Beiträge von Omidala

    zu 1) Bei uns (BY) wird in Ganztagsklassen i. d. R. auch am Nachmittag vertreten. Oft endet der Unterricht aber um 13:00 Uhr, z. B. an Konferenztagen. Die ersten Stunden werden immer vertreten, "später kommen" gibt es für die SuS nicht (und wäre im Hinblick auf die Beförderung auch schwierig). Bin über die rechtlichen Aspekte diesbezüglich im Unklaren.

    zu 2) Wenn du sagst, dass manche Stunden nur halb zählen, dann sind die Präsenzzeiten offensichtlich größer. Dennoch wird doch jede Vertretungsstunde entlohnt, sodass du bei vielen Spontanvertretungen auch mehr Geld bekommst.

    Was die Qualität betrifft kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich nutze es selbst täglich im Unterricht und bin ehrlich gesagt überrascht wie gut die Ergebnisse sind. Der österreichische Lehrplan 2023 ist direkt integriert also kommen die Lernziele wirklich aus dem echten Lehrplan und nicht irgendwoher. Natürlich ist es kein Ersatz für die eigene pädagogische Entscheidung aber als Ausgangsbasis die man dann anpassen kann spart es mir enorm viel Zeit. Am besten selbst urteilen wenn man die Möglichkeit hat 😊

    Kannst du mal eine beispielhafte (vergangene) Ausgabe deines Programms posten? Bin interessiert.

    Habs leider nicht testen können, will kein Geld ausgeben.

    Verstehe ich die Funktionsweise richtig: Man gibt über die Eingabefelder Infos zu dem, was man generieren möchte und dein Programm baut daraus einen Prompt, der (vermutlich zusammen mit einem Systemprompt) an Claude weitergegeben wird?

    Funktioniert das? Ernstgemeinte Frage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Claude in puncto Unterrichtsentwürfe zufriedenstellende Ergebnisse liefert.

    Was ist denn eine Fachlehrkraft für dich? Bei uns gibt es den Begriff nicht. Naja ich unterrichte aktuell nur 12h, weil ich zu 70% abgeordnet bin. Die sind eben nur in einer Klasse in 3 unterschiedlichen Lernfeldern.

    Spannend!
    Fachlehrkraft = Jemand, der seine (studierten) Fächer unterrichtet, kein Klassenlehrer (GS, Hauptschule, …)

    Leider habe ich festgestellt, dass meine fachliche Vorbereitung im Fach Physik ebenfalls einige Lücken aufweist, da mein Physikstudium schon 10 Jahre zurückliegt. Bis zur Oberstufe kann ich die meisten Aufgaben verstehen und lösen. Im Abitur sind die Aufgaben allerdings schon relativ textlastig und da musste ich schon länger überlegen, wie man die Aufgabe modellieren und auf eine Lösung kommen soll. Wie kann man die fachlichen Lücken am besten schließen?

    Bezüglich der fachlichen Anforderungen würde ich mir erstmal keine Sorgen machen. Die Prüfungsfragen basieren auf dem Lehrplan und ähneln sich immer wieder stark. Als „Studierter“ hat man i. Allg. keine Probleme, sich da schnell einzulesen. Zumal man als Quereinsteiger in den ersten Jahren i. d. R. auch keinen Oberstufenkurs bekommt, der unmittelbar vor dem Abitur steht. Die anderen Fragen sind aber durchaus berechtigt und es loht sich, darüber nachzudenken. Am Anfang ist m. E. Klassenführung das zentrale Thema, zu dem man sich Gedanken machen sollte.

    An einer meiner Vorgängerschulen hatte jede Lehrkraft eine 45-Minuten-Stunde als Sprechstunde ausgewiesen (konnte man sich selbst legen, wurde zentral für die Eltern veröffentlicht) . Für diese Stunde konnten Präsenztermine oder telefonische Termine vereinbart werden, außerhalb brauchte man keine Gespräche führen. Fand ich gut geregelt.


    Jede Woche 2x2 Stunden fände ich etwas arg viel des Guten 😳

    Genau so ist es bei uns.

    Sonst erfolgt der Kontakt schriftlich (E-Mail) oder am Elternsprechabend.

    Von wem gehen denn diese vielen Gespräche aus, die du führst?

    Ich bin verwirrt. Du vergleichst eine Stufe 9 von 12 einer Tabelle mit Stufe 6 von 6 einer anderen Tabelle und kommst auf eine kleine Differenz 100 Euro. Schon mit A13/10 hast du wieder mehr netto. Aus finanzieller Sicht gar kein Argument, und da haben wir nichtmal über die Pension gesprochen.

    Gleichzeitigt möchte ich noch mal betonen, dass es bei meiner Frage nicht nur um Unterrichtsstörungen geht. In den Klassen der Fachoberschule/Berufliches Gymnasium spielen Unterrichtsstörungen eigentlich keine Rolle, hier geht es nur um Disziplin/Arbeitsverhalten.

    Vor allem an diesen Schulformen sind die Schüler doch wirklich freiwillig. Und kann man die zentralen Anforderungen ganz transparent machen: Hier ist der Lehrplan, so sieht eine Abschlussprüfung aus. Ich gebe mein Menschenmöglichstes, euch nach diesen Anforderungen vorzubereiten, ihr solltet das annehmen. Wer sich da nicht reinhängt, der hat schlechte Karten. Wenn jemand sich nicht reinhängen möchte: Der Maurer hat ein Loch in der Wand gelassen.

    Und mir persönlich helfen drei Gedanken: 1. Es sind anderer Leute Blagen. 2. Das Fachabi ist der zweithöchste deutsche Schulabschluss - den muss nicht jeder erreichen. 3. Ich erkläre immer gerne und auch wiederholt das Gleiche.

    Schöne Gedanken, vor allem der letzte. Ich erkläre auf Nachfrage sehr gerne und oft das Gleiche, auch wenn ich dann immer viel weniger schaffe, als ich mir vorgenommen habe. Die Klasse bestimmt so ganz natürlich das Lerntempo. Sollte so Zeit "verloren gehen", weiß man mit ein bisschen Erfahrung, wo man an anderer Stelle Kürzungen vornehmen kann.

    [...] Ich kann den ganzen Stoff schon und meine Kohle kommt jeden Monat. Egal was ich dafür mache.

    Diese Gedanken kann man auch ruhig mal mit Schülern teilen und diskutieren.

    Da würde ich aufpassen. Als Schüler würde ich das schnell in den falschen Hals kriegen.

    Warum? Ich dachte, ein großer Bestandteil von Info sei Mathe… (aber ich bin WIRKLICH nicht vom Fach)

    Für generische Informatik muss man praktisch kein Mathe hören, bei uns wären es damals 12 SWS gewesen, wenn ich mich richtig erinnere, (Analysis 1 und lin. Algebra 1), für die Anerkennung eines Zweitfaches beim Quereinstieg braucht man 40, meine ich.

    So ist es. Zumal der TE Wirtschaftsinformatik studiert hat, dafür braucht es gar kein richtiges Mathemodul. Politik/Wirtschaft passt da besser, auch wenn es da keinen Bedarf gibt. Allein mit Informatik wäre man bei uns schon gut aufgestellt.

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