Beiträge von Gymshark

    Wie schon mehrfach hier angedeutet oder gar konkret angesprochen wurde, sind es vor allem die mentalen Krankheiten, die zwar inzwischen gesellschaftlich nicht mehr tabuisiert, aber zumindest noch sehr stigmatisiert sind. Dadurch, dass bei Krankschreibungen kein Betroffener (m/w/d) seine Gründe offen legen muss, wird leider viel gemutmaßt, mitunter auch zu den Ungunsten der Betroffenen.

    Ich meine, dass in dem Artikel über den Kollegen, der an den Kochshows teilnahm, dabei stand, dass derzeit 14 Lehrkräfte in NRW seit mindestens 5 Jahren krankgeschrieben sind. Es kann durchaus sein, dass hierbei sehr komplexe medizinische Gründe vorliegen, sei es ein schweres psychisches Trauma, das immer wieder durch Flashbacks getriggert wird, oder eine chronische Krankheit, eine Verletzung, die einfach nicht verheilt o.ä. Früher hätte man eher noch gesagt, dass starke Schultern in einem Sozialstaat auch solche Fälle tragen können. Dadurch, dass die aktuelle Bundesregierung jedoch entschieden hat, die staatlichen Sozialausgaben genauestens prüfen und erheblich reduzieren zu wollen, vermute ich, dass in naher Zukunft solche Extremfälle kaum noch möglich sein werden (ebenso wie ungewöhnliche Therapieformen wie der zuvor beschriebene Türkeiurlaub) und wie schon zuvor geschrieben deutlich schneller eine Überprüfung der generellen Dienstfähigkeit auf dem Plan stehen wird.

    Ja und nein. Mit dem Schluss nach 10 Stunden hast du zwar Recht, dennoch ist bei der Arbeit davor auf die Priorität der entsprechenden Aufgaben zu achten. Da würde ich vermuten, dass, bedingt durch Bewerbungsfristen für Ausbildungen und Studiengänge, die Erstellung der Abiturzeugnisse von hoher Priorität ist und dann eher noch die Zeugnisse einer 7. oder 8. Klasse verschoben werden müssten.

    Hier ist ein Artikel über eine Lehrkraft, die ein Jahr lang krankgeschrieben war und während der Zeit an 2 TV-Kochshows teilnahm. Natürlich kommt die Lehrkraft aus NRW.


    Beim Lesen des Artikels denke ich mir jedoch: Was ist die Erwartungshaltung? Darf man als krankgeschriebene Lehrkraft gar nichts machen außer im Bett zu legen und zu warten bis der Tag herumgeht? Ich weiß nicht, was der Grund für die Krankschreibung war, aber die Belastung der Teilnahme einer TV-Kochshow, bei der die Teilnehmer an ein paar wenigen Tagen vor der Kamera stehen müssen, ist nicht vergleichbar mit einer regelmäßigen 40-Stunden-Arbeitswoche. Das der Lehrkraft negativ auszulegen, halte ich persönlich für unverhältnismäßig...

    Es sollte nach einer bestimmten Zeit die Möglicheit geben, eine Art Angleichprüfung durchzuführen, mithilfe welcher nach Bestehen die Besoldung und Unterrichtsverpflichtung zu anderen Kollegen (m/w/d) angepasst werden kann. Ich verstehe, dass man bei frischen Quereinsteigern erst einmal einen Unterschied erhalten möchte, da die Unterrichtsqualität noch nicht dem Niveau einer Lehrkraft, die die Tätigkeit von Grund auf gelernt hat und über Unterrichtserfahrung verfügt, aber nach 5+ Jahren und sagen wir einer Angleichprüfung fände ich es unangemessen der Quereinsteiger gegenüber, immer noch darauf hinzuweisen, dass sie ja vor ewigen Zeiten etwas Anderes gelernt hätten. Denn wenn das der springende Punkt sei, hätte man sie gar nicht erst in den Lehrberuf zulassen dürfen.

    Es ist völlig normal, dass jeder und jede Einzelne unterschiedliche Interessen hat. Der Eine liest gerne, der Andere rechnet gerne, die Dritte malt für ihr Leben gerne.

    Lesen wird jedoch in fast allen Fächern benötigt - je höher die Jahrgangsstufe, desto umfangreicher und komplexer die Texte. Daher sind gute Lesekompetenzen für Bildungserfolg von großer Bedeutung.

    Vielleicht haben die Deutsch- und Grundschulkollegen (m/w/d) Tipps, um die Lesekompetenz und -lust zu steigern.


    Was Mathematik und Textaufgaben angeht: Hier scheint dem Mädchen die Verbindung zwischen bestimmten Wörtern und mathematischer Operationen zu fehlen. Ich würde mir an deiner Stelle mal eine mathematische Operation (z.B. Addition) vornehmen und mit ihr erst einmal zugehörige Signalwörter sammeln, die immer bei Additionsaufgaben vorkommen. Danach könnt ihr euch mal eine sprachlich vereinfachte Aufgabe vornehmen und die in der Aufgabenstellung beschriebene Handlung nachstellen, sodass das Mädchen ein Gefühl dafür bekommt, wie so eine Textaufgabe funktioniert. Irgendwann wird die Handlung nicht mehr nötig sein und die Aufgabe kann auf direktem Weg in eine mathenatische Gleichung übersetzt werden.

    Sobald die vereinfachten Aufgaben verstanden wurden, könnt ihr euch an sprachlich komplexere Aufgaben wagen, im nächsten Schritt dann auch eine andere mathematische Operation.

