Aber gemeint.
Ich habe nicht einmal über Frauen gesprochen. Es gibt auch gleichgeschlechtliche Elternpaare, Hausmänner, etc.
Aber gemeint.
Ich habe nicht einmal über Frauen gesprochen. Es gibt auch gleichgeschlechtliche Elternpaare, Hausmänner, etc.
Ich dachte, du findest es gut. Zum Beispiel, dass niemand von Unterrichtsthemen ausgeschlossen wird aufgrund seines Elternhauses...
Ich finde den Einklang von Schule und Eltern bei der Erziehung von Heranwachsenden gut. Den Zusammenhang zum Ganztag verstehe ich gerade nicht. Vielleicht magst du das an der Stelle mal erklären...
state_of_Trance : Das habe ich so nicht gesagt.
Massiver Ausbau des Ganztags bedeutet irgendwo auch, den Einfluss des Elternhauses zu begrenzen, was ich, siehe mein letzter Beitrag hier im Thread, zum Teil auch kritisch sehe.
Ich freue mich zu hören, dass eure Schüler sich in ihrer Diversität derart akzeptieren, Hannelotti . Da habe ich schon ganz andere Geschichten gehört, von wegen Mobbing, weil jemand keine Markenklamotten trägt und so. Womöglich ist es aber tatsächlich eine Alterssache, dass vor allem in der Sek I (In der Sek II wird es zwar weniger, aber wie ich schon schrieb stechen bei uns trotzdem wenige Schüler aus der Masse heraus.) enormer Gruppenzwang besteht, der verhindert, dass jemand das anzieht, womit er sich wohlfühlt, sondern eher das, womit er gegenüber den Mitschülern zumindest nicht "negativ" auffällt.
Noch nie darüber gedacht, aber du hast schon irgendwie Recht, Zauberwald , dass Hausaufgaben eine "ungerechte" Komponente mit sich bringen.
Dennoch kann ich dich beruhigen, dass völlige Gerechtigkeit unrealistisch ist und wir uns das auch nicht zur Aufgabe machen können bzw. müssen. Das wäre überhaupt nur möglich, wenn Eltern gänzlich vom Erziehungsauftrag entbunden werden und das kann keiner von uns wollen, auch weil der Erziehungsauftrag der Eltern gesetzlich verankert ist.
Kinder erfahren bereits früh, dass nicht jedes Kind gleich aufwächst, was wiederum bedeutet, dass Kinder, die in sozial bebachteiligten Elternhäusern aufwachsen, für sich Kompensationsstrategien finden müssen, wie sie trotz widriger Umstände ihre Ziele erreichen können.
Unser Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit wird vermutlich von den Meisten gar nicht mal als solcher wahrgenommen, da so selbstverständlich, aber im globalen Vergleich wissen wir, dass es das auch im Jahr 2023 nicht ist.
1. Wir differenzieren im deutschen Bildungssystem primär nach kognitiver Leistungsfähigkeit, aber wir schließen keinen Schüler von einem Unterrichtsthema aus, nur weil wir meinen, dass er aufgrund seiner kulturellen, sozioökonomischen oder geschlechtlichen Zugehörigkeit entsprechend unserer vorurteilsbehafteten Vorstellung dieses Wissen nicht bräuchte, oder weil die Eltern nicht möchten, dass ihr Kind etwas hierüber lernt (Man denke da an Sexualkunde oder Evolutionslehre.).
2. Weiterhin hängt die Bewertung einzig von Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Schüler ab und nicht davon, ob deren Nase uns gefällt oder wessen Eltern sich beim letzten Spendenlauf besonders großzügig zeigten.
Solange es uns gelingt, diese zwei Grundprinzipien auch tatsächlich umzusetzen, ist unser Auftrag erfüllt und wir spielen den Ball zu den Schülern, die bereits ab der 1. Klasse in die Lage versetzt werden, zu entscheiden, ob sie die Angebote nutzen wollen oder nicht. Das gilt auch für Hausaufgaben.
