Beiträge von RosaLaune

    Das jemand wie ich eine klare Haltung hat und äußert bedeutet aber doch nicht, dass ich es mir in irgendeiner Weise leicht machen würde. Niemand hier weiß, wie viele Gedanken sich andere bereits gemacht haben. Ich empfinde Kommentare darüber, was andere hier angeblich an rein pragmatischen Überlegungen geäußert hätten als unangemessen, vor allem wenn diese ausschließlich von Männern kommen, die die Aussagen von Frauen kommentieren, was diese sich letztlich auch an Recht über den eigenen Körper wünschen, das für Männer selbstverständlich ist und ebenso selbstverständlich von diesen Frauen im selben Umfang abgesprochen wird.

    Gerade für uns Frauen, die wir nun einmal diejenigen sind, die im Zweifelsfall auch mit einer ungeplanten oder - gerade auch im Umgang mit sexueller Gewalt- unerwünschten Schwangerschaft umgehen müssen ist das ein Thema, über das wohl jede Frau sich bereits Gedanken gemacht hat, oft schon sehr früh im Leben damit begonnen hat oder auch beginnen musste.

    Ich würde mir gerade von den Männern hier im Thread teilweise etwas mehr lesbare Einsicht wünschen, dass es um eine Art von Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht geht, welches die meisten Männer aus eigener Erfahrung nicht kennen oder kennenlernen könnten und insofern auch nur bedingt beurteilen sollten.

    Es ist natürlich falsch, dass der Staat nur bei Frauen in die körperliche Selbstbestimmung eingreift. Ja, die meisten Menschen, die schwanger werden, sind Frauen. Und ja, am Ende steht eher die Mutter mit einem Kind da als der Vater. Das ist eine Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft von der ich wünschte, dass es sie nicht gäbe. Aber das negiert eben nicht die Menschenwürde des werdenden Menschen, auch wenn einige Beiträger in dem Forum das wohl anders sehen. Es ist eben eine Güterabwägung und diese sind selten einfach. Man kann es sich natürlich einfach machen, aber unsere Gesellschaft macht es zum Glück nicht so.

    Am Ende werde ich immer dafür sein, dass ein Schwangerschaftsabbruch straffrei möglich sein muss. Aber wenn jemand sagt, dass es da absolute Positionen gibt, dass der werdende Mensch keine Interessen und Rechte hat, dann sage ich auch ganz klar: du bist ein Menschenfeind.

    Es ist kein Kind, es ist zunächst einmal eine ganze lange Weile lediglich ein Haufen Zellen. Und danach ist es eine Art Parasit, der sich vom Körper der Mutter nährt. Einer Frau muss immer zustehen, sich dafür nicht zur Verfügung zu stellen und einen Abbruch herbeizuführen.

    Ziemlich absolute Aussage. Andere hier argumentieren ja immer mit dem GG oder dem BVerfG. Deine Meinung geht mit beiden nicht d’accord.

    Würde das dann in der Konsequenz nicht bedeuten, dass ein Schüler, der einen beliebigen, gut formulierten Text auswendig gelernt hat und fehlerfrei niederschreibt, zwar auf Inhalt null Punkte bekommt, aber eine sehr gute Bewertung für eine perfekte sprachliche Leistung?
    Vor allem, wenn man ihm kein Plagiat nachweisen kann, sondern der Text vielleicht von einem befreundeten Native Speaker verfasst wurde und nicht im Internet auffindbar ist?

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass die für die Bearbeitung der Aufgabenstellung verwendete Sprache bewertet wird. Wer nun aber eine Erörterung schreiben soll und stattdessen ein Gedicht schreibt, hat die Aufgabe nicht bearbeitet, daher gibt es keine Sprache, die bewertet werden kann.

    Es gab hier zuletzt eine ähnliche Anfrage. Über die Suchfunktion wirst du sicherlich fündig und kannst alle dort gegebenen Hinweise nachlesen und prüfen, was für dich relevant sein könnte.

    Ehe du aber am Ende womöglich basierend auf den Informationen aus einem Lehrerforum direkt dein Studium hinwirfst solltest du dich von einem passenden Fachanwalt (Verwaltungsrecht, nicht Strafrecht) beraten lassen in der Frage.

    Verwaltungsrecht für die Verbeamtung, Arbeitsrecht (und da am besten jemand, der sich mit dem öffentlichen Dienst auskennt) für eine Anstellung.

