Beiträge von RosaLaune

    Weil Schüler nichts dafür können, was die Lehrkraft verdient.

    Das stimmt. Und weil die Schüler am wenigsten dafür können, bin ich immer dafür, eine Vertretungsstelle mit einem Studenten zu besetzen, ehe sie leer bleibt. Denn das ist immer noch besser, als das der Unterricht entfällt. Aber niemand kann doch ernsthaft davon ausgehen, dass der Unterricht in gleicher Qualität von Statten geht. Haltet ihr von eurer Ausbildung echt so wenig?

    Und bei einer halben Stelle neben dem Studium sehe ich die Möglichkeit, dass das Studium nachrangig betrieben werden könnte und die Studiendauer sich erheblich verlängert.

    Ja, die Möglichkeit besteht. Ist aber völlig irrelevant, das sollte jeder für sich entscheiden. Die Studiendauer kann sich auch verkürzen, weil der Beruf einen motiviert schnell fertig zu werden.

    Gymshark und chilipaprika, wie würdet ihr denn mit SuS umgehen, die belgische oder schweizerische Formen verwenden? Also, wenn jemand konsequent 95 als nonante-cinq schreibt?

    Für Spanisch wäre das glaube ich in unserer Fachschaft sehr einfach. Da gäbe es einfach kein Problem, aber wir haben auch eine komplett dezentral "regulierte" Sprache. Ich kann mir vorstellen, dass man sich in Französisch damit schwerer tut.

    Jupp. M.E.n. wenn er arbeitsfähig ist, sich also konstituiert hat. Welche Geschäftordnung gilt bis dahin?

    Nein, das muss er auch schon vorher können. Es gilt das Prinzip der Diskontinuität, d. h. der bisherige Landtag kann den neuen nicht durch seine Geschäftsordnung binden. Das Selbstorganisationsrecht gilt jederzeit, zumal auch immer ein Präsidium besteht, selbst wenn dieses nur aus dem Alterspräsidenten besteht.

    Wir kennen das im Übrigen bereits aus dem Bundestag. Da war es aber die AfD, die versucht hat vor der Wahl des Präsidenten die GO zu ändern um einem ihrer Abgeordneten das Amt des Alterspräsidenten zuzuweisen.

    Ja komisch, das muss jetzt alles ganz demokratisch geändert werden, wo die AfD stärkste Kraft ist. Hmmmm, kombiniere, kombiniere. :D

    Niemand spricht von einem Änderungszwang. Aber selbstverständlich kann es geändert werden. Und nach gestern sollte jedes Parlament dazu übergehen, den Alterspräsidenten nach Dienstzeit und nicht nach Lebensalter zu bestimmen.

    Die ganz dolle demokratischen Spielregeln verändern zu wollen, wenn man Wahlen verloren hat, zeigt ja auch "wes Geistes Kind" (echt abgedroschen) man ist.

    Lächerlich. Es tritt ein neuer Landtag zusammen und dieser kann selber entscheiden, wie seine Geschäftsordnung aussieht. Und da die AfD keine absolute Mehrheit hat, nicht kooperationsfähig ist und sich am Donnerstag vollkommen entblößt hat, wird der Landtag sich eine GO geben, die dann auch anderen Fraktionen erlaubt, Kandidaten für das Amt des Präsidenten zu nominieren. Und das ist vollkommen demokratisch.

    Schwieriger wäre es, wenn der letzte Landtag das schon getan hätte.

    warte ….


    Doch …

    Dann versuche ich es mal in eine andere Wortwahl zu übersetzen. Ich hoffe dir ist der Unterschied zwischen "unterrichte doch einfach schlechter" und "ausgebildete Lehrkräfte sind nicht der Maßstab an dem du deinen Unterricht messen solltest" klar. Denn nur darum ging es.

    Dann liest sich dein Satz möglicherweise missverständlich, RosaLaune. Ich lese da "du musst nicht so viel Mühe und Arbeit in guten Unterricht stecken, wie Kollegen, weil du eh schlechter bezahlt wirst".

    Die Mühe und Arbeit sollte sich nach der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit richten und diese auf keinen Fall überschreiten. Und dann ist die automatische Folge, dass die Unterrichtsqualität natürlich nicht mithalten kann mit der von bereits ausgebildeten Lehrkräften.

    Sprachliche Varietäten behandle ich in DaZ regelmäßig, auch geographische Varietäten. "Normalen" Deutschunterricht gebe ich derzeit nicht, sonst würde ich es je nach Bildungsgang natürlich auch behandeln.

    In Spanisch gehören die diatopischen Varietäten des Spanischen ohnehin zum Lehrplan. In der Gymnasialen Oberstufe kommt man, zumindest sofern Argentinien Thema ist, gar nicht um die Besonderheiten des Spanischen am Río de la Plata vorbei.

    Es ist dennoch ein seltsamer Ansatz, jemandem zu raten, mit "verminderter" Qualität zu unterrichten - schon deswegen, weil ein Anfänger i.d.R. gar nicht beurteilen kann, welche Qualität er erbringt und wo er Abstriche machen kann. Die geringere Unterrichtsqualität ergibt sich vermutlich schon allein aus der fehlenden Ausbildung, da braucht man gar nicht aktiv sein Bemühen oder den Arbeitsaufwand verringern.

