Beiträge von RosaLaune

    Was waren das für Erfahrungen?

    Zum Beispiel verdachtsunabhängige Polizeikontrollen. Das habe ich zuhause in NRW noch nie erlebt. In Dresden bzw. Meißen durfte ich es dann nicht nur das erste Mal in meinem Leben erleben, sondern auch gleich das zweite Mal.

    Dass es dort Menschen gibt, die offen Nazi-Marken tragen, geschenkt. Dass mein damaliger Partner, mit dem ich dort war und der von dort kam, mich aber warnte, als abends eine Nazibande uns entgegenkam und wir besser nicht Händchen halten, das war auch neu. Zugegebenermaßen gibt es Homophobie auch in NRW, aber dort kann ich vielleicht einfach besser die Umgebung lesen. Ich hätte die Typen jetzt nämlich nicht direkt als Nazis erkannt. Aber mein damaliger Freund ist während der Baseballschlägerjahre dort aufgewachsen, der ist geschult.

    Ja, dann war er das auch schon bis grade eben. Für mich nicht und auch in Zukunft nicht. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass sich meine Meinung diesbezüglich in den letzten Jahren ziemlich geändert hat.

    Das stimmt. Die Wahl hat das jetzt bei mir nicht ausgelöst, sondern die Erfahrungen, die ich dort machen musste. Aber diese Wahlergebnisse bestätigen es natürlich noch mal.

    Das ist auch rechtlich so okay? Oder sieht es rechtlich anders aus?

    Die Stundentafel muss erfüllt werden. Wenn die Chemielehrerin dafür Geschichte unterrichten muss und der Französischlehrer Physik, dann ist das so okay. Am Ende ist die Erfüllung der Statistik das oberste Ziel unseres Schulsystems.

    D.h., DaZ können auch Biologieleher, Kunstlehrer, etc. unterrichten auch ohne Qualifikation, da sie das an der Uni hatten?

    Ich habe erst gedacht, DaZ können nur Deutschlehrer unterrichten oder Lehrer (alle Fächer) mit DaZ Qualifikation..

    Alle Lehrer können alles unterrichten*. DaZ sollten idealerweise Kollegen unterrichten, die Deutsch + Fremdsprache haben. DaZ-Qualifikation schadet natürlich auch nicht. Aber wenn's niemanden gibt, dann macht das auch der Chemie/Musik-Lehrer. Oder der Sportlehrer, dann ist der auch mal nützlich.

    Edit: Außer Religion und Sport, das geht nur mit Segen der jeweiligen Religionsgemeinschaft oder Qualifikation.

    Das wäre der Untergang der CDU. Ich würde im Falle der CDU eher eine Minderheitenregierung riskieren als mit dem BSW zu koalieren.

    Kretschmer hat ja schon angekündigt, dass er den Weg gehen möchte. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die Koalition nicht zustande kommt. In Sachsen gibt es eine Frist zur Regierungsbildung (5 Monate nach Zusammentreten des Landtags, welches 30 Tage nach der Wahl geschehen muss). Nach der Frist ist der Landtag aufgelöst und es finden Neuwahlen statt.

    Interessant. Denkbar wäre demnach: Eine Partei setzt 15 nette, freundliche und eloquente Personen auf die Landesliste, die versichern, die Aufgabe übernehmen zu wollen und gewählt werden. Nach der Wahl machen diese ihren Platz für 15 rechtsradikale Hooligans frei, die keiner kannte oder wollte.
    Ich war der Meinung, dass Kandidaten eine Versicherung abgeben, das Amt, für das sie gewählt werden sollen, auch zu übernehmen.

    Das Abgeordnetenmandat ist frei. Daraus ergibt sich, dass man es auch jederzeit zurückgeben kann.

    Wenn die 15 Hooligans auf den Plätzen 16 bis 30 sind, dann geht das. Wenn die nicht auf der Liste standen, dann sind sie auch nicht gewählt.

    In Thüringen halte ich AfD + BSW für am wahrscheinlichsten.

    In Sachsen bleibt es wohl ein enges Rennen zwischen CDU und AfD um den ersten Platz. Sollte die CDU den ersten Platz machen, wird die Regierungsbildung schwierig. Die CDU wird die AfD nicht als Juniorpartner wählen und die Grünen auch nicht. Mit der SPD zusammen würde es knapp nicht reichen, daher evtl. CDU + SPD + BSW?

    Mein Tipp wäre, dass die Afd und das BSW eine Koalition eingehen in Thüringen.

    Das BSW schließt die Koalition aus. Diese Koalition ist absolut unwahrscheinlich.

    In Sachsen wird es wohl CDU+BSW+SPD, egal ob die AfD noch auf den ersten Platz kommt. Kretschmer hat eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen, so wie alle anderen. Ich habe keinen Grund daran unter den jetzigen Umständen zu zweifeln.

