RosaLaune : Es ist natürlich dreist. Ohne nähere Informationen über den Schüler kann man nur mutmaßen ob seiner Motivation für diesen drastischen Schritt: Naivität, Perfektionismus oder Verzweiflung. So oder so, wertest du zumindest die anderen Aufgaben oder erteilst du für die gesamte Prüfung die Note 6 wegen Betrug?
Beiträge von Gymshark
-
-
Zumindest dieser Punkt könnte so auch von der CDU kommen, weswegen es mich wundert, dass gerade die User (m/w/d) aus NRW, wo die CDU die Kultusministerin stellt, am lautesten klagen, dass diesbezüglich so viel im Argen sei. Hinzu kommt, dass, auch wenn Bildung Ländersache ist, die Bundesbildungsministerin als übergeordnete Koordinatorin der einzelnen Kultusministerien auch von der CDU kommt.
-
Danke für deine fast schon erfrischende Ehrlichkeit an der Stelle. Ich könnte mir dann noch sowas wie die universitäre Betreuung von Lehramtsstudenten (m/w/d) im Praxissemester vorstellen. Seitdem Praktika und Praxissemester im Lehramtsstudium an vielen Standorten ausgeweitet wurden, wurden auch viele Stellen geschaffen, die quasi nichts Anderes machen als besagte Praxisaufenthalte zu begleiten bzw. vor- und nachzubereiten.
Was die politischen Rahmenbedingungen angeht: Die letzten 20 Jahre gab es in NRW schon viel Abwechslung an der Spitze des Kultusministeriums (CDU, FDP, Grüne). Wenn deren Schulpolitik nicht deinen Anforderungen entspricht, macht es ggf. Sinn, vor der nächsten Landtagswahl die Wahlprogramme der anderen Parteien mit Chancen auf mindestens 5% (SPD, Linke, AfD) insbesondere in den Kapiteln "Bildung und Schule" aufmerksam zu lesen und die Erkenntnisse hieraus in deine Wahl einfließen zu lassen - mit dem Wissen, dass Kompromisse in einer Demokratie immer dazugehören und es keine Partei gibt, deren Positionen zu 100% teilt. Wenn es 80% sind, wäre das schon echt gut.
-
Bolzbold : Ich denke, in den Fremdsprachen (1. und vor allem die 2. Fremdsprache) geht es in der mündlichen Kommunikation vor allem um Verständlichkeit. Würde ein Muttersprachler (m/w/d) das Gesagte verstehen? Daher ja, wenn die Satzstruktur nicht komplett murks ist und der Bezug zur Ausgangsthematik erkennbar ist, ist es (in meinen Augen) vergleichsweise schwer, in den Fremdsprachen mündlich auf Note 5 zu kommen.
Daher schrieb ich auch oben, dass Deutsch andere Bewertungsansätze ansetzt und die Anforderungen vor allem an sprachliche Korrektheit deutlich höher sind.
-
Maylin85 : An der "Basis" hat man natürlich die geringsten Chancen, das Schulsystem nachhaltig zu verändern, auch wenn es nicht komplett unmöglich ist. Könntest du dir denn perspektivisch eine Tätigkeit im Bereich Schulleitung/-entwicklung oder auch -politik vorstellen?
-
Klar, 2. FS gibt es noch nicht in Klasse 5/6. Ich bezog mich primär darauf, dass laut deiner Beschreibung selbst sehr leistungsschwache Schüler (m/w/d) kaum schlechter als Note 3 bis 4 in den Fächern Deutsch und Englisch bekommen - aber ja, jetzt verstehe ich, dass du dich hierbei auch primär auf Klasse 5/6 beziehst.
-
Nein, du bildest dir das nicht ein.
In der Unterstufe am Gym "abzuschulen" (was für ein bescheuertes Wort) ist kaum noch möglich. In Englisch kommt immer eine 4 raus, in Deutsch sowieso, eher die 3. Weil eine Einleitung oder was auch immer immer noch für genug Punkte reicht.Du hast ja schon mehrfach von den (schwachen) Leistungen deiner/eurer Schüler (m/w/d) im Fach Französisch berichtet. Sind die Leistungen denn so viel schlechter als in Englisch oder Deutsch? Bei uns sind die Noten über alle Sprachen hinweg ähnlich, die Anspruchshaltung in Deutsch von diesen drei drei Sprachfächern vermutlich sogar am höchsten.
-
Ich habe doch geschrieben, dass in solchen Fällen die Schulpflicht nichts ändert, aber dass die Hemmung, die Existenz eines Kindes gegenüber dem Staat zu verschweigen, deutlich höher ist, als ein staatlich registriertes Kind im Falle einer legalen Home Schooling-Möglichkeit vom staatlichen Schulsystem fernzuhalten.
-
Aus welchem Land bitte ist dieses Beispiel?
Da ging es um Deutschland.