    Es gibt leistungsbasierte Jobs, in denen man bei einer höheren erbrachten Leistung höhere Vergütung erhält ODER bei erledigter Arbeit auch schon früher Feierabend machen kann. Viele Jobs sind jedoch nicht leistungsbasiert, sondern haben eine fixe Arbeitszeit als Basis und da ist es tatsächlich so, dass eine schnellere Bearbeitung der zu erledigenden Aufgaben bedeutet, dass du zusätzliche Aufgaben erhältst, da du eine Arbeitszeit schuldest und keine vorher definierte Leistung.

    Legitime Meinung. Was sagst du jedoch dann dazu, dass hier Kollegen schreiben, dass meine Mindestanforderung schon an anderer Stelle weit über das hinausgehe, was einige ihrer Schüler am Ende der 10. Klasse tatsächlich fachlich können (= ganz grobe Vorstellungen von linearen Funktionen)?

    BAR87 : Die Sinusfunktion ist bei uns noch Teil des Curriculums der Realschule. Rein meine persönliche Meinung: Ich fände es jetzt nicht so schlimm, wenn Schüler (m/w/d) bis zur mittleren Reife nichts von Sinusfunktionen gehört haben, solange im Gegenzug ein Grundgespür für funktionelle Zusammenhänge, intensive Kenntnis über lineare und quadratische Funktionen sowie grundlegende Vorstellungen zu kubischen Funktionen entwickelt wurde.

    Die Bedeutung von Funktionen, die über dieses Niveau hinausgehen, für die mathematische Allgemeinbildung halte ich doch für überschaubar und es reicht aus, wenn diese in der Sek II bzw. in Ausbildungen mit hohem Mathematikbezug (z.B. mathematisch-technischer Softwareentwickler (m/w/d)) behandelt werden.

    Ich habe mal aus Neugier ins Curriculum für Berlin Einführungsphase geschaut (S. 9). Dazu findet sich bzgl. der zu behandelnden Funktionen:

    - lineare und quadratische Funktionen

    - Exponentialfunktion

    - Potenzfunktion, ganzrationale Funktion, Sinusfunktion

    - Wurzel- und Logarithmusfunktion


    Ob das dann alles im realen Unterricht in Berlin so 1 zu 1 umgesetzt wird, ist eine andere Frage, aber rein von den curricularen Vorgaben finde ich das vollkommen OK, bin ich ehrlich.

    CDL: Dass nicht jeder eine höhere Position ausüben kann und will, ist klar und gut, sonst gäbe es keine Fachkräfte "an der Basis". Wenn jemand jedoch andeutet, es gäbe im Lehrberuf keine Karrieremöglichkeiten, ist das schlicht falsch. Es gibt für jede Schulform Aufstiegsmöglichkeiten: Die Stellen werden nur nach oben hin weniger und die formalen Ansprüche höher. Von "mal eben" war nie die Rede. Aber auch in der Privatwirtschaft wird nicht jeder direkt Abteilungs- oder Bereichsleitung. Manche bleiben bis zum Ende ihres Berufslebens auf der untersten operativen Ebene. Und auch das ist OK, wenn das zur persönlichen Jobvorstellung passt.

    Es stimmt zwar, dass zu Beginn der Sek II noch einmal das Wissen im Bereich "Funktionen" aus der Sek I aufgefrischt/wiederholt wird, aber danach werden doch zunehmend komplexere Funktionen thematisiert. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass euer Curriculum in Klasse 11 bei linearen und quadratischen Funktionen stehen bleibt.

    Es gibt keine Provisionen, keine Karrieremöglichkeiten und keine leistungsbezogenen Gehaltsunterschiede.

    Wo kommt immer diese Fehlvorstellung her? Selbst an kleinen Schulen gibt es (stellvertretende) Schulleitungen, an größeren Schulen noch dazwischen Fachbereichsleitungen und Funktionsämter. Wenn einem die Schulleitung zu wenig ist, kann man dann noch ins Schulamt wechseln.

    Dass nach oben hin die Stellen weniger werden und mehr Fokus auf Verwaltung liegt, stimmt zwar, ist aber in der Privatwirtschaft auch nicht anders. Hier kommen auch auf einige Mitarbeiter/Sachbearbeiter (m/w/d) wenige Teamleiter (m/w/d) und vielleicht eine Abteilungsleitung (m/w/d).

    An den 2,50€ geht kein Supermarkt pleite und wenn sie diese Aktion öffentlich den Kunden anbieten, müssen die einzelnen Filialen auch damit rechnen, dass der eine Kunde oder die andere Kundin sie nutzen.

    Natürlich gibt es immer wieder Krankheits- und Urlaubswellen, aber so wie du es beschreibst, hast du dich ja nicht einmal beschwert über die lange Wartezeit, sondern wolltest einfach nur die öffentlich beworbene Werbung nutzen, was dir als Kunde/Kundin natürlich zusteht.

    Eine reine räumliche Koexistenz ist ja noch keine tagtägliche aktive Auseinandersetzung. Ich zwinge Schülerinnen und Schüler nicht dazu, dass sie in jeder Stunde mit der Mitschülerin oder dem Mitschüler, die/den sie am wenigsten mögen, in einer Gruppenarbeit zusammenarbeiten müssen. Sie haben genug Freiraum und müssen nur aushalten, dass der Andere existiert, und alle paar Wochen kommt mal eine Aufgabenstellung, die sie in der Gruppe lösen/bearbeiten müssen - dies aber nicht mit der stets gleichen Zusammensetzung.

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