    Ist das verfassungsrechtlich zulässig? Ein gewählter Abgeordneter kann nicht "einfach so" - oder als Freundschaftsdienst - auf sein Mandat verzichten.
    Die Begründung wird interessant ;)
    Wenn man den Spiegelartikel von letzter Woche gelesen hat, weiß man, dass Höcke innerhalb der AfD nicht so fest im Sattel sitzt, wie er vorgibt. Es wird sicher interessant...

    Natürlich ist das zulässig. Abgeordnete können jederzeit von ihrem Mandat zurücktreten. Also einfach so. Und dann rückt der nächste von der Liste nach, was in diesem Falle Höcke ist.

    Das passiert auch nach Wahlen immer mal wieder, siehe Kramp-Karrenbauer und Altmeier nach der Bundestagswahl 2021.

    Ein Lichtblick - vor 8 Minuten übern Ticker gemeldet:
    Thüringens AfD-Spitzenkandidat Höcke unterliegt im Kampf um ein Direktmandat seinem CDU-Konkurrenten Tischner.

    Steht Höcke eigentlich gleichzeitig auf der Landesliste - oder fliegt er nun aus dem Landtag?

    Höcke ist auf Platz 1 der Landesliste, wenn die AfD aber Überhangmandate gewinnt, dann zieht erstmal niemand über die Liste ein.

    In der Zeit ist heute ein Artikel darüber, dass in Ostdeutschland die großen Parteien wahrscheinlich ausgedient haben und zunehmend Vereine und regionale Kleinstparteien gewählt werden, Minderheitenregierungen an die Tagesordnung kommen. Bürgermeister werden wohl am häufigsten gewählt, wenn sie parteilos sind. Es gibt auch nur ganz wenige Parteimitglieder.

    Es ging auch um Änderungen am Wahlsystem und andere Formen der Mitbestimmung, über die wir nachdenken müssen. Stellt sich nur die Frage, wer damit anfängt, die bereits existierenden Parteien wahrscheinlich eher nicht?

    Den habe ich auch gern gelesen. Ich glaube aber, dass der Unterschied zum Westen das fehlende Stammwählerreservoir ist. Ich meine, jetzt wird sogar die Linke aus den ostdeutschen Landtagen fliegen. In Thüringen wird sie sich dank Amtsinhaberbonus halten, aber in 25 Minuten wird die Linke vielleicht in Sachsen raus sein. Das ist schon ein gravierender Unterschied zum Westen, wo sich die Parteien viel stärker auf treue Wähler verlassen können. Selbst wenn die Linkenwähler jetzt alle zum BSW gehen und somit ideologisch treu bleiben.

    Dass dann der Artikel Bürgerräte als alternative Form der Mitbestimmung nennt, fand ich aber verrückt. Gerade bei jenen, die sich nicht gehört fühlen, kommen Bürgerräte doch gar nicht gut an. Das klingt einfach nur zu nach Klüngelei. Direkte Demokratie halte ich für das bessere Mittel.

    Ich finde den Vergleich sehr passend. Die SPD in Brandenburg plakatiert mit Woidke. Ausschließlich Woidke. Nichts mit Inhalten, sofern ich das jetzt beurteilen kann. Und Woidke dürfte auch ähnlich mit Inhalten verbunden sein, wie seinerzeit Merkel. Eine reine Personenwahl also.

    Beim BSW ist Wagenknecht das Zentrum. Aber Wagenknecht ist ja mit Inhalten verbunden. Russlandhörigkeit und Ukrainefeindlichkeit sind ja ganz klare Inhalte und für diese steht Wagenknecht wie keine andere. Diese Inhalte bekommt man, wenn man das BSW wählt. Ich halte jedenfalls das BSW für inhaltlich voller als so manch andere Partei – nur ist das leider nichts gutes.

    Aber ich gehöre auch nicht zu denen, die ein Problem damit haben, wenn Personen statt Inhalte im politischen Diskurs im Zentrum stehen. Demokratisch ist jedenfalls beides.

    Dass das BSW sich nach seiner Herrscherin benennt ist immerhin ehrlich. Und auch ehrlicher, als andere Parteien es in diesem Wahlkampf halten. Da kämpft die SPD doch auch nur mit ihren Spitzenkandidaten, Inhalte spielen überhaupt keine Rolle. Dagegen glaube ich schon, dass das BSW auch wegen seiner Inhalte gewählt wird, denn die Wähler wissen schon, dass Wagenknecht selbst nicht zur Wahl steht.

    Smartphones werden in den diesbezüglich schwierigeren Bildungsgängen in den eigens von den Schülern gebauten Handygaragen verstaut. Und wenn da mal ein Handy klingelt, dann weiß man dank Namensschild auch direkt, wem es gehört. Meistens ist es dann aber auch was wichtiges. Und wer vergisst, sein Handy in der Garage zu verstauen und es dann im Unterricht nutzt, kriegt es nach Unterrichtsende erst wieder.

Werbung