-
aber dir ist klar: daran ändert die Schulpflicht nicht. Wie du selbst sagst: sie tun es schon JETZT!!
Die paar Fälle, die ich aus der deutschen Berichterstattung kenne, sind solche, bei denen Kinder gar nicht erst staatlich registriert wurden. Klar, ein Kind, das aus staatlicher Sicht nicht "existiert", kann keiner Schulpflicht nachgehen. Solche Fälle, die oft jahrelang unentdeckt blieben, sind an Grausamkeit oft kaum auszuhalten und werden oft nur durch Zufälle irgendwann aufgedeckt.
In Ländern, in denen das Home Schooling-Konzept greift (z.B. USA), ist die Schwelle jedoch niedriger, weil man gar nicht erst soweit gehen muss, die Existenz eines Kindes zu verschweigen, sondern "nur" nach außen hin vorgeben muss, man würde die Beschulung der Kinder selbst organisieren. Ich denke da an Fälle wie den der Familie Turpin.
-
Und da ist die Frage, welche Fähigkeiten und Kompetenzen diese Menschen brauchen.
Aktuell ist es aber leider so, dass immer mehr junge Menschen an den Bedürfnissen des Arbeitsmarkt vorbei (!) ausgebildet werden, objektiv betrachtet durchaus über einiges an Wissen mitbringen, aber keine Stelle finden, weil dieses Wissen nicht gefragt ist. Da habe ich Zweifel, dass dieses Wissen in 10-20 Jahren auf einmal gefragt sein wird.
-
chilipaprika : Es geht mir vor allem um Extremfälle, die es alle Jahre mal wieder in die Medien schaffen, bei denen Elternhäuser, die die Bezeichnung "Eltern" nicht verdienen, ihre Kinder jahrelang zuhause einsperren und nach außen hin vorgeben, sie würden ihre Kinder zuhause unterrichten (diese Art von Elternhäusern sind oft Meister in der Manipulation nach außen, um den Schein zu wahren). Es geht mir nicht nur um die leistungsbezogenen Nachweise, sondern auch darum, dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt. Kommt ein Kind im schlechtesten Fall nie aus den eigenen vier Wänden heraus, fehlt ein geschultes, unabhängiges weiteres Paar Augen, dem Abweichungen im Verhalten oder Aussehen überhaupt erst auffallen könnten.
Auch wenn es sehr seltene Extremfälle sind: Sie sollten es wert sein, dass die staatliche Aufsicht sie nicht ihrem familiären Umfeld komplett schutzlos ausgeliefert lässt.
-
Ich sehe das Thema Home Schooling aufgrund der erhöhten Gefahr von Indoktrinierung oder Gewalt/Missbrauch im Elternhaus skeptisch. Sollte es aber irgendwann rechtlich möglich sein, dann zumindest in Kombination mit extern abzulegenden Leistungsüberprüfungen und regelmäßigen Kontrollbesuchen durch Sozialpädagogen (m/w/d).
-
Haben die Beamten das selbst entschieden? Ich wurde da nicht gefragt.
Es gibt in Deutschland vergleichsweise wenig direktdemokratische Einflussmöglichkeiten, daher können Bürger (m/w/d) zwar nicht direkt über die Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) abstimmen, aber sie haben zumindest die Möglichkeit, bei Landtagswahlen diesen Posten als entscheidendes Kriterium für ihre Wahl anzusetzen, um wiederum Partei oder Parteienvertreter (m/w/d) zu wählen, die eine möglichst ähnliche Position zum Thema Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) vertreten wie man selbst.
Dazu gilt es natürlich, im Vorfeld die Wahlprogramme der Parteien zu studieren und zu schauen, welche Partei eine möglichst ähnliche Position zu diesem Thema vertritt.
-
Tom123 : Derzeit steigt die Arbeitslosenquote vor allem unter (jungen) Akademikern (m/w/d), während der Bedarf an Fachkräften mit Ausbildung (m/w/d) vor allem in den Bereichen Pflege/Medizin, Handwerk und Erziehung/Soziales, erhöht ist. Gleichzeitig merke ich regelmäßig, wie schwer es ist, Abiturienten (m/w/d), selbst solchen mit mäßigen Noten, zu einer (auf dem Arbeitsmarkt gefragten) Ausbildung zu raten, da sie dies leider in großen Teilen als "unter ihrem Niveau" sehen. Ein Bekannter erzählte mir letztens, dass er sich ein Studium an einer privaten Hochschule nicht leisten könne, dass er aber sich lieber mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und keine Ausbildung machen möchte, da er dafür nicht hätte Abitur machen müssen.
Daher macht es schon Sinn, wenn der Anteil an Abiturienten (m/w/d) sinkt, sodass diese sich wiederum primär für Studiengänge entscheiden, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind (es gibt leider inzwischen einige Studiengänge, die am Bedarf schlichtweg vorbei gehen), und ein größerer Teil an jungen Menschen Ausbildungen absolviert (2023 konnten 35% der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden).
