Beiträge von FrozenYoghurt

    Wieso übertreibst du eigentlich so maßlos? Bei allen Kolleginnen und Kollegen die sich hier unterhalten funktioniert der Unterricht. Nur bei dir braucht es offenbar scharfe Regelungen mit komplettem Verbot von Grundbedürfnissen. Deine SuS dürfen offenbar weder trinken noch aufs Klo gehen, normal ist das nicht. Das ist auch in keinem Beruf, Ausbildung oder Studium normal, für die du dich offenbar auch noch verantwortlich fühlst.

    Dass bei mir niemand trinken darf, habe ich niemals geschrieben. Gegenfrage: Warum legst du mir Behauptungen in den Mund? An keiner Stelle übertreibe ich und in bestimmten Fällen gestatte ich auch den Toilettengang während meiner Stunde, kommuniziere aber klar, dass es darauf keinen Grundanspruch zu jeder x-beliebigen Zeit gibt. Komischerweise funktioniert das ganz hervorragend bei mir, obwohl ich hier zum menschenrechtsmissachtenden Diktator hochstilisiert werde, wenn man eure Beiträge mal querliest.

    Ich bin lediglich offen schockiert über die Laxheit einiger KuK hier bei diesem Thema. SuS sollten jedoch optimalerweise schon in der Grundschule selbständig eine Kausalität zwischen Trinkmenge und Stärke des Harndranges bemerken. Es scheint mir aber auch so zu sein, dass wir verschiedene Schulrealitäten erleben, sei es durch den Standort oder aber durch die Schulform. Bei uns ist klar: Wenn jeder KuK so relaxed im Umgang mit den Toilettengängen während des Unterrichts wäre, gäbe es regelmäßig Schlägereien auf der Toilette.


    Quittengelee Atmen, Schreiben, Sprechen, Lernen darf man bei mir ausdrücklich im Unterricht ;)

    Was für eine polemische Verkürzung. Dass sich in den KCs durchgesetzt hat, dass neben der reinen Kenntnis von Fachinhalten auch der Austausch über diese, deren Anwendung und Beurteilung eine Rolle im Unterricht und bei der Bewertung eine Rolle spielen, halte ich nach wie vor für begrüßenswert.

    Joa, das war schon etwas polemisch. Aber das war vorher auch schon so. Es wurde nicht einfach nur "Wissen" auswendig gelernt, zumindest in einem vom Lehrer anspruchsvoll gestalteten Unterricht. Dazu braucht es keine "Kompetenzen". Die Lernzieltaxonomie nach Bloom ist seit den 50ern bekannt, da waren wir weit weg vom heutigen Kompetenzbegriff.

    Ich bin ein großer Befürworter der recht schlanken Lehrpläne von früher. Diese überließen den Lehrern große Autonomie und Freiheit im pädagogischen und fachlichen Handeln. Und insgesamt hat das wirklich lange funktioniert. Niemand benötigt diese massiv aufgedunsenen "Kernlehrpläne", außer vielleicht die jeweiligen Bildungsminister als Arbeitsnachweis.

    Doch, ständiges Umhergerenne, Türen öffnen / schließen stört bei der Konzentration in Arbeitsphasen, zumindest in fachlich anspruchsvollerem Unterricht. Begreift und gestaltet man den eigenen Unterricht als vollkommen austauschbares Fun-Event, kann das natürlich anders sein.

    Außerdem steht dahinter natürlich auch noch die Frage nach der Aufsicht. Wenn sich SuS verschiedener Kurse oder Klassen sich vorab besprechen / verabreden, um zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unterricht auf Toilette zu gehen und dort Quatsch zu machen, hat man unter Umständen ein Problem, wenn dann dort etwas passiert.

