Beiträge von Gymshark

    Wie bei vielen Dingen im Leben gibt es auch bei Unverträglichkeiten ein Spektrum zwischen "verträgt größere Mengen nicht" und "bekommt bereits bei "kann Spuren enthalten von" gesundheitliche Probleme". Betroffene müssen möglichst früh (durch Eltern und medizinische Fachkräfte) aufgeklärt werden, um zu wissen, woraus sie genau achten müssen, um eigenverantwortlich ihren Lebensmittelkonsum gestalten und gesundheitliche Gefahren abwehren zu können.

    Keine/r kann erwarten, dass beim Beispiel "Geburtstagsmuffins" sämtliche Ernährungsgewohnheiten Berücksichtigung finden - das ist bei 20+ Schülern (m/w/d) nicht leistbar. Wer etwas nicht mag oder nicht essen darf, lehnt dankend (!) ab und reicht das Tablett weiter - und alles ist gut.

    Ich bin der Meinung, dass hier das Hausrecht greift, dass Schülern (m/w/d) vorgeschrieben werden darf, was sie essen und trinken dürfen. Wenn regelmäßige Pausen vorgesehen sind, kann die Essens- und Getränkezufuhr auch aus dem Unterricht ausgelagert werden - Ausnahme Sportunterricht oder bei Schüler (m/w/d) mit entsprechenden gesundheitlichen Einschränken. Ich persönlich finde Trinken im Unterricht OK - Essen muss nicht sein, außer es hat jemand Geburtstag und möchte unbedingt seine oder ihre Geburtstagsmuffins mit der Klasse teilen. Dann aber schnell am Anfang der Stunde, sodass der Unterricht zeitnah starten kann. Sollte es gesundheitliche Gründe geben, warum im Unterricht gegessen werden muss (mir wäre zwar kein einschlägiges Krankheitsbild bekannt, aber wer weiß...), dann zu Beginn des Unterrichts eine kurze Info, dann passt das auch.

    Eine klare Flüssigkeit kann Wasser, kann aber auch Wodka sein. Hier fände ich Kontrollen übergriffig, aber klar gilt wie immer bei Regeln: Es geht zweimal gut und beim dritten Mal kommt es sowieso raus.

    Schulpersonal darf außerhalb des Unterrichts essen und trinken, was es möchte - außer Alkohol natürlich. Ob Tee oder Kaffee im Unterricht sein muss... Ansichtssache, würde ich sagen.

    Klar, zwischen "halb nach 3" und "halb 3" liegt effektiv eine Stunde. Würdest du mir aber dahingehend zustimmen, dass die Uhrzeit in Bruchdarstellung im Englischunterricht behandelt wird und Schüler (m/w/d), die durchgängig in Deutschland beschult wurden, bis zur 6. Klasse schon einmal Berührungspunkte hiermit gehabt haben sollten?

    Was mich kürzlich bezüglich Uhrzeit erschreckt hat:
    Ein Schüler (6. Klasse) fragte mich kürzlich nach der Uhrzeit. Mein Antwort: "Halb 2." Damit konnte der Schüler nichts anfangen, ihm war das "halb" kein Begriff. Ich musste "13.30 Uhr" sagen, damit er die Uhrzeit verstand. Ich denke, das ist auch eine Folge der digitalen Zeitangabe. Aus der Zeigerstellung erschließt sich das "halb" noch intuitiv, bei "13.30" nicht mehr.

    Sarek

    Selbst wenn die Uhrzeit alleine aus dem Elternhaus nicht bekannt sein sollte, bis zur 6. Klasse müsste der Schüler das Ablesen und Benennen von Uhrzeiten mindestens im Mathematik- und im Englischunterricht (auch wenn hier die Halb-Darstellung minimal anders als im Deutschen ist) gelernt haben. Zudem gehe ich auf Basis deiner Profilangaben aus, dass es sich um einen Schüler eines bayerischen Gymnasiums handelt, also auch keine Lernverzögerung o.ä. vorliegt.

    Der Schüler wendet vielleicht tatsächlich die Darstellungsform der Uhrzeit als Bruch nicht selbst aktiv im Alltag an, aber dass er bis dato nie zumindest passiv damit konfrontiert war? Den einzigen Erklärungsansatz, den ich da hätte, wäre, dass der Schüler zugezogen ist und in seinem Herkunftsland die Darstellungsform von Uhrzeiten anders unterrichtet wird. Ist dir bekannt, ob das bei diesem Schüler der Fall sein könnte?

