Beiträge von ISD

    treasure grundsätzlich bin ich absolut bei dir. In vielen Bereichen sind Noten tatsächlich auch zweitrangig. Nur wenn es um den NC geht, wir es schwierig, wenn man dann mit Leuten konkurriert, die ihre Noten geschenkt bekommen haben.

    Mein angestrebter Kompromiss (bin ja noch im Ref) in der Frage: in der E Phase streng sein, in der Q-Phase angemessen. Wenn die SuS dann den Anspruch aus der E-Phase kennen, dann werden die Noten automatisch besser und die Leistung stimmt auch. So meine Theorie.🤷🏼‍♀️

    Wie gesagt, zu Bayern kann ich nichts sagen. Ich mach das Ref in Hessen.Daher kann ich nur das berichten:

    Wir müssen 12 Stunden unterrichten und an zwei Tagen haben wir Studienseminar.

    Bei mir ist es so, dass ich entweder vor oder nach der Schule bzw. in Freistunden Unterricht vor- und nachbereite (je nach Tag, wie der Stundenplan ist). An Seminartagen arbeite ich nach dem Seminar den Seminarkram nach. Zusätzlich bin ich am Wochenende mindestens einen halben Tag manchmal auch einen Ganzen, je nach dem was ansteht) mit Vor- und Nachbereitung beschäftigt. Man muss am Anfang einer Unterrichtsreihe für jede Lerngruppe eine fachliche und überfachliche Diagnostik durchführen und auswerten. Das kostet auch richtig Zeit. Bei uns muss man sich zusätzlich dazu in einer Schulentwicklungsaufgabe einbringen. Auch das schlägt aufs Zeitbudget. Da man in der beruflichen Schule in mehreren Schulformen eingesetzt ist, tanzt man auch noch auf diversen Schulform- und/oder Fachkonferenzen rum.

    Für den normalen Unterricht bereite ich pro Unterrichtsreihe eine PowerPoint vor, die mir dabei hilft durch die Stunden zu kommen. Dazu muss man diverses Material vorbereiten, kopieren, digital zur Verfügung stellen. Diese Stunden sind nicht von A bis Z schriftlich ausgearbeitet, aber durch die PPP habe ich einen Fahrplan. Da ich schon Erfahrung mit Lerngruppen hatte, reicht mir das. Manche MitLiVs notieren sich tws. auf Spickzetteln wortwörtlich Sachen, die sie sagen wollen. Das wär nix für mich. Für die (bewerteten) Unterrichtsbesuche (6 Stück pro Semester) müssen wir eine Skizze (4 Seiten + Anhang) bzw. Entwurf (10 Seiten + Anhang) schreiben.

    Ich bin grade am Anfang und ich schätz , dass ich so 50 Stunden in der Woche arbeite. Ich kann mir vorstellen, dass vieles mit der Zeit schneller von der Hand geht. Ich versuche alles zu digitalisieren, so dass ich es künftig nur noch anpassen muss. Das erste Entwickeln dauert immer am längsten.

    Ich hab zwei Kinder und auch keine Familie in der Nähe. Mein Mann macht sehr viel und meine Kids sind schon relativ selbständig, so dass das schon so weit geht. Ansonsten gibt es bei uns aktuell öfter Fast Food aufgepeppt mit Rohkostteller oder Salat und Besuch sollte sich auch besser rechtzeitig ankündigen. :pfeifen:

    Es macht aber trotz des Stress mega Spaß. Wenn das Seminar nach dem Ref wegfällt, wird es richtig toll.:verliebt:

    700 oder 1500 macht für mich schon einen Unterschied, aber sei's drum.


    Sozialer Wohnungsbau -ja. Da hab ich auch nichts dagegen gesagt.

    Sozialer Wohnungsbau mit Zwangsumzug nach wenigen Wochen oder Monaten Bürgergeldbezug, wie du es weiter oben ausgeführt hast, finde ich nicht richtig, aus den bereits von mir ausgeführten Gründen.


    Das Problem ist, dass es in jedem Bundesland und sogar in jeder Kommune unterschiedliche Vorgaben für Bauvorhaben gibt, so dass es schwierig bis unmöglich ist "Wohnhäuser von der Stange" zu bauen, was deutlich schneller und billiger ginge.

    Was genau ist Quatsch?


    Das hier?

    https://www.google.com/search?…lient=mobile-gws-wiz-serp


    Oder das hier:


    https://www.immobilienscout24.…auf-achten-vermieter.html


    https://www.google.com/search?…lient=mobile-gws-wiz-serp



    Vielleicht hast du, liebe CDL Belege dafür, dass das was du schreibst kein Quatsch ist, statt anekdotischer Evidenz deinerseits?



    Mein Eindruck ist, dass du fast jeden Meiner Beiträge reflexartig negativ kommentieren musst, seit wir mal über die Sozialassistenz als Fachkraft diskutiert haben. Aber das ist wahrscheinlich auch Quatsch.

    Werden solche Fragen bzw. Tipps hier auch Männern gegeben?

