Beiträge von Marhei81

    In NRW ist es rechtlich zulässig. Unentschuldiges Fehlen gilt als verweigerte Leistung und demnach mit der Note 6 bewertet. (SchulG, §48 (5))

    Das sehe ich nicht ganz so...


    SchulG, §48 (5) sagt hierbei:

    (5) Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eine ungenügende Leistung bewertet.


    Hier wird ausdrücklich von einer VERWEIGERTEN LEISTUNG gesprochen (heißt für mich: Schüler ist anwesend, macht aber nix)

    Ich finde keinen Paragraphen, der besagt, dass Fehlzeiten als Verweigerung gelten! (Wer schlauer ist, der möge mich gerne korrigieren :aufgepasst:)

    Am Ende regelt man es über die Noten.

    Genauso praktiziere ich es bei uns auch. Zeit und Nerven in solche SuS zu stecken ist für mich Verschwendung und deshalb mache ich das nicht.


    Sollte jemand den Unterricht stören --> Ich schmeiße ihn raus


    Sollte jemand die Arbeit verweigern --> Ich weise Lernenden darauf hin, dass seine Note darunter leiden wird --> Note 6 falls er weiter verweigert


    Sollte jemand S*****e bauen --> Tadel + Abholung durch Eltern


    Sollten Elternhäuser sich quer stellen --> ich kämpfe auf "meinem Territorium" (also Schule). Bedeutet Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen und fertig. Diskussionen mit fordernden Eltern gebe ich mir nicht.


    Ab einem gewissen Punkt sage ich den SuS ganz deutlich und ins Gesicht: "Ich habe mich hier und da um dich bemüht. Es hat dich nicht interessiert. Jetzt lasse ich dich fallen."

    Auf die schnöde Idee z. B. die Pflichtlektionenzahl fürs Vollpensum zu reduzieren, zusätzliche Lektionen für die Klassenleitung zu vergüten, Verwaltungsaufgaben an administratives Personal zu übertragen, Lehrpersonen entsprechend den aktuellen Anforderungen besser auszubilden (!!) etc. pp. kommen die Zuständigen irgendwie nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

    Nazürlich kommen die nicht auf diese Idee. Weniger Deputat bedeutet man braucht mehr Lehrkräfte. Mehr Lehrkräfte heißt mehr Kosten. Mehr Kosten gehen nicht, weil kein Geld da.


    Dann lieber mehr Arbeitsleistung verlangen, dies mit Wohlwollen für die Zukunft der Kinder begründen und hoffen, dass sich niemand beschwert (sind ja eh Beamte)


    Alle anderen von dir genannten Optionen sind ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden. Da werden die Länder auch nicht grade "spendierfreudig" sein.

    Nur in 2 von 4 Mathestunden bin ich in Doppelbesetzung.

    Bei uns wird die Doppelbesetzung regelmäßig aufgelöst, um die "ad hoc" Vertretung gewährleisten zu können.

    Seit Beginn des neuen Schuljahrs war meine Doppelbesetzung nicht ein einziges Mal in meiner Mathe Klasse.


    Ist niemals schön, da die SuS mit Förderbedarf dann zu kurz kommen.

    Je weniger gesucht deine Fächer, je schlechter deine Noten, desto eher musst du in die Gegenden und/oder an die Schulen, wo sonst kaum jemand hin will.

    Mal eine Frage an die NRW Kollegen: Was sind denn die "beliebten" Ecken in NRW?


    Sind (Uni)Städte beliebter als das Land? Oder umgekehrt?

    Ich glaube das sind Verträge mit sachgrundloser Befristung. Die Einschränkung ist eine Absicherung, dass niemand eingestellt werden kann, der sich dann einklagen könnte.


    Normale Vertretungsverträge kannst du auch haben, wenn du vorher schon einmal beschäftigt warst. Auch da wird allerdings geguckt, ob du irgendwann die Bedingungen auf eine Entfristungsklage erfüllt hast. Das kann so oder so ausgehen. Bei uns sind auch schon Leute gezielt auf diese Möglichkeit hingewiesen worden und haben sich erfolgreich entfristen lassen.