Da hast du natürlich völlig Recht. Gerade bei den gesellschaftlichen Konventionen streiten sich halt seit Menschengedenken die Geister und werden es wahrscheinlich auch noch in Zukunft tun. Letztes Jahr wurde ja z.B. in den Medien rege diskutiert, ob Frauen auch oberkörperfrei im Schwimmbad (bzw. überhaupt in der Öffentlichkeit) sein dürfen. Das Thema ist dann irgendwann doch wieder von der Bildfläche verschwunden ohne ein eindeutiges "ja" oder "nein".
Wenn ich so darüber nachdenke, fallen mir bei dem Threadthema seeehr viele Grenzfälle ein, bei denen das Recht auf persönliche Entfaltung irgendwo mit gesellschaftlichen Konventionen kollidiert - gerade, wenn man so an heiße Temperaturen im Sommer denkt in Kombination mit der Frage, welche Klamotten dann doch zu knapp sind.
Am eindeutigsten ist es sicher im naturwissenschaftlichen Experimentalunterricht sowie im technischen Praxisunterrichtsbereich, da hier Sicherheitsvorgaben die Kleidungswahl vorgeben bzw. einschränken.
Hautschülerinnen? Das ist wahrscheinlich ein anderer Ausdruck für angehende Kosmetikerinnen oder so. Wenn sie die Hauptschule rasch absolvierten, vielleicht sogar mit 5 bereits eingeschult wurden, könnten sie zum Zeitpunkt der Ausbildung noch pubertierend sein
.
Ich sehe schon, ich kann hier vor allem von den Kollegen der beruflichen Schulen noch was lernen. Echt spannend, auch dein Beitrag, Hannelotti !
Stimmt, die gibt es auch noch. Mein Eindruck die letzten paar Jahre war, dass der Kleidungsstil vor allem junger Menschen doch ein gutes Stück einheitlicher und stärker an dem Modegeschmack der Masse orientiert geworden ist, aber vielleicht ist es ja in anderen Teilen Deutschlands anders und mein Umfeld dahingehend nicht unbedingt repräsentativ.
Stelle ich mir spannend vor ![]()
! Die Extreme gibt es bei uns jetzt nicht, aber klar, im Sommer sind auch mal etwas lockerere Outfits dabei und bei Schülerinnen aus sehr religiösem Elternhaus fallen die Schnitte und Farben etwas zurückhaltender aus (Kopftuch ist bei uns bereits relativ selten, Vollverschleierung gibt es bei uns derzeit nicht.).
Habt ihr bei euch diese Kleidungsheterogenität? Bei uns ist es in den letzten Jahren doch deutlich homogener geworden. Nur noch sehr wenige Schüler stechen tatsächlich kleidungstechnisch aus der Masse heraus.
Mit Schwimmbadoutfit meine ich sowas wie in dem Link von Wolfgang Autenrieth . Vielleicht nicht ganz so extrem, aber bei Damen eben Bikini mit passendem Slip und bei den Herren der Schöpfung Badehose und in der Regel oberkörperfrei.
Lernzeit, das hast du ja schon angedeutet, geht eher in Richtung Ganztagsschule, und das setzt auch die Befürwortung der Eltern voraus. Es gibt ja durchaus Eltern, die lieber möchten, dass ihre Kinder früher nach Hause kommen und dann müssen eventuell noch manche Schulaufgaben zuhause erledigt werden. Weißt du, ob in dem von dir beschriebenen Fall die Lernzeit verpflichtend oder ein freiwilliges Zusatzangebot ist?
Offensichtlich ein Scherz von Wolfgang Autenrieth , aber dennoch kann man zumindest mal die Frage in den Raum werfen, welche Grenzen die freie Kleidungswahl im schulischen Kontext hat. Wäre ein Outfit, wie man es im Schwimmbad tragen würde, angemessen für den Schulbesuch? Ich stelle mir gerade eine Tischreihe vor, an der einfach mal jeder Schüler etwas gaaaaanz anderes tragen würde - 1x religiöse Bekleidung inklusive Kopfbedeckung, 1x Anzug und Krawatte, 1x "Chill-Outfit", 1x Schwimmbad-Outfit, 1x relativ normal mit Jeans und Basic-Pulli. Von mir aus gerne noch einen Rocker oder Punker mit Bandshirt dazu, der Abwechslung halber. Witzig anzuschauen wäre es, aber ob man sich da noch auf binomische Formeln und co. konzentrieren könnte
?
