Wird Zeit hier das manche uns Pensionsalter kommen. Nicht auszuhalten das sich ewig im Kreise drehen
Lass das mal lieber nicht Katharina Reiche lesen
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Wird Zeit hier das manche uns Pensionsalter kommen. Nicht auszuhalten das sich ewig im Kreise drehen
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Die Frage ist, ob man als Lehrkraft einen zusätzlichen Studienabschluss in einer Geisteswissenschaft benötigt. Der berufliche Nutzen dürfte begrenzt sein und wenn es nur um Wissenserwerb im Rahmen eines Hobbys geht, ist die Frage, ob man wirklich noch einmal Präsentationen und Hausarbeiten erstellen möchte, oder ob es nicht genügt, sich ein geläufiges Einführungswerk zu besorgen und dieses im privaten Rahmen durchzuarbeiten.
Ich kann die Ausgangsproblematik schon verstehen. Ich persönlich finde eine gleichmäßige Auslastung auch angenehmer als einen plötzlichen harten Cut in Kombination mit der Frage, was in dem plötzlichen Mehr an Zeit an sinnvollen Tätigkeiten gemacht werden könnte.
Mein Vorschlag wäre, während der Schulzeit eine Liste anzufertigen mit Dingen, die man unbedingt mal machen möchte, und diese dann in den Schulferien abzuarbeiten.
Das sollten dann aber auch Dinge sein, die man an einem Tag bis maximal wenige Tage durchführen kann.
Ein gutes Beispiel wäre: das neue mexikanische Restaurant ausprobieren.
Ein schlechtes Beispiel wiederum: Mandarin lernen.
Sowas schafft man nicht innerhalb weniger Wochen. Sollte großes Interesse dahingehend bestehen, sollte das eher über längeren Zeitraum gemacht werden, wobei hier geschaut werden müsste, inwieweit hier noch freie Kapazitäten nach Vollzeittätigkeit, Haushalt und ggf. anderen Freizeitaktivitäten vorhanden sind.
Wäre eine Sache, wenn es nicht an anderer Stelle immer wieder heißt, dass die Noten vor allem im Abitur immer besser werden und Universitäten schon Zweifel haben, ob eln Großteil der angehenden Studenten überhaupt studierfähig ist. Es passt hinten und vorne nicht und leider fehlt aktuell noch der gesellschaftliche Druck, hier dran etwas politisch zu ändern.
Kommt noch eine nichtdeutsche Familiensprache dazu, wäre da ja voraussichtlich noch eine weitere Erfahrung mit einer Sprache, die konjugiert wird.
Eben.
Allein wievielt Zeit ich wöchentlich Laborgeschirr spüle, können sich Deutsch- und Englischlehrer nicht vorstellen.
Ich erinnere mich, dass Antimon mal schrieb, dass es hierfür an schweizer Schulen Assistenzkräfte gebe. Ich kenne mich mit der chemischen (und ggf. physikalischen) Industrie nicht aus, aber übernehmen Chemiker/Physiker/Pharmazeuten das Spülen des Laborgeschirrs oder wird das von den Assistenzkräften übernommen? Ich frage deswegen, um einschätzen zu können, ob es (zumindest an größeren Schulstandorten) sinnvoll wäre, ebenfalls eine Assistenzkraft für solche Aufgaben einzustellen - auch wenn dies mit zusätzlichen Personalausgaben verbunden wäre.
Wie gesagt, wenn Note 4 nicht ein Ausrutscher war, spricht das entweder dafür, eine andere Naturwissenschaft zu wählen, oder, sollte es notentechnisch in anderen Fächern nicht besser ausschauen, es bietet sich an, du überlegen, ob es grundsätzlich Sinn macht, weiter die Schule zu besuchen oder ob nicht ein Abgang in Kombination mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz infrage käme.
Lehrkräfte haben schon einen großen Einfluss auf die intrinsische Motivation gegenüber einem Fach. In meiner eigenen Schulzeit war es so, dass in der Einführungsphase in meinem Kurs Physik (im Vergleich zu den anderen Naturwissenschaften) recht beliebt war, in Deutsch die Anforderungen (im Vergleich zu den anderen Sprachen) als hoch galten. Das führte dazu, dass die meisten Schülerinnen und Schüler Physik in der Qualifikationsphase weiter belegten (und dafür sehr viele Chemie abwählten) und niemand Deutsch (Pflichtfach) als Leistungskurs, sondern "nur" als Grundkurs wählte. In anderen Parallelkursen war hingegen Chemie beliebter und es wählten deutlich mehr Schülerinnen und Schüler das Fach - auch als Leistungskurs.