    Bei uns haben im Ref auch viele Kinder. Bei den Männern sind die Kinder U3 und die Frauen in Elternzeit-->halten dem Mann den Rücken komplett frei. Die Frauen mit Kindern im Ref hingegen sind am rotieren. Die erste hst schon aufgegeben... Die Männer dieser Frauen sind alle VZ beschäftigt... So als ganz sachliche Beschreibung. Kann man natürlich so oder so auslegen...

    Wie kommst du darauf, dass man sich als angestellte Lehrkraft (ausgehend von E13 Vollzeit) diese Miethöhe (also 1500€ natürlich, nicht 15000€) nicht alleine leisten kann, wenn man sich diese leisten möchte?

    Ich zahle monatlich rund 1100€ warm mit meiner 55%- Stelle. Von der Entlohnung für eine Vollzeitstelle könnte ich mir natürlich auch bei E- Besoldung anstelle der A- Besoldung problemlos 1500€ monatlich für die Miete leisten.

    Als Beamte*r ist man absolut save. Da kann einem eigentlich nix passieren. Da kalkuliert man schon anders. Wenn man sonst relativ genügsam lebt, mag das aufgehen. Als Arbeitnehmer*in hat man glaube ich i.d.R. ein anderes Sicherheitsbesürfnis. Zwischen 55%Beamtengehalt und 100%Tarif ist der Sprung ja nicht so hoch.

    Die Empfehlung ist, dass man nicht mehr als 30%seines Gehaltes für Wohnen ausgeben sollte. Kann jeder machen wie er will, aber als Angestellter mit einem TV-L Gehalt wird es schon schwierig überhaupt einen Vermieter zu finden, der bei dem Gehalt eine so teure Wohnung vermietet.

    Herr M muss beispielsweise nur eine tarifbeschäftigte Lehrkraft über 55 sein. Wenn Herr M. dann auch noch so "durch" ist wie manch andere verbeamtete Lehrkraft die zur Ruhe gesetzt wird,l dann bekommt der trotz seiner Quali nirgends mehr einen Job. Spätestens mit 57 endet das Krankengeld und dann gibt es noch zwei Jahre Nahtlosgeld und dann ist er beim Bürgergeld angekommen. Ob es für eine Erwerbsminderungsrente reicht? Möglicherweise nicht. Soweit meine Erfahrung als ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht.

    Alles richtig. Nur kann sich Herr M schon davor keine Wohnung für 1500€ leisten, wenn er tarifbeschäftigt ist und nicht unbedingt noch in einer Partnerschaft lebt. Wenn er das tut, dann muss diese zu allererst für seinen Unterhalt aufkommen, bevor es der Staat muss.

    Wie sind denn die Rahmenbedingungen? Wieviele Stunden musst du unterrichten? Wie ist das Studienseminar organisiert? Ich mach grade den Quereinstieg in Hessen und muss sagen, dass es aktuell mehr als Vollzeit ist. Das liegt vor allem daran, dass manche Aufgaben, die wir vom Studienseminar aufgetragen bekommen, pure Arbeitsbeschaffungsmaßnahme sind. Ich bin aber noch recht am Anfang. Da muss man sehr viele Dinge glrichhzeitig neu entwickeln und planen. Das verlöuft sich mit der Zeit etwas. Vieles kann man dann später (leicht modifiziert) wieder verwenden. Man entwickelt für manche Aufgaben auch relativ schnell eine Routine, so dass man etwas schneller wird als am Anfang. Außerdem macht man anfangs Vieles, das man am Ende gar nicht verwendet. Irgendwann hat man auch da ein Gefühl dafür, was brauchbar ist und was nicht.

    Wobei WiVe in Hessen nicht besonders gesucht ist. Chemietechnik wird demnächst auch nicht mehr als Quereinstieg an beruflichen Schulen angeboten. Offenbar ist da der Bedarf zwischenzeitlich gedeckt. Ich nehme also an, dass das auch als grundständig studiertes Fach wohl nicht mehr besonders nachgefragt sein wird.

    Das wird oft der Fall sein. Trotzdem wird es immer auch Fälle geben, wo Herr M. kein neuen Job findet und irgendwann auch keine Rücklagen mehr hat. Aus welchen Gründen auch immer. Nun kann sich Herr M. seine Wohnung nicht mehr leisten, da sie zu teuer für sein Bürgergeld ist. Auf dem Wohnungsmarkt findet er aber keine preiswerte Wohnung, da der Markt vollkommen überhitzt ist. Welche Lösung schlägst Du vor?

    Möchtest du wirklich jeden (relativ unwahrscheinlichen) Einzelfall durchexerzieren?

    Für diese Jugendlichen gibt es bereits diverse Maßnahmen. Je nach dem, wie reich die Kommunen sind, sind da die Jugendämter mitunter sehr aktiv diese Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen bspw. durch individuelle Unterstützung in Form einer Sozialpädagogischen Einzelfallhilfe. Es gibt Jugendliche , die dies dankbar annehmen und das für sich gut nutzen können. Sie schaffen es, in welcher Form auch immer, ihre Situation für sich zu verbessern. Es gibt aber auch Jugendliche, den es aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingt. Man muss sich einfach von dem Gedanken verabschieden, dass alle Menschen bereit und in der Lage sind sich für die Solidargemeinschaft einzubringen und nicht nur von ihr zu profitieren. Das erspart einem viel Groll.

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