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Hallo liebes Forum,

    Hier nur eine kurze Frage, die bestimmt genauso schnell beantwortet werden kann.

    Auf dem Portal VERENA NRW werden regelmäßig offene Vertretungsstellen veröffentlicht. Allerdings findet man bei den Anzeigen hin und wieder Bemerkungen wie diese:

    "Es sind demnach nur Bewerberinnen und Bewerber zulässig, die bisher in noch keinem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis mit dem Land NRW gestanden haben."


    "Bewerber, die in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis mit dem Land NRW stehen oder gestanden haben, können grundsätzlich nicht berücksichtigt werden."


    Mich verwirren solche Bemerkungen... bedeutet dies, dass man nur ein einziges Mal als Vertretungslehrer in NRW gearbeitet haben darf? Wenn man seine zweite Vertretungsstelle antreten würde, dann widerspricht das ja den Bemerkungen (s.o.). Das ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Könnte mir das jemand bitte erklären?


    Vielen Dank im Voraus!

    Hauptsächlich wird bei mir die Klassenführung bemängelt und die Planung der Gesprächsführung.

    Was ist damit gemeint?


    Classroom Management? Sind die Sozialformen nicht passend? Sind die Fragen zu unpräzise / nicht zielführend? Verquatscht du dich zu lange an unwichtigen Inhalten?


    Bitte etwas genauer

    Grüße

    nichtsdestotrotz: wir hatten auch ne Kollegin, die quasi dauerkrank war, aber immer so drei Wochen, dann paar Tage da, dann wieder fünf Wochen, zwei Tage da etc. das Ganze ging über 3 Jahre und aufgrund der Kürze der Krankschreibung gab es keine Vertretung. Mich hat es wirklich geärgert, weil wir die ganze Zeit Vertretungsstunden geschoben haben, während sie A15 kassiert hat. es hat auch Andere geärgert, aber es hat sie offenbar nie jemand drauf angesprochen. irgendwann war ich so geladen, dass ich dann dochmal was gesagt habe und stellt sich raus: ihr war das alles nicht bewusst (kennt Ihr so KollegInnen, die anscheinend Null Ahnung vom Tagesgeschäft haben?). Weder hat sie gedacht, dass das für uns ne Belastung ist, noch dass ne längere Krankschreibung sinnvoll gewesen wäre.

    Was dachte sich diese Person denn bitte? Das es NORMAL sei 3 Tage zu arbeiten und dann erstmal 3 Wochen abwesend (aus welchen Gründen auch immer) zu sein? Tut mir leid, aber so desillusioniert ist doch niemand.


    Das ist für mich eine absolut schlechte Entschuldigung

    In der Hinsicht, dass man als Lehrer nach vielen Jahren Berufserfahrung keinen psychischen Knacks bekommt, weil man irgendwelche Monster unterrichtet hat, deren Eltern noch schlimmer sind.

    Ich glaube die geben sich nicht viel. Ich habe mehrere Jahre nach dem Abi und wärend des Studiums Nachhilfe gegeben und kenne SuS in den jeweiligen Schulformen:


    Das am Gymnasium nur die "Streber" und lieben Kinder rumlaufen ist rin Mythos! Auch hier gibt es Kinder/Jugendliche mit emotionalen oder psychischen Problemen, die wenig Erziehung genossen haben. Zugegeben hier ist das Leistungsniveau aber höher (zumindest wird mehr verlangt).


    Das an der Hauptschule nur die "Monster" (wie du sie nennst) rumlaufen ist auch nicht richtig. Hier ist zwar das Leistungsniveau geringer, aber ich hatte einige SuS aus der Hauptschule, die sehr höflich und engagiert waren (nur halt nicht so gut lernen konnten).


    Also zusammenfassend: Nur weil jemand gut lernen kann oder intelligent ist, bedeutet dass noch lange nicht, dass er/sie auch ein "liebes Kind" ist! Probleme sind vielschichtig (sozial, finanziell, historisch). Besonders bei SuS.

