Beiträge von Gymshark

    Na klasse, auf solche Kollegen (m/w/d) kann man auch verzichten. Teamarbeit funktioniert eben nur, wenn sich alle an Vereinbarungen halten und das war in diesem Fall "Noteneingabe bis Tag X, Y Uhr.", sogar mit Erinnerungsmail - löblich. Hätte jemand ein Problem mit der Fristeinhaltung gehabt, hätte sich die Person sicher gemeldet. Dieses Szenario scheint auch nicht eingetreten zu sein.

    Das Problem: Du bist nicht die Führungskraft der Kollegen (m/w/d), kannst sie also nicht sanktionieren für ihr anti-kollegiales Verhalten. Das steht dir nicht zu. Gleichzeitig würde ich davon abraten, den Kollegen (m/w/d) solange am Rockzipfel zu hängen bis sie irgendwann reagieren und ihre Daten zur Verfügung stellen. Das kostet dich nur unnötig Stress und das sind oft Kollegen (m/w/d), die schon zu Schul- und Unizeiten sämtliche Extrawürste bei Präsentationen und Abgaben bekamen und dadurch lernten, dass sie damit durch kommen.

    Nee, irgendwann muss dieses Muster durchbrochen werden. Die Vereinbarungen waren klar und wenn erwachsene Kollegen (m/w/d) nicht in der Lage sind, sich daran zu halten, arbeitest du mit den Daten, die dir zum Ende der Frist hin zur Verfügung stehen.

    Gerne an der Stelle die Info an die Schulleitung, dass du deinen Job erledigt hast, aber trotz Erinnerungsmail Daten der Kollegen (m/w/d) X, Y und Z nicht vorlagen und du daher die Bemerkung "Note nicht erteilt" hinterlegt hast. Du solltest dann aus dem Schneider sein. Eine gute Schulleitung wendet sich dann an X, Y und Z und macht ihnen Feuer, auf dass sie bei der nächsten Gelegenheit ihre sieben Sachen auch tatsächlich beisammen haben. Eine schlechte Schulleitung lässt dich die Zeugnisse noch 5x schreiben bis dann auch Z als Allerletzte/r die Noten mal wieder viel zu spät eingereicht hat, aber dann weißt du auch, woran du bist - auch weil es spätestens dann Zeit für ein Grundsatzgespräch wird.

    Ich meine eher die integrative Gesamtschule!

    Dann möchtest du, dass sehr leistungsstarke Schüler (m/w/d) mindestens 9 Jahre lang in gleichen Klassen mit sehr leistungsschwachen Schülern (m/w/d) unterrichtet werden? Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man dann wirklich allen Leistungsniveaus gerecht wird. Nach oben wird man sich da garantiert nicht orientieren, sondern allenfalls an einer Leistungsmitte, ggf. sogar am schwächsten Glied.

    Das kann man natürlich machen, aber es ist insgesamt die Frage, wenn Kompromisse eingegangen werden müssen, wovon der Bildungsstandort Deutschland (bzw. hier konkret das Land NRW) am meisten profitiert:

    - weniger Schüler (m/w/d) verfehlen die Mindestkompetenzen (selbst wenn sich das Leistungsniveau an der Leistungsspitze reduziert)

    ODER

    - mehr Schüler (m/w/d) erreichen die Höchstkompetenzen (selbst wenn sich das Leistungsniveau am Leistungsende reduziert)

    Es sollte nur noch die Gesamtschule geben, die zu allen Bildungsabschlüssen führt.

    Ob Hauptschulabschluss nach 9 oder 10, FOR, FOR-Q, Fachabitur nach 12 oder Vollabitur nach 13 Jahren.

    Fertig.

    Soll das eher Richtung kooperative oder eher Richtung integrative Gesamtschule gehen? Bei erster Option hättest du sicher einige Befürworter (m/w/d), auch weil die Durchlässigkeit sehr hoch ist, dadurch dass alles unter einem Dach wäre.

