Beiträge von Gymshark

    Ich gebe zu, ich nutze Amazon sehr viel und oft mehrmals wöchentlich. Beim lokalen Einzelhandel fangen die Unannehmlichkeiten bereits bei fehlenden kostenlosen Parkmöglichkeiten an und schön sind die Innenstädte hier meist auch nicht, also lohnt auch nicht, dort zum Bummeln oder für eine angenehme Aufenthaltsqualität hinzufahren.

    Die fehlenden kostenlosen Parkmöglichkeiten sind am Ende ein Ergebnis politischer Schwerpunktsetzungen. Klar, das Individuum kann dafür wenig, aber die Mehrheit hat sich das so explizit gewünscht.

    kodi : Aktuell sind 32% aller Beschäftigten in Deutschland teilzeitbeschäftigt, was ein neuer Höchststand ist. Es gibt also schon eine gewisse Nachfrage nach Teilzeitstellen, aber ich kann nicht abstreiten, dass es regionale Unterschiede gibt.

    Die Kommune sollte aber mal darüber nachdenken, das Aufgabenfeld der Sekretariatsfachkraft zu erweitern und, klar, infolgedessen das Gehalt anzupassen. In der Privatwirtschaft hat sich das Aufgabenfeld der ehemaligen "Sekretärin" hin zur "Assistenz der Geschäftsleitung" erweitert und es ist nur sinnvoll, wenn der öffentliche Dienst hier auch nachzieht.

    Milk&Sugar : Der Schulleitung (nicht die einzelne Lehrkraft) als übergeordnete Führungskraft der Sekretärin stehen schon Mittel zur Verfügung, die zukünftige Gestaltung des Arbeitsverhältnisses zu beeinflussen. Berichtet eine Schulleitung Richtung Kommune oder Kreis ausschließlich schlecht über einen längeren Zeitraum, wird die Personalverwaltung von Kommune oder Kreis da auch nicht lange zuschauen, ohne nötige Konsequenzen zu ziehen.

    Es kann regionale Unterschiede geben, aber aktuell berichtet mir mein Umfeld eher, dass es schwer ist, eine Stelle zu finden. Unternehmen schreiben verhalten neue Stellen aus und gleichzeitig gibt es Erhebungen, dass seit 2019 340.000 Industriearbeitsplätze weggefallen sind. Auf medialen Plattformen findet man derzeit diverse Berichte von Leuten, die beschreiben, dass sie schon dutzende Bewerbungen erfolglos verschickten. Es gibt zwar weiterhin Mangelbereiche, aber der Einsatz im Schulsekretariat dürfte eher nicht dazu gehören und arbeitgeberseitig aufgrund der aktuellen Situation eher leichter als schwerer fallen.

    Zauberwald : Die Sekretärin ist vermutlich angestellt und nicht verbeamtet, oder? Vielleicht sollte man ihr mal durch die Blume mitteilen, dass in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sicher genug Leute ihren Job hätten und sie unter Beweis stellen sollte, warum sie potentiellen Interessenten (m/w/d) an einer etwaigen Stelle überlegen wäre. Ein regelmäßiges "Das steht aber nicht in meinem Arbeitsvertrag." während einer Wirtschaftskrise stärkt eher nicht die eigene Position, vor allem auch da in Arbeitsverträgen oft steht, dass bei Bedarf über die genannten Aufgaben hinausgehend zusätzliche Aufgaben übertragen werden können. Und die Beschaffung von Arbeits- und Verbrauchsmaterialien ist einer verwaltungstechnisch oder kaufmännisch ausgebildeten Fachkraft fachlich zuzutrauen.

    Seit wann werden denn Stifte gestellt?. Ich habe für alle SuS 1 Paket kopierpapier. 6 Klassen, 1 Paket. LK, Klassenarbeit usw. Was drüber geht zahle ich. Hat ein sus Nachteilsausgleich (weißes Papier, größere Schrift) zahle ich.

    Gerade im Lehramt macht es doch am wenigsten Sinn, bei sowas sofort nachzugeben, denn was soll passieren, wenn man nicht bereit ist, diesen Nachteilsausgleich aus eigener Tasche zu bezahlen? Im schlechtesten Fall bekommt man im nächsten Jahr einem schlechteren Stundenplan, aber die Stelle ist weiterhin sicher, während es in der Privatwirtschaft durchaus so ist, dass, wenn man es sich mit einer Person in relevanter Position verscherzt, es passieren kann, dass man in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit als erstes gehen muss.

