Beiträge von Gymshark

    Sissymaus : Dazu kommt aber auch, dass es im ländlichen Raum, den du angedeutet hast, relativ gesehen (und absolut natürlich sowieso) vergleichsweise wenige Wohnungen gibt. Im Osten noch mehr als im Westen, wo du Orte hast, die zu 90% aus Einfamilienhäusern bestehen. Und die Mietwohnungen, die es dort dann doch gibt, sind nicht immer zwangsläufig auch "klein". Zwangsläufig entscheidet man sich da aus Mangel an Alternativen selbst auch wiederum oft für ein Einfamilienhaus.

    In meiner Sprache ist die Oberstufe absehbar auf Jahre gut abgedeckt. Das passt aber für alle Beteiligten, so mein Eindruck. Die Kollegen, die in der Qualifikationsphase eingesetzt sind, schätzen das fachlich/sprachlich anspruchsvollere Arbeiten und nehmen den höheren Korrekturaufwand gerne in Kauf. Wäre das nicht so, ich vermute, es würde sich dennoch ein Kompromiss finden lassen.

    Dafür bin ich in Mathematik schwerpunktmäßig in der Oberstufe und habe nur ab und ab einen Mittelstufenkurs. Hier ist es wiederum so, dass viele Kollegen die Unterstufe gerne machen, sodass hier absehbar erst einmal alles voll ist.

    Entscheidend ist der Grund für das jeweilige Elterngespräch. Geht es um massives Fehlverhalten des Kindes, kann man erwarten, dass sich ein Elternteil sich entsprechend auch die Zeit nimmt und sich ggf. vom Arbeitgeber beurlauben lässt. Etwas Vorlaufszeit macht es dem Elternteil einfacher als wenn es wirklich von heute auf morgen sein muss.

    Bei harmloseren Gesprächsanlässen kann man durchaus einen Kompromiss mit den Eltern absprechen, sodass ein möglicher Gesprächstermin zu einem Zeitpunkt stattfindet, der im gemeinsamen Interesse ist. Eltern müssen aber damit rechnen, dass Gespräche während der gängigen Arbeitszeiten stattfinden können und sie somit auch bereit sein müssen, hierfür eine Arbeitsschicht zu tauschen oder einen Urlaubstag zu nehmen.

    Zum Thema Eigentum bzw. Wohnen allgemein: Hier gibt es statistische Häufungen sowie in sich nachvollziehbare Ausnahmen. Es hat rein anekdotischen Charakter, aber meiner Auffassung nach legen viele Deutsche einen Schwerpunkt innerhalb ihrer Ausgaben beim Wohnen und schauen, dass sie das Höchstmögliche herausholen. Wenn nur irgendwie möglich, dann ein Eigenheim, wenn nur irgendwie möglich, dann in einer möglichst guten Gegend. Dennoch gibt es auch Menschen, die sagen, dass sie sich bewusst für das Mieten oder ein kleineres Häuschen/eine sozioökonomisch schwächere Gegend entscheiden, da sie ihren persönlichen Auskunftsschwerpunkt woanders liegen haben oder ihre Wahl für sie persönlich einen hohen emotionalen Wert hat.

    Zwar stimmt das, dass die meisten Menschen mit geringem Gehalt eher mieten statt zu kaufen, aber ein Blick auf den Wohnmarkt zeigt auch, dass es auch Gutverdiener gibt, die sich bewusst für das Mieten entscheiden, selbst wenn sie kaufen könnten. Ich habe nicht nur in Großstädten, sondern jetzt auch immer mehr im ländlichen Raum erste Wohnungen gesehen, die für mindestens 1.500€ oder gar über 2.000€ kalt monatlich angeboten werden. Und diese Wohnungen finden auch Mieter.

    Wenn man ein Haus vererben möchte, dann später eher an die Enkel statt an die Kinder, denn wie schon angedeutet wurde, wenn die Kinder zum Zeitpunkt des Versterbens Ü50 oder gar Ü60 sind, sind sie oft schon Jahr(zehnt)e in einer stabilen Wohnsituation und haben keinen Bedarf an einer Veränderung der eben diesen. Anders sieht es da womöglich bei den Enkeln aus, die dann in den 20ern oder 30ern sind - in einem Alter, in dem viele erstmals darüber nachdenken, ob sie in den "eigenen vier Wänden" wohnen wollen.

    Quittengelee : Es gibt einen ganz praktischen Haken bei der Sache. Wenn ein Staat Menschenrechtsverletzungen begeht, wird das quasi nicht geahndet. Man hat es im Falle Russlands gesehen. Sein Verhalten wurde mehr als nur einmal von hochrangigen Politikern und Juristen gerügt. Hatte dies irgendeinen Einfluss auf sein Handeln?

