Beiträge von Gymshark

    Maylin85 : Es ist wie in der Schule - Regeln machen nur dann Sinn, wenn sie auch umgesetzt werden, inklusive der Durchsetzung von Konsequenzen bei Regelbruch. Aktuell haben zwar Eltern per Gesetz die Pflicht zur Erziehung ihrer Kinder, aber es gibt einen (kleinen?) Teil innerhalb der Bevölkerung, der dem nicht angemessen nachkommt und nicht die Eigeninitiative ergreift, hieran etwas zu ändern - vielleicht auch im Bewusstsein, dass zuvor genannte Konsquenzen auf Staatsseite eh nicht durchgesetzt werden.

    Es gab mal eine Phase, da war "Tschick" das Jugendbuch schlechthin - so wie es "Rico, Oscar und die Tieferschatten" für die Altersgruppe im Übergang Primar-/Sekundarstufe war. Manchmal steckt dahinter cleveres Marketing, manchmal wird diesen Werken (berechtigterweise?) hohes Potential für die schulische Behandlung zugesprochen. Ich vermute, diese Trends wird es auch schon früher gegeben haben und es wird auch in Zukunft der Fall sein. Vielleicht hat ja jemand hier einen Vorschlag, welches Werk der 20er-Jahre zukünftig das Must Have für den Deutschunterricht sein könnte.

    Schüler (m/w/d) müssen eine Lektüre gar nicht so spannend finden, dass sie sie auch privat lesen würden. Es dürfen gerne Unterschiede zwischen Lektüren, die in der Schule gelesen werden, und Lektüren, die privat gelesen werden, geben. Schule kann eh in Sachen Literatur nur einen groben Überblick über die Breite dieses Kulturgegenstands bieten. Da wird vielleicht mal in der Mittelstufe ein Werk der kinderliterarischen Phantastik gelesen und daraufhin stellt vielleicht ein Schüler (m/w/d) fest, dass das genau sein Werk ist und holt sich in den Folgejahren nach und nach eine ganze Sammlung klassischer und moderner Werke dieses Genres.

    Und selbst wenn jemand nach der Schulzeit nie wieder (außerhalb von Notwendigkeit im Rahmen beruflicher Fort- und Weiterbildung) freiwillig ein Buch in die Hand nimmt: Die Erfahrung der Auseinandersetzung mit einem der wichtigsten Werke der deutschen Literaturgeschichte bleibt für ein Leben lang. Man muss auch klar die Alternative benennen: Jemand (m/w/d), der in der Schule ein solches Werk nicht liest, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Rest seines Lebens nicht tun. Und dann im Zweifelsfall lieber in der Schule, wenn ihr mich fragt.

    Wobei man auch dazu sagen muss, dass die wenigsten Curricula zeitliche Schwerpunkte vorgeben. Das ist in Bayern und Sachsen der Fall, eventuell noch in 1-2 anderen, aber in den restlichen Bundesländern geben die Curricula die Freiheit her, ein Thema innerhalb von einer Schulstunde abzuhaken oder auf drei Wochen auszudehnen. Und dann hängt es wiederum von den einzelnen Lehrkräften (bzw. den Absprachen innerhalb der Fachschaften) ab, wie viel Zeit sie der Behandlung literarischer Texte, pragmatischer Texte oder Sprachreflexion in ihrem Unterricht einräumen.

    Für Literaturentwertung am allgemeinbildenden Gymnasium habe ich leider kein Verständnis. Wem das nicht liegt, der möge sich doch eine andere Schulform suchen.

    Es gibt vor allem gar keine Not, die diesen Schritt begründet. Die Abiturquoten und -durchschnitte sind ja immer noch eher zu hoch, weswegen wir uns gesamtgesellschaftlich eher sogar noch erlauben könnten, das fachliche Niveau ein Stückchen zu erhöhen.

    Ich erinnere mich daran, die Tage gelesen zu haben, dass sich der berliner Bildungssenat hierzu äußerte und als Stellungnahme abgab, dass die Verwendung der vereinfachten Ganzschriften keine politische Vorgabe war und dass die Verwendung der Originalganzschriften weiterhin wichtig sei, dass es aber Schulen im Rahmen der Lehrmittelfreiheit natürlich möglich sei, ergänzend zusätzliche Materialien zu nutzen. Das klingt für mich so, als hätte sich die entsprechende Schule proaktiv für den Einsatz der vereinfachten Ganzschriften entschieden, um potentielle Diskussionen während der Unterrichtseinheiten (Zu schwer! Verstehe ich nicht! u.ä.) oder im Rahmen der Notenbekanntgabe nach einer sich hieran anschließenden Leistungsüberprüfung zu begrenzen.

    Es ist nachvollziehbar, dass es unangenehm ist, einem Schüler (m/w/d) zu sagen, dass er womöglich die falsche Schulform besucht und eine Schulform mit niedrigerem fachlichen Anspruch geeigneter wäre, aber wenn wir den staatlichen Auftrag an uns ernst nehmen, sollten wir verstehen, dass hiermit verbunden ist, dass wir die curricularen Vorgaben umsetzen und die Konsequenzen bei nicht erreichten Lernzielen eindeutig benennen müssen.

    Kreidemeister : Transparenz in der Bewertung finde ich grundsätzlich schon wichtig. Nur wenn die Schüler (m/w/d) wissen, an welchen Stellen es Abzüge gab, können sie an ihren fachlichen Schwachstellen bis zur nächsten Prüfung arbeiten. Bei Prüfungen, die von mehreren Kollegen (m/w/d) durchgeführt bzw. bewertet werden, würde ich nur eine Bewertung herausgeben, da, wie der aktuelle Anlass zeigt, Diskussionen ausgelöst werden, die nicht mehr im Fachlichen verwurzelt sind. Ist nicht schlimm, die Erfahrung muss man machen und bei der nächsten Kommunikationsprüfung wisst ihr Bescheid.

