleicht nur ein Viertel aller Pools positiv wäre: Ist das zu schaffen? Brauchen wir vielleicht von vornherein mehr Labore? Mehr Maschinen? Mehr Personal? Die beauftragten, ach so überlasteten Labore können anscheinend (außer mit Geld) nicht rechnen. Mitleid mit den (Un-)Verantwortlichen ist hier nicht angebracht, Omikron hin oder her.
Na klar sind da Fehler gemacht worden. Mir war von vornherein klar: Unsere täglich fünf bis 10 Pooltests sind meistens gegen 20 Uhr ausgewertet. Völlig unmöglich, dass dann auch noch die Einzeltests eines oder mehrerer Pools rechtzeitig ausgewertet sind, damit am nächsten Morgen alle Kinder wissen, ob sie zuhause bleiben oder zur Schule gehen.
Aber ein immer mehr an Laboren, Maschinen und Personal ist halt nicht möglich. Im WDR lief letztens ein Bericht, dass Labore jetzt Masseure beschäftigen. Die Auswertung der Tests ist wohl mit bestimmten Haltungen der Finger verbunden. Nach mehreren Stunden im Labor am zehnten Tag in Folge können dort Mitarbeiter ihre Hände nicht mehr öffnen. Sie gehen deshalb während oder nach der Schicht rüber zum Masseur, der ihre Hände wieder entspannt. Das wird ja nicht gemacht, weil gerade 500 Laboranten auf Stellensuche sind.
Viele sind sich der Größenordnungen nicht bewusst. Rund 3.500 Grundschulen, 30.000 oder mehr Klassen … nur in NRW.
Du hast aber natürlich recht, das hätte man vorher wissen und dann realistischer planen müssen.
Ach, vielleicht ist ja bald wieder alles ganz anders - wenn sich diese Meinung durchsetzt:
Kommentar: Schluss mit den PCR-Pooltests an Grundschulen und Kitas!
Ich fände das an sich bedauerlich. Aber die Labore scheinen ja seit zwei, drei, vier Wochen soviel stärker belastet zu sein, dass eine Grenze überschritten worden ist. Testergebnisse erreichen die Schulen nicht mehr am selben Tag um 19 oder 21 Uhr, sondern teilweise nach 48 oder 72 Stunden. Dort, wo das so ist, würde also jeder PCR-Test faktisch zwei oder drei Tage zuhause bedeuten. Die Kinder kämen also nicht mehr in die Schule. Unabhängig vom Testergebnis.
Das hatten wir auch mehrfach schon. Pool Montag positiv, die Schüler alle Zuhause bis die Einzelproben ausgewertet sind. Alle Einzelproben negativ, also kommen Mittwoch alle wieder zur Schule. Pool Mittwoch wieder positiv. Diesmal eine positive Einzelprobe dabei.
Wir hatten das auch schon, dass ein Pooltest positiv war und alle folgenden Einzeltests negativ waren. Mehrfach. An anderen Schulen kam es Dutzende Male vor. Gut möglich, dass bei Roswitha tatsächlich niemand positiv ist.
Hast du dich jetzt eigentlich für eine Gitarre entschieden? 😉
Hier sind so krasse Videos gepostet worden … da möchte ich mal gegenhalten. So könnte es in zwei Jahren bei dir auch klingen:
Hei Hei,
gibt es noch aktuellere Büchertipps oder Links zu dem Thema?
Ich habe eine zappelige 5. Klasse in der 5. und 6. Stunde und würde mit denen gern "bewegte Pause" im Klassenzimmer / Fachraum machen. Ich bräuchte kleine Bewegungsspielchen, bei denen man nicht Tische verrücken muss oder Utensilien braucht.
Ich dachte auch, ich bräuchte für meine 2. Klasse so ein Buch. Wir haben dann auch z. B das Pferderennen immer wieder mal gespielt: https://www.methodenkartei.uni-oldenburg.de/uni_methode/pf…bewegungsspiel/
Mittlerweile glaube ich aber, dass Entspannung wichtiger ist als Bewegung. Ja, Kinder haben einen großen Bewegungsdrang und ja, dem sollten sie auch Lauf lassen können. Aber wenn es zweimal am Tag eine Hofpause gibt und wenn immer wieder mal etwas Bewegung in den Unterricht eingebaut ist, sollte das reichen (dazu vielleicht https://www.amazon.de/Beweg-dich-Schule-Unterricht-Gehirngerechtes/dp/3808008555/ref=sr_1_2?tag=lf-21 [Anzeige] , das kenne ich aber selbst nicht).
Aber wichtiger finde ich eben, dass die Kinder sich arbeitsbereit machen können, indem sie sich entspannen. Das fängt beim richtigen, bewussten Atmen an. Größere Übungen findet man zum Beispiel hier: https://www.verlag-modernes-lernen.de/buecher/shop-detail/article/9355
An meiner ehemaligen Universität schließt man das Gymnasiallehramtsstudium in modernen Fremdsprachen auf dem Sprachniveau C1 ab, im Grundschulbereich genügt bereits B2.
Sprich: Wer Grundschullehramt Englisch studiert hat, kann (u. U.) nur B2 nachweisen?! Das würde mich wirklich überraschen. Bist du sicher?
Ich hatte eigentlich gedacht, dass z. B. in einem Englisch- oder Französischstudium das Erlernen der Sprache eher eine Nebenrolle spielt und dass es eher um Literatur, verschiedene Stileben/Sprachregister, linguistische Analysen etc. geht.
das Zielsprachniveau, welches du in allen Bereichen (Hören-Sprechen- Lesen- Schreiben) haben solltest ist C1.
Ist es tatsächlich so, dass man mit C1 an einer weiterführenden Schule eine Fremdsprache unterrichten kann? Zumindest in der Sek 2 doch nicht, oder?!
Die Tochter meiner Nachbarin musste zur Schule, obwohl kein Poolergebnis da war. Alle Kinder wurden dann schnellgetestet.
Gibt es dazu keine allgemeingültige Vorschrift? Wird ja wohl demnächst noch häufiger passieren.
Hier wird das genauso gemacht, wobei wir dann noch nicht einmal einen Schnelltest machen. Ich finde das auch sehr vernünftig: Wir hatten in den letzten neun Tagen 0 positive Pooltests (von 45) und wir hatten in den ganzen 22 Monaten genau eine vermutete Ansteckung innerhalb der Schule. Wenn die Situation ganz anders aussieht, sollte man natürlich u. U. vorsichtig sein und die Kinder erstmal zuhause lassen.
Aber grundsätzlich geht's mir um einen gepflegten Abgang, der noch ein paar Jahre für Gesprächsstoff sorgt...
Du könntest unbekleidet in der Schule erscheinen, allen ein kleines Geschenk mitbringen, ein Abschiedslied singen (vor allem dann, wenn du nicht singen kannst) … da gibt es viele Möglichkeiten.
Die von dir geäußerte 'Man sieht sich immer zweimal im...'-Haltung ist mir allerdings zu fatalistisch und irgendwie offenbart sie auch eine Art von Duckmäusertum, der ich gerade nicht nachfolgen möchte.
Gerade dann hast du bestimmt während deiner Zeit in diesem Kollegium die Probleme angesprochen. Die KollegInnen wissen also Bescheid. Wozu also noch so ein Abschiedsgeschenk?
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