Es geht dabei nicht darum, Menschen "dumm zu halten" - von mir aus kann man das inhaltliche Niveau an der Realschule (bzw. an den Schulformen der Sek I mit mittlerem Anforderungsniveau) durchaus nach oben setzen, um etwaige Befürchtungen zu entkräften. Es geht darum, den Anspruch innerhalb des gymnasialen Bildungsganges durch leistungstechnisch homogenere Lerngruppen wieder auf das ursprüngliche Niveau zu erhöhen (und damit die Absenkung des Bildungsniveaus in Deutschland im internationalen Vergleich zu stoppen) und unweigerlich den Zugang zu Hochschulen zu begrenzen (und auch damit wieder das Bildungsniveau an Hochschulen zu erhöhen und zugleich den Schwerpunkt wieder Richtung dualer Ausbildungen als Regelform der beruflichen Bildung zu verschieben).
-
Wolfgang Autenrieth : Wahrscheinlich ist unser deutsches Parteiensystem inzwischen so divers, dass man zu fast jeder politischen Position mindestens einen Politiker oder eine Politikerin einer relevanten Partei findet, der oder die eben jene Position vertritt.
So forderte Gitta Connemann (CDU) bereits im Oktober die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (Quelle). Wie auch in der CDU scheint es in der AfD unterschiedliche Positionen zu geben: Teile fordern ebenfalls die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (siehe der von dir zitierte Landesverband), andere positionieren sich hingegen gegen eine etwaige Streichung (Quelle).
-
Wenn ich hier in NRW an Logineo denke, ist mir diese Abhängigkeit von Microsoft, Apple, … wesentlich lieber. Deren Produkte funktionieren nämlich.
Wie schon an anderer Stelle beschrieben wurde, Deutschland hat jahrelang die Prioritäten so gesetzt, dass viele Produkte oder Rohstoffe aus dem Ausland beschafft wurden, was sich dann irgendwann rächt, wenn sich Handelsbedinungen einseitig verändern. Die Abhängigkeit der US-amerikanischen Tech-Unternehmen würde sich reduzieren, wenn Europa anfangen würde, eigene Programme zu entwickeln und anzuwenden, ggf. verbunden mit dem Aufbau rechtlicher Hürden, um die Nutzung US-amerikanischer Programme zu erschweren.
Die bereits während der Corona-Zeit geforderte Unabhängigmachung Europas, damals bezogen auf medizinische Produkte aus Asien, später dann Energie aus Russland, jetzt potentiell IT-Programme aus den USA, bleibt bislang mangels Konsensfindung der europäischen Entscheidungsträger (m/w/d) eine primär theoretische Überlegung.
-
Gerne ein Tool für den Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern (m/w/d).
Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung ist eher nicht das Herausfordernste am Beruf und wie nihilist schreibt, dafür haben wir studiert.
-
Danke für das Einbringen deiner spannenden Erfahrungen an vielen Stellen im Forum! Ich wünsche viel Spaß (und für den Anfang gute Nerven) für das anstehende neue Kapitel in deinem Leben.
-
Was du machen könntest, wäre, dich in deinen Fachschaften umzuhören, ob deine Kollegen (m/w/d) ähnliche Erfahrungen mit den Korrekturvorgaben gemacht haben. Wenn ja, könntet ihr besprechen, dass sich die Fachschaftsleitung (m/w/d) an die Schulleitung wendet, sodass diese wiederum die Kontakte nach oben nutzen kann, um die Rückmeldung zu geben, dass ihr Kollegium mit den aktuellen Korrekturvorgaben unzufrieden ist. Sollte es eine Einzelmeinung bleiben, besteht die Gefahr, dass die Rückmeldung an irgendeiner Stelle steckenbleibt und das war es dann. Wenn es aber einen Mehrheitskonsens gibt, kann nach oben hin durchaus Druck aufgebaut werden, dass sich das Ministerium gezwungen sieht, die Vorgaben im Aufwand zu reduzieren, oder, Stichwort Entbürokratisierung, die Vorgaben gänzlich abzuschaffen und den Schulen die Freiheit zu gewähren, nach eigenen Maßstäben zu korrigieren.
Was sicher auch interessant wäre: Ihr habt vermutlich ab und an Studierende im Praxissemester. Warum nicht mal den Hinweis hinterlegen, dass ihr ein praxisrelevantes Thema habt und es sich doch anbieten könnte, darüber eine empirische Abschlussarbeit zu schreiben? Klar müssen die Studierenden erst noch mit den betreuenden Dozenten (m/w/d) besprechen, aber davon würde unsere Profession deutlich mehr profitieren als von manch einer Umfrage, die schon hier im Forum bisweilen bereitgestellt wurde.
Werbung