Beiträge von Gymshark

    Bei allen Gesetzen gibt es immer Missbrauch - dessen sind wir uns sicher einig. Ein missrauchsresistentes Gesetzwerk wird es wohl nie geben. Ich gebe dir Recht, dass besagte Partei (bzw. einige Vertreter (m/w/d) hiervon) populistische Rhetorik einsetzen, weil sie dieses Jahr Wahlen gewinnen wollen. Hinzu kommt, dass der Kanzler dies, als Reaktion auf Klagen aus der Wirtschaft hinsichtlich der aktuellen Konjunkurlage, nutzen möchte, um sein innenpolitisches Profil zu schärfen.

    chilipaprika : Das Beispiel mit deinem Mann muss aber wirklich im Einzelfall sehr genau abgewogen werden, sodass es nicht am Ende dazu führt, dass Vorgesetzte (m/w/d) ihre Mitarbeiter (m/w/d) mehr oder weniger dazu zwingen, im Krankheitsfall wenigstens ein paar Stunden zu arbeiten, weil derzeit viel zu tun sei und der Kollege X und die Kollegin Y das ja auch in der Vergangenheit gemacht hätten - und man will ja nicht unkollegial sein (= unterbewusst Druck aufbauen). Das Missbrauchspotential ist sehr hoch, wenn der Wunsch nicht explizit vom erkrankten Mitarbeiter (m/w/d) selbst kommt.

    Gehst du immer davon aus, dass Alle lügen [?]

    Ich sowieso nicht und ich denke, dass es auch bei der Partei, die derzeit am stärksten mit Forderungen in die Richtung auffällt, nicht der Fall ist. Ich vermute, dass die besagten politischen Akteure, nicht ich, der Auffassung sind, der derzeit niedrigschwellige Zugang zu einer Krankschreibung werde zumindest von einem Teil der Bevölkerung missbräuchlich genutzt, was auf Makroebene zu einer Schwächung des Bildungsniveaus und der Wirtschaftsleistung führe (Man bemerke an der Stelle den verwendeten Konjunktiv.). Besagte politische Akteure begründen ihre Position wiederum mit Deutschlands im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohen Krankheitstagen.

    Um die Machbarkeit der szenischen Darstellung ging es mir weniger, sondern um die Frage, ob sie die impressionsreiche Perspektive des Ausgangstextes ausreichend inhaltlich erfassen können, um wiederum in die Lage versetzt werden zu können, eine auf den Ereignissen der Geschichte aufbauende Situation szenisch darstellen zu können.


    Wenn du Angst hast, dass die Schüler (m/w/d) Sachthemen und Gefühle verwechseln könnten, macht es Sinn, ggf. vorher mit ihnen den Unterschied (an Beispielen) zu besprechen und danach den Begriff "Sachthemen" in der Aufgabenstellung zu nennen.

    1. Welche Sachthemen besprechen X und Y am Telefon?

    2. Welche Gefühle zeigen sie dabei?


    Auch wichtig: Aufgabe 3 deutet schon darauf hin, dass Gefühle oft implizit gezeigt werden. Selten spricht man explizit aus, wie man sich fühlt, und wenn, dann kann das, was man aussagt, dem tatsächlichen Gefühlszustand widersprechen - z.B. "Ich bin nicht wütend." und das mit deutlich verzogener Mine und geballten Fäusten ausgedrückt. Können das deine Schüler (m/w/d) wirklich so erkennen oder könntest du ihnen dabei helfen, um Hilfen anzubieten, wie sie erkennen können, ob ein Protagonist glücklich/traurig/etc. ist?

    Verstehe. Zu viel (ungenutzte) Zeit sorgt schnell dafür, dass man auf dumme Gedanken kommt - das natürlich auch bei überfürsorglichen Eltern. Da du ja in einer eher teueren Wohngegend wohnst, werden die allermeisten Schülereltern einen (gutbezahlten?) Job haben, aber ich vermute, der Eine oder die Andere könnte von einem zusätzlichen Hobby oder sozialem Engagement profitieren, um den Kindern nicht den ganzen Tag am Rockzipfel zu hängen.