    Aus der Schule wissen wir, dass Schüler Fehlverhalten nur unterlassen, wenn sie wissen, dass auf dieses Verhalten eine von ihnen als unangenehm empfundene Konsequenz folgt. Solange dies nicht der Fall ist, machen sie weiter.

    Das Völkerrecht müsste insofern optimiert werden, dass die Staatengemeinschaft das Recht erhält, dass im Falle einer offensichtlichen Menschenrechtsverletzung eine Art Polizei (wie auch immer das genau aussehen mag) die Staatsgrenze übertreten, das Staatsoberhaupt festnehmen und zur Not durch Gewalt die Fortsetzung der Gräueltaten unterbinden darf.

    Wenn ich aus der Distanz nur sage "Assad, du böser Schlingel, du!", lacht er sich ins Fäustchen, weil er weiß, dass ein bissschen Schimpfen aus hunderten Kilometer Entfernung ihn nicht davon abhalten kann, dass seine Gefolgsleute weiterhin in seinem Auftrag Staatsfeinde foltern.

    Der neue syrische Premierminister erklärt, dass sein Land wieder frei sei, und fordert alle Syrer auf, zurückzukehren, um das Land wieder aufzubauen.

    OK, hier bin ich bei dir - ich verstehe, was du meinst. Hier bin ich persönlich immer im Konflikt, inwieweit ich meine Erwartungen versuche durchzudrücken oder ob ich eher ein Angebot mache und wenn das Angebot nicht genutzt wird, ist es das Problem des Kindes - ja, auch des eigenen Kindes. Aber da hängt es wohl vom Alter des Kindes ab. Ein Kind in Klasse 2 muss man vielleicht noch eher mal zu seinem Glück "zwingen". Wenn das Pubertier keinen Bock hat, muss es manchmal auch einfach lernen, dass diese Einstellung schnell negative Konsequenzen hat, nämlich die 5 in der nächsten Klassenarbeit.

    Gegen Filme spricht dann nichts, wenn der Einsatz im Unterricht didaktisch entsprechend aufbereitet und nicht nur als Berieselung der Schüler (m/w/d) genutzt wird.

    In Mathematik zählt jede Stunde, da wird jede Stunde zur Vermittlung neuer bzw. Wiederholung oder Anwendung bekannter Inhalte benutzt. Ausnahme: Die wirklich allerletzte Stunde vor den Sommerferien. In der Stunde schauen wir uns zuerst ein kurioses Phänomen aus der Welt der Mathematik an und lassen zum Schluss noch einmal das Schuljahr Revue passieren.

    In Französisch richten sich die Inhalte der letzten Unterrichtsstunde nach der jeweiligen Jahrgangsstufe: Wir hören französische Musik, lesen französische Jugendzeitschriften oder backen zusammen Croissants.

    Es gibt ja nicht nur die Großinvestoren, die aus gutem Grund ein problematisches Image haben, sondern auch ganz viele normale Leute, die einen kleinen Handwerksbetrieb haben oder "im Büro" arbeiten, und darüber hinaus ein MFH mit sechs Wohneinheiten, vielleicht gelegen in einer Kleinstadt mit 10-15.000 Einwohnern, haben, die sie als Nebenverdienst vermieten. Das sind vielleicht 50.000€ Mehreinnahmen im Jahr mit denen oft noch der Kredit und eventuelle Reparaturen bezahlt werden. Bei allem Verständnis, aber das sind keine reichen Menschen. Und reich definiere ich hier weniger über "zu den x% vermögendsten Menschen innerhalb der Bevölkerung gehörend", sondern eher als "sich über längere Zeit einen überdurchschnittlich hohen Lebensstil leisten könnend".

    Die Frauen in meinem Umfeld, die ohne Kinder oder mit älteren Kindern, in Teilzeit arbeiten, begründen dies in der Regel mit solchen Argumenten:

    "Das Geld reicht uns auch so aus."

    "Mehr Zeit für Partnerschaft/Familie."

    "Vollzeit ist aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich."

    "Ich habe noch ein zweites berufliches Standbein."

    "Ich habe Vollzeit gearbeitet und das war mir zu stressig."

