Beiträge von FrozenYoghurt

    Und was hat euch in den ersten Jahren geholfen?

    Gedanke an die Kohle am Monatsende, egal, wie gut die Stunden waren.

    Weniger machen, zeitökonomisch arbeiten.

    Vorhandenes Material verwenden, im Notfall anpassen.

    Sich klar machen, dass das System Schule und der Alltag in jenem einem Theaterstück gleicht, dessen Teil man ist.

    Erwartungen zurückschrauben.

    Wichtig: Sich nichts aufschwatzen lassen

    Entlastungskonzept der Schule sichten und zu seinem Vorteil nutzen.

    Elternarbeit auf das Nötigste reduzieren.

    Erreichbarkeitszeiträume und -plattformen klar definieren (z. B. nur Mail, kein Teams-Chat etc.)

    Freizeitplanung ernst nehmen.

    Wir sollten hier mal die Kirche im Dorf lassen. Auch für Akademiker ist das Gehalt sehr gut als Lehrer.

    In NRW verdient man beispielsweise als Senior Developer (Softwareentwickler) im Schnitt 80 000 EUR Brutto/p.a., wenn man wirklich gut ist, läuft es so auf die 100 000 EUR hinaus. Natürlich gibt es einige wenige, die dadrüber liegen, aber das ist nicht die Regel. Gehen wir mal von den 80 000 EUR aus, dann liegen wir bei 4000 EUR netto/Monat.

    Ein Studienrat, A13Z/7, nicht verheiratet, keine Kinder, liegt schon bei 4800 EUR Netto, auch abzüglich PKV liegt er damit deutlich besser als der o.g. Softwareentwickler.

    Obwohl ich mit deinen Zahlen nicht einverstanden bin (NRW, A13Z/7 liegt als Single ohne Kinder bei 4333€ Netto, selbst mit dem neuen Rechner ab April), finde ich die Grundaussage richtig. Sicherlich lassen sich in der freien Wirtschaft / selbständig andere Gehälter erzielen, jedoch müssen dann dort andere Faktoren zusammenkommen (Lage des Unternehmens, persönliche Leistung, Branche). So zu tun, als wäre das einfach so für jeden zu erreichen, ist nicht aufrichtig. Dafür, dass im Lehramt wirklich jeder, der die Bedingungen für die Verbeamtung erfüllt und die Probezeit irgendwie übersteht, diese Beträge erhält, ist die Besoldung schon okay. Wäre trotzdem nett, wenn diese nicht verfassungsgemäß zu gering wäre.

    Vielleicht ist ja das Alimentationsprinzip veraltet und sollte durch ein anderes ersetzt werden.

    Das Ding hat zwei Weltkriege überlebt. Ich glaube nicht, dass unsere Generationen daran Änderungen erleben werden. Man würde gegen die Verfassung verstoßen. Pacta sunt servanda und so.

    Trotzdem, die Stimmung beim Mob ist ja zur Zeit wirklich feindselig. Ich sorge privat gut vor, um auf den Fall vorbereitet zu sein, dass irgendeine Regierung Verfassungsbruch begehen wird und die Bedingungen für die Beamten sich noch massiv weiter verschlechtern. Wenn das so weit ist, wird es aber auch um uns herum nicht rosig aussehen. Das wäre der Zeitpunkt, wo ich wirklich hinschmeißen und mir, auch wenn ich dann etwas älter bin, etwas anderes suchen würde.

    Deine Ignoranz ist, dass Du an einem Prinzip aus den 50er Jahren krampfhaft festhältst und nicht verstehen kannst, dass andere Menschen sich eine Anpassung an die aktuelle Lebenswirklichkeit wünschen.

    Es gibt bestimmt viele Beamte, wo der Ehepartner nicht arbeitet. Aber oft auch aus freien Stücken. Sicherlich gibt es diejenigen, wo das Geld knapp wird und wo ein Ehepartnerzuschlag hilft. Aber da sollte dann vielleicht das Grundgehalt erhöht werden. Und es gibt halt auch bei uns Lehrkräften ganz viele Situationen, wo dieser Zuschlag lächerlich ist. Und ich würde sogar so weit gehen, dass ich behaupte, dass das die große Mehrheit der Lehrkräfte betrifft.

    Das Berufsbeamtentum ist älter als die 50er Jahre. Lies dir mal historisch ein bisschen was an. Die Phase, in der nur der Mann arbeitet und die Frau nur zuhause bleibt, ist einmalig in der Geschichte und auch nicht allzu lange geblieben.

    Das zeigt auch wieder eine interessante Grundhaltung hier: Sek II-Lehrkräfte müssen offensichtlich „gelockt“, „geködert“ oder „belohnt“ werden, sich in die Niederungen zu begeben…


    Dass man sich da als Sek I-Lehrkraft drüber wundert, die von Grundauf das „Abenteuer“ auf sich nimmt, sollte einen wiederum wenig verwundern….

