Zeigt nur, dass deine Eltern und Lehrer sich schon viiiiiiel eher darum hätten kümmern sollen, und nicht erst kurz vorm Abitur. Unentschuldigtes Fehlen/Verweigern ist nunmal unentschuldigt, wenn ekine Bescheinigung über absolut gar nichts vorliegt, da kann man rechtlich wenig machen. Es ist mir absolut unerklärlich, wieso man erst in der 12. Klasse auf den Trichter kommt, da endlich ein Attest zu besorgen, denn dann ist die Sache doch geritzt? Vielleicht hätte man dann dem jahrelangen Mist auch schon lange vorher entgegenwirken können und du wärest lockerflockig ein paar Jahre später in die Halle gegangen. Dass das prägt, ist aber nicht die Schuld des Benotungssystems, sondern die Schuld derer (Erziehungsberechtigte!), die sich um deinen mentalen Zustand hätten kümmern müssen.
Nein, da wurde sich ständig drum gekümmert. Ich war bei so vielen schulpsychologische, allgemeinpsychologischen, Krisen- und was-weiß-ich-nicht-alles für Beratungen, musste so viele Gespräche führen, etc. Aber es lief nie auf ein Attest hinaus. Ich habe ab und an mal eine Krankschreibung erhalten, aber was machen ein paar entschuldigte Stunden, wenn die Restlichen ungenügend sind? Für die psychische Belastung waren diese Krankschreibungen aber tatsächlich ein Segen, mir ging es in der Schulzeit lange nicht so gut, wie in den Wochen, in denen ich den Arm gebrochen hatte.
Der Fall war einfach im System nicht vorgesehen. Und mental ging es mir ja abseits des Sportunterrichts gut (nachdem sich alle mit der Situation arrangiert hatten war auch der Druck weg, da habe ich dann auch ohne Übelkeit zur Schule gehen können). Ich gebe da keiner Person die Schuld, sondern einem Schulsystem, das einfach nicht flexibel ist.