Beiträge von griding

    Mich nervt die Beförderungskultur an meiner Schule nur noch, da geht Dienstalter vor Engagement, dem Beamtentum sei dank. Beförderungsstellen werden an Mitte/Ende-50-jährige vergeben, sodass jede Lehrkraft das Amt mal durchlaufen kann zur Pensionsaufstockung, Leidtragende sind Innovationskultur und Steuerzahler.

    Ich möchte daher meine zusätzliche Kraft künftig in einen Nebenerwerb stecken. Ich habe im Studium als Javascript-Programmierer gejobbt und überlege, ob ich in diesem Feld wieder tätig werde. Viele Lehrkräfte geben zusätzlich Nachhilfe, soweit ich informiert bin.

    Habt ihr schöne Ideen für Nebenjobs, die Spaß machen und was einbringen?

    Ich bin auf kreative Vorschläge gespannt!

    An deiner Schule auf Teilzeit gehen und einen Lehrauftrag oder eine Doktorandenstelle an einer Hochschule annehmen?

    In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, dass nach und nach immer mehr Länder eine echte Wahlfreiheit zwischen Privater Krankenkasse (PKV) und Gesetzlicher Krankenkasse (GKV) für Beamte anstreben.

    Beim sogenannten "Hamburger Modell" werden dann bei der Wahl für die gesetzliche Krankenkasse die Hälfte der monatlichen Kosten vom Dienstherren mit auf das Konto des Versicherten Beamten überwiesen.

    Hamburg, Berlin, Brandenburg, Thüringen und Bremen praktizieren dies schon längere Zeit und nun ist dieses Jahr (2023) auch Baden-Württemberg hinzugekommen.

    Im aktuellen Koalitionsvertrag von Nordrhein-Westfalen liest man ähnliche Pläne und in Schleswig-Holstein setzt sich die Opposition erneut dafür ein.

    Ich freue mich über diese Bewegung. In der GKV sind es 15,8% vom Brutto, aber gedeckelt auf maximal 769,16€. Bekäme man als Beamter deutschlandweit die Hälfte, also bis zu 384,58€, wieder zurück, wäre die GKV für viele auch ein richtig attraktives Angebot: Hier sind alle Familienmitglieder direkt und ohne Aufpreis mitversichert, es gibt keine Risikoaufschläge wegen (Vor)Erkrankungen, es gibt keine Erhöhungen wegen des Alters, man muss nicht ständig in Vorkasse gehen und es wird beim Eintritt niemand (z.b. wegen Diabetes) abgelehnt.

    Was denkt ihr?

    Ich bin dafür, das alle Bundesländer die Option auf 50% Kostenübernahme bei der Gesetzlichen anbieten. Für manche ist der Preis der Privaten trotz Öffnungsaktion im Vergleich einfach unfair und macht den Lehrberuf zusätzlich unattraktiv.

    Viele private Krankenkassen bieten für Referendare bis zu einem gewissen Alter einen super günstigen Anwärter-Tarif an. Wenn du jedoch älter bist, musst du auch als Anwärter den vollen Preis bezahlen. Das ist dann aber vom Alter und deinen Vorerkrankungen abhängig.

    Wenn du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben möchtest, kannst du im Ref mit ca. 200€ Krankenversicherung rechnen, es sei denn du bist in einem der Bundesländer, die die Hälfte mitbezahlen (Hamburg, Bremen, Brandenburg, Thüringen, Berlin).

    Und wie nutzen sie dann die Zeit zwischen halb acht, wenn die Kinder aus dem Haus sind und 9, bis sie das Arbeiten anfangen?

    Das ist doch total individuell... manche machen sich halt fertig und fahren mit dem Auto oder dem Zug zur Arbeit.

    ... ich weiß nur dass viele meiner Bekannten die Zeit am Morgen echt zu schätzen wissen.

    Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist. Aber man könnte natürlich auch mit Angebot und Nachfrage argumentieren. Die Fächer, die allen wollen werden halt schlechter bezahlt. Dadurch überlegen sich vielleicht einige lieber andere Fächer zu unterrichten...

    Die Idee ist ja nicht all zu schlecht. Aber dann sollte man Fairness halber auch die Bezüge aller Lehrkräfte in den betreffenden Fächern mit anpassen. Also auch die bestehenden Planstellen usw. ... und da hört dann der Spaß für die meisten schon wieder auf :D

    Ich weiß nicht wo es für Mangelfach mehr Geld gibt im normalen Ref.

    In NRW, wo es OBAS gibt, ist mir so etwas nicht bekannt.

    Also ich habe einen "normalen" Refi im Seminar neben mir sitzen der durch Mangelfach ca. 1000€ netto mehr hat... mir ist aber schon klar dass das von Land zu Land anders geregelt wird :) OBAS sagt mir beispielsweise gar nichts.