Ich finde Quittengelee s Anmerkungen völlig angemessen und nachvollziehbar. Ich habe jetzt bei keinem mitbekommen, dass die Anwendungskontexte selbst in DDR-, russischen oder chinesischen Mathematikschulbüchern positiv hervorgehoben wurden, sondern lediglich das dahinterstehende fachmathematische Anspruchsniveau, aber vermutlich ist es super schwierig, einen Bruchteil eines Bildungssystems einer Diktatur isoliert zu betrachten, ohne auch die hierauf einwirkenden politischen Einflüsse zu berücksichtigen.
Mathematische Methoden spielen in verschiedenen Fachbereichen eine Rolle, ob Naturwissenschaften, Wirtschaft, Technik; die Statistikanteile auch in Sprachen oder Sozialwissenschaften. Da macht es durchaus Sinn, im Mathematikunterricht die mathematische Theorie allgemein vorzubereiten und mit diesem Theoriewissen wiederum in die einzelnen Fachbereiche zu gehen, um im nächsten Schritt ein technisches, naturwissenschaftliches oder sprachliches Problem mithilfe eben dieser Methoden lösen zu können. Das geht aber natürlich nur, wenn es am Ende nicht an Dreisatz und quadratischen Funktionen scheitert.
Aus mathematischer Sicht sicherlich interessant. Aus pädagogischer Sicht würde ich zu gerne wissen, in welchem asiatischen Land diese Art von Aufgaben repräsentativ für eine Abschlussprüfung ist, wie hoch der Anteil innerhalb eines Jahrgangs ist, der bis zu diesem Niveau überhaupt beschult wird und wie hoch die Durchfallquote unter den Prüflingen letztendlich ist.
Den gewaltsamen Tod der kleinen Luise hat ja sicher inzwischen jeder hier mitbekommen. Bevor das Thema überhaupt richtig verdaut werden konnte, kommt jetzt der nächste Mal. Ein 13-jähriges Mädchen aus Schleswig-Holstein wurde stundenlang von einer Gruppe Gleichaltriger aufs Schlimmste gequält. Ich erspare euch die Details, aber hier steht mehr dazu.
Aus Statistiken wissen wir, dass die Anzahl an Gewaltdelikten, begangen durch Kinder und Jugendliche, in den letzten Jahren zurückging und auch weiterhin ist Jugendgewalt ein Jungenphänomen. Das ändert jedoch nichts an der Brutalität der beiden Fälle. Es gab sicherlich "schon immer" Gewalt zwischen Kindern und Jugendlichen, obgleich diese, so zumindest mein subjektives Empfinden, deutlich heftiger geworden ist. Ich habe mir den Bericht der Tat aus Schleswig-Holstein von einer anderen Seite durchgelesen und hierbei merkt man richtig, dass es bei den jugendlichen Tätern um mehr als nur "einen auf die Mütze geben" geht. Das wäre schon schlimm genug, aber scheinbar besteht bei diesen jungen Geschöpfen eine regelrechte Lust am Verletzen, Demütigen und Zerstören. Habt ihr eine Idee, was in einem Leben eines jungen Menschen passieren muss, dass er einem gleichaltrigen Menschen so viel physische und psychische Gewalt antun kann? Kann Gesellschaft (hier vor allem Eltern und Schule) dem präventiv entgegen wirken oder sind wir machtlos gegenüber diesen tragischen Einzelfällen?
Quittengelee: Ich habe mich vermutlich entweder falsch ausgedrückt oder wurde falsch verstanden, denn state_of_Trance und Antimon sprechen so ziemlich das an, worauf ich auch hinauswollte.
Ich verstehe gerade das Problem nicht.
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