    Das ist wirklich ein Wahnsinn, was du beschreibst. Solch eine SL ist ja fürchterlich: Nicht nur die mangelnde Konsequenz, sondern insbesondere auch noch Absprachen sang und klanglos in den Wind schlagen und dann auch noch die Kollegen anzugehen, wenn diese auf diese getroffenen Absprachen verweisen.

    Da kann man sich sicher sein, dass sich diese SL einen unvergesslichen Ruf geschaffen hat. Sowohl gegenüber Eltern, Schülern und Kollegen.


    Das erinnert mich an einen Spruch eines Lehrers während meiner Praxisphase (sinngemäßes Zitat): Eine Schule ohne starke Leitung ist wie ein Schiff ohne Kapitän. Dem Untergang geweiht!

    Es gibt außerhalb von NRW auch Klassenarbeiten in Chemie Sek. I. Ich korrigiere gerade eine der 8. Klasse und entwerfe zwei für Chemie Klasse 10 nächste Woche.


    (Bei uns schreibt jedes Fach.)

    Ihr schreibt in jedem Fach (Chemie, Physik, Erdkunde, Geschichte, etc.) vollständige Klassenarbeiten? Also Klassenarbeiten vergleichbar mit den Hauptfächern.


    Oder meinst du damit kleinere Leistungsüberprüfungen (Tests) über 10-15 Minuten?

    Mal eine weitere Frage aus Sicht eines frisch examinierten Lehrers: Wie hättet ihr reagiert, wenn bei solch einer Aktion der Täter NICHT benannt worden wäre?


    Hat man ja öfters, dass die Lerngruppe dicht macht und nichts gesehen haben will. Und Kollektivstrafen sind ja nicht erlaubt.

    Ich muss schon zugeben, dass mich das Verhalten verletzt und enttäuscht hat. Und ich bin mir unsicher, wie ich der Klasse in der nächsten Stunde begegnen soll. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Auf jeden Fall möchte ich der Klassenlehrerin davon erzählen und sie auch um Rat fragen.

    Würdet ihr normal weiter unterrichten?

    Oder in der nächsten Stunde nochmal in Einzelarbeit Arbeitsaufträge bearbeiten lassen, sie bewerten und einsammeln? Ich möchte auf jeden Fall ein klares Zeichen setzen und eine Grenze ziehen, damit so etwas nicht nochmal passiert.

    Ich würde das der Klasse auch genau so sagen: "Eure Aktion der letzten Woche fand ich sehr enttäuschend und das hat mich auch verletzt."


    Vielleicht als Alternative zu den Aufträgen in Einzelarbeit: Wenn mich eine Klasse in einer Stunde zur Weißglut treibt, dann kündige ich immer an, dass in der kommenden Stunde ein Test über die bisherigen Unterrichtsinhalte geschrieben wird. Ein Test hat diesen zusätzlichen "offiziellen Charakter" den sich mehr SuS zu Herzen nehmen als eine normale Arbeitsphase.

    Hallo liebes Forum,

    Gestern habe ich mit meinem Kollegen, mit dem ich sehr gerne und viel zusammenarbeite (U-Entwürfe teilen, Aufsichten führen, etc.), telefoniert und er sagte beiläufig zu mir, dass er wohl nicht alle Themen des Lehrplans für dieses Schuljahr (zeitlich) schaffen wird. Nach seiner Aussage hat er wohl etwas mehr Zeit in ein bestimmtes Thema investiert, aber dafür fehlt diese jetzt bei den anderen Themen. Das Fach ist Erdkunde/Geographie. Auf meine Nachfrage, was er nun dagegen machen wolle, antwortete er: "Garnix. Dann ist es eben so."


    Ich wollte hier mal nach eurer Meinung fragen. Wie empfindet ihr es, dass manche Lehrer nicht alle Themen des Lehrplans (z.B. aus zeitlichen Gründen) unterrichten?


    Meine Meinung dazu: Sollte eigentlich nicht passieren, aber ich erlebe es auch manchmal. Es gibt halt Themen da arbeitet man mit Herzblut dran und kann den SuS besonders viel mitgeben. Dies sieht der u.U. "streng getaktete" Lehrplan leider oft nicht vor.

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