    Du bezeichnest es als "interessant", ich würde es eher als pragmatisch oder allenfalls opportunistisch bezeichnen. Natürlich will man für sich selbst das Beste rausholen. Das ist niemandem zu verdenken. Don't hate the player, hate the game

    Ich will keinen Entlastungstaui, sondern eine vernünftige Besoldungserhöhung für NRW OHNE diesen ganzen Quatsch wie Sockelbeitrag, "min. aber xxx€" etc.

    Und zwar möglichst zügig, Opportunitätskosten sind real und da will ich am Markt möglichst profitieren und das geht nur durch Liquidität.

    Das ist eine ganz blöde Thematik, bei der man echt aufpassen muss. Beim Abschluss des PKV-Vertrags über einen Makler ist es zudem ratsam, der PKV keine "Blanko-Vollmacht" zu geben, im Falle des Falles selbständig bei irgendwelchen Ärzten in deine Patientenakte schauen zu dürfen, Stichwort Schweigepflichtsentbindung usw.

    Wobei das mittlerweile bei jedem halbwegs kompetenten Makler, der sich auch genügend Zeit nimmt, berücksichtigt werden sollte. Im Konfliktfall läuft es dann so ab, dass die PKV an dich herantritt und Infos über ggf. nicht angegebene Vorerkrankungen will, du dann aber den Informationsfluss ganz genau steuern kannst. Versicherungen sind nie daran interessiert, dir zu helfen, sondern möglichst nicht zahlen zu müssen, das sollte man gerade bei dieser wichtigen Entscheidung nicht vergessen.

    Finde ich vollkommen legitim, wenn bestimmte, vielleicht zunächst unattraktivere Schulformen mit für ausgebildete SEK-II-Kollegen attraktiven Stellen um diese werben. Dann überlegt man es sich vielleicht als Planstellensuchender doch noch einmal, ob man sich auf das "Abenteuer" einlässt.

    Tja. Wie eifrig war man dabei, sämtliche tradtionellen Tafeln aus dem Gebäude auszutauschen, nur um jetzt zu merken, dass ohne softwareseitige Unterstützung die für 5-stellige Beträge angeschafften Ungeheuer einen Pfifferling wert sind. Was daran ist jetzt genau nachhaltig?
    Ich bin für eine konsequente Rückkehr zu traditionellen Schulbüchern, und zwar bewährten, während man dabei nicht jedem Trend hinterher rennt.

    Ja, darf ich deshalb nichts dazu sagen? Außerdem haben wir an der Gesamtschule auch Sek-I-KuK mit Beförderungstelle, die betrifft das genauso.

    Ich bin auf A13Z und würde nicht jede beliebige A14-Stelle annehmen. Das muss sich schon irgendwie lohnen. Und die popeligen paar € mehr sind es nicht, die mich überzeugen.

    Hallo zusammen,

    ich versuche mich zur Zeit darüber zu informieren, was in NRW alles in die 60 Monate Wartezeit reinzählt, die man vollhaben muss, um im Falle einer DU Anspruch auf Mindestversorgung zu haben. Die gängigen Merkblätter bin ich durchgegangen, empfinde aber die Formulierungen teilweise als etwas unpräzise und schwammig. Grundsätzlich habe ich es so verstanden, dass ruhegehaltsfähige Zeiten zu der Wartezeit hinzuzählen, das wären bei mir folgende Zeiten:

    • Beamter auf Widerruf (Ref): 18 Monate
    • Beamter auf Probe: 12 Monate (verkürzte Probezeit gehabt)
    • Beamter auf Lebenszeit: 13 Monate

    Nach dem 2. Staatsexamen habe ich 18 Monate als Vertretungslehrer im staatlichen Schuldienst Vollzeit gearbeitet. Mir stellt sich nun die Frage, ob diese 18 Monate dazuzählen (bei der Einstufung der Erfahrungsstufe und bei der Berechnung der Probezeit taten sie dies!) oder eben nicht, weil es keine Beamtenzeit, jedoch aber ruhegehaltsfähige Zeit ist. Hat da jemand Erfahrung mit?

    LG

    Ähnlich wie bei Friesin, durch Latein natürlich Gymnasium / Gesamtschule hier in NRW. Als ich zu studieren begann, waren die Jobaussichten am Gym durch Latein recht gut. Nur leider hat die Landesregierung den Bedarf während meiner Studienzeit gedeckt, indem sie die Zertifikatskurse Latein an die Vergabe von Planstellen gekoppelt hat. So war es dann schwierig mit Stellen nach meinem Ref und ich musste mich entscheiden, ganz woanders hin zu ziehen (Bundeslandwechsel) oder aber an einer Gesamtschule anzuheuern. So kam ich an die Gesamtschule.

    Ähnlich, wie Wolfgang es schon beschrieben hat, ist man auch bei uns quasi Zehnkämpfer und ich kann dem auch etwas abgewinnen. Wer hätte gedacht, dass ich nun voll in der Mathe / Informatik - Ecke bin und mir das großen Spaß macht. Die Schülerschaft ist jedoch sehr anstrengend. Unsere Oberstufe wird ihrem Namen nicht gerecht.

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