    Vorab: Ich schreibe als Fachfremder. Deutsch ist nicht Teil meiner Fächerkombination.

    Ich habe mir die Kurzgeschichte durchgelesen und auch die Arbeitsaufträge. In der Kurzgeschichte passiert sehr viel innerhalb kurzer Zeit und auch in den Arbeitsaufträgen geht es um verschiedene Perspektiven/Perspektivwechsel. Das zu verarbeiten, ist durchaus kognitiv fordernd. Mein erster Eindruck war erst einmal "erschlagen". Und jetzt überlege ich im nächsten Schritt, wie Hauptschüler (m/w/d) die Informationen aufnehmen und verarbeiten würden. Ich würde an der Stelle entweder noch kleinschrittiger vorgehen oder sogar Visualisierung einsetzen, um sicher zu gehen, dass die Schüler (m/w/d) wirklich in der Lage sind, den inhaltlichen Verlauf der Kurzgeschichte erfassen zu können, um darauf aufbauend in die szenische Darstellung gehen zu können.

    Das von dir formulierten Stundenziel klingt sehr nach Anforderungsbereich III. Entspricht das so auch den curricularen Vorgaben für deine Lerngruppe?

    Ich gebe dir absolut recht. Nur erlebe ich immer wieder, dass manche Eltern es nicht schaffen und trotz Handyverbot in der Schule mehrmals am Tag ihr Kind anrufen.

    Sind das dann dieselben Eltern, die sich, so früh es nur irgendwie geht, um Ganztagsbetreuung ihrer Kinder kümmern, da sie beruflich doch so eingespannt seien?

    In großen Industrieunternehmen wird der Geschäftsführer (m/w/d) auch in großer Not keine operativen Aufgaben übernehmen. Das wird dann ggf. eher noch von den Team- und Abteilungsleitern (m/w/d) in einer solchen Situation erwartet.

    Was aber durchaus zumutbar ist und möglich sein sollte, ist, wenn im Fall einer akuten Krankheitswelle die Hälfte der Belegschaft ausfällt, dass der Standortleiter (m/w/d) eines Elektrofachmarktes sich auch mal an die Kasse setzt, der Restaurantbesitzer (m/w/d) Biere zapft oder der Taxiunternehmer (m/w/d) Fahrten selbst durchführt.

    chilipaprika :Es tut mir leid, dass ihr schon so oft das Problem mit einer scheinbar inkompetenten Bezirksregierung hattet. Ich vermute mal, die bei euch überversorgten Fächer sind solche, die auch überregional nicht gerade zu den Mangelfächern schlechthin zählen, oder?

    Die Lösung in meinen Augen wäre, dass Lehramtsstudierende (m/w/d) mit wenig gefragten Fächerkombinationen besser ob des tatsächlichen Bedarfs aufgeklärt werden. Es kommen ja immer mal wieder Anfragen auch hier im Forum und dann kommt oft die Rechtfertigung "Ich brenne für diese Fächer, bin auch räumlich flexibel und offen für andere Schulformen (möchte aber trotzdem für das gymnasiale Lehramt studieren).". Ja, schön und gut, aber wenn andere Leute auch so denken, bleiben diese Fächer auf alle Zeit überversorgt.

    Ich habe auch schon überlegt, ob es Sinn machen würde, wenn die Fachkollegen (m/w/d) von Mangelfächern in den Sek II-Kursen ihrer Fächer bewusst einfach mal diejenigen Schüler (m/w/d), die bisher durch gute Leistungen und/oder fachliches Interesse hierin auffiellen, ansprechen, ob die sich ein Lehramtsstudium mit diesen (oder inhaltlich verwandten) Fächern vorstellen könnten.