    Die Option auf Umzug hängt auch davon ab, ob es einen Partner (m/w/d) und/oder Kinder gibt, für die ein Umzug wiederum eine Verlängerung der Pendelstrecke bzw. ein Riss aus dem gewohnten Umfeld bedeuten könnte. Zudem ist zu bedenken, dass ein Umzug auf dem derzeit angespannten Wohnungsmarkt nicht so leicht durchführbar ist.

    Noch ein Input zu dem Thema: Es macht durchaus Sinn, wenn nicht nur die Interessen der Verstorbenen berücksichtigt werden, sondern auch die Interessen der Angehörigen. Beispiel: Wenn ein bepflanztes Grab geplant ist, muss das Grab vor allem im Sommer spätestens alle 2 Tage gegossen werden. Das ist nur machbar, wenn mindestens ein Angehöriger (m/w/d) in der Nähe wohnt und die Bereitschaft (auch zeitlich) aufbringt, regelmäßig auf den Friedhof zu gehen, um nach dem Grab zu schauen. Da macht es wenig Sinn, wenn zugunsten des Verstorbenen (m/w/d) sich für ein Grab mit Bepflanzungsanteil entschieden wird, das dann mangels Interesses der Angehörigen mit der Zeit verwittert. Das wäre sehr schade und sicherlich nicht im Interesse des Verstorbenen (m/w/d).

    Deutsch war mal ein absolut überbelegtes Fach. Die letzten Jahre ist es wieder etwas besser geworden, aber es ist natürlich weiterhin kein klassisches Mangelfach. Politik und Geographie sind vielerorts komplett überbelegt. Kunst ist Mangelfach - hier wären die späteren Einstellungschancen gut. Wenn grundsätzlich Potential vorhanden ist, würde ich sehr hierzu raten. Was mir noch einfällt: Sozialpädagogik als Fach im berufsbildenden Bereich ist noch recht stark gesucht. Hiermit hättest du analog zu Politik und Geographie immerhin ein gesellschaftswissenschaftliches Fach und müsstest nicht komplett hierauf verzichten. Was wäre mit der Kombination Sozialpädagogik + Kunst?

    Danke für die Ergänzung. In dem Zitat habe ich beschrieben, dass es auch in der Türkei bzw. in der deutsch-türkischen Community christliche Minderheiten gibt. Die Religionslehrkräfte im Forum wissen ggf. mehr darüber, aber mein Wissensstand ist, dass es auch in den theologischen Kreisen nicht eindeutig geklärt ist, inwieweit der Alevitismus unabhängig oder doch eine Untergruppe vom Islam ist.

    Die Pause ist dafür da, dass sich Schüler (m/w/d) und Lehrkräfte erholen können und neue Energie für den weiteren Unterricht sammeln können. Wenn Schüler (m/w/d) meinen, einen auf wilden Larry machen zu müssen, hat das zwar irgendwo entwicklungspsychologische Gründe (Austesten von Grenzen, Rebellion gegen Konventionen), aber ein solches Verhalten stört letztendlich den Schulfrieden und gehört sich nicht, da hat Karl-Dieter schon Recht. Man will sich als Lehrkraft natürlich nicht lächerlich machen, daher verstehe ich die Kommentare in Richtung "einfach ignorieren".

    Klar ist: Regeln lassen sich nur durchsetzen, wenn man a) den Übeltäter (m/w/d) eindeutig ausmachen kann, b) auch gewillt ist, die vorher kommunizierte Konsequenz unmittelbar durchzusetzen, c) einen Plan B in petto hat, sollte sich derjenige der Konsequenz verweigern und d) im Idealfall eine Schulleitung hat, die hinter einem steht und das Vorhaben (im Zweifelsfall auch gegenüber den Verantwortlichen und/oder deren Eltern) unterstützt.

    Sieh es mal so: Stell dir vor, es wäre Tag der offenen Tür und vernünftige Eltern würden sehen, wie sich Jugendliche gegenüber Lehrkräften verhalten! Das würde sie doch umso mehr abschrecken, ihr Kind dort zum nächsten Schuljahr anzumelden, und mit der Zeit melden nur noch Eltern ihre Kinder bei euch an, die ansonsten nirgendwo einen Platz finden. Vernünftige Eltern wollen, dass es in der Schule ihrer Kinder geordnet zugeht, daher: Wenn du es dir zutraust und (ganz wichtig!) die Schulleitung hinter dir stehen hast, sei ruhig streng und lass dieses Verhalten nicht durchgehen!

    Euer Hausmeister (m/w/d) würde sich sicher freuen, wenn ihm nachmittags als Konsequenz ein paar Jugendlichen assistieren müssen. Vielleicht gibt es Müll einzusammeln oder ähnliches. Natürlich vorher auf jeden Fall mit Schulleitung und Hausmeister abklären - ist klar. Dann können sie aber überlegen, ob es immer noch so cool ist, irgendwelche Namen durch den Flur zu rufen.

    Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass Europa lange zugeschaut hat, dass besagte Tech-Giganten ihre Macht ausbauen konnten. Dass Bezos, Zuckerberg und co. ihr Vermögen und ihren technischen Einfluss nicht rein dem Wohl der Menschheit widmen würden, war bereits deutlich vor Trumps 2. Amtszeit erkennbar. Wie auch beim Thema "Energie" wurden seitens Europas in der Vergangenheit erhebliche Fehler gemacht, mit denen sich jetzt umso dringender auseinandergesetzt werden muss.

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