Der Unterschied zwischen Englisch und Französisch ist einfach, dass einem mit Englisch das Internet und sämtliche nischigen Interessen offen stehen. Französische Inhalte muss man explizit suchen.
Französisch war mal eine Zeit lang auch medial präsenter. Macron häufiger in den Medien, Musik von ZAZ und Louane in den Charts, dann die Angriffe auf Charlie Hebdo und das Bataclan. In den letzten Jahren ist es an der deutsch/französischen-Schnittstelle wieder ruhiger geworden, wenn man von der gelegentlichen Berichterstattung von Marine le Pen absieht.
Das ist höchstens relevant für grenznahe Städte. Ansonsten bringt einem Spanisch als Zweitsprache weltweit wesentlich mehr. Und so denken die jungen Leute heute.
Wenn es rein nach Verwertbarkeit geht, fallen mir andere Sprachen als Spanisch ein: Mandarin, Arabisch, Russisch.
Ich möchte nicht den Einfluss von Spanisch kleinreden, aber er wird aus europäischer Sicht oft überschätzt. Wer in den USA wohnt, sollte als Zweitsprache Spanisch lernen. In Europa kommt man auch beruflich weit, wenn das Spanisch nicht über Hola und Adios hinausgeht.
Volle Zustimmung. Fragt mich ein Schüler in der Einführungsphase, ob er mit einer 4 in Französisch (sprich 5 oder 6 Punkte), ob er das Fach weiterbelegen soll, würde ich wohl eher davon abraten - es sei denn, die 4 war eher einem kurzen Durchhänger geschuldet und er ist sonst besser.
Es gibt aber Schüler (m/w/d), die auf einer soliden 2 stehen und sich dann fragen, ob das für einen Leistungskurs ausreicht (sowohl für Mathematik als auch für Französisch). Solche, die Angst haben, dass im Leistungskurs nur die absoluten Cracks sitzen und dann Angst haben, unterzugehen. Oder solche, die Angst vor der Kommunikationsprüfung haben - obwohl ihre mündlichen Leistungen bis dato völlig solide waren. Oder solche, die in mehreren Fächern gleich gut sind, sich aber dann doch entscheiden müssen. Und dann finde ich es völlig OK, eine Empfehlung auszusprechen, wenn aus meiner Sicht heraus berechtigt.
Aber der zweite und hier entscheidende Punkt ist, dass die Schüler einfach "schlechter" oder schwieriger werden.
Das große Problem ist, dass dieser Umstand in keiner offiziellen Statistik vorkommt. Müssten die Gymnasien immer mehr Standorte schließen, würden die Abinoten immer schlechter ausfallen und die Unis immer weniger Studieninteressierte finden, wäre gesellschaftlich der Ruf nach Taten deutlich lauter als jetzt. Eher ist ja das Gegenteil der Fall.
Wir sind froh, wenn es einen Latein-Grundkurs gibt. Französisch wählen auch nicht mehr. Geschichte-LK ist allerdings auch nicht größer, wenn er zustande kommt.
Und manchmal passieren seltsame Dinge. In diesem Jahr wurde der Chemie-LK häufiger als Bio gewählt, weil ein Biolehrer meinte, Bio sei so schwer geworden und ein Chemie-Referendar Werbung auch für Schüler mit Note 4 machte.
Ich schrieb ja bereits in der Vergangenheit, dass Lehrkräfte durchaus auch für ihre Fächer Werbung machen können. Sie sollen nur bei der Wahrheit bleiben.
Bei Fächern mit erfahrungsgemäß kleinen Kursen ist mehr Zeit, auf die einzelnen Schüler (m/w/d) einzugehen, was vielleicht für den Einen oder die Andere ein Pluspunkt darstellt.
Wir haben tolle und engagierte Englischkolleginnen und -kollegen, aber in einem kleinen Französischkurs hast du noch einmal andere Handlungsmöglichkeiten als bei drei randvollen Englischkursen.
Bei uns hat Französisch jetzt kein absolutes Negativimage. Dagegen muss eher das eine oder andere MINT-Fach kämpfen.