    Bei meiner früheren Schule auch Baden-Württemberg musste alles durch den Gemeinderat. Dafür hatten wir keine Höchstgrenze, sondern mussten gut begründete Anträge stellen. Die Anschaffung einer Laborspülmaschine benötigte 6 Jahre.

    Bei vielen Regularien geht es nicht darum, die Bürger (m/w/d) unnötig zu triezen. Eine/r ist in der Vergangenheit mal über die Strenge geschlagen, weswegen ein Vorgang eingeführt wurde, welcher etwaige Fälle von da an begrenzen soll. Und das wiederum massenhaft an den verschiedensten Stellen, denn irgendwann gab es immer irgendwie eine Art von Präzenzfall. Was im Einzelfall noch irgendwo verständlich erscheint, lähmt das gesamte System nur noch. Du schreibst ja selbst, die Anschaffung dauerte 6 Jahren. Es heißt überall Entbürokratisierung, aber das geht wohl nur mit einem radikalen Mentalitätswechsel, indem nicht er angenommen wird, dass jeder potentielle Missbrauch durch einen engmaschigen Kontrollmechanismus unterbunden werden muss. Wären wir als Gesellschaft bereit dazu, dem/r Einzelnen wieder mehr Selbstverantwortung und Vertrauen zurückzugeben?

    Das Argument, dass Sekretärin und Hausmeister schon ausgelastet seien, ist ein denkbar schwaches, denn niemand übernimmt im Zweifelsfall freiwillig Extraaufgaben - in keinem Berufsfeld. Indirekt wird dadurch vermittelt, dass im Gegenzug ja Lehrkräfte die Zeit dafür hätten - finde ich schwierig, auch weil sie bei dem Ganzen die größte Personalkostenstelle darstellen.

    Ich sehe die Beschaffung von Schulmaterialien durchaus im (möglichen) Aufgabenbereich einer Sekretariatsfachkraft; es muss nur seitens der Schulleitung (in Absprache mit dem Kostenträger) entsprechend als Aufgabenverantwortung formuliert werden. Und sollte die Beschaffung von Schulmaterialien so zeitintensiv sein, dass die Sekretariatsfachkraft es innerhalb der vorgegebenen Zeit nicht schafft (Was ich mir nicht vorstellen kann, aber wer weiß...), diese zu erfüllen, kann die Einstellung einer zweiten Fachkraft angedacht werden. Ich kenne durchaus Schulen mit drei Sekretariatsfachkräften - an großen berufsbildenden Schulzentren könnten es bisweilen sogar noch mehr sein.

    an der Reisekostenabrechnung hinterher sitzt man mindestens 15 min, da ist mein Stundenlohn höher.

    Wäre ein gutes Praxisbeispiel, um aufzuzeigen, an welcher Stelle die bürokratischen Anforderungen von staatlicher Seite mal überdacht werden sollten. Es sollte niedrigschwelliger möglich sein, einen solchen Antrag zu stellen und genehmigt zu bekommen. Ein Beispiel wäre, dass jeder Fachbereich ein Budget pro Jahr bekommt und bis zur Erreichung der Budgetgrenze wird überhaupt nicht geprüft, sondern nur eingereicht und automatisch genehmigt.

    In einer idealen Wunschwelt müssten Lehrkräfte überhaupt nichts selbst bestellen oder kaufen, sondern es gäbe an jeder größeren Schule (an kleinen Schulen könnte es vielleicht die Lösung geben, dass eine solche Fachkraft für zwei Schulen zuständig ist) eine kaufmännische Assistenz, die solche Aufgaben übernimmt, sodass (um mal das Beispiel zu bedienen) Lehrkräfte gar nicht darüber nachdenken müssen, dass genug rote Stifte da sind, da die Assistenz diese rechtzeitig und in ausreichender Menge besorgt hat.