    Versuche diese Zeit schrittweise runterzufahren! Wenn du mal weder so eine Woche haben solltest wie die von dir beschriebene, nimm dir als Zahl, 90% dieser Zeit (Das wären 54 Stunden.) nicht zu überschreiten. Stell dir einen Timer und die Arbeit muss innerhalb dieser Zeit erledigt sein! Das erzeugt ein bisschen Druck, aber dadurch entwickelt man gleichzeitig auch Strategien, um schneller und damit innerhalb dieser Zeit durch zu kommen. Wenn das gut klappt, kannst du das nächste Mal wieder 10% der Zeitvorgabe kürzen und schauen, dass du die Arbeit innerhalb von 49 Stunden erledigt bekommt. Das ist schon knackig, aber vielleicht fällt dir hier und da eine weitere Möglichkeit ein, effizient viele Punkte abzuarbeiten. Wenn du dann noch zweimal jeweils 5% kürzt, hast du selbst in Stressphasen ein Level erreicht, bei dem man sagen kann: Ja, Vollzeit ist nun einmal Vollzeit, aber die Arbeit ist im üblichen zeitlichen Rahmen machbar, ohne dass Privatleben und Freizeit den Kürzeren ziehen.

    Wenn der Schüler wirklich so ein "hoffnungsloser" Fall ist, wäre hier nicht dringend eine Beratung durch einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten geboten? Es klingt als sei der Jugendliche in einer Phase, in der alles komplett zu kippen droht. Er merkt "OK, mein Umfeld gibt mich auf" und das ist oft die Vorstufe vor einer Gewalttat - sei es gegen sich selbst oder gegen Dritte. Bevor der Jugendliche in ein paar Jahren einsitzt, könnte der Besuch beim Therapeuten einen letzten Versuch darstellen, ihn noch irgendwie zu erreichen?

    Da es hier im Thread ein bisschen untergegangen ist: Eine sonderpädagogische Diagnostik soll gerade nicht dazu dienen, dass das Kind seine Umgebung auf jede nur so erdenkliche Art und Weise pisackt und, sobald diese Widerstand zeigt, diese mit dem Verweis "Ist halt so. Ich habe Krankheit/Behinderung XY. Ich kann dafür nichts." mundtot gemacht wird.

    Es geht vielmehr darum, dass aus dieser Diagnostik sich eine Förderung ableitet, die, je nach Grad der Krankheit/Behinderung, entweder die Einschränkung behebt oder, wenn dies nicht möglich ist, dem Kind Möglichkeiten an die Hand gibt, wie es nach Ende der Schulzeit so gut und so eigenständig wie möglich am gesellschaftlichen Leben mit allen hiermit verbundenden Rechten und Pflichten teilhaben kann.

    Deutschland ist Mieterland. Dadurch gibt es gleichzeitig auch viele Vermieter. Natürlich gibt es die großen Wohnungsbaugesellschaften wie Vonovia und co. Ganz viele Immobilien sind aber auch in Privatbesitz. Es gibt viele Menschen, die einer Angestelltentätigkeit oder auch Selbstständigkeit nachgehen und nebenbei eine Wohnung oder ein Mehrfamilienhaus, oft bereits mehrere Generationen in Familienbesitz, vermieten. Natürlich steckt da eine Gewinnerzielungsabsicht dahinter, aber es geht da oft eher um einen Zuverdienst zum Hauptjob. Diese hunderttausenden Menschen "da draußen" würde ich nicht als reich bezeichnen. Das sind oft ganz andere Bevölkerungsgruppen.

    Die 3 Jahre kamen bei uns auch öfter vor und entspannen ungemein. Eltern haben die längere Verweildauer in der Jahrgangsmischung auch eher akzeptiert, als wenn man ohne Jahrgangsmischung empfiehlt, das Kind noch 1 Jahr länger in Kl. 1 oder 2 zu lassen.

    Ich habe mal eine Frage aus Neugier, da die jahrgangsgemischte Eingangsstufe schon mehrfach aufkam: Wenn ein Kind diese in einem Jahr durchläuft, hat es denn die Möglichkeit, alle Inhalte, die in dieser Zeit vorgesehen wird, zu lernen (also auch im Sachunterricht und den Nebenfächern) oder besteht die Gefahr, dass hier Inhalte ausgelassen werden, deren Unkenntnis zu einem späteren Zeitpunkt dazu führen könnte, dass Vorkenntnisse fehlen?

    Kann man nicht mit der Kita-Leitung sprechen, dass das Kind, neben den normalen Aktivitäten mit den anderen Kindern, zusätzlich am Vorschulprogramm teilnehmen und zwischendurch einfach mal ein Kinderbuch lesen oder ein paar kinderfreundliche Rätsel (Finde die Unterschiede im rechten Bild! o.ä.) lösen darf?

    Ich sehe zu frühes Einschulen aufgrund der Sozialisierungsaspekte ebenfalls als kritisch, denke aber zudem, dass man dem Wissensdurst des Kindes entgegenkommt, wenn man diesen anerkannt und für das Kind attraktive Zusatzangebote schafft, bei denen es seinen Interessen nachzukommen.

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