    Wenn die Welt perfekt wäre, gäbe es bei Lehrkräften eine 110%-Versorgung, um Ausfälle die meiste Zeit über auffangen zu können, und Überstunden würden selbstverständlich ab der ersten Stunde bezahlt werden, statt dass man sagt, Lehrkräfte haben bis zu 3 Stunden Vertretung unentgeltlich zu leisten. Naja, vielleicht irgendwann mal...

    In der freien Wirtschaft führt die Betriebs- oder Standortleitung in der Regel auch kaum noch operative Tätigkeiten aus, daher finde ich es nicht so ungewöhnlich, wenn eine Schulleitung vor allem strategische Aufgaben, Führung und Repräsentation nach außen übernimmt und wenig bis gar nicht mehr unterrichtet.

    Gleichzeitig finde ich aber wichtig, dass eine Führungskraft weiterhin den Kontakt zur Basis hält, die Erfahrungen aus der Arbeit an der Basis mit in die Arbeit auf strategischer und Führungsebene einfließen lässt und, im Fall der Schulleitung, wenn es Knall auf Fall kommt, weiterhin in der Lage ist, eine Klasse unterrichten zu können.

    Vor allem steht im Zitat "verantwortlich für für die Einhaltung [...] der für die Notengebung allgemein geltenden Grundsätze".

    Bedeutet: Wenn die Schulleitung mitbekommt, dass eine Lehrkraft Noten auswürfelt oder eine weder fachlich noch pädagogisch begründete Gefälligkeitsnote vergibt, kann sie um Erläuterung des Zustandekommens der Noten auf Basis dieser allgemein geltenden Grundsätze bitten. Bestätigt sich der Verdacht, kann die Schulleitung wiederum verlangen, dass die Noten korrigiert werden, und zwar nicht nach der Gefälligkeit der Schulleitung, sondern nach den zuvor genannten Grundsätzen, sprich allgemeine Gütekriterien der Leistungsbewertung in Kombination mit ihren zugrundeliegenden schulrechtlichen Vorgaben.

    Hätten wir einen absoluten Akademikermangel (m/w/d), könnte man die Daseinsberechtigung dieser Form des Erwerbs der Fachhochschulreife als gestufte Möglichkeit zur Zugangsberechtigung zu einer Hochschule noch irgendwie rechtfertigen. So - auch mit dem, was Maylin85 korrekterweise schrieb - finde ich sie nicht mehr zeitgemäß und würde empfehlen, sie auslaufen zu lassen.

    Zudem, da Hochschulen für angewandte Wissenschaften die gleichen Abschlüsse wie Universitäten (mit Ausnahme der Staatsexamina) vergeben und, Stand April 2025, in 12 Bundesländern das Promotionsrecht haben, ist eh fraglich, warum reduzierte formale Qualifikationen zur Zugangsberechtigung gelten sollen - als seien das Hochschulen 2. Klasse.

    Die Kündigung ist die richtige Entscheidung. Auf eine solche Schulleitung kann man guten Gewissens verzichten. Wer weiß, wie sie in dieses Amt gekommen ist.

    Ich würde das Schuljahr noch zu Ende machen, aber Minimalaufwand betreiben. Du bereitest deinen Unterricht auf Basis der curricularen Vorgaben vor, aber ohne didaktisches Feuerwehr, und am besten nicht mehr als eine Woche voraus, falls zwischendurch doch noch einmal der Stundenplan neu ausgewürfelt werden muss. Zur Schulentwicklung würde ich an der Stelle gar nichts mehr machen bzw. wenn, dann nur das absolute Minimum.

    RosaLaune : Du hast indirekt schon beantwortet, was meine Sichtweise hierbei ist, nämlich, dass Substantive im Singular wie im Plural verwendet werden sollen, sprich entweder der Lehrende/die Lehrenden oder der Lehrer/die Lehrer. Eine Mischung aus Lehrenden und Lehrern fände ich morphologisch fragwürdig und semantisch müsste schon sehr gut und stichhaltig begründet werden, warum eine Abweichung zwischen dem Stamm im Singular und im Plural erfolgen sollte.

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