Ich sehe dein Beispiel gerade als Beweis an, dass das gegliederte Schulsystem funktioniert. Du wurdest nicht "aussortiert", sondern es wurde erkannt, dass zum damaligen Zeitpunkt ein gewisses Anforderungsniveau für dich das Geeignetste darstellte. Auf dieser Basis wurdest du so gefördert, dass das Maximale aus deinen Voraussetzungen herausgeholt werden konnte, und mit der Zeit ergaben sich sogar Möglichkeiten, Inhalte auf dem nächsthöheren Anforderungsniveau bearbeiten zu können.
Jeder Mensch hat ein Kapazitätslimit, aber wer weiß, vielleicht endet deine Reise nicht einmal mit dem Lehramtsabschluss, sondern es schließt sich noch eine Dissertation oder gar Habilitation an.
Bei manchen endet das Kapazitätslimit früher und auch das ist nicht schlimm. Nicht jede/r muss Abitur machen.
Und ja, es gibt Spätzünder, die zum späteren Zeitpunkt Abschlüsse nachholen, daher stimme ich Maylin85 zu, dass der zweite Bildungsweg in unserem Bildungssystem seinen gerechtfertigten Platz hat.