    Ich habe nicht empfohlen in verminderter Qualität zu unterrichten. Ich habe auf eine Selbstverständlichkeit hingewiesen, die im Berufsethos leider zu oft untergeht.

    Weil zunächst einmal die Qualifikation ausschlaggebend für die Eingruppierung ist und nicht die Qualität der Arbeit. Die Qualifikation einer Person ist an dieser Stelle qualitätssichernd.

    Eine Person im Bachelor ist nunmal weniger qualifiziert als eine vollausgebildelte Lehrperson daher die schlechtere Einstufung.

    Wenn man deiner Logik folgt, dürfte jemand in A5/E5 seinen Job nur mit absolut schlechter minderwertiger Qualität ableisten und man darf dann erst ab (oder noch höher?) E11/A12 vernünftig arbeiten.

    Ganz genau. Man ist formell weniger qualifiziert, also muss man auch eine andere Qualität liefern. Das heißt nicht, dass man schlechte Arbeit machen soll, sondern eben angemessene Leistung.

    Zumal jemand im Bachelor nicht unwahrscheinlich ein Vielfaches der Zeit und Mühe eines ausgebildeten Lehrers aufbringen müsste, um eine annähernd ähnliche Qualität zu liefern. Das ist einfach nicht möglich.

    Da Lehrkräfte, egal ob nun E9 oder E13, die gleichen Aufgaben haben, erübrigt sich ein Vergleich mit anderen Besoldungsstufen mit anderen Tätigkeitsfeldern.

    In NRW unterrichten Lehrkräfte an HRSGe 28 Unterrichtsstunden pro Woche. Dies entspricht einer Wochenarbeitszeit von 41 Stunden. Als Werkstudent darfst du maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn du also maximal 13 Unterrichtsstunden machst, bist du Werkstudent und hast keine Sozialabgaben.

    Theoretisch kannst du auch ohne Bachelor arbeiten, sofern du eine Stelle findest und es keinen Bewerber gibt, der besser qualifiziert ist. Gerade für Deutsch und Technik dürfte es da die ein oder andere Stelle geben.

    Es wird hier und im schulischen Umfeld viele geben, die dir davon abraten werden, weil du dafür nicht qualifiziert bist. Lass dich davon nicht abbringen. Man lernt das meiste ohnehin erst im Beruf (noch nicht mal wirklich im Referendariat). Wenn du ein gutes Kollegium hast, dann wirst du da die nötige Unterstützung finden. Und wenn nicht, dann hast du einen guten Nebenverdienst. Und wer nach E9 (oder sogar nur E8?) bezahlt wird, der muss auch keinen so qualitativ hochwertigen Unterricht machen, wie Lehrkräfte auf A13/E13 oder A12/E11.

    Was ich mich so frage: Warum genau stellt man unsinnige Anfragen an ein Forum? Was genau macht daran Spaß? Wer ist der Psychologie bewandert und klärt mich auf?

    Ich mache hier keine Diagnose, dazu bin ich weder qualifiziert noch habe ich ausreichend Informationen. Ich nenne einfach nur ein Krankheitsbild: histrionische Persönlichkeitsstörung. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass man versucht, Beachtung, Anerkennung und Solidarität durch die Inszenierung dramatischer oder ungerechter Lebensumstände zu gewinnen. Dafür erfindet man dann Geschichten oder übertreibt tatsächlich widerfahrene Ereignisse, sodass das Gegenüber sich aus Empörung solidarisiert.

    Bei mir ist es allerdings so, dass es mich krank macht und meinen Zustand verschlechtert. Ich habe MC und wenn ich Stress wie diesen habe, kriege ich einen Schub. Außerdem war ich schon letztes Jahr 3 Monate wegen burn out krankgeschrieben.

    Dann krankschreiben lassen und zur Behindertenvertretung mit dem Problem. Das ist keine gute Lösung, weil es dann am Ende andere Kollegen ausbaden müssen, aber im Zweifel sollte man sich selbst der nächste sein.

    Bei uns gab es den Fall eines gewalttätigen Schülers. Selbst da kam die Lehrkraft nicht aus der Klasse raus.

    Echt verrückt, woran das wohl liegt? Sind alle anderen Traumberufe dann wohl doch nicht so traumhaft oder Lehramt nicht so schlimm wie sein Ruf...

    Na, das ist doch klar. Das Lehramtsstudium ermöglicht dir als Lehrer tätig zu sein. Ein Fachstudium ermöglicht dir das auch, du hast aber mehr Optionen. Und aufs Lehramt bereitet wahrscheinlich beides in etwa gleich vor. Meine didaktischen Veranstaltungen jedenfalls wären sinnvoller gewesen, wenn sie ausgefallen wären.

    Informationen zur sicheren Schule gibt's hier.

    Da findest du Broschüren, die sich auch mit Raumklima beschäftigen. Aber auch viele andere Dinge rund um unseren Job.

    Wer sich verantwortlich fühlen sollte, habe ich auf den ersten Blick aber nicht gefunden (der zweite Blick wird dadurch verhindert, dass die Schule ruft ;) )

    Meine Recherche ergibt, dass über die Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung das Gewerbeaufsichtsamt wacht. Finde ich bei Schulen eher ungewöhnlich. Aber gut, dann wird man bei der nächsten Hitzewelle im Glasbau-Süd eben ohnmächtig.

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