    8 Uhr ist doch eigentlich super. Da können die Eltern die Kleinen noch zur Schule bringen bevor sie um 9 Uhr auf Arbeit sein müssen und die Kids haben weiterhin pünktlich zur beginnenden heißen Mittagssonne frei.

    9 Uhr wäre ein Fehler in der Raumzeit :D

    ja, die MANGELfächer. Also die, wo man die Leute gezielt akquirieren will, die vielleicht schon voll im Erwerbsleben stehen

    Ja klar doch ;)

    Was ich meinte, es gibt diese Programme leider aber nicht für alle MANGELfächer... und zudem finde ich es auch unfair wenn jemand mit offiziell ausgerufenem "Mangelfach" ohne Pädagogisches Studium fast doppelt so viel Geld im Ref bekommt. Das ist doch für andere die "korrekt" studiert haben und zufällig kein aktuelles "Mangelfach" besitzen mega demotiviertend.

    Also gleich viel aber bitte viel 💰

    Heißt das für dich, dass manche Anwärter :innen mehr erhalten sollten im Ref als andere? Wer genau und nach welchen Kriterien entscheidet sich, ob jemand "schon mitten im Leben steht"?

    Naja, es herrscht halt eben in vielen Fächern Mangel und ich finde besonders an berufsbildenden Schulen sollten auch Leute aus der Arbeitswelt mit gewisser Berufserfahrung unterrichten, um diese auch praxisbezogen vermitteln zu können. Für solch "ältere" Menschen sind jedoch 2 Jahre Gehaltskürzung nicht besonders attraktiv. So gewinnt man meiner Meinung nach keine guten Fachkräfte aus der Wirtschaft.

    Und ja, es gibt spezielle Programme für Mangelfächer... aber das hat dann wiederum meist andere Einschränkungen und betrifft meinst nur spezielle Fächer.

    Ich würde aber generell das Gehalt in der Ausbildung anheben um den Einstieg attraktiver zu gestalten.

    Also ich verstehe die abwertende Haltung gegenüber dem Fragesteller hier nicht so ganz.

    Nach Krankenversicherung, Miete, Auto und Lebensunterhalt bleibt für eine erwachsene Person bei 1500€ Netto wirklich nicht so viel übrig.

    Ich finde das ref sollte besser bezahlt werden, vor allem wenn man schon mitten im Leben steht.

    Aus meiner bisherigen Erfahrung:

    Referendariat umgestalten

    • Mehr Geld, vor allem für Leute die in fortgeschrittenen Lebensjahren einsteigen würden, aber schon finanzielle Verpflichtungen haben und durch die freie Wirtschaft weitaus mehr Geld gewohnt sind.
    • Druck abbauen, indem man entweder die Anzahl der Unterrichtsbesuche minimiert oder andere Aufgaben streicht.
    • Laufzeit verkürzen.

    Beruf attraktiver gestalten

    • Wechsel der Schule sollte bundesweit einfach über eine normale Bewerbung möglich sein.
    • Digitalisierung, um vor allem Zeit und Stress für Organisatorisches zu minimieren.
    • Wahlfreiheit für gesetzliche Krankenversicherung mit 50%. Kostenübernahme vom Land (siehe Hamburg, Bremen, usw.).
    • Verringerung der Stunden auf 18.

    Aktuell fällt mir nicht mehr ein....

    Hallo,

    ich wollte mal fragen ob nach dem Schulrecht eine "schriftliche Leistungsüberprüfung", also eine schriftliche Klausur, auch digital am PC oder am iPad geschrieben werden kann? Leider finde ich dazu bisher nix handfestes.

    Hintergrund: Es könnte Papierberge verhindern und zeitlich auch Korrekturen erleichten (z.b. bei Ankreuzfragen oder aufgrund der fehlenden Handschrift).

    Ist sowas legal und gibt's vielleicht schon Erfahrungen damit?

    Der BMI ist als Kriterium zur Feststellung von krankhaftem Übergewicht nicht immer geeignet.

    Richtig, jetzt ist halt nur die Frage, ob das bei den Amtsärzten auch so angekommen ist und, falls nicht, ob ein Betroffener sich traut dagegen vorzugehen.

    Das zu viel Fett an entsprechend relevanten Stellen ungesund sein kann ist wohl jedem klar. Jedoch ist der BMI einfach nur ein pauschales Maß was individuelle Faktoren und Körperformen außer acht lässt.

    Was Übergewicht übrigens noch von anderen "Krankheiten" fundamental unterscheidet ist, dass es hochgradig variabel ist: Gesundes Abheben geht oft schon innerhalb weniger Monate und das Zunehmen von einem "gesunden" BMI Wert (beispielsweise nach dem Tag der Verbeamtung) geht oftmals noch viel schneller :D

    Es ist einfach Blödsinn einem solchen Maß als Kriterium zur Lebenszeitverbeamtung so viel "Gewicht" zu geben ;)

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