    Teacher1995 : Sieh die Erfahrungen mit deiner ersten Klassenleitung als Anlass zum Lernen! Niemand kann alles von Anfang an perfekt und es gibt Kollegen (m/w/d), die schon 20 Jahre im Beruf sind und sagen, dass sie sich immer noch weiterentwickeln. Classroom Management ist mitunter das Anspruchsvollste im Job, auch wenn das Thema in Studium und Vorbereitungsdienst vielleicht ein Modul unter vielen ausmacht. Ich bin weiß Gott auch nicht der Experte im Classroom Management und vieles musst du auch im Alltag einfach ausprobieren, um zu schauen, was für dich und deine Klasse(n) funktioniert. Mein Tipp wäre an der Stelle, dir noch vor der 1. Unterrichtsstunde im Schuljahr ein Konzept zu überlegen, wie du konkret vorgehen willst, sprich bei welchen Regeln möchtest du, dass sie im Unterricht Anwendung finden, und was passiert, wenn jemand gegen diese Regeln verstößt. Was passiert, wenn du eine Maßnahme verhängst und die Person sich weigert, dieser nachzukommen? Überlege dir hier ein aufeinander aufbauendes Konzept und dieses würde ich dann in der 1. Unterrichtsstunde vorstellen und auch ab dann anwenden. Du musst am Anfang konsequent sein, auch wenn die Schüler (m/w/d) anfangen wollen, zu diskutieren: "Ich habe aber nur...". Wenn, dann wird das nach dem Unterricht besprochen - im Unterricht ist keine Zeit dazu, die gesellschaftliche Erwartung ist, dass die Zeit nicht zum Diskutieren, sondern zur Wissensvermittlung genutzt wird. Wenn du das durchziehst, erreichst du etwas, was die nötige Basis ist, um überhaupt Inhalte zu vermitteln und Kompetenzen aufbauen lassen zu können, nämlich eine lernförderliche Atmosphäre.

    Ich akzeptiere natürlich deine Meinung (auch wenn meine persönliche etwas hiervon abweicht), aber dass die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung im Gymnasialbereich zu kurz kommt, kann ich so nicht nachvollziehen. Neben Mathematik und pro Schuljahr bis zur Oberstufe zwei Naturwissenschaften aus dem Kanon Biologie, Physik und Chemie können sie in der Sekundarstufe I noch zusätzlich AGs/Wahlpflichtunterricht aus den Bereichen Informatik und Technik wählen, wenn sie wollen. Wer will, kann dann noch in der Sekundarstufe II seine Leistungsfächer entsprechend hiernach auslegen. Ich finde trotzdem wichtig, dass gerade im gymnasialen Bereich ein mathematisch-versierter Schüler (m/w/d) nicht zu einseitig ausgebildet wird, sondern eine breite Grundbildung mitnimmt.

    Den sprachlich besonders interessierten/begabten Schülern (m/w/d) gebe ich schon auf den Weg mit, dass sie möglichst alle schulischen Angebote mitnehmen sollen, weil es nach Ende der Schulzeit, wenn man in seiner/ihrer "Bubble" ist, einfach schwieriger ist, diesen Themenfeldern noch nachzugehen. Und für die mathematisch-technisch versierten Schüler (m/w/d) gilt das natürlich erst Recht.

    Der Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen (m/w/d) verdient zwar weniger als manch ein anderer Facharzt (m/w/d), aber immer noch ganz ordentlich - und auf die Arbeitsbedingungen bist du an der Stelle ja schon eingegangen. 2023 war der Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen (m/w/d) nicht unter den Top 10 der häufigsten Fachärzte (m/w/d) (Quelle). Häufiger sind da eher Orthopädie, Anästhesiologie (Das überrascht mich ehrlicherweise.), innere Medizin und Allgemeinmedizin. Ich kann nur Vermutungen anstellen, schätze aber, dass angehende Mediziner (m/w/d) wenig Erfahrung/Berührungspunkte mit dieser Facharztrichtung haben und sich daher seltener hierfür entscheiden statt einer bewussten Entscheidung hiergegen.

    Was wir beeinflussen können, ist den vollen Rahmen der bestehenden Regularien auszunutzen. Da gibt es durchaus Möglichkeiten zum "Sieben". Der Hinweis ist an der Stelle nicht völlig fehlplatziert, auch wenn deine Ergänzungen an der Stelle sinnvoll sind. Ich habe nicht geschrieben, dass die Positivkorrektur in den Ländern, in denen sie vorgesehen ist, weggelassen werden sollte, sondern dass deren Einsatz mal wissenschaftlich evaluiert werden sollte (vielleicht stellt sich ja dabei auch heraus, dass es das Korrekturformat mit dem größten didaktischen Potential ist, und dann muss auch ich das akzeptieren), um auf bildungspolitischer Ebene ein Mittel zu haben, um über Fortsetzung oder Änderung zu reflektieren. Wenn es dich beruhigt, kann ich den Punkt aber im Kopf behalten und dem nächsten Studienpraktikanten (m/w/d) bei uns mit auf den Weg geben - sie sind oft unschlüssig bzgl. der Themensuche ihrer Abschlussarbeiten und sind vielleicht froh über einen Tipp an der Stelle.

    chilipaprika : Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass wir bzgl. der angesprochenen Punkte etwas selbst entscheiden können, sondern dass die Entscheidungen "von oben" kommen müssen, daher verstehe ich deinen Einwand an der Stelle nicht.

    Mit "sprachlicher Richtigkeit" war übrigens nicht Schönschrift, sondern Rechtschreibung und Grammatik gemeint.