Ja, die Anforderungen sind in der Sek I in Französisch höher als in Biologie oder Physik, aber das liegt wiederum am unterschiedlichen Status der Fächer, was je nach Bundesland noch extremere Ausmaße annimmt (z.B. NRW).
Bei uns belegt circa die Hälfte der Schüler (m/w/d) die fortgesetzte 2. Fremdsprache in der Sek II weiter, 30% auch bis ganz zum Ende. Wir haben einige Schüler (m/w/d), die sprachinteressiert und froh sind, wenn sie im Gegenzug eine weitere Naturwissenschaft abwählen können.
Wir haben auch die Fraktion, die die Sprache als notwendiges Übel ansieht und froh ist, sie zeitnah abwählen zu können, aber das sind definitiv nicht alle.
chilipaprika : Wir hatten es vor ein paar Wochen schon einmal dazu und ich kann diesen Frust, der hier und da durchblitzt, völlig verstehen. Leistungen passen schlichtweg nicht zu Leistungsanforderungen. Du hast mir ja schon einmal geschrieben, dass du auch durchaus bereit bist, schwache Leistungen entsprechend auch zu bewerten. So unbefriedigend das sicher ist, in der momentanen Bildungslandschaft müssen wir in den sauren Apfel beißen, vor allem angesichts der wieder lauter werdenden Kritik (z.B. durch den Lehrerverband und die Union), dass gute Noten inflationär vergeben werden.
Die kenne ich auch. Nicht wenige treten die "Flucht vorwärts" in die Elternschaft an.
Ich würde es nicht als Flucht bezeichnen, sondern eher als "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen". Meist besteht der Wunsch nach Elternschaft nach ein paar Jahren im Beruf so schon bereits und wenn dann noch der Vorteil der wohnortnahen Versetzung hinzukommt, wird der gerne zusätzlich mitgenommen.
CDL: Ich habe ein Beispiel für bildungssprachlichen Einsatz im Mathematikunterricht genannt - nicht, dass sich dieser hierauf beschränkt. Bei gesteigertem Interesse, kann ich hier weitere Beispiele nennen. Gib mir dazu gerne Bescheid!
Für mich bedeutet Bildungssprache im Fachunterricht, dass ich die Schüler (m/w/d) dazu bewege, mathematische Fachbegriffe im Unterricht zu verwenden. Zum Beispiel "nehmen sie nicht plus", sondern "addieren".
Im Französischunterricht ist die Herausforderung, Hemmungen gegenüber der Fremdsprache abzubauen, daher ist der bildungssprachliche Aspekt zumindest bei mir in der Sek I eher von untergeordneter Bedeutung. Es geht primär darum, sich in die Sprache und Kultur einzufinden, wobei ich vor allem Richtung Ende der Sek I hin darauf achte, dass nicht nur reine Präsenssätze gebildet werden, sondern die Schüler (m/w/d) sich auch im freien Schreiben/Sprechen an andere Zeit- und Grammatikformen heranwagen. Auch wenn es beim Subjonctif erfahrungsgemäß nicht über ein erstes Anbahnen hinausgeht.
Ich war auch erschrocken, welche Gehälter inzwischen in der Pflege möglich sind. 4.100€ brutto für einen Pflegehelfer - also jemand mit reduzierter Ausbildung oder angelernt. Hat halt den Nachteil, dass Pflegebedürftige und deren Angehörige inzwischen richtig tief in die Tasche greifen müssen, um die häusliche oder ambulante Pflege finanzieren zu können.
Woher nimmst du, dass es keine freien Kapazitäten gibt?
Kann ich nicht erkennen, aber ich kann auch nicht erkennen, dass in Deutschland attraktive Arbeitsplätze im Bereich Bildung geschaffen werden. Es ist doch günstiger, ungelernte Kräfte zur Aufsicht einzustellen.
Ich sehe keine hohen Zahlen bei Schulabgängern ohne Ausbildung oder arbeitslosen Fachkräften. Das sind ja erst einmal die potentiell freien Kapazitäten, denn wenn ich eine Stelle neu schaffe und sich eine in Beschäftigung befindende Person für diese Stelle bewirbt, führt das zwar dazu, dass die neue Stelle besetzt wird, die alte hingegen frei/unbesetzt wird. Das würde vielleicht den Wettbewerb erhöhen, aber die Versorgung wiederum verschlechtern und (potentielle) Fachkräfte können nicht beliebig "aus dem Hut gezaubert" werden. Sie müssen potentiell überhaupt erst einmal da sein.
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