    Ständiges "Auf Toilette rennen" wird den SuS spätestens in der Ausbildung oder im Berufsleben auf die Füße fallen, Stichwort Nutzung von Pausen, Arbeitszeitbetrug etc., daher ist es für mich sehr verwunderlich, wie ein Kollege an einer beruflichen Schule wie du, s3g4 , so eine laissez-faire - Einstellung zur Schau stellt. Und doch, ein zivilisierter Mensch hat eine gewisse Kontrolle über die meisten Körperfunktionen, ansonsten stelle ich mir deinen Unterricht recht amüsant vor, wenn alle pinkeln, pupsen, rülpsen, wie sie wollen, denn es ist ja unmöglich, das zu kontrollieren – denkt man deine Argumentation mal zu Ende. Insofern hat PaPo mit seiner Nachfrage schon einen Punkt, dem du übrigens wieder ausweichst.

    Interessanter Auftrag. Wofür ist der jetzt gut? Urin-Einhalten ist wirklich sehr wichtig, auch wenn die Mediziner da was anderes sagen werden.


    Ich trinke, wenn ich Durst habe.

    An deiner beruflichen Schule scheinst du wohl nicht mehr viel damit zu tun zu haben. Das sei dir gegönnt. Bemerkenswert, wie du und Quittengelee meinen Fragen ausweicht und gleichzeitig weiter von oben herab kommentiert.

    Interessant was alles so gesagt wird und welcher Powertrip sich daraus ableitet.

    Wir haben einen Erziehungsauftrag und der beinhaltet auch, die Kontrolle über die eigene Blase auf ein gesellschaftsfähiges Maß zu bringen. Nochmal die Frage an dich bzw. Quittengelee: Klemmt ihr euch auch 2L hinter die Binde, wenn ihr wisst, dass ihr zig Stunden z. B. in einer mehrstündigen Prüfung führen müsst?

    Sagt wer? Wenn man eine halbe Flasche trinkt oder nervös ist (bei Klausuren tatsächlich möglich!), dann kommt es vor, dass Menschen müssen.

    Wie gesagt, für Klausuren und Prüfungen sollte eine Regelung her wie von Bolzbold beschrieben.

    Das ist gesunden Jugendlichen zuzumuten. Sage ich, sagen viele Kolleginnen und Kollegen. Sagt die Gesellschaft. Sagen Chefs und Arbeitgeber. Wenn du meinst, ne halbe Flasche wegballern zu müssen, dann ist das dein Problem.

    Oder schepperst du auch zwei 1l-Flaschen weg, obwohl du weißt, dass du gleich Aufsicht führst in der Abiturklausur?

    Das stimmt wohl. Bei uns an der Gesamtschule ist es schon nötig, doch mit 7.-9. Klasse fällt es mir schwer, weil man da erst einmal natürlich auf Meinungen und "Wissen" stößt, das von TikTok & Konsorten bezogen wurde. Zusätzlich mag ich es fächerbedingt eher, Dinge mit einer gewissen zeitlichen Distanz zu betrachten.

    Eben, Kartoffelsalat ist Tradition, da ist nichts neu.

    Dass Kinder nicht still eine Stunde einem Gottesdienst lauschen auch nicht, schon gar nicht einem Schulgottesdienst mit 100 anwesenden Kindern und als Schaf verkleidetem Pfarrer.

    Kurz vor der Rente ist das halt anstrengender als mit 30, ist doch normal.

    Und was die Werte anbelangt, da warte ich seit 5 Seiten drauf, welche das sein sollen.

    Steht alles auf den ersten Seiten, lesen musst du schon selbst, sorry. #leseverständnis

    Viele Menschen unterscheiden nicht zwischen Advent- und Vorweihnachtszeit. Für andere ist es anscheinend wichtig. Also muss man bis einschließlich 24. Dezember von der Adventsbäckerei singen.

    Eine solche Diskussion kann man sich sparen, wenn man sich an der Realität orientiert. dann muss man sich nicht darüber streiten, ob Anakin Skywalker von der Midichlorianern selbst gedüddelt wurde oder ob das Zutun von Darth Plaguies eine entscheidende Rolle spielte. Und ob er schon dazu zum Auserwählten wurde. Und ob Hulk Thor hochheben kann, wenn dieser seinen Hammer in der Hand hat, obwohl Hulk den Hammer allein nicht heben kann.