    Bolzbold : Aber müssen Politiker (m/w/d) das nicht immer? Sobald sie etwas Konkretes fordern, das über allgemeine Formulierungen wie "Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben." hinausgeht, positionieren sie sich doch automatisch immer auch gegen etwas und riskieren natürlich auch, dass diese Positionierung sie Stimmen von den Forderungsgegnern (m/w/d) kostet.

    In Zeiten, wo exklusiv der Elternwille zählt und die Schulformempfehlung eben nur eine Empfehlung ist, haben sich die Verhältnisse an den weiterführenden Schulen so stark verändert[...]

    Daran sollte angesetzt werden und den Elternwillen ersetzen durch die verpflichtende Einschätzung der Grundschullehrkräfte, die, im Gegensatz zu den Eltern, qua Amt die fachliche Expertise haben, schulische Bewertungen und Diagnostik durchführen zu können.

    Die letzten Jahre haben großflächig gezeigt, dass Eltern aufgrund ihrer emotionalen Voreingenommenheit gerade nicht in der Lage sind, in Sachen Bildung für ihre Kinder objektiv geeignete Entscheidungen zu treffen.

    Wer im Nobelvierteleinzugsgebiet unterrichtet, hat vielleicht weniger Kontakt zum Jugendamt, dafür wird erwartet, dass man Mittwochabend zur Theateraufführung lädt, die man in der AG-Zeit erarbeitet hat usw.

    Die These "Arbeit im Nobelviertel ist ebenso zeitaufwendig wie Arbeit im Brennpunkt, die Schwerpunkte sind nur andere." könnte zutreffen - möchte ich auch gar nicht instinktiv negieren. Ich denke, eine Art Arbeitszeiterfassung würde, insofern nach einem gewissen Zeitraum deren Ergebnisse analysiert und interpretiert werden, unseren Berufsstand bei diesem und anderen Themen (vor allem solchen, die auch hier im Forum immer wieder besprochen werden, z.B. Unterschiede Schulformen, Unterrichtsfächer, Frage, inwieweit Teilzeit nicht doch versteckte Vollzeit ist, u.ä.) noch einmal entschieden weiterbringen, da wir dann zum ersten Mal eine "greifbare" Diskussionsgrundlage hätten statt wie so oft Mutmaßungen.

    Man muss zumindest diesem Herrn Ott lassen, dass er ausgebildete Lehrkraft ist und jahrelang in dem Beruf tätig war. Da gab es schon andere Politiker (m/w/d), die schulpolitische Thesen positionierten, aber hierfür aus ihrer Qualifikation ableitend hierzu gar keine Expertise vorzuweisen hatten.

    Mich würde zunächst interessieren, was sich Herr Ott von einer etwaigen Reform erhofft. Bekannterweise ist es statistisch erfasst, dass das Leistungsniveau im Bildungssystem NRW bundesweit eher unterdurchschnittlich abschneidet, was ja jetzt kein Zustand ist, mit dem ein Landespolitiker (m/w/d) zufrieden sein kann. Es gibt an dieser Stelle grundsätzlich immer zwei essentielle Fragen:

    1. Profitiert das Bildungssystem von mehr oder weniger innerer leistungsbezogener Heterogenität?

    2. Fokussiert ein erfolgreiches Bildungssystem eher die Schwachen, die Starken oder "die breite Masse"?


    Meine These wäre an der Stelle, dass das in erster Linie mit den jeweiligen Parteien verbundene Menschenbild das Bild einer "idealen Schule" der jeweiligen Politiker (m/w/d), mehr noch als irgendwelche Studien. Politiker (m/w/d) von linksorientierten Parteien werden tendenziell eher mehr leistungsbezogene Heterogenität und Fokus auf Förderung und Politiker (m/w/d) von rechtsorientierten Parteien eher weniger leistungsbezogene Heterogenität und Fokus auf Leistung fordern.