    Wegen deiner Frage bzgl. Mathematik: Ich muss die Antworten grundsätzlich lesen können. Was ich nicht entziffern kann, kann ich nicht bewerten. Fachbegriffe müssen richtig benannt und zumindest annähernd richtig geschrieben werden. Für extreme Fälle behalte ich mir den Abzug von bis zu 2 Notenpunkten bei zu vielen Punkten vor. Das kommt zumindest im Fach Mathrmatik und zumindest bei mir sehr selten vor.

    Ich würde behaupten, dass sprachliche Richtigkeit im Fach Deutsch noch höher bewertet werden sollte als in den modernen Fremdsprachen, wo sprachliche Richtigkeit natürlich nicht unnötig ist, aber keine tragende Rolle im Vergleich zur Kommunikatiomsfähigkeit spielt. Hier ist evtl. die Quotierung zu niedrig, wenn schwache Leistungen im Bereich "sprachliche Richtigkeit" so leicht durch andere Faktoren ausgeglichen werden können.

    Generell sollten alle im Bereich "Schule" eingeführten maßgeblichen didaktischen und pädagogischen Methoden und Konzepte nach gewissem Zeitabstand evaluiert werden. Es gibt ja inzwischen viele Lehramtsabsolventen (m/w/d), die Abschlussarbeiten arbeiten dürfen, da gibt es durchaus viel Potential, das von den betreuenden Hochschuldozierenden erkannt werden muss. Die x-te Abschlussarbeit zu Gesundheitsförderung von Lehrkräften oder Einsatz von digitalen Medien im Unterricht hingegen, bringt irgendwann auch keinen nennensweren Erkenntnisgewinn mehr.

    vor allem wenn man SuS unterrichtet, die in Klasse 10 zum Großteil keinen geraden Satz aufs Papier bringen und man jeden Fehler nicht nur anstreichen, sondern positiv berichtigen muss.

    Das zeigt aber Verfehlungen auf, die sich zwar nicht durch dich alleine ändern lassen, die aber zumindest auf höherer Ebene angegangen werden können und nicht in Stein gemeißelt sind.

    Wenn in Klasse 10 der Großteil der Schüler (m/w/d) "keinen geraden Satz aufs Papier bringen" können, wurden sie jahrelang erfolgreich versetzt und mindestens ausreichende Leistungen attestiert, die so nicht gegeben waren. Es beißt sich immer wieder hier im Forum die Katze in den Schwanz, dass Noten vergeben, die nicht mit den notwendigen Lernzielen aus den Curricula korrespondieren. Wenn diese nicht erreicht werden, kann schlichtweg kein "ausreichend" mehr vergeben werden - auch wenn viele Lehrkräfte damit scheinbar sehr am Hadern sind. Das ist aber im Grunde nichts Spezifisches des Faches "Deutsch", sondern gilt fächerübergreifend.

    Die Positivkorrektur sollte mal kritisch evaluiert werden hinsichtlich ihrer didaktischen Sinnigkeit. Vielleicht möchte mal ein Lehramtsabsolvent (m/w/d) hierüber eine Abschlussarbeit schreiben. Ich gehe davon aus, dass der didaktische Mehrwert für die Schüler (m/w/d) gering und dafür der Zeitaufwand für Lehrkräfte hoch ist. Wwenn jemand wirklich schwache Leistungen in einem Fach zeigt, bringt es der Person nichts, wenn die Lehrkraft durch Positivkorrektur 10 verschiedene Baustellen aufzeigt. Das sorgt wahlweise für Überforderung oder Durchzug. Es braucht sinnvollere Korrekturformen - und da muss auf politischer Ebene (im Idealfall auf Basis durch forschungsbedingter Erkenntnis) angesetzt werden.

    Studiere, was Dir Spaß macht, gute und begeisterte LehrerInnen werden immer gebraucht...

    Mit solchen häufig verwendeten Aussagen wäre ich vorsichtig, da nicht jeder angehenden Lehrkraft klar ist, was das angekommen in der Unterrichtspraxis bedeutet. Zwar findet früher oder später fast jede fertig ausgebildete Lehrkraft ihren Weg ins Schuldienst, wenn dies aber nur mit sehr vielen Kompromissen bei Fächern (Stichwort "fachfremder Unterricht"), Schulform oder Einsatzort möglich ist, kann die Frage aufkommen, ob diese Kompromisse es wert waren, die Fächerkombination im Studium primär danach auszulegen, was in der inhaltlichen Auseinanderung (wobei man auch das vor Studienbeginn höchstens erahnen kann) "Spaß macht".

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