    Eine Bekannte arbeitet 7 Stunden Teilzeit in Elternzeit und soll jeden Mittwoch, an ihrem freien Tag, zum jour fix nachmittags antanzen. An meiner Schule müssen die Kolleginnen mit so viel Teilzeit nur zu den GLK´s herkommen, auch wenn es der freie Tag ist, aber das ist wesentlich weniger oft, als jede Woche anwesend sein zu müssen.

    Das ist natürlich vollkommen unverhältnismäßig. Wohnt die Bekannte wenigstens in Schulnähe? Man stelle sich vor, die Bekannte würde nur wegen einem jour fixe eine halbe oder sogar ganze Stunde einfache Strecke fahren müssen.

    In solchen Fällen sollte es vollkommen selbstverständlich sein, dass die Bekannte nicht an ihrem freien Tag extra wegen einem jour fix kommt, sondern sich bei nächster Gelegenheit das Protokoll durchliest oder sich von den Kollegen (m/w/d) auf kurzem Dienstweg auf den neuesten Stand bringen lässt.

    Ich glaube, einige Schulleitungen können sich echt nicht vorstellen, dass Entscheidungen auch getroffen werden können, wenn nicht alle potentiell Beteiligten anwesend sind und ihre Meinung dazu abgeben. Ja, das ist zwar demokratisch, aber unheimlich zeitintensiv. In der freien Wirtschaft wird bei jours fixes pragmatisch vorgegangen: Irgendjemand fehlt immer (Krankheit/Teilzeit/Kundentermin/etc.), die, die anwesend sind, stimmen bei Entscheidungen ab und diejenigen, die fehlen, informieren sich bei nächster Gelegenheit, wie entschieden wurde. Wenn zu viele in einer Woche fehlen, wird im Zweifelsfall ein wichtiger Punkt auf die kommende Woche verlegt. Das sollte auch in der Schule machbar sein ohne dass am Ende das System zusammenbricht, weil eine 7-Stunden-Kraft mal nicht da ist.

    Ich habe verstanden, dass die Konferenzen schon auf ein Minimum reduziert sind. Würdest du sagen, dass sich bei "DBs, Elternsprechtage, Elternabende, Sonderveranstaltungen, Fortbildungen, Sportfeste" noch streichen lässt, oder sind das alles Punkte, bei denen schon auf das absolute Minimum reduziert wurde?

    Gibt es Veranstaltungen, die an sich stattfinden müssen, aber bei denen du nicht dabei sein musst? Vielleicht genügt es teilweise, wenn du am Folgetag kurz das Protokoll durchliest o.ä.

    Ich kann mir vorstellen, dass diese ganze Diskussion nicht einfach ist, aber da wir deine konkrete Schule nicht kennen, können wir nur durch Nachfragen versuchen, uns ein Bild von ihr zu machen, und zu überlegen, an welchen Stellen sich irgendwie Zeit einsparen lässt. Am Ende geht das aber natürlich nur, wenn Entscheidungsträger (m/w/d) entsprechende Veränderungen auch zulassen.

    Aber das passt doch nicht zusammen, wenn du zuerst schreibst, dass ein Großteil der Arbeitszeit außerhalb des Unterrichts für Konferenzen drauf geht und jetzt wiederum, dass die Konferenzen schon auf das Minimum reduziert sind und "nicht geschwafelt" wird. Gibt es noch irgendeinen Aspekt, der bei den Überlegungen aktuell noch außen vor gelassen ist?

    Anna Lisa : Ich lese heraus, dass bei euch Konferenzen der springende Punkt sind, der Zeit bindet. Hier müssen die Konferenzverantwortlichen eine andere Strategie als bisher anwenden. Nicht alles muss intensiv besprochen werden, in vielen Fällen genügt es, die Betroffenen zu informieren. Pädagogische Freiheit könnte auch zu Zeitersparnis führen, weil, da wo es sich anbietet, Lehrkräfte eigenständig entscheiden können, statt dass in einer Konferenz erst ein gemeinsames Vorgehen definiert werden muss.