    Vielleicht hilft es ja, von diesen wertenden Begrifflichkeiten wegzukommen ("Betrug"; "Strafe" etc.). Es ist halt ein Formfehler, der die Prüfung anfechtbar macht - nicht nur von der betroffenen Schülerin, sondern von allen, die von der Prüfung betroffen ware.

    Sollen alle wiederholen? Das wäre wahrscheinlich wirklich die beste Lösung. Die Schülerin war ja schon Nachschreiberin, jetzt soll sie wiederholen. Allein dadurch ist der Abstand zum Stoff ja schon recht groß. Eine Wiederholung für alle wäre demgegenüber womöglich fairer. Oder man lässt alle anderen mit Erwartungshorizont wiederholen.

    Ich würde die Klausur nicht wiederholen lassen. Die Lehrperson hat hier Mist gebaut. Die Schülerin hätte auch davon ausgehen können, dass der Erwartungshorizont ein Hilfsmittel ist (meine Schüler jedenfalls wären davon ausgegangen, da ich sowas ähnliches wie den Erwartungshorizont oft mitgebe). Kommunikation mit der Lehrperson war ja auch nicht möglich.

    Ich verstehe auch, dass man wiederholen lassen kann und möchte. Als Schüler wäre die verantwortliche Lehrperson dann aber für mich abgeschrieben. Fehler können jedem passieren, die dann aber auf Kosten anderer (und hier auch noch schwächerer) auszubügeln – sorry, da endete mein menschliches Verständnis als junger Mensch.

    Bei konsequente, Gendern wäre „Lehrer“ generell unmissverständlich, weil es ausnahmslos immer die Geschlechtsangabe mit ausdrücken würde. Problematisch wird das nur, wenn Menschen die konsequent gendern mit Menschen kommunizieren, die vom generischen Maskulinum überzeugt sind, sprich z.B. zwischen Menschen wie dir und mir.

    Ich finde unsere Kommunikation überhaupt nicht problematisch. Ich verstehe deine Formen und du verstehst ja auch die Funktionsweise des generischen Maskulinums, auch wenn du es selber nicht konsequent verwendest. Aber unsere Kommunikation ist daran doch nie gescheitert.

    Das wäre bei dir und deiner Art der Sprachverwendung (ich nenne nur mal als Beispiel die von dir schon seit Jahren immer mal wieder aufgebrachten „weiblichen Lehrer“ anstelle von „Lehrerinnen“) sicherlich der Fall. Bei MarieJ war mir auch ohne die Klammer klar, dass sie Personen männlichen Geschlechts meint. Die Klammer ist für Leute wie dich, die Gendern für überflüssig erachten, ad absurdum führen mit ihren eigenen, unlogischen Sprachkonstrukten und sich auch einfach nicht merken wollen, wer hier im Forum - ebenfalls seit Jahren- recht konsequent gendert, kein generisches Maskulinum verwendet und mit „Schülern“ insofern völlig unmissverständlich ausschließlich Personen männlichen Geschlechts bezeichnet.

    Weibliche Lehrer sind tatsächlich quatsch, weil wir dafür Lehrerin sagen können. Für männliche Lehrer ist es notwendig, weil es sonst nicht eindeutig ist.

    Wenn ich ein Wort verbieten dürfte, wäre das "beschulen". Das finde ich so wie "unverzichtbar" - schrecklich. Was haben die Wörter "unterrichten" und "unentbehrlich" uns eigentlich getan, frage ich mich.

    Beschulen ist nicht dasselbe wie Unterrichten. Am Montag hatte ich 6 Stunden Unterricht. Da andere Kollegen erkrankt waren, musste ich 6 Stunden andere Klassen mitbetreuen. Alle wurden beschult, unterrichtet wurde keiner.

    Weil es dazu viele Studien gibt und ich schon beobachte, dass sie sehr abgelenkt sind und sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren. Ich könnte jetzt eine ganze Menge dazu schreiben, aber wer eine Fremdsprache für Neubeginner unterrichtet, weiß es… selbst die Fachberater distanzieren sich davon

    Auf den ersten Punkt gehe ich nicht ein, du kannst ja die Studien aufführen, wenn es dir wichtig ist.

    Ich unterrichte auch Spanisch als neueinsetzende Fremdsprache in einer Tablet-Klasse. Die Störquellen sind andere, aber schwieriger als in analogen Klassen finde ich es nicht.

    Du versuchst, den Einsatz von digitalen Endgeräten zu verhindern, weil du darin Probleme siehst. Du benennst die Probleme aber nicht. Vielleicht liegt ja da auch eine Lösungsmöglichkeit, dann musst du auch nicht der Böse sein.

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