    Also, man kann über so etwas diskutieren, aber das bringt einen in der Realität nicht weiter.

    Ab dem zweiten Absatz übertreibst du leider völlig.

    Wer ist wir? Auch dir wird keiner verbieten, aufs Klo zu gehen. Was ist daran so sonderbar, verwirrend oder witzig?

    Leute, gewöhnt euch doch bitte die Smileys ab und fasst in Worte was ihr sagen wollt. Niemand kann raten, was euch durcheinanderbringt.

    Naja, dir könnte eine Verletzung deiner Aufsichtspflicht ausgelegt werden, wenn es blöd läuft. Ich empfehle zur weiteren Lektüre das Buch "Nein, du gehst jetzt nicht auf's Klo!" von Dr. Thomas Böhm. Dort wird außerdem das rechtlich relevante Prinzip der Verhältnismäßigkeit erklärt, heißt konkret: SuS haben sich Herr Anwalt o. Ä. angeschaut und meinen jetzt, du verletzt die Menschenrechte. Da ist jegliche Verhältnismäßigkeit über Bord geworfen worden, da du ja nicht prinzipiell den Toilettengang verbietest, sondern diesen zu einem anderen Zeitpunkt gestattest. Nur eben nicht jetzt ad hoc.

    Zu den von dir beschriebenen medizinischen Aspekten: SuS sollten diese schon mitteilen, damit man als Lehrer im Einzelfall sensibel reagieren kann. Es gibt auch Gerichtsurteile zu Fällen, in denen sich ein Schüler dann am Platz eingenässt hat. Da die Lehrerin zu keinem Zeitpunkt über die medizinische Besonderheit wusste, ist auch nichts weiter passiert.

    Gymshark Absolut, ich bin da auch tendenziell zurückhaltend mit. Doch habe ich letztens z. B. eine Klausurensammlung eines Kollegen mit 30 SEK II - Geschichte - Klausuren für einen schmalen Taler erworben, da weiß ich genau, dass mir das gerade für das Erstellen von Nachschriften extrem viel Zeit sparen wird. Was ich nicht so mag, sind diese Klickibunti - Arbeitsblätter von z. B. Eduki.

    Ja! Man kann Arbeitszeit gut sparen, indem man sich zwar gedanklich, aber nicht akribisch materiell auf den Unterricht vorbereitet. Ich philosophiere lieber in der Badewanne mehr über ein Thema, mache dann ein spannendes Unterrichtsgespräch, Erfahrungsberichte oder Murmelgruppen, in denen die Schüler etwas Neues ausprobieren o.ä. als Einführung und lasse dann oft Aufgaben aus den Schulbüchern (die meisten sind gut und dafür sind sie ja auch da) mit intensiven Erklärungen, individuellen Hilfestellungen und Rückmeldungen arbeiten und zur Auflockerung gibt es Spiele, Lieder, Ausflüge etc.. Die besten Stunden ergeben sich meist spontan und nie nach angestrengter Planung. Was ich nicht mache, ist, minutiös zu planen oder lange nach zusätzlichem Material zu recherchieren. Auch vermeide ich es, für die Schule etwas einzukaufen. Bei der Steuer setze ich daher nie etwas ab. Ich habe auch nicht den Anspruch, dass etwas optisch oder fächerübergreifend zusammenpasst. Sonst ist man auch bei reduzierten Stunden schnell bei Vollzeit und Burnout.

    Kann man so auch für die Sek I und auch Sek II übertragen. Genau so! Wobei ich mir manchmal doch gerne im Sinne eines Tausches Zeit gegen Geld fachlich gute Materialien kaufe, Arbeitsblattsammlungen etc.

    Gleichzeitig frage ich mich, ob wir Beamte betroffen sein könnten bei der Idee, auf Kapitalerträge Sozialabgaben zu erheben. Das geht ja eigentlich nicht, da wir ja dann auch leistungsberechtigt wären.. korrekt?

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