    2. Kann man ja auch nur die Gesamzteit aufschreiben, so wie in anderen Berufen auch. Die stempeln auch nur ein ubd aus und schreiben nicht jede Email, jedes, Telefonat und jede Akte auf

    Eben. Das war ja mein Vorschlag.

    Oben links Name und dann Spalten "Datum", "Uhrzeit Beginn", "Uhrzeit Ende", "Pausenzeit" und ggf. "Arbeitszeit gesamt".

    So machen das viele Betriebe, die nach Zeitaufwand abrechnen und sich keine elektronische Zeiterfassung leisten können oder wollen.

    .Ich persönlich habe gar keine Lust auf Arbeitszeiterfassung und weiß jetzt schon dass die Umsetzung mindestens furchtbar werden wird und zu Mehrarbeit führen wird.

    Nicht immer gleich alles schlecht reden. Das ist irgendwie so eine typisch deutsche Einstellung. Ich kann mir vorstellen, dass es eine Art Musterliste geben wird, die entweder jede Lehrkraft herunterladen kann oder im Sekretariat ausgehändigt bekommt. Dort können dann die täglichen Arbeitsstunden eingetragen werden (also z.B. "am 29.01.26 gearbeitet von x Uhr bis y Uhr, dabei z Stunden Pause gemacht") und zum Ende des Monats im Sekretariat abgegeben werden, sodass die Schulassistenz diese gebündelt Richtung Behörde abschickt. Mit der Auswertung der Daten haben wir wiederum dann nichts mehr zu tun. Das Eintragen pro Tag sollte keine 5 Minuten dauern und solche Systeme gibt es in einigen beruflichen Bereichen, in denen es keine elektronische Zeiterfassung gibt.

    Im Falle einer Pflicht zur Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften wäre der Umgang mit Überstunden ein ganz anderer sein als es derzeit praktiziert wird. Wenn die Lehrkraft x Stunden Dienst zu leisten hat und effektiv mehr als x Stunden einreicht, teilt sie damit bereits mit, dass sie Überstunden gemacht hat.

    Der Worst Case wäre, dass diese Angaben einfach nur in irgendeine interne Statistik gehen. Dann ist klar,dass die Lehrkraft keine Konsequenzen hieraus erfahren wird und das Arbeitsblatt weiterhin über mehrere Stunden hinweg ausgestalten kann.

    Sollte die Konsequenz jedoch "Überstunden werden ausgezahlt" lauten, wird sicher nicht jede Überstunde im Detail genauestens analysiert. Dafür hat kein Sachbearbeiter Zeit. Wenn jedoch immer wieder dieselbe Lehrkraft Überstunden in hohem Maße einreicht, dann wird sie irgendwann um Begründung gebeten und dann, da bin ich wieder bei dir, wird es schwer, die objektive Notwendigkeit hinter den Abeitsblattbasteleien zu erkennen.

    Bist du echt Lehrer? Natürlich kommt man damit langfristig durch. Was soll denn passieren?

    Das klingt als ob es gar kein Disziplinarrecht gäbe. Dann könnte man ja derzeit auf Pausenaufsichten, Konferenzen oder Klassenfahrten verzichten - kann einrm ja eh nichts passieren.

    Schwerwiegende Fälle können zu Zwangsversetzungen oder zur Entfernung aus dem Beamtendienst führen. Dass das nicht bei einmaligem Vertrödeln der Arbeitszeit passiert, ist klar.

    Ich habe in meinem Umfeld, das muss ich dazu erwähnen, weder mitbekommen, dass jemand aus dem Beamtendienst entfernt wurde noch dass jemand über einen längeren Zeitraum in einem derartigem Maße gegen dienstliche Anweisungen verstieß, dass diese Option im Raum stand.

    Nochmal. Was passiert dann mit den Kollegen, die ein Vielfaches der vorgesehenen Zeit für jede einzelne Unterrichtsstunde planen? So lange an einer einzelnen Klausur rumhantieren wie andere an einem ganzen Stapel?

