Alles anzeigenNa, ja aber du bereitest deine Schüler ja auch aufs spätere Leben vor und wenn in der Ausbildung sitzen und bei einer Bank arbeiten, gibt es dann auch gewisse Regeln.
Ich akzeptiere deine Meinung, auch wenn ich die Sache etwas anders sehe.
Wir bereiten die Jugendlichen ja auch vor und wie gesagt möchte ich denjenigen sehen, der mir da gegenüber sitzt.
Für mich sind das auch keine konstruierten Probleme, sondern eine Frage des Respekts.
Für mich sind die Argumente Respekt und Höflichkeit, Kommunikation (ich will das Gesicht sehen) und Ordnung und Lernatmosphäre ausschlaggebend. An einer Realschule, an der ich zuvor gearbeitet habe stand es übrigens als Verbot in der Hausordnung.
Meines Erachtens gibt es gewisse Regeln, auch wenn ich nicht wie die Kollegin aufs Äußerste gehen würde.
Du kannst im Leben ständig Kappe tragen. Einkaufen, in Bus und Bahn, in der Bank, beim Schlittschuhlaufen, in der Kfz-Werkstatt, in der Lehrerkonferenz, ... Warum soll es dann im Klassenzimmer nicht gehen? Die Schüler haben ein Recht darauf, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dabei unterstütze ich. Klar, wenn ich im Unterricht das Thema Bewerbungsgespräch habe, dann geht es auch ums Auftreten und da wird dann auch geklärt, wie eine Kappe bei einem Bewerbungsgespräch ankommt. Und auch Sicherheitsvorschriften können ein Grund sein, der eine Kappe verbietet. Aber Respekt? Was ist denn respektvoll daran, jemandem vorzuschreiben, sein Haupt zu entblößen?
Ich bin recht groß und stehe im Unterricht meistens. Trotzdem hat mich noch kein Kappenschirm davon abgehalten, einen Schüler zu sehen. Und wenn das wirklich der Grund wäre, wären dann Bandanas, Mützen oder Kapuzen in Ordnung? Oder reicht es, denn Kappenschirm nach hinten zu tragen?