Beiträge von RosaLaune

    Eine Beleidigung muss den anderen sozial herabwürdigen. Wenn du in einer Klasse 30 Leute sitzen hast und davon 29 duzt (ggf. auch andere Volljährige), dann kann der eine nicht ernsthaft behaupten, sich herabgewürdigt zu sehen. Unhöflich wäre es in meinen Augen immer noch, aber Unhöflichkeit ist nicht verboten.

    (Wir sind uns sicher einig, dass ein ganzes Fachstudium in geplant 2 Jahren nur klappen kann, wenn es ein sehr verwandtes Fach wird. PoWi / Wirtschaft durch Geschichte oder so ähnlich zu erweitern kann man sich auch sparen.

    Ich arbeite ja noch nebenbei an der Uni. Die Erweiterungsstudiengänge sehen 100 CP vor. Ein Vollzeitsemester sind 30 CP. Man braucht also etwas mehr als drei Semester, wenn man nebenbei nichts anderes macht.

    Der Schüler ist erwachsen und kann selbstverständlich das Siezen einfordern. Er hat ja sehr klar ausgedrückt, was er erwartet; meines Erachtens ist das zu respektieren. Man muss sich dann eben nur überlegen, ob man für die komplette Gruppe switcht.

    Ist das Sie denn etwas, das man persönlich (und rechtlich) einfordern kann? Ernstgemeinte Frage, ich weiß es nämlich nicht.

    Ich duze meine Schüler, wenn jemand gesiezt werden möchte, dann würde ich den einen siezen. Warum die anderen, die sich mit dem Du ggf. auch sehr wohl fühlen, dann nicht mehr geduzt werden sollten, erschließt sich mir nicht.

    Ich werde selbst auch wahrscheinlich öfter geduzt als gesiezt. Das liegt aber an meiner Schülerschaft. In den IFKs wegen der fehlenden Sprachkompetenz, in den Ausbildungsvorbereitungsklassen weil die Schüler zuvor auf der Förderschule ihre Lehrer geduzt haben. Und in Spanisch ist das Du Teil meines interkulturellen Unterrichts.

    Größere Disziplinprobleme konnte ich dadurch noch nicht ausmachen.

    Mit dem Zwinkern deutet Wolfgang IMHO an, dass er das gerade so nicht sagt. Sondern es ist nur eine scherzhafte Anspielung auf die hier immer wieder gerne erwähnten "leuchtenden Kinderaugen".

    Die Aussage stand aber zwischen Anführungszeichen. Daher gehe ich davon aus, dass diese so den Schülern gegenüber gefallen ist. Das halte ich für mindestens fragwürdig. Wenn dies nie passiert ist, dann gibt es auch kein Problem.

    Eben nicht. Die "leuchtenden Kinderaugen" werden hier immer ironisch oder überzeichnend eingesetzt. Sollte man verstehen, das kann aber anscheinend nicht jede/r.

    Es ist schon ein anderer Ton wenn man sagt, dass man den Job für die leuchtenden Kinderaugen mache oder machen solle oder ob hier jemand sagt, Kappe darf man nicht tragen, weil er Zugang zu den leuchtenden Kinderaugen haben will. Das finde ich creepy.

    ... und auf frühere Diskussionen hier im LF :)
    Aber Sarkasmus und satirische Bemerkungen sind nicht für jeden verständlich. Isshaltso.
    Wobei ich die Bezeichnung "Creep" als unwürdig und beleidigend empfinde. Aber leider sind solche Ausfälle mittlerweile wohl auch unter Lehrkräften salonfähig. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch im LF an ein "Regelwerk" zu halten. Leider greift die Ver-X-ung auch hier um sich.

    Also, sorry. Aber du sagst hier, die Schüler dürfen keine Kappe tragen, weil du die leuchtenden Kinderaugen sehen willst. Mal davon abgesehen, dass ich bisher nie ein Problem hatte, auch bei Kappe Augen zu sehen, halte ich das für eine übergriffige Aussage. Und die kommentiere ich entsprechend. Hättest du sowas im physischen Lehrerzimmer gesagt, hätte ich da noch deutlichere Worte für gefunden.

    "In der Jugendsprache ist ein "Creep" eine Person, die sich auf eine unerwünschte, unangenehme, gruselige oder seltsame Art verhält, oft mit einem subtilen sexuellen Beigeschmack oder indem sie Grenzen überschreitet, was bei anderen ein Gefühl von Unbehagen und Angst auslöst, vergleichbar mit einem "Ekel" oder "Widerling". Es beschreibt jemanden, der "creepy" ist, also ein "gruseliges Gefühl" erzeugt, durch Verhaltensweisen wie Starren, unerwünschte Nähe oder das Ignorieren von "Nein".

    Danke dafür. Gebe ich gerne zurück.

    Die Argumentation mit den leuchtenden Kinderaugen finde ich wirklich schwierig. Da würde ich mich als Schüler dann auch abschirmen wollen.

    Ich habe am Freitag ein Gespräch mit der Schulleitung gesucht. Ich behalte meine Klassenleitung, der neue Kollege geht in die dualen Klassen. Erreicht habe ich das aber auch nur, weil ich ziemlich deutlich gemacht habe, dass das mein letzter Tag an der Schule sein könnte. Schade, dass man erst solche Drohkulissen aufbauen muss, aber da die Schulleitung mit ähnlichen Mitteln arbeitet, herrscht so immerhin Waffengleichheit.

    Ich finde den Aufwand, den ich wegen Ferienverlängerern unternehmen soll, absolut überzogen. Wenn ein Schüler ohnehin jede Woche einmal fehlt (und das ist in meinen Bildungsgängen nicht selten), dann bin ich machtlos. Wenn dieser Tag aber dann mal auf den letzten Tag vor den Ferien oder auf den ersten Tag nach den Ferien fällt, dann soll ich da bitte eine Mahnung rausschicken lassen? Wie lächerlich will man sich denn bitte machen?

    Trotzdem, gerade als Ministerin sollte man es besser wissen. Und ein Schelm wer böses dabei denkt, dass ihr Antrag auf Beurlaubung durchging.

    Jede Bezirksregierung handhabt es derzeit anders.

    Das ist krass. Sowohl, dass ihr nicht eure ganzen Abminderungen für die Schulleitung ausgeben müsst (wovon andere profitieren dürften) als auch, dass es möglich ist, überhaupt nicht mehr zu unterrichten. Da verliert man doch das richtige Augenmaß für die Belange der Lehrkräfte

    Das würde ich unterschreiben. Und gleichzeitig sage ich: für die Schüler ist es besser, wenn ich mal so sehe wie Kollegen aus der erweiterten Schulleitung oft ihren Unterricht halten (nämlich aus dem Büro heraus mit offener Tür).

    Das ist eine mittelalterliche Tradition, das man beim Eintreten in Innenräume den Helm abnimmt, der Grundgedanke ist derselbe wie beim Handschlag. Man zeigt, dass man keine kämpferischen Absichten hat. Man kann natürlich sagen, dass das eine veraltete Höflichkeitsform ist, aber das trifft auf fast alle Formen der Höflichkeit zu. Die sind selten in den letzten zehn Jahren entstanden...

    Wenn bei mir jemand mit Ritterhelm – oder Motorradhelm, damit es realistisch bleibt – in die Klasse kommt, dann würde ich ihn auch darauf hinweisen. Eine Kappe ist aber kein Rüstungsteil.

    In Teilen des Gebäudes halte ich das Tragen von Helmen allerdings für geboten.

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