    Sowas wie "Elterninformationsabend WP Fächer" könnte meiner Meinung nach entfallen. Es reicht, einen Infozettel an die Eltern herauszugeben. Nichts ist an WP Fächern so komplex, dass es dafür extra einen Informationsabend braucht.

    Und ob es die DB WP Wahl wirklich braucht? Die WP-Wahl findet doch jedes Jahr statt - was muss da jedes Jahr aufs Neue besprochen werden? Man legt einmal die grundlegende Vorgehensweise fest und dann gilt diese, ehe äußere Umstände Vetänderungen nötig machen.

    Warum braucht es Projekttage + Schulfest im selben Monat? Es sollte sich auf eine Option fokussiert werden.

    Die ZAA-Vorbereitung würde ich in die Lehrer- oder Fachkonferenz integrieren.

    Mein persönlicher Tipp für begrenzte Korrekturen ist, sich selbst ein ambitioniertes Ziel vorzugeben, in der die Klassenarbeit oder Klausur korrigiert sein muss. Klar setzt man sich damit selbst unter Druck, aber man kann es auch als Herausforderung betrachten und mit der Zeit entwickelt man Strategien, wie man schnell durchkommt und damit das selbstgesetzte Ziel einhält.


    Die Anzahl und Dauer von Konferenzen kann man als einzelne Lehrkraft nicht beeinflussen. Da ist man davon abhängig, dass diejenigen, die die Konferenzen leiten (sei es die Schul-, Fachbereichs- oder Jahrgangsleitung), ein eigenes Interesse daran hat, nur die wirklich nötigsten Konferenzen in der minimal möglichen Zeit abzuhalten. Auch hier helfen ein bewusst ambitionierter, vorgegebener Zeitrahmen und pragmatische Strategien, um zu Entscheidungen zu kommen. Ach ja: Und der Grundsatz - eine Sache kommt hinzu, eine andere fällt weg.

    Es sollte integraler Bestandteil von Fortbildungen für Führungspersonal sein, wie professionell zwischen Kunden (m/w/d) (hier: Eltern) und Mitarbeitern (m/w/d) (hier: Lehrkräfte) kommuniziert bzw. moderiert wird. Grundsatz sollte sein, dass erst ein Urteil erfolgt, wenn beide Seiten gehört wurden. Und natürlich spricht man nach außen hin nicht schlecht über Mitarbeiter (m/w/d), sagt im Zweifelsfall sowas wie "Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Wir werden das auf jeden Fall intern besprechen.".

    Ich komme zwar nicht aus der Historik, aber das sind (aus der Brille eines Fachfremden betrachtet) vergleichsweise exotische Themen. Ich gehe davon aus, dass sie im Studium behandelt wurden, aber nicht den Hauptteil der Seminare und Vorlesungen einnahmen. Das heißt jedoch im schlechtesten Fall: Die kompletten Inhalte der zuvor besuchten Kurse (vor allem der Pflichtkurse) müssen sitzen - oder gab es irgendwelche Einschränkungen, die im Vorfeld offiziell angekündigt wurden (also sowas wie "Prüfungsgegenstände sind aus den Themenfeldern A und B, aber nicht C.") ? Mit Berücksichtigung dieser Einschränkungen würde ich empfehlen, die Inhalte der Pflichtkurse ab Semester 1 zu wiederholen und hierbei möglichst Verknüpfungen herstellen, also z.B. "A führte zu B.", "D nahm sich später ein Vorbild an C." oder "Die Parallele zwischen E und F ist, dass...". Sowas hilft dir einerseits, dir die einzelnen Themen besser merken zu können, andererseits ist trägt vernetztes Lernen dazu bei, komplexere Fragestellungen, die den Unterschied zwischen Note 1 und Note 2 ausmachen, kompetenter beantworten zu können.

    Du hast (indirekt?) schon einen guten Punkt gemacht. Heute werden verstärkt bauliche Unikate gebaut. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendwo in meiner Nähe in den letzten 20 Jahren eine Siedlung entstand, wo 5 oder gar 10 Häuser hintereinander bautypgleich waren. Das gab es früher (Du schreibst 1950er Jahre, ich verbinde das mit den 1970er-Jahre - so oder so, schon einige Jahrzehnte zurückliegend.) in deutlich größerem Ausmaß.

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