    Was passiert denn mit der (angestellten) Buchhalterin, die einzelne Rechnung noch 10x in alle Himmelsrichtung prüft, ehe sie diese schlussendlich bezahlt? Sie macht kurzfristig Überstunden, die sie je nach Unternehmenskultur entweder abfeiert oder ausgezahlt bekommt.

    Langfristig wird sie von der Personalabteilung gefragt werden, warum ausgerechnet sie immer Überstunden machen muss und wenn sie dann ihr Vorgehen beschreibt, wird die Personalabteilung die Führungskraft der Buchhalterin bitten, entweder die Notwendigkeit der regelmäßigen Überstunden zu bestätigen (was den Bedarf einer weiteren Stelle begründet und damit im nächsten Schritt zu einer Stellenausschreibung führt) oder die Buchhalterin anzuhalten, ihre aufgewandte Arbeitszeit effizienter zu nutzen.

    Auf die Lehrkraft umgemünzt: Die Person, die für die Prüfung der Arbeitszeiterfassung zuständig ist, wird vermutlich irgendwann skeptisch und dann muss sich die Lehrkraft erklären. Und daraus ergeben sich dann wie bei der Buchhalterin Folgeschritte. Natürlich wird nicht direkt mit dem Disziplinarrecht gedroht, aber sollte sich die Lehrkraft über einen längeren Zeitraum diversen Anweisungen seitens Behörden und Schulleitung verweigern, kann irgendwann hierzu gegriffen werden.

    Ein Unterschied zur Buchhalterin wäre sicher noch, dass die Lehrkraft (mit hoher Wahrscheinlichkeit) Überstunden nicht abfeiern wird (da das die Strukturen des Schulsystems nicht wirklich vorsehen), sondern eher ausgezahlt bekommt.

    Mich wundern diese Fragen, aber na gut:

    Man muss nicht mit jedem seiner Mitmenschen befreundet sein, sollte jedoch einander mit Höflichkeit und Respekt begegnen. Daher dürfen natürlich auch Menschen an der Gesellschaft teilnehmen, mit denen ich nicht befreundet bin.

    Zur zweiten Frage: Ich würde nicht mit Selektion darauf reagieren, aber es wäre sicherlich interessant, zu erfahren, warum diese Schüler (m/w/d) keine Freunde in ihrer Peer Group haben - ob es zu große Interessensunterschiede gibt oder ob Vorbehalte (auf beiden Seiten?) aufgrund der Zugehörigkeit zu anderen Identitätskategorien bestehen.

    Quittengelee : Ich schrieb von Schülereltern deiner Schule, nicht Schülereltern der Schüler (m/w/d) deiner Klasse(n). Ich gehe mal davon aus, dass es Eltern gibt, die an deiner Schule Kinder beschulen lassen, die in keine aktuell von dir unterrichtete Klasse gehen.

    Ich habe deine Frage an mich, die ich durchaus ernst nehme, mehrfach gelesen, verstehe sie jedoch nicht ganz. Vielleicht könntest du sie in anderen Worten noch einmal formulieren. In allgemeinster Form würde ich mir wünschen, dass die Heterogenität von Klassen nicht nur dazu führt, dass Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Identitätskategorien im selben Raum sitzen, sondern dass hieraus Freundschaften entwachsen, die im Idealfall auch über die Schulzeit hinweg überdauern. Ich fände es traurig und nicht im Sinn von Inklusion, wenn dann nach Ende der Schulzeit jede/r dann wieder in seinem Grüppchen bleibt - und ich hoffe, dass du mir dabei zustimmst.

    Ich habe deine Frage doch schon längst beantwortet.

    Stimmt, gestern 11:18 Uhr. Ich habe den Beitrag auch gelesen (und mit Like markiert), aber hatte ihn kurze Zeit danach leider nicht mehr präsent und ging davon aus, dass deine Rückmeldung noch ausstand. Tut mir leid für das Missverständnis auf meiner Seite.

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